Der achte Spieltag in kompakter Form aus Sicht der Vereine

Dietmar Bebber, 23.10.2011

Der achte Spieltag in kompakter Form aus Sicht der Vereine

Es war vor allem das Wochenende der Aufsteiger und Favoriten. Friedersdorf behauptet die Spitze und Zschornewitz sieht jetzt schon wieder die rettenden Plätze. Den größten Sprung macht Mildensee von Platz 15. auf Rang 11. Möhlau hingegen ist jetzt letzter in der Tabelle. Hier gibt es die Spielberichte der Vereine-Komplett

SV Allemannia 08 Jessen  - SV Einheit Wittenberg 1:1
Jessen: Wir haben den 8. Spieltag in der Landesklasse 5 absolviert. Unser Trainergespann G.Neiße, I.Kilian und O. Schmidt hatten viele personelle Probleme, die es zu lösen gab. Unser Gegner SV Einheit Wittenberg ging das Spiel ruhig an und unsere Allemannia tat sich sehr schwer mit der defensiven Spielweise unserer Gäste. Das Spiel verläuft die ersten 20. Minuten ohne große Chancen. In der 21. Spielminute waren es die Gäste, die die erste große Chance verzeichnen konnten - nach einem Stellungsfehler in unserer Abwehr verfehlt Rene Fischer nur knapp das Tor. In der 24. Spielminute geht Alex Engelmann über außen, spielt einen Kurzpass auf Thomas Maler, der scheitert aber knapp am Torwart. In der 43. Spielminute spielt Maik Weimann den Ball auf Alex Engelmann und dieser zieht einfach mal aus gut 25 Meter ab und der Ball geht ins Tor zum 1:0 für unsere Allemannia.Das war auch die letzte große Aktion gewesen und es ging in die Halbzeitpause. Fazit zur ersten Halbzeit: Jessen tat sich sehr schwer mit der defensiven Spielweise unserer Gäste, wir brachten es zur keiner nennenswerten Chance und unsere Abwehr war sehr löchrig. Die Seiten wurden gewechselt und man hoffte, dass unsere Trainer die richtigen Worte gefunden hatten, um eine stärkere Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit zu sehen. In der 51. Minute gibt es Handelfmeter für unsere Gäste aus Wittenberg - Martin Thauer verwandelt diesen Elfmeter sicher. In den nächsten 20. Minuten verlief das Spiel wieder ohne nennenswerte Chance. In der 71. Spielminute probiert es Marcus Fritsche mit einem Distanzschuss und verfehlt das Tor nur knapp! Zwei Minuten später spielt wieder Marcus Fritsche einen klasse Pass auf Alex Engelmann, wobei dieser aber am Torwart der Gäste scheitert. In der 88. Spielminute gab es dann noch einmal eine ganz große Chance für unsere Allemannia. Thomas Maler spielt den Ball auf Philipp Schumann und dieser verfehlt das Tor nur ganz knapp. Das war auch die letzte Aktion und das Spiel wurde vom Schiedsrichter Dirk Meißner nach 92 Minuten abgepfiffen und man teilt sich mit Einheit verdient die Punkte!
Einheit: Wie so oft trat Einheit dieses Spiel stark ersatzgeschwächt an. Dazu stand die Mannschaft nach dem Debakel gegen Reppichau gewaltig unter Druck. Einige Neunmalkluge werden schon mit den Hufen geschart haben, um blöde Kommentare abzulassen. Das Trainertrio hatte am Freitag schon in der Mannschaftssitzung klar gemacht um was es geht, und schonungslos die Fehler vom letzten Samstag ausgewertet. Einige Umstellungen waren nötig da die Spielerdecke ziemlich dünn war. Nach kurzem Abtasten übernahm Einheit die Initiative. Es dauerte aber bis zur 20. Minute ehe die erste richtige Chance heraus sprang. Nach Flanke Heiko Hoffmann nahm Rene Fischer den Kopf, aber zu hoch gezielt. In der 29. Minute wieder Rene. Er setzt sich auf der linken Seite durch. Aber auch diesmal drüber. Nach Pass von Sören Kampfhenkel ist Kapitän Heiko Hoffmann frei. Sein Schuss aus 5 Metern geht rechts vorbei. Allemannia? Fand nicht statt. Zwei Schüsse aus großer Distanz in die Wolken. Das war alles bis zur 43. Minute. Ein harmloser Schuss aus 25 m, Torwart Oliver Schulz zog die Hand zurück weil er dachte der Ball geht vorbei. Drin war er. Völlig überraschend und unverdient die Jessener Führung. Und in der Nachspielzeit fast noch das 2:0. Ein angebliches Foulspiel zentral 18 m vor dem Tor. Den Freistoss lenkte Oliver Schulz an die Latte. Glück gehabt. In der zweiten Halbzeit zunächst das gewohnte Bild. Einheit im Vorwärtsgang. In der 51. Minute setzt sich Heiko Hoffman auf links durch. Seine Hereingabe konnte der am Boden liegende Jessener Verteidiger nur mit der Hand klären. Gleich zwei Einheit Spieler hätten Einschussbereit dahinter gestanden. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Martin Thauer versenkte Ihn gewohnt sicher rechts unten. Der Ausgleich war völlig verdient. Einheit diktierte weiter bis zur 70. Minute das Spiel, ohne das noch hundertprozentige Chancen heraus sprangen. In der 70. Minute wieder ein Fernschuss der Jessener, der recht vorbei ging. Das war für die Platzherren das Startsignal zur Schlussoffensive. So war ein Jessener Angreifer in der 71. Minute frei durch, doch sein Schuss verfehlte das Ziel. Einheit zahlte nun seinem aufwendigen Laufspiel Tribut und kam kaum noch vor das gegnerische Tor. In der 87. Minute noch ein Kopfball der Jessener aus 5 m neben das Tor. Endlich Abpfiff. Dank auch an Robert Günther der ab der 20. Minute verletzt durchspielte und auf die Zähne biss. Hut ab Robert.
