Bitterfeld hat ein Torwartproblem
14.02.2012 - Daniel Richter
Fußball
Auf 25. Februar ausgerichtet

Hahn verletzte sich am Brustmuskel, wie lange er ausfällt, sollen die Untersuchungen in den kommenden Tagen ergeben. Andreas Mieth geht bereits vom schlimmsten Fall aus: "Robert wird lange ausfallen." Schon kurz nach der Verletzung bemühte sich Andreas Mieth um einen Ersatz - ohne Erfolg. Er griff sogar zum Telefon und rief seinen ehemaligen Wolfener Teamkollegen René Block an. Der hat seine Fußballschuhe aber schon an den Nagel gehangen und war zuletzt bis zur eingereichten Insolvenz des FC Grün-Weiß Wolfen im November dort Trainer. "Es ist richtig, Andreas Mieth hat mit mir gesprochen, aber ich habe das erst einmal so stehen lassen und ihm nicht zu oder abgesagt", so Block, "die Anfrage ehrt mich zwar, aber ich glaube nicht, dass ich der Richtige bin."
Seit über einem Jahr habe er nicht mehr zwischen den Pfosten gestanden. "Nur Erfahrung reicht nicht, ich bräuchte auch Spielpraxis", sagt der ehemalige Torwart. Doch kategorisch will er ein Engagement in Bitterfeld nicht ausschließen: "Man muss abwarten, was genau bei Robert Hahn herauskommt. Sollte es aber nach drei oder vier Spielen brennen, kann man sich ja noch einmal unterhalten."
Und so lange wird erst einmal ein anderer das Bitterfelder Tor hüten. Im letzten Testspiel beim MSV Eisleben stand Brian Birken zwischen den Pfosten. Normalerweise ist er der Torwart der Eintracht-Reserve, die spielt in der Kreisliga. Dass die Umstellung ein wenig schwer werden kann, weiß auch Andreas Mieth: "Er als junger Torwart muss sich erst einmal an das neue Niveau gewöhnen, aber es ist für ihn auch eine Herausforderung." In Eisleben musste er beim 6:3-Sieg dreimal hinter sich greifen - dreimal in der ersten Halbzeit. "In der Pause gab es dann aber eine ordentliche Standpauke", erzählt Andreas Mieth, "nach dem Seitenwechsel hatten wir aber alles im Griff." Und Brian Birken hielt seinen Kasten sauber.
Die derzeit schwierigen Bedingungen scheinen dabei in Bitterfeld niemanden zu stören. Auch wenn es bei den sehr tiefen Temperaturen schwierig war, habe man draußen trainiert, ist nur gelegentlich in die Halle ausgewichen. "Wir wissen, wie es ist, auf Schnee zu spielen", so Mieth, "unsere Vorbereitung ist ganz klar auf den 25. Februar ausgerichtet." Dann soll die Eintracht in Bennstedt in die Rückrunde der Landesliga Staffel Süd starten. Bei Schnee oder nicht, Andreas Mieth ist das eigentlich egal. Und sollte man in Bennstedt nicht spielen können, so hat man zumindest den 3. März ganz fest im Visier. Da trifft Bitterfeld zu Hause auf Braunsbedra - sollte es nicht wesentlich besseres Wetter sein, so würde man bei der Eintracht alle Hebel in Bewegung setzen, um den Kunstrasenplatz spielfertig zu präparieren.
Auch die beiden dann folgenden Wochen wären damit gleichzeitig gesichert, denn mit Farnstädt und Nietleben sind zwei weitere Teams in Bitterfeld zu Gast. Dann sollte sich bei der Eintracht auch in der Torwartfrage sicherlich etwas getan haben. Entweder Frank Winkler oder Brian Birken werden dann für die Bitterfelder zwischen den Pfosten gestanden haben. Vielleicht macht einer von beiden seine Sache ja so gut, dass man sich dann gar nicht weiter umschaut. Aber sollte es nicht laufen, kann man René Block noch einmal anrufen.
Quelle:MZ
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