Der 15. Spieltag im Spiegel der Presse
Dietmar Bebber, 12.12.2011
Kreismeister überwintert am Tabellenende
Starker Herbstmeister
Grün-Weiß Annaburg konnte sich im Match gegen Spitzenreiter SV Friedersdorf eine gute halbe Stunde als Sieger fühlen. Philipp Grundmann (3.) erzielte den Führungstreffer. Dann schlugen die Gäste zurück. Nach dem Ausgleich durch Christian Grunert (36.) machten Maximilian Hübner (69.) und noch einmal Grunert (87.) den Dreier für den Herbstmeister perfekt. Annaburg hatte dem Primus nichts mehr entgegenzusetzen.
Der SV Allemannia Jessen fand auch am letzten Spieltag vor der Winterpause nicht in die Erfolgsspur zurück. Das Team von Trainer Gerald Neiße verlor zu Hause gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz II 0:2. Für die Gäste trafen Marcus Müller (35.) und Christian Zentgraf (50.). Der VfB Gräfenhainichen (3.) untermauerte seinen Ruf, die beste Abwehr der Liga (zehn Gegentreffer in 16 Partien) zu besitzen und gewann 3:0 gegen den SG Trebitz. Die Gäste gingen mit ihren Möglichkeiten fahrlässig um. David Hartling (40., 44.) und Stefan Luderer (68.) setzten die Glanzpunkte in dieser Partie.
Der Champion geht unter
Wittenbergs Kreismeister SV Glückauf Möhlau kassierte gegen die SG Blau-Weiß Klieken die bisher höchste Heimniederlage (0:6) seit dem Aufstieg in die Landesklasse. Zur Halbzeit sah es noch vielversprechend für Möhlau aus. Durch den Treffer von Thomas Berger (43.) führte Klieken lediglich 1:0. Nach dem Feldverweis gegen Stephan Wendt (47.) spielte der Aufsteiger in Unterzahl. Die Kliekener Tore durch Sascha Rathmann (63.), Karsten Niesar (66., 82.), Thomas Berger (78.) und Kevin Schürhoff (82.) waren die nächsten Fakten. Der HSV Gröbern kann doch auf fremdem Platz gewinnen. In diesem Fall 2:0 bei der ASG Vorwärts Dessau. Ein von Denis Seliger verwandelter Strafstoß (44.) bescherte den Gästen die Führung und stellte die Weichen auf Sieg. Hannes Körsten (60.) war für den Endstand zuständig.
Schiri zieht viele Karten
Der 3:2-Erfolg des SV Germania 08 Roßlau gegen den SV Turbine Zschornewitz war Abstiegskampf pur. Fünf Tore, zehn Gelbe Karten und Gelb-Rot für Tony Kasper (Turbine, 77.) verdeutlichen dies mehr als eindrucksvoll. Dabei schien die Partie frühzeitig durch die Tore von Lars Lang (12., 19.) und Torsten Kopocz (43.) zugunsten der Germania entschieden. Der Endspurt der Gäste und die Treffer von Philipp Werner (60., Foulelfmeter) und Marian Kasper (88.) reichten am Ende aber nicht, um sich wenigstens einen Punkt zu erkämpfen. Auch wenn der SV Mildensee bei der SG 1948 Reppichau 2:3 verloren hat: So spielt kein potenzieller Absteiger! Nur 300 Sekunden trennten die Kuschel-Schützlinge von den so wichtigen Punkten. Nach der Reppichauer 2:1-Halbzeitführung, die Tore steuerten Nico Frauendorf (14., 26.) und Carsten Schlag (23.) bei, drehten Schlag (73.) und Matthias Tanz (81.) das Spiel zwischenzeitlich zugunsten von Mildensee. Doch Frauendorf (86.) und Norman Walla (88.) entrissen den Gästen den sicher geglaubten Dreier noch im Endspurt.
Pratau schlägt Einheit
Der SV Blau Rot Pratau gewinnt beim SV Einheit Wittenberg das Sonntagsspiel 1:0 - alle anderen Partien fanden am Samstag statt - und kann sich so etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschaffen. Die Entscheidung fiel in der ersten Halbzeit. Der Schütze des "goldenen Tores" war Jörg Steiner (18.).
Prataus Trainer Bodo Schulz sprach nach dem Abpfiff von einem verdienten Sieg. "Wir haben es nicht verstanden, den zweiten Treffer zu erzielen", meinte er und benennt eine Vielzahl vergebener Chancen. "Die Hinrunde verlief für uns etwas unglücklich. Das Saisonziel Platz fünf ist nicht mehr zu erreichen." Pratau ist jetzt Zwölfter mit 15 Punkten. "Da gehören wir nicht hin", so Schulz.
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
