Ex-Gräfenhainicher Müller mit Treffer gegen FSV Mainz 05

Dietmar Bebber, 22.12.2011

Ex-Gräfenhainicher Müller mit Treffer gegen FSV Mainz 05

Der Ex-Gräfenhainicher Steve Müller spielt nun schon in der zweiten Saison beim Regionalligisten Holstein Kiel. Nach seinen Stationen FC Magdeburg, Wolfsburg, Lübeck, Aue und Wuppertal scheint er jetzt sein Glück in Kiel gefunden zu haben. So kommt mit dem Sieg der Kieler Störche im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 ein weiterer Höhepunkt hinzu. Im Viertelfinale spielen die Kieler nun zu Hause gegen den amtierenden Deutschen Meister Dortmund.

Das Kieler Pokal-Märchen geht weiter!

Holstein Kiel - FSV Mainz 05 2:0

Das Pokalmärchen von Holstein Kiel geht weiter: Vor 10.679 Zuschauern gewannwn hochengagierte Störche gegen den FSV Mainz 05 mit 2:0. Bereits nach fünf Minuten köpfte Mainz-Stümer Ujah ins eigene Netz. Steve Müller erhöhte in der 64. Minute zum 2:0. Der Bundesligist wurde bei frostigen Temperaturen über 90 Minute nicht warm und rannte kopflos gegen die Störche an. Das Gutzeit-Team präsentierte sich enmal mehr in Topform und bereitete den Mainzern einen vorgezogenen Aschermittwoch. Kiel ist weiter. Für Mainz ist es im DFB-Pokal vorbei.

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit nahm zum Regionalliga-Spitzenspiel gegen Halle eine Veränderung in der Startfelf vor. Fieet Sykora begann als hängende Spitze. Sofien Chahed nahm zunächst auf der Bank Platz. Die Störche begannen selbstbewusst, während Mainz bei frostigen Temperaturen noch nicht warm schien. Erste Ecke Kazior, Klärungsversuch des Mainzers Ujah, der den Ball allerdings ins eigene Netz köpfte (6.). Die schnelle Führung für Kiel und 11.000 Zuschauer tobten. Die Gäste versuchten, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen, Holstein hielt mit großem Willen und viel Einsatz dagegen und konterte über Heider. Bis zur 30. Minute kaum Torraumszenen und selbst ein Freistoß der Mainzer 17 Metern vor Kiels Tor wurde so kläglich in die Mauer geschossen, dass Müller und Heider allein auf Fathi zuliefen, der Mainzer aber klären konnte.

FSV-Trainer Thomas Tuchel konnte mit seiner Mannschaft nicht zufrieden sein und wechselte zur Pause. Die Kieler aber weiter ebenbürtig. In der 53. Minute der Hauch einer ersten Mainzer Torchance, KSV-Schlussmann Jensen war aber einen Schritt schneller als 05-Stürmer Gavranovic. Am Spelgeschehen änderte sich nichts. Kiel machte die Räume eng, Mainz fand keinen Schlüssel gegen die Holstein-Festung. Thomas Tuchel wollte nach einer guten Stunde gerade den dritten Stürmer bringen, als es zum zweiten Mal im Mainzer Gehäuse einschlug! Langer Freistoß von Siedschlag auf Müller, der den Ball aus fast unmöglich spitzem Winkel ins lange Eck setzte (64.). Mainz-Trainer Tuchel brachte anschließend gleich zwei weitere Stürmer und setzte voll auf Offensive. Das gab Holstein Platz zum kontern. Heider scheiterte aber an Mainz-Schlussmann Müller (69.). In der 71. Minute dann die erste echte Bewährungsprobe für Kiels Rückhalt Jensen. Einen 16-Meter-Schuss von Gavranovic hielt die KSV-Nummer 1 sicher. Die Uhr lief für Holstein, während Mainz weiter kopflos anrannte. In den Schlussminuten wechselte Kiels Trainer Gutzeit geschickt, sodass Kiel die Sensation ohne Gegntor eklar machte. Holstein Kiel steht im Viertelfinale des DFB-Pokalfinals!

Stimmen nach dem Spiel

Mainz-Trainer Thomas Tuchel: „Glückwunsch an Holstein Kiel für einen verdienten Sieg – auch in dieser Höhe. Wir mussten in dieser Saison schon öfter lernen mit Niederlagen und Tiefschlägen umzugehen – so geht dieses Jahr für uns symbolisch zu Ende. Wir haben es in keiner Phase verstanden, uns durchzusetzen und Torgefahr herzustellen. Im Gegensatz zu Holstein Kiel. Unter Druck und Stress haben wir es zum wiederholten Mal nicht geschafft, unser Topniveau abzurufen. Es ist enttäuschend aber nicht ganz überraschend. Obwohl ich dachte, dass wir deutlich stabiler wären.“

Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit: „Wir haben nicht unverdient als Sieger den Platz verlassen. Die Tore haben wir zum richtigen Zeitpunkt erzielt, jeweils nach Standardsituationen. Nach so einem frühen Gegentor ist es für jeden Gegner schwer,  hier gegen uns zurückzukommen. Dann haben wir in der zweiten Halbzeit mitten in Mainz’ Drangphase das 2:0 erzielt und auch bei ein, zwei Mainzer Abschlüssen Glück gehabt – das gehört aber auch dazu. Zum Schluss hat man gemerkt, dass wir über uns hinauswachsen, die zweite Luft kommt und Mainz der Glauben fehlte. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Jetzt können wir in eine verdiente Winterpause gehen.“

Holstein Kiel: Jensen – Herrmann, Berzel, Jürgensen, Poggenberg – Kazior (89. Schulz), Müller – Siedschlag, Sykora, Lindner (90. Wetter) – Heider.

Tor: 1:0 Ujah (6., Eigentor), 2:0 Müller (64.)

Weiter Infos findet ihr immer aktuell auf der offiziellen Homepage von Steve

http://www.steve-mueller.com sowie der Vereinsseite http://www.holstein-kiel.de/

Zuschauer: 10.679


Quelle:Homepage Holstein Kiel