Ein Sieg und eine Niederlage
Dietmar Bebber, 17.07.2011
Der VfB Gräfenhainichen konnte auch seinen zweiten Test bei der SG Ramsin 1919 mit 4:3 erfolgreich gestalten. Dabei zeigten sich die Gräfenhainicher von der durchaus engagierten bis aggressiven Spielweise der Ramsiner anfangs schon etwas beeindruckt. Dennoch gingen die Gäste nach einer guten viertel Stunde in Führung. Neuzugang Stefan Luderer, zunächst im defensiven Bereich zum Einsatz kommend, marschierte durchs Mittelfeld und legte den Ball nach halb links auf den mit gelaufenen David Hartling ab, welcher den sehenswerten Spielzug zum 1:0 (17.) abschloss. Nicht lange nach dem ersten Tor jubelten plötzlich die Ramsiner (23.). Doch war der Jubel viel zu früh, obwohl der Ball im Netz zappelte, denn zuvor ertönte der Pfiff des Unparteiischen wegen eines Foulspiels. Der folgende Freistoß von Höhe der Strafraumgrenze brachte jedoch nichts Zählbares für die Heimelf. Sollte anschließend der von Dennis Vogt in den Strafraum geschlagene Freistoß in Hannes Wagner zwar seinen Abnehmer aber noch nicht den Weg ins Tor finden, so gelang dies den Hausherren um einiges besser. Der Ex-Friedersdorfer Dalibor Jancic konnte hierbei direkt zum 1:1 (36.) Ausgleich verwandeln. Dabei sollte es bis zum Pausenpfiff auch bleiben versehen mit der Erkenntnis, dass der VfB vor allem vorn noch zu viele unnötige Ballverluste zu verzeichnen hatte. Im zweiten Spielabschnitt sollte dann Torwart Chris Liebers zu seinem ersten Einsatz in den Gräfenhainicher Farben kommen. Nur hatte er sich den garantiert anders vorgestellt, denn nach nur vier Minuten musste er schon das erste mal hinter sich greifen. Vorausgegangen war ein unnötiger Ballverlust seiner Vorderleute, sodass der gerade eingewechselte Ramsiner Patrick Gajowski keine Mühe hatte zu verwandeln. Faktisch im Gegenzug blieb dann Hartling die mögliche Antwort verwehrt, da sein Seitfallzieher knapp neben das Torgehäuse ging. Nun wurde angesichts des Rückstandes auch Lutz Jacobi an der Seitenlinie unruhig und forderte mehr Druck von seiner Mannschaft. Die zeitweise Erlösung gab es dann, als Hannes Wagner aus zentraler Position heraus frei zum Schuss kam und mit viel Übersicht das 2:2 (62.) erzielte. Doch die Freude darüber währte nicht lange. Während Vogt einem erfolgreichen Abschluss (63.) noch die Querlatte im Wege war, sollte der vom ehemaligen Gräfenhainicher Trainer Lutz Dobbermann betreute Platzherr sich erneut die Führung zurückholen. Diesmal glänzte Jancic als sicherer Strafstoßschütze, indem er einen Handelfmeter zum 3:2 (79.) verwandelte. Den im zweiten Abschnitt sich mehr und mehr aufs Kontern verlegenden Ramsiner schwanden nun auch zusehends die Kräfte. So hatten sie den immer noch nach vorn auf eine Resultatsverbesserung strebenden Gästen weniger als bisher entgegenzusetzen. Es ging auch die bisher bevorzugte Taktik, nämlich auf Fehler des VfB zu warten, nicht mehr so recht auf. Diese wollten nämlich nicht gerade mit einer Niederlage nach Hause fahren und verstärkten den Zug zum gegnerischen Tor. Der Lohn war dann der Ausgleichstreffer zum 3:3 (84.) von Vogt mit einer regelrechten Bogenlampe per Kopfball. Etwas kurios auch noch das abschließende Tor zum 4:3 (86.) Endstand. Denn kaum forderte Jacobi von der Seitenlinie aus, doch mal den Ball lang nach vorn zu bringen, war es wieder einer der von der Körpergröße her kleineren Akteure, der prompt den Luftkampf gegen einen Ramsiner Abwehrspieler sowie dessen Keeper gewann und den langen Ball von Christian Ackermann ins Tor bugsierte. Versöhnlicher Ausgang also, obwohl VfB-Coach Jacobi noch genügend Raum für Besserung, vor allem in der Chancenverwertung, sah.
Der VfB spielte mit: Michel Esser (46. Chris Liebers) – Christian Ackermann, Franz Unger (Robin Schwanengel), Stefan Luderer, Aron Scheffler, Dennis Vogt, David Hartling, Hannes Wagner (MK), Rene Christoph, Toralf Arndt, Markus Giese
Dagegen erwischte unsere Zweite mit der 10:0 Niederlage in Muldenstein nicht nur einen rabenschwarzen Samstag, sondern musste auch noch die zweite schwere Verletzung eines Spielers hinnehmen. Nachdem sich vor einer Woche Robin Raiskup so schwer verletzte, dass er sich einer Operation unterziehen musste, erwischte es in Muldenstein zu allem Übel in der 37. Minute auch noch Thomas Kluge. Auch er musste sich vom Spielfeld weg in ärztliche Obhut begeben. Wir wünschen auf diesem Wege beiden Spielern gute Besserung sowie einen schnellen und optimalen Heilungsverlauf.
