Vier Teams träumen vom Kreispokal
Dietmar Bebber, 07.12.2011
Coach gibt Ziel vor
Diesmal soll auch im Halbfinale nicht Schluss sein. Hüller nennt die klare Zielsetzung, die die Oberliga-Reserve des FC aber schon seit der ersten Pokalrunde 2011 / 12 verfolgt. "Wir wollen ins Finale." Wunschgegner? "Uns ist es eigentlich egal, wer der zweite Finalist ist. Nur sollte es Gräfenhainichen sein, hätte ich ein bisschen Bauchgrummeln." Die Heidestädter würden dem FC in der Landesklasse immer wieder das Leben schwer machen. Dies könnte dann ebenso im Pokal passieren.
Amtskollege Lutz Jacobi lacht, als er dies hört. Der Coach des VfB meint, dass Piesteritz da ein bisschen tief stapelt. "Sie haben uns auch schon mächtig geärgert." Momentan macht sich Jacobi aber keine großen Gedanken, wer das Finale bestreiten könnte. Bis auf den Fakt, "dass der VfB in die Endrunde einziehen soll". Jacobi ist daher zufrieden, dass man im Halbfinale auf die SG Trebitz trifft. "Bitte nicht falsch verstehen. Alle vier Mannschaften sind nicht ohne Grund so weit gekommen. Sie haben es alle verdient, dass Finale zu erreichen." Der Coach findet jedoch, dass die SG das Team ist, dass aufgrund der aktuellen Leistungen die "leichteste Nuss" ist. "Wir stehen uns schließlich in der Landesklasse gegenüber." Trotzdem hebt der VfB-Coach den warnenden Zeigefinger. "Vermeintlich leichte Gegner können Wunschvorstellungen aber schnell zerstören. Also muss Trebitz sehr ernst genommen werden."
Dort spricht man nicht vom Losglück. SG-Mitglied Siegfried Ockert: "Nein, der VfB ist nicht unser Wunschkandidat. Wir hätten lieber Elster genommen." Warum? "Da hätten wir beim Pokal endlich mal zu Hause vor voller Hütte spielen können. Wenn wir Glück haben, kommen wir zwar ins Finale, aber waren in allen Runden immer nur auswärts unterwegs." Sich die Finalteilnahme mit einem Sieg über den VfB zu erkämpfen, reizt die SG-Fußballer indes sehr. Ockert sagt, "dass wir in der Landesklasse zwar schlechter dastehen, aber wir uns davon die gute Pokal-Stimmung nicht vermiesen lassen". Angriff lautet das Motto.
Elster hat nichts gut zu machen
Von allen drei Teams wird einstimmig Mitbewerber Eintracht Elster als der klare Favorit eingeschätzt. Dort weiß man von dieser Tatsache. Die Schützlinge von Coach Detlef Stache spielen nun einmal in der Landesliga. Stache sieht das Thema durchaus entspannt. "Wir werden unaufgeregt, aber konzentriert in das Halbfinale gehen. Weil wir wissen, dass die Piesteritzer ein starker Kontrahent sind." Sich diesmal den Pokal zu holen, weil man beim Finale im Mai diesen Jahres Rot-Weiß Kemberg unterlag und somit etwas gut zu machen hat, ist für den Trainer kein Motivationsgrund. "Wir haben ja nichts gut zu machen. Das Endspiel im Mai war ein tolles Match, Kemberg ein würdiger und am Ende verdienter Sieger." Dies sei aber nun wirklich Geschichte. "Vorbei ist vorbei. Unser Blick geht nach vorn." Stache sagt, dass man das Ziel Pokalsieg 2012 ganz fest im Blick hat.
Einen zusätzlichen Antrieb, sich für das Finale zu qualifizieren, haben speziell die drei Landesklassenformationen. Denn ein Team wird auf jedem Fall am nächsten Landespokalwettbewerb teilnehmen. Sollte Landesligist Elster - der so oder so auf Landesebene aufläuft - ins Finale vordringen, ist sein Gegner automatisch dabei. Treffen zwei Landesklassenteams aufeinander, steht der Gewinner des Endspiels beim Landespokalwettbewerb mit auf dem Rasen.
Wann die beiden aktuellen Halbfinalbegegnungen ausgetragen werden, steht noch nicht fest. Laut Siegried Ockert, der beim Wittenberger Kreisfachverband Staffelleiter Pokal ist, gibt es eine erste Orientierung für das Osterwochenende 2012 (6. bis 9. April). Dies hängt aber davon ab, wie gut die Ligen über den Winter kommen. "Es kann ja sein, dass Ostern dann mit Nachholspielen voll ist."
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