Fazit: Die Mannschaft hat sich gut erholt vom 1:7 der Vorwoche. Alle, aber wirklich alle haben sich voll reingekniet in diese schwere Aufgabe. Nach der ersten HZ wäre ein Sieg verdient gewesen. Nach der zweiten hätte auch Jessen gewinnen können. Somit also ein gerechtes Unentschieden. Was in der zweiten Halbzeit fehlte war aus meiner Sicht das die Angriffe nicht mehr richtig ausgespielt wurden. Zu oft kamen lange Bälle die die Stürmer nicht mehr erlaufen konnten. Wichtig ist aber der positive Effekt vor dem Derby gegen Piesteritz II am nächsten Sonntag um 14:00 Uhr auf dem Platz der Jugend.

SG 1948 Reppichau - SV Germania 08 Roßlau 3:0
Reppichau: Die SG Reppichau gewann das Heimspiel am 22.10.2011 gegen den SV Germania 08 Roßlau verdient mit 3:0. Die Abwehr um Ronny Fräßdorf stand über 90 Minuten sicher und ließ keine Chancen der Gäste zu. Das Team von Trainer Andreas Wolf hatte sogar noch zahlreiche Möglichkeiten das Ergebnis höher ausfallen zu lassen. Unsere Mannschaft brauchte 20 Minuten um ins Spiel zu finden. Mitte der ersten Halbzeit köpfte Nico Frauendorf nach einer Flanke von Norman Walla zum 1:0 ein. 4 Minuten später konnte der Roßlauer Torwart jedoch einen Schuss des Torschützen parieren. In der 35. Spielminute folgte die einzige Roßlauer Torchance des Spiels. Nach einem Schuss der Gäste aus ca. 15 Metern konnte Ronny Fräßdorf für den schon geschlagenen Sven Wunderlich retten. Hagen Hemmerling klärte die Situation mit einem Befreiungsschlag. Dann passierte bis zur Halbzeitpause nichts mehr. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff brachte ein Roßlauer Verteidiger Nico Frauendorf im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte selbst zum 2:0. In der 62. Spielminute scheiterte Norman Walla frei vor dem Tor. Kurz darauf schoss Kevin Jersak knapp über das Roßlauer Gehäuse. Auch Nico Deistler und Norman Walla verfehlten in den Folgeminuten den Kasten der Gäste jeweils knapp. Nach einer Flanke von Maik Exner köpfte der Roßlauer Verteidiger Marc Schulze den Ball in das eigene Tor. In der Nachspielzeit lieferten sich unser Spieler Jens Bönecke und der Roßlauer Michael Arndt unschöne Szenen die nicht auf den Sportplatz gehören. Der Schiedsrichter konnte diese Situation nicht aufklären und entschied fairer Weise auf Platzverweise zu verzichten und das Spiel zu beenden.
Germania Roßlau: Mit einer 0:3 Niederlage musste sich Germania am Samstag in Reppichau abfinden. Ein scheinbar normales Ergebnis, doch wäre sicher Einiges möglich gewesen! Germania begann stark und selbstbewusst. Die erste Chance hatten dennoch die Gastgeber. Jersak setzte sich auf den linken Seite durch, seinen Schuss aus halber Position konnte Siebert jedoch klären. Aus der anschließenden Ecke entwickelte sich ein Konter der Gäste, den jedoch Mau zu schnell abschloss. Es folgte eine Phase, in der nur eine Mannschaft spielte, und das waren die Gäste! Immer wieder wurde mit aggressivem Zweikampfverhalten und einer geschickten Raumaufteilung der Heimelf der Schneid abgekauft. Mergenthaler (11.) und Wlodarski (13.) scheiterten leider mit ihren Schussversuchen. Mau, diesmal auf der rechten Seiten spielend, setzte sich nach 18 Minuten toll durch, konnte nur auf Kosten eines Freistosses gebremst werden. Diesen brachte Lang scharf vors Tor, wo Schöne nur cm fehlen, um an den Ball zu kommen. Doch wie so oft in den letzten Partien, auf dem Nichts führten die Gastgeber. Eine Flanke konnte nicht verhindert werden und Frauendorf tauchte völlig frei vor Siebert auf und köpfte zum 1:0. Doch die Roßlauer ließen sich dadurch nicht schocken. Ein Freistoß von Arndt (von der Mittellinie) ging knapp am Tor vorbei. Den Schuss von Lang hielt Wunderlich sicher (32.). Auf der anderen Seite schoß Frauendorf von der Strafraumgrenze aus der Drehung, doch Siebert lenkte den Ball zur Ecke. Die erste Schlüsselszene des Spiels dann in der 37. Minuten. Wlodarski setzte sich auf der linken Seite stark durch und passte klug in den Rücken der Abwehr, doch Lang konnte den Ball aus 7 m nicht im Kasten unterbringen, ein Abwehrspielen klärte auf der Linie. Nach dem Seitenwechsel kam Germania nicht wie erhofft ins Spiel. In der 53. Minuten dann schon die Spielentscheidung. Frauendorf fiel im Strafraum und der Linienrichter signalisierte eine Berührung. Eine Meinung, die er sehr exklusiv hatte. Das Geschenk nahm der Gefoulte natürlich dankbar an und für die Gäste war das Spiel dann schon (fast) gelaufen. Es gab einen deutlichen Bruch im Spiel. Reppichau hatte nun durch Schussversuche einige Möglichkeiten, den Elbestädtern gelang fast gar nichts mehr. Und in solchen Situationen hat man dann auch einfach kein Glück. H. Triepels Schuss (70.) nach Rückpass von Lang wurde abgefälscht und „kullerte“ links am Tor vorbei. Reppichau spielte seine Angriffe aber auch nicht so gut aus und so musste eine Eigentor für den Endstand sorgen. Eine Flanke von rechts köpfte Schulze, der sonst eine starke Partie zeigte, ins lange Eck zum 0:3. T. Triepel hatte dann zwei Minuten vor Schluss noch die Chance zur Ergebniskosmetik, doch auch er konnte aus einem Abstimmungsfehler der Reppichauer Abwehr kein Kapital schlagen. In der Schlussminute wurde es dann plötzlich hektisch. Nach einer undurchsichtigen Situation am Anstosskreis gerieten zwei Spieler heftig aneinander. Doch das Schiedsrichter-Trio konnte die Situation nicht eindeutig nachweisen und entschied sich schlussendlich, das Spiel überpünktlich abzupfeifen, was sicher in solch einer Situation dem Spielstand entsprechend eine sehr souveräne Entscheidung war! Fazit: Erneut hat Germania viel Lehrgeld zahlen müssen. Doch wenn man keine Tore erzielt und solchen Geschenke verteilt, kann man halt keinen Punkt gewinnen.
