Elster blickt auf die erste Halbserie zurück
Daniel Richter, 04.01.2012
Interne Aussprache stoppt Talfahrt
FUSSBALL Landesligist Eintracht Elster beendet durchwachsene Hinrunde auf dem siebten Platz.
VON STEFAN SCHOLZ
ELSTER/MZ - Die Landesliga-Fußballer des SV Eintracht Elster haben in der Hinrunde der Saison 2011/12 ihre sportliche Achterbahnfahrt erlebt. Das Team von Trainer Detlef Stache rauschte zunächst im Expresstempo dem Tabellenkeller entgegen und bekam erst auf der Zielgeraden die Kurve. Zum Abschluss landete die Eintracht auf dem siebten Rang und hat die gefährdete Zone verlassen.
Drei Leistungsträger gehen
Dabei fing alles super an. Elster erzielte in der Vorbereitung gute Ergebnisse und startete mit dem Ziel "Platz im vorderen Mittelfeld" in die neue Serie. Dennoch galt es, einige Abgänge zu kompensieren. Mit Stefan Hinkelmann, Tobias Heede und Nico Geißler (die MZ berichtete) verließen drei Spieler den Verein, die in der Vorsaison zu den Stammkräften zählten. Als Neuzugänge begrüßte Coach Stache Pavel Veleba, Jakub Voracek, Steve Trollmann, Toni Dillan. Zumindest Dillan und Trollmann fügten sich nahtlos in die Mannschaft ein. Veleba war berufsbedingt nie wirklich Bestandteil der Mannschaft und Voracek hatte während der Hinrunde aufgrund privater Umstände mehr mit sich zu tun.
Viele Verletzungssorgen
So entwickelte sich die Saison mehr zu einer Spielzeit des Umbruchs. Erschwerend hinzu kamen große Verletzungssorgen. So waren Fabian Schlüter und René Rosenberger am Anfang der Saison nicht in der Verfassung, ins Geschehen einzugreifen. Kevin Schüler und Daniel Winkler hatten während fast der gesamten Hinrunde mit Krankheiten zu kämpfen, welche ein regelmäßiges Training fast unmöglich machten. Deshalb standen Stache meist nicht mehr als 13 bis 14 Kicker zur Verfügung. Spieler mussten auf Positionen aushelfen, auf denen sie keine Erfahrung besaßen. Erst zur Mitte der Hinserie legten sich Verletzungs- und Krankheitssorgen, die Eintracht kam langsam in Schwung. Über die ganze Hinrunde hinweg zeigte die Mannschaft zwei Gesichter. Ein Heim- und ein Auswärtsgesicht. Vor heimischen Publikum gingen die Elsteraner zunächst dreimal als Sieger vom Rasen, auswärts bekamen sie keinen Fuß auf die Erde. Herrengosserstedt (3:0), Braunsbedra (2:1) und Nietleben (3:0) wurden zu Punktlieferanten, aus Bennstedt (0:1), Farnstädt (2:3) und Zorbau (0:1) kehrten die Eintracht-Kicker mit leeren Händen zurück.
Sportliche Krise
Trainer Stache versuchte herauszufinden, warum die Mannschaft auswärts ständig scheiterte. Es gab Gespräche und Analysen - doch Besserung war nicht in Sicht. Eine Tatsache, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Hinrunde zog. Was folgte, waren vier Spiele ohne Sieg. Elster befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer handfesten sportlichen Krise. Der Abstand zur Abstiegszone wurde immer geringer, die Spieler hatten Mühe, diesen Umstand zu realisieren. Viele Verletze, ständig wechselnde Aufstellungen sowie zwei Abgänge (Pavel Veleba, René Puhlmann) machten der Mannschaft das Leben zusätzlich schwer. Nun galt es, Ruhe zu bewahren und Ursachenforschung zu betreiben. Spieler, Trainerstab und Abteilungsleitung setzten an einen Tisch und versuchten gemeinsam, eine Lösung zu finden. Plötzlich spielte die Eintracht wieder Fußball und zeigte kontinuierlich gute Leistungen.
Klasse Endspurt
Man präsentierte sich als Einheit und kam immer besser ins Rollen.
Die nächsten Partien sollten das wahre Leistungsvermögen der Mannschaft widerspiegeln. Die Eintracht startete eine kleine Serie mit drei Siegen in Folge. So ist es Elster doch noch gelungen, eine schwierige Hinrunde positiv zu beenden. Die großen Personalprobleme sind vorerst behoben.
Quelle:MZ
