VfB Gräfenhainichen e.V.

Verschmelzung der drei Kreisfachverbände ABI, Anhalt und WB

Marc Mieseler, 09.02.2020

Verschmelzung der drei Kreisfachverbände ABI, Anhalt und WB

Verschmelzung der drei Kreisfachverbände Anhalt-Bitterfeld, Anhalt sowie Wittenberg für eine starke Zukunft

Bereits in der Vergangenheit gab es in verschiedenen Konstellationen Überlegungen einen gemeinsamen Weg zu gehen. Diese Überlegungen nehmen nun einem erneuten konkreten Anlauf. Aus diversen Gründen ist die Zusammenführung dieser drei Verbände sinnvoll. Diese wären die regionalen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie die nicht mehr aufzuhaltenden demographischen Veränderungen in den jeweiligen Kreisfachverbänden.
Der KFV Anhalt hatte in den letzten Jahren wiederholt größere Probleme einen ordentlichen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Das zeigte sich an der Zunahme von Spielgemeinschaften in sämtlichen Spielklassen. Trotzdem nahm die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften in allen Ligen stetig ab und das Aufrechterhalten eines geordneten Spielbetriebes gestaltete sich als außerordentlich schwierig. Weiterhin stehen zukünftig auch strukturelle sowie personelle Veränderungen innerhalb des KFV Anhalt an.
Der Wittenberger KFV hatte im Saisonübergang 2019/20 sowie in den Jahren zuvor ebenfalls große Probleme einen ordentlichen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Das eingeführte Norwegermodell (erlaubt eine geringere Spieleranzahl) in der untersten Spielklasse lies die demographischen Probleme nur übergangsweise beheben, langfristig stellt es keine adäquate Lösung dar.
Erste Sondierungsgespräche zwischen den Kreisfachverbänden ergaben bereits zum Ende des vergangenen Jahres, dass die beiden KFV Anhalt und Wittenberg zukünftig nicht mehr alleine handlungsfähig sind. Aus diesem Grund trafen sich die verantwortlichen Vorstände der drei KFV Anhalt, Wittenberg sowie Anhalt-Bitterfeld am Donnerstag, 23.01.2020, mit dem Präsidium des FSA in den Räumlichkeiten des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Ziel war die ausführliche Analyse der derzeitigen Situation. In einer zielorientierten Gesprächsatmosphäre diskutierten alle anwesenden Parteien ein mögliches Zukunftsmodell.
In einem offenen Dialog stellten alle drei Kreisverbände die eigene derzeitige Situation dar. Alle KFV Vorstände sind sich grundsätzlich einig, dass man die demographischen Veränderungen (zu wenige Spieler, Mannschaften und Vereine) nicht mehr negieren darf. Die zukünftige Sicherstellung eines geordneten und dauerhaften Spielbetriebes ist zumindest in den KFV Anhalt und Wittenberg nicht mehr garantiert.

Im KFV Anhalt-Bitterfeld ist die derzeitige Situation noch etwas stabiler, da durch eine bereits realisierte Verschmelzung der KFV Bitterfeld und KFV Köthen ein geordneter Spielbetrieb erzielt wurde. Einig waren sich alle Meeting-Teilnehmer, dass durch die bereits jetzt schon praktizierte Zusammenarbeit in den Bereichen Nachwuchs (Kreisunionsligen), Schiedsrichterwesen sowie Frauenfußball beachtliches geleistet wurde. Seit Jahren wird hier ein gemeinsamer Spielbetrieb im Nachwuchs organisiert und Schiedsrichter gebietsübergreifend eingesetzt. Die Möglichkeit des Aufteilens der anhaltinischen Vereine auf die KFV Wittenberg und KFV Anhalt-Bitterfeld wäre bei gleichem Aufwand grundsätzlich auch nur ein weiterer Zwischenschritt gewesen. Aus diesem Grund entschloss man sich gemeinsam einen neuen Prozess auf den Weg zu bringen. Die Vorstandsmitglieder aller drei KFV sowie Vereinsvertreter aus den regionalen Arbeitsgruppen analysierten die derzeitige Ist-Situation um daraus Möglichkeiten aufzuzeigen, wie ein gemeinsamer zukünftiger Weg als ein Kreisfachverband aussehen könnte. Diese Arbeitsgruppen werden sich nun in den nächsten Monaten weiter mit den Fragen des Spielbetriebes, des Nachwuchses, dem Schiedsrichterwesen, den Sportgerichten sowie den Finanzen beschäftigen. Besonders wichtig ist allen Protagonisten eine enge Einbeziehung aller betreffenden Vereine. Zielsetzung ist eine unkomplizierte und zügige Zusammenarbeit, damit bis zur Saison 2021/22 die Verschmelzung abgeschlossen ist. Voraussetzung ist die
Erstellung einer einheitlichen Ausschreibung in den Arbeitsgruppen bis zum 30.06.2020. In der Übergangssaison 2020/21 werden dann im gesamten Gebiet die sportlichen Weichen und Qualifikationen für die Zukunft gelegt. Alle drei KFV Vorstände betonen dabei, diesen eingeleiteten Prozess eigenverantwortlich und mit ihren derzeit angeschlossenen Vereinen gemeinsam zum Erfolg führen zu wollen. Eine federführende Vorgabe durch den Fußballverband Sachsen-Anhalt existiert nicht.

Download der PM: Pressemitteilung vom 06.02.2020


Quelle:Pressemitteilung FSA vom 06.02.2020