 
VfB Gräfenhainichen - ASG Vorwärts Dessau 3:0
VfB: siehe Statistik
Vorwärts: Sein 100. Pflichtspiel hatte sich unser zweitjüngster Spieler St. Schädel sicher ganz anders vorgestellt. Deutlich und chancenlos verlor man beim VfB Gräfenhainichen mit 0:3. Der VfB Gräfenhainichen übernahm von Anfang an die Initative und so war die Führung des VfB nur eine Frage der Zeit. Bereits in der 6. Minute war es soweit. Unser Keeper war bei einem Schuss von D. Vogt zwar noch am Ball, aber dennoch machtlos. Weiter ging es mit einigen hochkarätigen Chancen der Gastgeber und nach bereits nach 21 Minuten war das Spiel durch ein Doppelpack entschieden. Zunächst stand D. Hartling der Innenpfosten hilfreich zur Seite und eine Minute später traf er überlegt ins lange Eck. Torchancen unserer ASG waren in der ersten Hälfte Fehlanzeige. Der VfB dagegen hatte weitere hochkarätige Chancen, welche unser Torwart S. Befort toll vereitelte. So ging es mit 0:3 in die Halbzeit. Dort redete Coach T. Voigt Tacheles, was aber wenig nutzte. Zwar spielte unsere Mannschaft nun etwas gefälliger, war aber weiterhin deutlich unterlegen. Nachdem Gräfenhainichen das Tor in der 57. Minute verfehlte, waren in der 59. und 60. Spielminute die ersten und einzigen ASG-Torchancen zu verzeichnen. Zunächste bediente St. Schädel mit einer schönen Flanke G. Böckelmann, der jedoch mit seinem Kopfball an Keeper R. Wiesegart scheiterte. Nur eine Minute später scheiterte der Jubilar selber am VfB-Keeper. Nach diesem kleinen Strohfeuer, spielte nur noch der VfB. Einer Rettungstat von R. Blackstein kurz vor der Torlinie und weiteren Paraden von S. Befort, der als einziger wirklich überzeugen konnte, war es zu verdanken, dass es bei dieser sehr schmeichelhaften 0:3 Niederlage blieb. Ein großes Dankeschön geht an Chr. Weiß und F.-U. Riehl, die nach ihrem Spiel bei Chemie Rodleben noch nach Gräfenhainichen kamen um die erste Mannschaft, welche ebenfalls nur elf Spieler im Kader hatte, zu verstärken. Die Hälfte davon spielte letzte Saison noch in der Kreisklasse. F.-U. Riehl bestritt somit sein erste Spiel in der Landesklasse für die ASG. Mit einer Niederlage gegen den Tabellendritten haben sicher viele gerechnet, dass sich die Mannschaft aber so schwach und verunsichert präsentiert, sicher nicht. Eigentlich schade bei dieser tollen Atmosphäre, welche beide Fangruppen verbreiteten. Würde man das Spiel mit etwas Humor betrachten, könnte man sagen die ASG wollte nicht mehr und der VfB konnte nicht mehr. ;)

SV Glück Auf Möhlau - SV Friedersdorf 1920 0:1
Möhlau: Die Gastgeber lieferten dem Spitzenreiter einen großen Kampf und präsentierten sich in einer wesentlich besseren Verfassung als in den letzten Wochen. Zwar war die Feldüberlegenheit der Gäste unverkennbar, aber dem durch Kenneth Gottschling gut organisierten Abwehrverband gelang es immer wieder den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Gefährliche Fernschüsse wurden durch Keeper Robert Albrecht glänzend pariert. Glück Auf, nur selten vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchend, hatte Pech als ein Distanzschuss von Christian Wirkner die Latte traf. Im zweiten Spielabschnitt forcierte Friedersdorf weiter und kam nach 65 Minuten durch Christian Grunert zum einzigen Treffer. Die Hausherren versuchten jetzt noch zum Ausgleich zu kommen, die Durchschlagskraft dazu reichte aber nicht aus. Trotzdem war Möhlaus Anhang mit der gezeigten Leistung der Elf zufrieden, hierauf sollte aufgebaut werden.
Friedersdorf: Am Samstag musste der SV Friedersdorf bei SV Glück Auf Möhlau antreten. Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung auflaufen. Wobei unsere Mannschaft schon beim Aufwärmen einen weiteren Rückschlag hinnehmen musste. Rene Reppert verletzte sich am Sprunggelenk. Eine erste Diagnose im Krankenhaus ergab eine Kapselprellung und Bänderdehnung, was eine vierzehn tägige Pause nach sich zieht. Der Spitzenreiter der Landesklasse 5 begann so wie man es erwartet. Es ging in Richtung Möhlauer Tor. Aber der Gastgeber stand mit 10 Mann in der eigenen Hälfte und versuchte auf Konter zu spielen. In der 6.Minute nahm Marc Prause maß. Torwart Robert Albrecht kann im letzten Moment zur Ecke klären. Nur eine Minute später ein Kopfball von Robin Zern. Der Assistent zeigt in Richtung Mittellinie. Doch der Schiri entscheidet nicht auf Tor sondern läst weiter spielen. Nach einem schönen Spielzug wurde Marc Prause in Szene gesetzt. Doch seinen Schuss kann erneut der gut aufgelegte Albrecht parieren. Kurze Zeit später war er bei einem Schuss von Marcell Siedler wieder zur Stelle und hält Möhlau im Spiel. In der 15. Minute die erste Schrecksekunde für Friedersdorf. Möhlau startet einen Konter und der Stürmer zieht aus 30 Meter einfach mal ab. Der Ball kracht zum Glück nur an die Latte. Fast im Gegenzug rettet für Möhlau das Aluminium. Ein Schuss von Siedler trifft ebenfalls nur die Latte. Der Ball springt zurück in den fünf Meterraum, aber leider ist kein Friedersdorfer da um zu vollstrecken. Möhlau bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Es gibt Freistoß für den SVF. Robin Zern tritt an und wieder kann Albrecht parieren. Der Gastgeber bleibt seiner Linie treu. Alle verteidigen und man wartet auf eine Konterchance. So kam man erst in der 36. Minute zur zweiten Möglichkeit. Ein langer Einwurf in die Spitze brachte Gefahr, doch Karalus kann klären. Kurz vor der Pause erneut Ecke für SVF. Der Ball kommt gefährlich in den Strafraum aber Freund und Feind verpassen. So ging es mit einem 0:0 in die Kabine. Gleich nach dem Wiederanpfiff hatte Maximilian Hübner eine riesen Möglichkeit. Aus Nahdistanze köpft er am Tor vorbei. Möhlau blieb auch in der 2.Halbzeit seiner Taktik treu. Gegen die eng stehende Abwehr fand unsere Kreativabteilung einfach keine Mittel. Es fehlte immer wieder der entscheidende Pass. So versuchte man es mit Fernschüssen. Martin Ungefroren und Robin Zern vergaben in aussichtreicher Position. Die Minuten vergingen und es stand immer noch 0:0. Sicherlich mehr als glücklich für Möhlau. Erst in der 65. Minute besann man sich beim SVF wieder aufs Fußball spielen. Ein schneller Angriff über Rechts. Hübner bedient Christian Grunert und der erzielt das erlösende 1:0. In der Folgezeit versäumten es Ronny Telle und der überall zu findende Zern die Führung auszubauen. Trainer Klinowsky stellte sein Team dann um. Man versuchte jetzt offensiver zu spielen. Die sich daraus ergebenen Kontermöglichkeiten spielten unsere Jungs einfach nicht konsequent zu Ende. So blieb es unterm Strich, beim verdienten Arbeitssieg für Friedersdorf.
Kommentare nach dem Spiel:
Raik Klinowsky: „Friedersdorf war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Das Spiel hätte auf Grund der Chancen auch höher ausfallen können. Man hat gesehen, dass in einigen Spielern viel Potential steckt. Er hofft das Rene Reppert keine schwere Verletzung hat und wünscht eine schnelle Genesung“
Senad Tahirovic: „Es ist ein knapper Sieg, aber wichtig sind die 3 Punkte“

SG Blau-Weiß Klieken - HSV Gröbern 2:1
Klieken: Nach der schwachen Vorstellung in Friedersdorf, waren die Blau Weißen im Heimspiel gegen Gröbern auf Wiedergutmachung aus. Von Anfang an hellwach und gut motiviert setzte man den Gegner schon frühzeitig unter Druck. Doch das Manko der Kliekener war wieder einmal eine schlechte Chancenverwertung. So hatte Steve Jornitz schon in der 6. Minute die große Chance zur Führung, doch im Strafraum vertändelte der leichtfertig den Ball. Seine Mitspieler waren aber auch nicht besser, so scheiterten Ronny Beiche (16.), Florian Fischer (26.) und Bruder Benny Fischer mit guten Gelegenheiten. Die wohl dickste Möglichkeit hatte in der 38. Minute Thomas Berger, doch allein vor dem gegnerischen Torwart versagten Ihm die Nerven. Danach probierte es Karsten Niesar noch einmal, doch sein fulminanter 30m Freistoß parierte Torwart Schneeberger im großen Stil. Die kompakt stehenden Gäste waren bis dato offensive noch gar nicht in Erscheinung getreten, doch mit dem ersten guten Angriff gingen Sie durch Kapitän Rene Stendel überraschend in Führung (44.). Schon eine Minute später hatten die Gröberner die nächste dicke Chance, aber Kevin Paeschke im Tor der Kliekener reagierte glänzend. Auch ohne die Verletzten Daniel Schmidt, Sascha Rathmann und Kevin Schünhoff, drängten die Blau Weißen nach dem Wechsel auf den Ausgleich. Der dieses Mal im Sturm aufgebotene  Kevin Kählitz rechtfertigte das Vertrauen der Trainer und brachte mit einem Doppelschlag (58., 61.) Klieken auf die Gewinnerstraße. Der Aufsteiger erhöhte nach dem Rückstand die Schlagzahl und schaffte sich zumindest optisch ein Übergewicht auf dem Platz. Mit diesem Plus konnten die Gäste aber nur wenig anfangen, denn vor dem Tor der Kliekener waren auch Sie recht abschlussschwach. Und was dann doch auf das Tor kam wurde sichere Beute von Torwart Kevin Paeschke, der zu den besten im Kliekener Team zählte. Den Blau Weißen muß man den Vorwurf machen, dass man nach dem Führungstor nicht mehr so konsequent weitergespielt hat. Aber mit einigen Zittereinlagen konnten die Spieler um Kapitän Karsten Niesar am Ende dann doch jubeln, haben Sie zwar glücklich aber nicht unverdient gewonnen.
Gröbern: HSV auswärts weiterhin ohne Punkte!
Vor der Partie war man sich beim HSV Gröbern eigentlich einig, die schwarze Serie in Klieken zu beenden. In den beiden bisherigen Spielen gegen diese Mannschaft hingen für den HSV die Trauben immer ein wenig zu hoch. Die 84 Zuschauer sahen bei tollem Fußballwetter zwei Mannschaften, die sofort offensiv ausgerichtet waren und keine Zeit zum Abtasten brauchten. Klieken bereits in der Anfangsphase mit einigen Möglichkeiten, die aber entweder am Tor vorbei oder drüber gingen und keinen erschreckten. Der HSV war mit nur einer Spitze angetreten und versuchte aus einem kompakten Mittelfeld heraus das Spiel zu gestalten. Die Blau-Weißen aus Klieken einen Tick spritziger in ihren Angriffen. Bei Ihnen ging es schneller von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Schon sehr zeitig auffällig bei der Heimelf Steve Jonitz. Sicher am Ball und immer einen Blick für den freien Mann. Im Angriff entwischten Benjamin Fischer und Kevin Kählitz ihren Gegenspielern des Öfteren. Beide hatten mehrere gute Möglichkeiten, die sie aber zum Glück für den HSV nicht zu nutzen wussten. In der 38.min hatten die Anhänger der Kliekener den Torschrei schon auf den Lippen, aber kurz vor der Torlinie wurde der Schuss zur Rückgabe und eine sichere Beute von HSV Schlussmann Billy Schneeberger. Der hatte weitaus mehr zu tun als sein Gegenüber Kevin Päschke. Torchancen für den HSV bis dahin gleich Null! In der 40.min musste HSV Abwehrspieler Jörg Schräpler verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Hannes Körsten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte intensivierte der HSV endlich sein Angriffsspiel. Ingo Müller setzte sich in der 43.min auf der rechten Seite durch, passte zu Kapitän Rene Steudel, der nicht lange fackelte und mit links abzog. Sein Schuss schlug unhaltbar für Kevin Päschke im Kliekener Tor ein. Ein neues Gefühl für den HSV. Zum ersten Mal in dieser Saison lag man auf gegnerischem Platz in Führung. Eine Minute später war Marc Stockmann völlig frei vor Päschke, der den Ball aber sehr gut parierte. Die Sturmflaute bei Marc Stockmann hält weiter an! Etwas glücklich geht der HSV mit der 0:1 Führung in die Pause. Die 2.Hälfte begann und Klieken übernahm das Kommando. Der HSV stand, durch einige Umstellungen, nicht gut geordnet. Die Heimelf drückte auf den Ausgleich. Gröbern kam nur sporadisch ins Angriffsspiel, hatte aber in der 53.min durch Andreas Franke eine Torchance, die aber wieder eine Beute von Päschke wurde. Der HSV wackelte und man sah, mit wie viel Druck die Kliekener zur Sache gingen. Dann, in der 58.min, war es mit der HSV Führung vorbei. Kevin Kählitz erzielte den umjubelten Ausgleich zum 1:1 Gröbern bekam in dieser Phase kaum ein Bein auf den Rasen und hielt den Sicherheitsabstand zum Gegenspieler ziemlich groß. In der 61.min konnte Billy Schneeberger dem Heber von Kevin Kählitz, der zur Bogenlampe wurde, nur hinterher schauen. Damit stand es 2:1 für Klieken. In 3 Minuten hatte sich das Spiel gedreht und nun musste der HSV wieder einem Rückstand hinterherlaufen. In der 67.min eine weitere Hiobsbotschaft für den HSV. Andreas Franke musste verletzt aus dem Spiel. Tino Schmidt kam für den doch sehr einsatzfreudigen Franke aufs Feld. Klieken weiter die bessere Mannschaft und mit guten Chancen, das Ergebnis noch nach oben zu schrauben. Die HSV Abwehr stand aber wieder geordneter und Billy Schneeberger erledigte den Rest. In den letzten Minuten dann auch noch Muskelprobleme bei Marc Stockmann. Man muss sich fragen, warum die HSV Trainer nicht auf Frank Malerz zurückgegriffen und ihn einwechselten. Nach vorn gelang dem HSV nichts Nennenswertes mehr. Billy Schneeberger konnte sich bis zum Schlusspfiff vor dem sehr guten Schiedsrichter Saager weiter auszeichnen und die am Ende nicht unverdiente Niederlage in Grenzen halten. Schneeberger und die Routiniers Matze Schräpler und Denis Seliger waren die besten Akteure der Heidekicker. Gröbern weiter Punktelieferant auf fremden Boden. Nächste Woche in Friedersdorf wird es vielleicht mit einem Auswärtssieg klappen?

SG 1919 Trebitz - SV Turbine Zschornewitz 1:2
Trebitz: Endlich wieder ein Heimspiel nach einer guten Trainingswoche. Also lautete das Ziel 3 Punkte ohne wenn und aber. Leider war am Ende wieder einmal alles anders. Gleich zu Beginn ging das Zittern bei einigen Spielern schon los und durch absolut unnötige Abspielfehler kamen die Gäste gut ins Spiel. Gute Aktionen unsererseits blieben Mangelware. Folgerichtig ging Zschornewitz mit 0:1 in Führung. Auf einmal spielten wir konsequenter und kamen durch M. Burkhardt noch vor der Halbzeit zum 1:1. Bis zur Pause hatten wir noch 2 gute Möglichkeiten, scheiterten aber im Abschluss. Zu Beginn der 2. Halbzeit versuchten wir Druck zu machen, ohne aber ernsthaft gefährlich zu werden. Die Gäste beschränkten sich aufs kontern und standen hinten relativ solide, da uns selten was eingefallen ist. A. Meene hatte nach seiner Einwechslung gleich 2 gute Aktionen, leider blieb uns ein weiteres Tor verwehrt. Also kam es wie es kommen musste. Zschornewitz nuzte einen ihrer Konter, nach erneutem Ballverlust von uns, zum 1:2. Bis zum Schluss versuchten wir alles, aber einen genialen Gedanken gab es an diesem Tag nicht, im Gegenteil. Ch. Gieloff hat mit seinen Paraden noch weitere Gegentore verhindert...
Fazit: Ein sehr enttäuschendes Ergebnis, ein Spiel ohne das nötige Selbstbewusstsein und nun 15. Platz. Alle wollten und versuchten, aber an diesem Tag lief einfach gar nichts zusammen.
Zschornewitz: Mit dem Sieg bei der renommierten SG Trebitz setzte unser SV Turbine wieder ein Lebenszeichen in der Landesklasse 5. Auf Grund der Spieltags-Ergebnisse konnte Blau-Weiss Tabellenplatz 16 verlassen und sich ganz nah an die Nichtabstiegsplätze schieben. Mannschaftskapitän Toni Hanslik sprach nach der Begegnung von einer guten Teamleistung, die für Aufwind sorgen müsste. Philipp Werner (35.-Foulelfmeter + 65.) schoss die Tore für die Turbinen, die insgesamt eine starke, kämpferische Leistung zeigten. Der zwischenzeitliche Ausgleich (39. Matthias Burkhardt) sorgte nach dem Wechsel für wütende Angriffe der Gastgeber. Aber alle Versuche blieben erfolglos. Es sollte kein Tor mehr fallen an der Wittenberger Straße. Auch die sich ergebenden Konterchancen mit Möglichkeiten zum 1 : 3 blieben vom SV ungenutzt.

