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Trainer steht nicht in Frage
14.02.2012 - PR Team 1

Trainer steht nicht in Frage

Beim Test gegen Gröbern (Rot) waren bereits fünf Neuzugänge dabei. (FOTO: ANDRé KEHRER)

VON CHRISTIAN KATTNER
THALHEIM/MZ. 16 Punkte, Tabellenplatz 14, Abstiegsgefahr. So hatte sich in Thalheim niemand die Hinrunde in der Landesliga Staffel Süd vorgestellt. Auch nicht Manfred Kressin: "Der Wunschgedanke vor der Saison war ein einstelliger Tabellenplatz", sagt der Geschäftsführer, "das jetzige Ziel ist ja augenscheinlich: Klassenerhalt."

Über das Zustandekommen der aktuellen Platzierung hat man sich natürlich auch in Thalheim so seine Gedanken gemacht. Bereits vor der Saison gab der Verein mehr Spieler ab, als er verpflichtete. "Wir waren in der Breite nicht so aufgestellt, um Ausfälle abzufangen", sagt Maik Zimmermann, "wenn zwei wichtige Spieler ausgefallen sind, war es für uns schwierig", so der Thalheimer Kapitän. Für die verletzten Christian Scharf und Ron Peters stand einfach kein adäquater Ersatz bereit - zum Ende der Hinrunde ging man mit 13 Spielern in die Partien. Das wird sich in der Rückrunde definitiv nicht wiederholen. Gleich sechs Spieler wurden vom insolventen FC Grün-Weiß Wolfen verpflichtet. "Jeder von den Neuen ist ein Gewinn für die Mannschaft", sagt Maik Zimmermann.

Doch waren es nicht nur die Verletzungsprobleme, die die Rot-Weißen in die Abstiegsränge führten. "Wir haben in der Winterpause mit dem Trainer intensive Gespräche geführt", erzählt Manfred Kressin, "dabei haben wir Situationen entdeckt, in denen es in den Köpfen einiger Spieler nicht passte und wir dadurch Punkte verloren haben." Dem Trainer kreidet der Geschäftsführer diese Versäumnisse also nicht an, doch müsse Jan Blödtner seine Taktik dann so ausrichten, dass man diese Schwächen ausmerzen könne. In Frage gestellt wurde und wird Blödtner jedoch nicht. "Einen Trainerwechsel vorzunehmen, ist nicht unsere Art", so Kressin.

Und doch gab es eine Veränderung im Trainerteam: Mit Lutz Weidner wurde in der Winterpause ein Co-Trainer verpflichtet. Maik Zimmermann ist damit wieder nur noch Spieler. "Für mich ist es kein Problem, dass ich nicht mehr im Trainerstab bin", so der Kapitän, "ich sehe mich ohnehin noch mehr als Spieler." Auch wenn er derzeit verletzt ist, kann er sich nun besser auf den sportlichen Bereich konzentrieren. Und da gilt es, den Klassenerhalt zu sichern.

Dass das nur mit Punkten funktioniert, steht dabei nicht zur Debatte, eher das Erreichen. "80 Minuten schöner Fußball bringt mir keine Punkte", sagt Manfred Kressin, "die Auffassung schön zu spielen, ist gut, aber man muss erst einmal etwas im Körbchen haben." Davon kann man bei 16 Punkten wahrlich nicht sprechen. Mit einfachen Mitteln sollen es schnellstmöglich mehr werden. Hilft dabei ein anderes Spielsystem? "Es ist definitiv so, dass wir viele Spieler im Team haben, die nicht in diesem System gespielt haben, da fehlen noch die Automatismen", erzählt Zimmermann. Anders als die Thalheimer, die mit einem 4-4-2-System spielen, treten die meisten Gegner mit einem 3-5-2 an - haben im Mittelfeld oftmals Überzahlsituationen. "Da müssen wir über die Außen mehr Druck machen", so der Kapitän. Mit den Neuzugängen aus Wolfen sollte das möglich sein. Die kennen das Spiel mit der Viererabwehrkette besser - am System sollte es nicht mehr scheitern.


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