Was macht eigentlich unser Pokalgegner Alsleben ?

Dietmar Bebber, 01.08.2011

Was macht eigentlich unser Pokalgegner Alsleben ?

Rico Erdmenger (Alsleben) muss sich ganz schön lang machen, um Vojtech Kriz (l.) vom Ball zu trennen. Rechts Stephan Rühlicke. (FOTO: ALEXANDER BLEY)

Schuss vor den Bug für FSV Rot-Weiß Alsleben


WEISSENFELS/ALSLEBEN/MZ/CR. Die Siegesserie des FSV Rot-Weiß Alsleben in der Vorbereitungsphase auf die neue Saison ist gerissen. Der Landesliga-Aufsteiger ging beim Landesklasse-Vertreter 1. FC Weißenfels mit 1:6 (1:1) unter.

"Eine Stunde lang konnten wir die Begegnung ausgeglichen gestalten, doch dann gingen uns langsam die Kräfte aus. Die Niederlage fällt zu hoch aus, denn fünf Tore schlechter als Weißenfels waren wir nicht", meinte Alslebens Co-Trainer Sven Gröper, der jedoch arge Besetzungssorgen hatte. So fehlten mit Ronny Straube, Eike Köhler, Stefan Schmidt und Artan Isufi gleich vier Stammspieler. Trotz der Besetzungsprobleme deutete in der ersten Halbzeit nichts auf ein Debakel der Gäste hin.

Im Gegenteil. Nach schöner Vorlage von Sebastian Horner schob Oliver Lorenz den Ball überlegt zur Führung in die Ecke des Weißenfelser Kastens. Die Freude über das 1:0 währte jedoch nur vier Minuten. Dann kamen die Gastgeber, die in der letzten Saison als Zweiter hinter Zorbau den Aufstieg in die Landesliga nur knapp verpassten, zum 1:1-Ausgleich.

Auch nach dem 1:2-Rückstand (63.) warfen die Alsleber die Flinte noch nicht ins Korn. René Leschinger, der wegen einer Blessur nicht in der Startelf stand, hatte in der 76. Minute sogar den Ausgleich auf dem Fuß. Doch aus sechs Metern brachte der Alsleber das Runde nicht ins Eckige.

"Wenn wir den Ausgleich erzielt hätten, wären wir in der Schlussphase nicht so eingebrochen und hätten die Partie vielleicht mit einem Tor verloren", sagte Gröper. In den letzten zehn Minuten waren die Gäste jedoch stehend k.o., da die Weißenfelser aufgrund ihrer vielen Wechselmöglichkeiten das Tempo bis zum Ende hoch halten konnten.

"Wir sind einfach überrannt worden. Allerdings stimmte bei den letzten drei Gegentoren bei zwei, drei Leuten auch die Einstellung nicht mehr. Die Jungs hatten abgeschaltet. Aber vielleicht war es ein Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt. In der Vorbereitung kann nicht immer alles glatt gehen. Es ist eigentlich vor dieser Partie in Weißenfels schon fast zu gut für uns gelaufen", erklärte der Alsleber Co-Trainer. Die Rot-Weißen haben bereits am Freitag die Chance, sich für die schwachen letzten zehn Minuten in Weißenfels zu rehabilitieren. Zur Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel im Pokal beim VfL Gräfenhainichen erwartet der Landesligist den Landesliga-Absteiger SV Merseburg 99.

Alsleben: Selent - Böckel, Erdmenger, Lorenz, Reckrühm - Rühlicke, Bernsdorf, Habicht, Lichtenfeld (46. Leschinger) - Horner, Knüpfer


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online