Letzte Chance für Siegesfeier

Dietmar Bebber, 09.12.2011

Jessens Trainer Gerald Neiße
Jessens Trainer Gerald Neiße hofft, dass ihn seine Jungs der Jessener Allemannia am Sonnabend beim Heimspiel nicht im Regen stehen lassen. (FOTO: THOMAS CHRISTEL)
VON Dietmar Bebber und Stefan scholz,
wittenberg/MZ. Zum letzten Mal wird an diesem Jahr in der Fußball-Landesliga und der Landesklasse dem runden Leder hinterhergejagt.

Landesliga

Am Sonnabend um 13 Uhr erwartet Eintracht Elster den SV Dessau 05. Damit kommt es zu einem echten Knaller. Denn Dessau ist ein richtig dicker Brocken. Der aktuell Viertplatzierte hat bisher fleißig Punkte gesammelt. Mit 24 Zählern liegen die Muldestädter sogar in Lauerstellung, was die Spitzengruppe betrifft. In den letzten fünf Spielen wurde nicht einmal verloren.

Die Eintracht aus Elster musste am vergangenen Samstag nach drei Siegen in Folge hingegen wieder eine Niederlage einstecken. Wie und auf welche Weise diese zustande kam oder ob diese nun gerecht gewesen ist oder nicht, ist hinlänglich ausdiskutiert worden. "Wir haben die bittere 1:2-Pleite in Bitterfeld weggesteckt und konzentrieren uns voll auf Dessau", erklärt Trainer Detlef Stache.

Daher will man sich unbedingt mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden. "Wir wollen unserem Publikum noch ein letztes Mal in diesem Jahr etwas bieten und das Selbstvertrauen eines Erfolges mit in den Urlaub nehmen", verspricht Mittelfeldspieler Stefan Scholz. Dass die Mannschaft dazu in der Lage ist, steht außer Frage. Wichtig wird sein, sofort in die Partie zu kommen. Die sichere Defensive hat auch in Bitterfeld gestanden und im Grunde nicht viel zugelassen, und das starke Mittelfeld hat beim Staffelfavoriten blitzartig auf Angriff umgeschaltet. Für Sonnabend nicht zur Verfügung stehen neben den Langzeitverletzten Daniel Winkler und Christian Bürrgam auch Außenverteidiger David Kühnast (fünfte Gelbe).

Landesklasse

Auch für die Landesklassenteams heißt es, letztmalig in 2011 anzutreten. Während der Herbstmeister mit Friedersdorf schon feststeht, haben die anderen Vereine Sonnabendnachmittag ab 13 Uhr kaum noch Möglichkeiten, ihre derzeitige Platzierung wesentlich zu verbessern.

Allemannia Jessen (7.) erwartet den Zweitplatzierten FC Grün-Weiß Piesteritz II. Den Allemannen bietet sich die Gelegenheit, vor eigenem Anhang noch einmal unter Beweis zu stellen, dass man mehr zu leisten in der Lage ist als bisher. Da die Grün-Weißen in den letzten zwei Spielen auch nur zwei Punkte einfuhren, erscheint zumindest ein Unentschieden realistisch. Während die Gäste auf die Dienste von Christopher Jäckel (fünfte Gelbe) verzichten müssen, ist die Liste der gesperrten Akteure beim Platzherren mit Stefan Lutzmann und Philipp Schumann (beide fünfte Gelbe) sowie Steffen Ullmann (Rot) wesentlich länger. Auf Grund des bisherigen Saisonverlaufs können dem SV Mildensee (14.) bei seinem Gastspiel bei der SG Reppichau (6.) wohl kaum reelle Chancen auf einen Sieg eingeräumt werden. Aber die Saison hielt ja schon einige Überraschungen bereit. Der VfB Gräfenhainichen (3.) spielt zu Hause gegen die SG Trebitz (11.). Und auch wenn es für Trebitz im Gräfenhainichener Sportforum immer nur Niederlagen gab; Tore gab es immer reichlich zu sehen.

Auch wenn es die Platzierung der Kontrahenten nicht unbedingt vermuten lässt, ein Punktgewinn könnte für Glückauf Möhlau (16.) gegen Blau-Weiß Klieken (5.) durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Vorwärts Dessau (10.) erwartet den HSV Gröbern (8.). Frage: Geling Gröbern doch noch der lang ersehnte erste Auswärtssieg? Bei der Partie Germania Roßlau (13.) gegen Turbine Zschornewitz (15.) scheint Roßlau eine durchaus lösbare Aufgabe vor der Brust zu haben. Doch Turbine könnte am Sonnabend auch für eine Überraschung sorgen. Grün-Weiß Annaburg (9.) empfängt mit dem SV Friedersdorf den aktuellen Spitzenreiter der Staffel. Wer die Annaburger kennt, weiß, dass sie gerade vor heimischen Publikum in der Lage sind, vermeintlichen Favoriten empfindliche Niederlagen beizubringen. Dabei muss aber Grün-Weiß Coach Uwe Rohlik auf den Einsatz von Manuel Richter genau wie sein Gegenüber Senad Tahirovic auf Stefan Matuszewski (fünfte Gelbe) verzichten.

Den Spieltag beenden am Sonntag Einheit Wittenberg (4.) und Blau-Rot Pratau (12.). Mit einem Sieg könnte Einheit sich die restlichen Punkte für das erklärte Ziel Klassenerhalt sichern. Dazu waren bisher immer zwischen 32 bis 33 Zähler nötig. Dumm nur, dass Rückkehrer Rene Fischer wegen seiner Rot-Sperre pausieren muss.

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