Mildensee bekam Hausaufgaben aufgetragen
Dietmar Bebber, 18.06.2011
Mildensee muss Barriere erweitern

Ab Landesklasse ist eine Barriere, die Zuschauer und Spieler voneinander trennt, Vorschrift. In Mildensee steht zwar eine Barriere, aber diese umfasst nicht einmal die Hälfte des Platzes. "Wir werden eine den Regeln entsprechende Barriere bauen", seufzt Mildensee-Chef Christian Bühnemann. Gerade erst hat der Verein das Projekt Turnhalle, das viel Geld und noch mehr Manneskraft gekostet hat, gestemmt. Nun folgt gezwungenermaßen das nächste Projekt. Über die dabei zu erwartenden Kosten schweigt sich Bühnemann aber aus. "Ich werde jetzt keine Zahlen nennen", sagt er.
Zunächst müsse das Aufmaß gemacht werden, und damit dann Kostenvoranschläge eingeholt werden. "Damit gehen wir dann zu uns wohlgesonnenen Sponsoren", sagt Bühnemann. Natürlich hofft er auch auf Unterstützung von der Stadt. Sportdirektor Ralph Hirsch signalisierte auch Hilfsbereitschaft, ärgert sich aber auch, dass "das wenige Geld, das zur Verfügung steht, für so etwas aufgebracht werden muss". Ob die geforderte Barriere am Ende tatsächlich im Ernstfall etwas nützen wird, die Frage blieb unbeantwortet. "Das Problem ist die gesellschaftliche Entwicklung, die uns dazu zwingt", zuckt Bühnemann mit den Schultern. Ebeling hingegen verwies noch einmal deutlich darauf, dass man als Landesverband nicht dazu da ist, um "die Vereine zu ärgern, sondern um für die Vereine zu arbeiten".
Bis zum 30. Oktober hat Mildensee jetzt Zeit, um die Auflagen des Landesverbandes zu erfüllen. Ansonsten müsste auf einen anderen Platz ausgewichen werden.
Quelle:Mitteldeutsche Zeutung