SV Mildensee 1915 - SV Blau-Rot Pratau 3:2
Mildensee: Am 8. Spieltag waren die Fußballer aus Pratau zu Gast. In einer ausgeglichenen Partie erzielte Marcel Rönicke in der 16. Minute das 1:0 für die Mildenseer Jungs. Mit der Führung im Rücken kombinierte man sich das eine oder andere Mal vors Pratauer Tor. Doch auch der SV Blau-Rot Pratau kam zu einigen Chancen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel der Ausgleich nach einem Torwartfehler von Christoph Kopitzki. Durch den überraschenden Gegentreffer verlor man kurzzeitig den Faden aber nie seinen Kampfgeist. So traf Kai Strauch in der 70. Minute zur erneuten Führung, die Marius Götsch in der 81. Minute noch auf 3:1 erhöhte, nachdem er zuvor zwei Pratauer Abwehrspieler austeigen ließ. Eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft brachte Pratau noch den Anschlusstreffer, doch der Sieg blieb den Kickern aus Mildensee. Mit dem dringend benötigten 3er verabschiedete man sich erstmal von den Abstiegsrängen.
Pratau: Unsere Elf konnte heute nie an die Leistungen der vergangenen guten Punktspiele in Roßlau und gegen Grün-Weiß anknüpfen. Man kann jetzt nicht unbedingt sagen, daß der SVM besser war, aber das Team investierte mehr Kampf und Leidenschaft in dieses Match. In der zweiten Minute kamen wir das erste Mal über die linke Seite nach vorn, doch Matthias "Matze" Lehnigers Flanke kam nicht kontrolliert in den Strafraum. Bei den Hausherren dauerte es bis in die 14.Spielminute ehe man zum ersten Mal so etwas wie Torgefahr sehen konnte. Plötzlich kam der Ball in die Spitze jedoch Dessaus Angreifer legte sich das Leder etwas zu weit vor, so das unsere Keeper, Michael Jasinski das Leder sichern konnte. Es dauerte aber nur zwei Minuten ehe es zum ersten Mal im Pratauer Gehäuse einschlug. Nach einem Fehler von M. Lehniger, der sich die Kugel an der Strafraumgrenze wegspitzeln ließ, war Marcel Rönicke frei durch und erzielte den Führungstreffer. Unsere Elf, gegenüber dem Piesteritz-Spiel auf zwei Positionen verändert (M. Schmidt für S. Jahns und S. Marschner für M. Schmidt) konnte wie Eingangs erwähnt nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Mario Höse hatte kurz nach der Führung nun auch den ersten Torschuß für BLAU-ROT abgegeben. Nach einem Freistoß von Stefan Hinkelmann und einem kurzen Durcheinander im Strafraum der Mildenseer kam Mario zum Abschluß, schoß aber über das Tor. Nach 22 Minuten waren es wieder die ganz in grün spielenden Gastgeber, die hier eine gute Möglichkeit liegen ließen. Mario Fähse bekommt einem Einwurf, fackelt nicht lang und setzt zu einem Schlenzer an der am langen Eck des Pratauer Tores vorbei strich. Fünf Minuten später war es auf der anderen Seite Christoph Keil der plötzlich die Chance zum Ausgleich auf dem Fuß hat. Etwas unerwartet für ihn bekommt er den Ball genau vor die Füße geht noch zwei Schritte und schießt dann aufs kurze Eck. Christoph Kopitzki, im Tor der Heimelf, ist aber rechtzeitig unten im Eck und kann diesen Schuß parieren. Nach genau 30 Minuten versuchten die Dessauer-Randgebietskicker es erneut mit einem Ball in die Spitze, doch Michael Jasinski verlässt rechtzeitig sein Tor und klärt. Steven Schmidt der sich ein ums andere Mal mit in den Pratauer Angriff einschaltete war an den nächsten beiden Aktionen beteiligt. In der 38.Minute behauptet er an der Strafraumgrenze den Ball, spitzelt ihn zu Stefan Hinkelmann ,dessen Schuß aber vom Keeper des SVM gehalten wird. Fünf Minuten danach versuchte es Steven dann allein, aber auch sein Distanzschuß kann von Kopitzki gehalten werden. Vor dem Seitenwechsel gehörte die letzte Aktion den Gastgebern. Von der linken Seite kommt das Leder in den Strafraum, doch der Schuß des Mildenseers aus kurzer Distanz geht über das Tor. Anfangs des zweiten Spielabschnittes sahen die zahlreich mit gereisten Gästefans ihre Elf mit etwas mehr Engagement aus der Kabine kommen. Das Trainerduo stellte etwas um und Mario Höse spielte nun ganz vorn in der Spitze. In der 51.Spielminute fiel dann endlich der lang herbeigesehnte Ausgleich für unsere Elf. Nach einem Eckball und einem kurzen Gestochere im Strafraum der Heimelf schien eigentlich Torwart Kopitzki das Leder sicher aufzunehmen. Plötzlich ließ er die Kugel an der Torauslinie des Fünf-Meter-Raumes wieder los und Jörg Steiner schaltete am schnellsten und bringt das Leder über die Linie zum 1:1. Wer jetzt gedacht hatte wir sind am Drücker, der sah sich dann etwas getäuscht. Statt den Anfangsschwung aus der Kabine mit zunehmen war es in der 58. lediglich noch ein Freistoß von Hinkelmann bei dem der Torhüter zufassen musste. Man ließ jetzt die Gastgeber wieder etwas besser in die Partie kommen und diese kamen ihrerseits zu Möglichkeiten. In der 61.Spielminute segelte ein langer Freistoß in den Strafraum der BLAU-ROTen und am langen Pfosten stand ein Spieler der Kuschel-Elf der den Ball jedoch gegen das Außennetz setzte. In Minute 64 kam nach einem Eckball die erneute Flanke in den Strafraum unserer Elf und Michael Jasinski musste mit beiden Fäusten klären. Immer wieder konnten sich die Gastgeber ein Vorteil verschaffen und verstanden es den Ball auch gefährlich an den Strafraum zu bringen. So auch in der 69.Minute als zwei Grüne frei standen und Michael Jasinski im herauslaufen, zwar erst im Nachfassen, klären musste. Dann die 70.Spielminute und Freistoß für die Heimelf zunächst wird der Ball abgewehrt, kommt dann aber auf die linke Seite heraus und dort steht Kai Strauch völlig ungedeckt. Dieser geht in den Strafraum und trifft zum 2:1 für den SV Mildensee. Erst jetzt kamen auch unsere Jungs mal wieder vor das Tor, doch nach Vorarbeit von Jörg Steiner geht der Schuß von Philipp Schapelt über den Kasten. Die nächsten guten Aktionen die nicht von Erfolg gekrönt waren gehörten dann wieder den Spielern des SVM. 74.Minute Angriff über links und Micha Jasinski pariert den Schuß dann die 78.Spielminute,hier wurde schnell durch die Mitte gespielt wobei der Torabschluß dann doch schwach war. Doch Mildensee suchte hier ihre Chance gegen einen direkten Mitkonkurrenten zu punkten und unsere Elf konnte nicht so recht dagegen halten. Das 3:1 fiel dann in der 82.Minute als der Ball erneut in die Mitte kommt und Dessaus Marius Götsch unseren Philipp Schapelt stehen läßt schießt und trifft. Ich glaube keiner der mitgereisten Pratauer hatte jetzt noch die Hoffnung und den rechten Glauben daran hier ist etwas zu holen. Zwar bemühte man sich auf Seiten der BLAU-ROTen noch mal aber sowohl Jörg Steiner der im Strafraum nicht zum Schuß kommt(83.) als auch die Flanke von Robert Lehmann, drei Minuten vor dem Ende, waren zu wenig um hier noch etwas herumzureißen. In der letzten Spielminute noch mal ein Konter der Mildenseer Mannschaft,die sich nach einem Pratauer Freistoß den Ball erobern konnte. Stefan „Kante“ Hentschel eilte mit zurück und konnte die Situation klären. Und dann doch noch mal Torjubel auf Seiten der Gäste. Kapitän Stefan Hinkelmann bekam das Zuspiel an der Strafraumgrenze und versenkte die Kugel zum 3:2 im Netz, da lief aber schon die 92.Minute.Kurz danach war Schluß und gerade solch ein "Kellerduell" zu verlieren ist dann besonders bitter.

FC Grün-Weiß Piesteritz II - SV Grün-Weiß Annaburg 4:0
Piesteritz II: Am Samstag empfing der FC Grün-Weiß Piesteritz II den SV Grün-Weiß Annaburg im heimischen Volkspark. Da die 1.Mannschaft ebenfalls am Samstag spielte und personelle Engpässe zu verzeichnen hatte, war es diesmal (nur) Robert Römer, der in die Oberligareserve rutschte. Weiterhin verstärkten die beiden A-Jugenspieler David Möbius und Tim Huth das Team und auch Christopher Jäckel war wieder mit an Bord. Mit dem Anpfiff von Schiedsrichter Andreas Schade ging es für beide Teams in den 9.Spieltag der Landesklasse Staffel 5 und die Piesteritzer taten sich in den ersten Minuten etwas schwer. Die Annaburger hingegen kamen besser ins Spiel und hatten ein, zwei gute Möglichkeiten in der Anfangsphase. Doch nach gut zehn Minuten dann auch die erste Chance für Grün-Weiß Piesteritz: Ecke von rechts in den Strafraum, der Ball wird von Annburg aus dem 5-Meter-Raum geköpft, genau vor die Füße von Zentgraf, der goldrichtig steht und den Ball im Tor der Gäste unterbringt: 1-0 Piesteritz (11.). Nur zwei Minuten nächster Angriff: Bodo Grauss erkämpft sich den Ball im Mittelfeld und spielt auf Thöner weiter, der bedient Lehmann im Strafraum und dieser wiederrum schließt zum 2:0 für Piesteritz ab (13.). Somit waren die Fronten erst einmal geklärt und Annaburg zeigte sich sichtlich geschockt von diesen beiden Treffern. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit erspielten sich die Piesteritzer weitere gute Tormöglichkeiten,so auch in der 24.Minute, als eine schöne Flanke von Dennis Kögel bei Zentgraf landet, der am langen Pfosten zum 3:0 vollendet, doch der Linienrichter hatte vorher eine Absteitsstellung gesehen. Somit blieb es vorerst beim 2:0. Eine weitere Szene aus der 1.Halbzeit, als Maik Trollmann einen Abpraller mit links auf das Tor zieht, der jedoch von Annaburgkeeper Karpinski, in letzter Not, pariert werden kann. In der 35.Minute zappelte der Ball dann doch noch einmal im Netz der Annaburger, als nach einer Flanke in den Strafraum der Gäste wieder Zentgraf als erster reagiert und den Ball aus dem Gewühl zum 3:0 einschiebt. Die Gäste hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als Piesteritzs Torwart Christoph Springer außerhalb des Strafraums den Ball (und das Gleichgewicht) verliert , aber Annaburg diese Möglichkeit nicht nutzen kann und der Stürmer am leeren Gehäuse vorbeischießt (40.). Somit hieß es nach 45.Minuten 3:0 für Piesteritz und Trainer Hüller konnte mit seinen Jungs in der ersten Halbzeit zufrieden sein. Er appellierte genauso weiter zu agieren und möglichst noch ein, zwei Tore nachzulegen. Für den starken Robert Römer, dessen Kraft nach 45.Minuten erst einmal erschöpft war, kam Tim Huth neu ins Spiel. Noch eine Erwähnung am Rande, aber wohl symbolisch für die Annaburger an diesem Tag: Mit dem Wideranpfiff zur 2.Halbzeit standen auf einmal nur noch 9 Annaburger auf dem Spielfeld und das lag nicht daran, dass