Elsterstädter benötigen noch einen Punkt

Dietmar Bebber, 03.06.2011

Elsterstädter benötigen noch einen Punkt

WITTENBERG/MZ/BEB. In der Fußball-Landesklasse stehen in den einzelnen Staffeln fast alle Aufsteiger fest. Die einzige Ausnahme bildet die Staffel fünf. Hier tobt seit Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Tabellenführer SV Allemannia Jessen und Verfolger VfL Eintracht Bitterfeld. Trotz des vollen Programms stehen vor allem die Spiele der beiden Titelaspiranten im Fokus des öffentlichen Interesses. Die bessere Ausgangslage haben die Jessener, die beim geretteten SV Einheit Wittenberg anzutreten haben. Diese Konstellation birgt für die Elf von Trainer Gerald Neiße aber auch eine große Gefahr. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die Einheit-Spieler die Nichtabstiegsparty mit einer Niederlage beginnen wollen. Schon in der Hinrunde machte es die Jaekel-Truppe der Allemannia bei deren 2:1-Erfolg nicht leicht. Bereits ein Remis würde den Elsterstädtern zum sofortigen Wiederaufstieg reichen.

Nicht ganz so dramatisch wird es in Oranienbaum zugehen. Der Tabellenzweite Bitterfeld besitzt in diesem Auswärtsspiel noch eine Mini-Chance in Sachen Aufstieg. Die Eintracht kann nur auf einen Ausrutscher der Allemannia hoffen, denn der Verfolger verfügt bei drei Punkten Rückstand über das bessere Torverhältnis. Beiden Trainern steht die volle Kapelle zur Verfügung. Sperren gibt es nicht zu beklagen. Somit herrscht zumindest in puncto Personal Chancengleichheit.

In den anderen Spielen geht es um das Prestige. Der SV Grün-Weiß Annaburg (5.) hat die Reserve des FC Grün-Weiß Piesteritz zu Gast (3.) und wird alles daran setzen, die deutliche 1:4-Niederlage aus der Hinrunde vergessen machen zu wollen. Der SV Blau-Rot Pratau (12.) hat zum Abschluss die Chance, nach sieben sieglosen Spielen in Folge sich mit einem Erfolg von den eigenen Anhängern zu verabschieden. Denn die SG Blau-Weiß Nudersdorf, seit Monaten im Besitz der roten Laterne, scheint durchaus bezwingbar zu sein. Zumal sich nach der 0:14-Niederlage gegen Bitterfeld der Eindruck aufdrängt, dass Nudersdorf nach dem Gang zurück in die Kreisoberliga das Kämpfen eingestellt hat. Trainer Jens Stockmar steht den Blau-Weißen nach der Sommerpause nicht mehr zur Verfügung. Es wird Fußball-Abteilungsleiter.

Der VfB Gräfenhainichen (8.) empfängt mit der SG Trebitz (6.) nicht nur einen gut bekannten, sondern auch recht unbequemen Kontrahenten. Im Hinspiel kamen beide Mannschaften nicht über ein torloses Remis hinaus. Vielleicht schenken die VfB-Kicker ihrem Trainer Sandor Cseke zu seinem letzten Spiel als Chefcoach noch einen Sieg. Er wird der Mannschaft in der neuen Saison aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen.


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung