Die ersten Überraschungen sind perfekt
Dietmar Bebber, 21.08.2011
Die Premiere ging daneben: Mildensee zahlte in der Landesklasse erstes Lehrgeld. (FOTO: SEBASTIAN)
Germania überrascht
Mildensee - Jessen 2:6
Mit einer gesicherten Abwehr und großem Selbstvertrauen wollte Mildensee den Kampf annehmen. 20 Minuten gelang das hervorragend. Aber dann passierte, was so in der Zukunft nicht mehr passieren darf. In der Vorwärtsbewegung spielte ein Mildenseer Spieler einen fatalen Fehlpass. Staffelfavorit Jessen bestrafte das gnadenlos mit 1:0. Fünf Minuten später wurde der nächste grobe Mildenseer Abwehrfehler mit dem 2:0 bestraft. Es kam aber noch ärger: Ein Mildenseer Abwehrspieler vertändelte den Ball im Strafraum und foulte dann. Der Elfmeter führte zum 3:0.
In der Halbzeit machte sich Mildensee Schadensbegrenzung zur Aufgabe. Als aber Jessen bis zur 65. Minute auf 5:0 erhöhte, sah es nach einem Debakel aus. Die Jungs vom Anger gaben nicht auf. Matthias Tanz und Marius Götsch konnten auf 5:2 verkürzen. Eine Minute vor Ende hielt der Jessener Torwart einen fast unhaltbaren Ball von Sebastian Lehnert. Im Gegenzug konterte Jessen zum 6:2. "Jessen ist eine Mannschaft, die für Mildensee eine Nummer zu groß ist", sagte Mildensees Trainer Karsten Kuschel. "Wir müssen sehen, dass wir die Punkte gegen andere Mannschaften holen."
Mildensee: Kubitzki, Strauch, Rönicke, Kwiatkowski, S.Tanz, Heim, M. Tanz, Lehnert, Skripitzsch, A. Tanz, Götsch, Reimers, Felgenträger
Pratau - Roßlau 1:3
Die Vorzeichen standen für Roßlau alles andere als gut. Die Germania war nur mit zwölf Spielern nach Pratau gereist. Bei der Erwärmung verletzte sich dann auch noch Hannes Triepel, so dass nur noch Team-Manager Gerd Möbius und Trainer Torsten Kopocz auf der Bank saßen. Letzterer musste dann auch in der 50. Minute eingewechselt werden, da sich im Spiel auch noch Steven Thauer verletzte. Trotzdem gewann Germania am Ende nicht unverdient dank einer starken Mannschaftsleistung.
Timo Triepel hatte Germania in der 40. Minute nach einer Flanke von Christian Elß in Führung gebracht. Kurz darauf vergab Pratau einen Elfmeter. Trotzdem musste Germania noch vor der Halbzeit nach einem Freistoß das 1:1 hinnehmen. In der zweiten Halbzeit war es Trainer Kopocz, der seine Mannschaft nach 71 Minuten wieder in Führung brachte - mit einem sehenswerten 25-Meter-Schuss. In der 87. Minute sorgte Lars Lang für die Entscheidung und traf nach einer Ecke zum umjubelten 3:1.
Germania: Schneider - Elß, Großmann, Wilke, Wlodarski - Arndt, Thauer (50. Kopocz), Fuchs, Lang, Hartmann - T. Triepel
Zschornewitz - Vorwärts 5:3
Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit und nur wenigen Chancen stand es torlos, als die Seiten gewechselt wurden. Danach ging es aber Schlag auf Schlag. In der 47. Minute ging Zschornewitz mit 1:0 in Führung. Werner traf aus spitzem Winkel. In der 62. Minute erhöhte Reichmann per Freistoß aus etwa 30 Metern auf 2:0. Es war der Moment, wo die ASG endlich aufwachte. Der 2:1-Anschlusstreffer von Steven Schädel weckte in der 72. Minute noch einmal Hoffnungen im Dessauer Lager. Obwohl die ASG nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer das 3:1 hinnehmen musste, gelang durch Jeffrey Neumann und Eike Strokosch in der 85. Minute der 3:3-Ausgleich. Dessau wollte nun den Sieg und warf alles nach. Zschornewitz nutzte das und schloss zwei Konter erfolgreich zum 5:3-Endstand ab.
ASG Vorwärts Dessau: Selonke, Planitzer, Galytskyi, Minning, Strokosch (90. Richter), Sprung, Schädel, Sander (55. Schubert), Neumann, Böckelmann, Meyer
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung
