Friedersdorf will Platz 1 bis 3, Gröbern ins Mittelfeld
Dietmar Bebber, 28.07.2011
VON CHRISTIAN KATTNER
Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Mit Steve Schaller (Thalheim) und Maik Schiemann (FSV Halle) gibt es eigentlich nur zwei richtige Abgänge. Bert Hintersdorf und Jens Kozlowski haben sich zwar auch verabschiedet, stehen aber bei großer Personalnot weiterhin zur Verfügung. Bei den Neuzugängen verfolgte Andreas Bittl dagegen den bereits eingeschlagenen Weg - verpflichtete junge Spieler. So stehen in der kommenden Saison Ronald Kühnemund (Bitterfeld), Enrico Frensch, Steffen Schüchner (beide Thalheim), Christopher Zollweg (Pouch-Rösa) und Chris Peters (Sandersdorf) gleich fünf neue Spieler im Wolfener Kader. Die werden dann allerdings, genau wie der Rest der Mannschaft - in der Staffel 4 antreten müssen.
Derbys wie das gegen Friedersdorf oder Gröbern wird es in Wolfen nicht zu sehen geben. Stattdessen werden sich diese beiden Teams in der Staffel 5 duellieren. "Das wird ein tolles Derby", freut sich René Ciesilski bereits jetzt. Der Friedersdorfer Co-Trainer bedauert zwar den Wegfall der Partien mit Eintracht Bitterfeld, doch ist er von packenden Spielen gegen Gröbern überzeugt. Dabei dürften die Ambitionen beider Teams ganz unterschiedlich aussehen. Während sich Friedersdorf schon zu Saisonbeginn sehr gut verstärkte und mit Tom Georgius von Union Sandersdorf noch einen weiteren jungen Spieler gewinnen konnte, so vertraut man in Gröbern größtenteils dem Kader aus der vergangenen Kreisoberligasaison.
Erfolgreich können dabei beide Wege sein. Dass man in Friedersdorf bereits sehr weit ist, bekam René Ciesilski am Mittwochabend erneut zu sehen. "Ich war erschrocken, wie gut die Mannschaft spielen kann. Das war ganz großer Fußball", erkannte wohl nicht nur er nach dem klaren 4:1-Erfolg gegen Landesligist Eintracht Elster. Die Gäste aus dem Wittenberger Raum haben dabei eigentlich ähnliche Ambitionen wie der SV Friedersdorf. "Wir wollen unter die ersten drei Mannschaften", gibt sich René Ciesilski offensiv. Bedenkt man, dass Elster eine Klasse höher spielt und das obere Drittel als Ziel ausgegeben hat, darf man gespannt sein, wozu der SV Friedersdorf in der Landesklasse Staffel 5 in der Lage sein wird.
Dort wollen die Gröberner eine vernünftige Rolle spielen und das gesicherte Mittelfeld erreichen. Dass es damit durchaus klappen kann, sah man zuletzt beim Midewa-Cup. Gegen Konkurrenten aus der Liga behielten die Gröberner die Oberhand und gewannen das Turnier. Man scheint also derzeit gut gerüstet. Und da kann man auch ruhig mal ein testspielfreies Wochenende einlegen.
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
