Ausverkauf in Wolfen hält an
Dietmar Bebber, 10.01.2012
Fast alle Spieler gewechselt
VON christian kattnerWaren die Wechsel von Christoph Römling, Dan Lochmann und Tom Gilbricht zum Landesligisten Rot-Weiß Thalheim bereits im Vorfeld verkündet worden, so präsentierte Eintracht Bitterfeld mit Daniel Weimann und Michael Gohla zwei Neuzugänge aus Wolfen. "Es waren beide unsere Wunschspieler", erzählt Andreas Mieth, "sie bringen eine hohe Qualität mit und passen menschlich perfekt zu uns." Der Bitterfelder Geschäftsführer und Spieler kann das aus seiner aktiven Zeit in Wolfen bestens beurteilen, stand er doch mit beiden dort selber auf dem Feld.
Doch waren beim Sportiwo-MZ-Cup auch noch andere ehemalige Wolfener Spieler bereits für ihre neuen Vereine im Einsatz. Marcel Mittelstädt und Christian Zehe werden ab der Rückrunde für den SV Friedersdorf in der Landesklasse auflaufen, sie trugen in Sandersdorf bereits die Farben ihres neuen Vereins. Mathias Wirsing zieht es nach Ammendorf in die Verbandsliga. Noch nicht in trockenen Tüchern sind dagegen die Wechsel von anderen Wolfenern. Maximilian Eschner ist weiter ein heißer Kandidat bei seinem ehemaligen Club SV Dessau 05, trainiert aber derzeit beim Oberligisten Grün-Weiß Piesteritz mit. Auch die Namen von Frank Berger, Marcus Jeckel, Sören Westphal und Stefan Bebber kursieren gerade in den Vereinen der Region. Letzterer ist erneut bei der SG Reppichau im Gespräch. In anderen Kreisen heißt es gar, dass Bebber seine Karriere beendet.
Doch nicht nur die Spieler der ersten Mannschaft sind bereits gewechselt oder suchen noch nach neuen Vereinen. So könnten auch demnächst einige Spieler der zweiten Wolfener Mannschaft in neuen Teams spielen. "Fakt ist, dass wir uns alle abgemeldet haben, damit die Spieler die Chance haben, noch den Verein wechseln zu können", sagt Alexander Bittl. Der Trainer der Wolfener Reserve will mit seinem Team aber noch einen Termin mit dem Übergangsvorstand Donnerstagabend 19 Uhr abwarten. Da soll es noch einmal aktuelle Informationen zur Lage um den Verein geben. Die gab es am Dienstag bereits vom Dessauer Amtsgericht. "Es gab noch einmal eine Fristverlängerung, da es immer noch Mängel im Insolvenzantrag gab", sagt Pressesprecher Frank Straube. Die Zeichen dürften bei dieser Nachricht wohl auch bei den anderen Spielern auf Abschied stehen.
Den hat auch ein Trainer bereits vollzogen: Lutz Weidner wird bei Rot-Weiß Thalheim Co-Trainer von Jan Blödtner und am Montagabend beim Rückrundenstart bereits der Mannschaft präsentiert. "Die Initiative ging von ihm aus", so Thalheims Abteilungsleiter Ralf Saalbach, "sein Engagement gilt erst einmal für das nächste halbe Jahr, dann muss man abwarten." Genau wie weiterhin in Wolfen.
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