zwei Spieler von Annburg sich eventuell verletzt haben oder dergleichen, nein sie haben es einfach "verschlafen" aus der Kabine zu kommen und kamen dann erst zwei Minuten später ins Spiel. Ärgerlich, denn dadurch verpassten sie auch das nächste Tor für Piesteritz. Der frisch eingewechselte Tim Huth war es nämlich, der sich gleich mit seinem ersten Ballkontakt in die Torschützenliste eintragen durfte: Der Ball landet nach einem Abpraller, auf Höhe des 16ers, bei Huth und dieser vollstreckt mit einem satten Rechtsschuss, der vom Innenpfosten ins Tor knallt: 4-0 (46.). Nun war das Spiel vorzeitig entschieden und die Jungs aus Annaburg waren nicht mehr gewillt großen Widerstand zu leisten und somit konnten die Grün-Weißen aus Piesteritz befreit aufspielen. Man hatte noch etliche Chancen, die sehr schönen Kombinationen voraus gegangen sind, die aber leider nicht mit der letzten Konsequenz abgeschlossen wurden. Trainer Hüller wechselte dann Henry Knape für Andreas Thöner (66.) ein, der noch mal für frischen Wind auf der linken Außenbahn sorgen sollte. Auch Marcus Müller kam nach 71.Minuten für den Gelb verwarnten Jäckel noch in die Partie und sollte im Zentrum das Spiel nach Vorne antreiben. Doch viel wichtiger war das die Null an diesem Tag wieder stand und daran hatte die Vierkette großen Verdienst, die vor allem in der zweiten Halbzeit sehr geordnet und konzentriert auftrat. Es blieb also am Ende bei diesem 4:0 und man muss der Mannschaft ein Kompliment machen, da alle eine gute bis sehr gute Leistung an diesem Tag geboten haben und am Ende noch etwas für Statistiker: Piesteritz II hat in den letzten drei Heimspielen 9 Punkte eingefahren, bei einem Torverhältnis von 14:0 (GWP-Zschornewitz 5:0,GWP-Friedersdorf 5:0 und GWP-Annaburg 4:0). Diese Statistik nur am Rande, denn davon kann man sich am Ende nichts kaufen. Um so wichtiger hingegen ist, dass man in Zukunft konstant gute Leistung abruft, denn nur so kann man Anschluß an die Tabellenspitze halten. Am kommenden Sonntag dann der Klassiker in der Landesklasse, denn die Grün-Weißen treffen auf Einheit Wittenberg und das sogar zweimal hintereinander. Denn am Sonntag steht, wie gesagt, das Ligaspiel in Wittenberg auf dem Programm und am Montag spielt man im Viertelfinale des Kreispokals wieder gegen Einheit Wittenberg, diesmal aber zu Hause.
Dies werden zwei sehr wichtige Spiele, in denen die Mannschaft beweisen kann, wer die Nummer 1 in Wittenberg/Piesteritz ist.
Annaburg: Nach dem Sieg gegen die Jessener musste man an diesem Wochenende auf den gesperrten Marcus Kalich und den verletzten Steffen Kassuba verzichten. Das Spiel geht los und die erste große Chance haben die Gäste aus Annaburg, Marcel Schnabel schickt Philipp Grundmann der allein auf das Tor geht, aber am Torwart der Gastgeber scheitert (6.). In der 10. Spielminute machten es die Gastgeber besser. Nach einer Ecke greift Patrick Karpinski daneben und Christian Zentgraf hat keine Mühe die Führung zu erzielen. Nach dem Gegentor ist Annaburg von der Rolle, bei dem Versuch den Ball aus den eigenen Reihen zu klären, unterläuft Manuel Richter ein Fehlpass und Frank Lehmann markiert das 2:0 für Piesteritz II. In den ersten Minuten war man noch ebenbürtig aber nach dem Doppelschlag kommt von Annaburg nichts mehr. Piesteritz II kommt in der Folgezeit zu weiteren guten Möglichkeiten (21./26./33.). Und dann die Vorentscheidung. Annaburg lädt zum Tore schießen ein. Ein langer Ball in den Strafraum, Lucas Krause will den Ball wegsperren, aber Patrick Karpinski kommt nicht aus seinem Tor und somit ist wiederum Christian Zentgraf zur Stelle und markiert das 3:0. Kurz vor der Halbzeit dann noch einmal die Gäste aus Annaburg, Marcel Richter erzwingt einen Fehlpass des Torwartes und Dirk Blüthgen kommt an den Ball und schafft es am leeren Tor vorbei zu schießen. Mit diesem Ergebnis geht es für beide Mannschaften in die Pause. Nach der Pause wollten die Grün Weißen alles besser machen, aber im zweiten Abschnitt zuerst dasselbe Bild. Annaburg kommt hinten nicht raus und die Gastgeber haben eine Möglichkeit nach der anderen, aber dieses Mal ist Patrick Karpinski zur Stelle und kann sich auszeichnen (47./49.). In der 52. Spielminute fast der Anschlusstreffer aber der Kopfball von Florian Kuchenbecker kann im letzten Moment von der Linie gekratzt werden. Anstatt 3:1 steht es nach 54. Minuten 4:0. Tim Huth kommt nach einen Foul an Florian Kuchenbecker (was nicht geahndet wird) an den Ball und markiert mit Hilfe des Innenpfostens den nächsten Treffer für die Hausherren. Nach diesem Treffer schalten die Gastgeber einen Gang zurück und somit kommt Annabug noch zu einigen Chancen, Dennis Neu spielt schön auf Dirk Blüthgen der den Ball in den 16er bringt, wo Michael Zerche ganz knapp scheitert (66.). Kurz vor Spielende ist es wiederum Michael Zerche der lang geschickt wird aber einen Schritt zu spät kommt und an Christoph Springer scheitert (85.). Das war die letzte Gelegenheit und somit stand fest, dass den Grün Weißen an diesem Nachmittag kein Treffer mehr gelingen sollte.