LK 7 - Spitzentrio rückt näher zusammen
Daniel Richter, 27.04.2009
Allemannia Jessen bezwingt Gräfenhainichen 2:1 - Mosigkau nach 4:2 über Hellas 09 Erster

Im Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse Staffel sieben setzte sich Allemannia Jessen am Sonntag gegen den VfB Gräfenhainichen (blaue Hosen) knapp 2:1 durch. Neuer Erster ist der TSV Mosigkau.
WITTENBERG/MZ. Im Spitzenspiel der Fußball-Landesklasse Staffel sieben setzte sich Jessen am Sonntag gegen Gräfenhainichen 2:1 durch und rückte auf den zweiten Tabellenplatz vor. Neuer Spitzenreiter ist der TSV Mosigkau.
Allemannia Jessen - VfB Gräfenhainichen 2:1
Jessens Fußball-Abteilungsleiter Jens Schramm war nach dem Abpfiff die gute Laune deutlich anzumerken: "Unsere Mannschaft war heute etwas bissiger und hat die Entscheidung gesucht. Ich denke, jetzt wird uns das Siegerbier schmecken."
Beiden Mannschaften war vor 350 Zuschauern der Respekt voreinander deutlich anzumerken. Die Aktionen waren von Nervosität geprägt, Chancen besaßen zunächst Seltenheitswert. In der 22. Minute schoss Stefan Lutzmann Jessen in Front, Sven Krawetzke (34.) gelang der Ausgleichstreffer. Nach dem Wechsel suchten die Schwarz-Weißen, wie von Schramm bereits angedeutet, die Entscheidung. Matthias Lossin (68.) platzierte einen Kopfball in den Maschen des Gräfenhainichener Tores. In der 87. Minute hatte VfB-Stürmer die große Chance zum Ausgleich auf dem Fuß. Doch Allemannia-Keeper René Böhme unterstrich per Glanzparade, dass er ein Meister seines Fachs ist.
Lokomotive Dessau - SV Rot-Weiß Kemberg 1:3
Kembergs Vorstandsmitglied Roger Lajow redete nach dem Schlusspfiff nicht lange um den heißen Brei herum. "Es war ein Pflichtsieg. Mehr nicht." Nach einer schönen Kombination über Michal Obrtlik erzielte Matthias Liebmann den Führungstreffer für die Gäste (9.). Steffen Bösch (32.) trug sich bei Schlusslicht Lok in die Torschützenliste ein. Noch vor dem Wechsel schossen Zdenek Zaruba (36.) sowie Petr Ruzicka (45.) die Rot-Weißen endgültig auf die Siegerstraße. Nach dem Wechsel scheiterten Zaruba (55.), Sebastian Hartmann (60.) und Marc Stockmann (75.) am toll haltenden Dessauer Keeper Oliver Rönicke.
Blau-Weiß Klieken - SV Dessau 05 II 2:0
In diesem wichtigen Sechs-Punkte-Abstiegsduell waren die Rollen vor dem Anpfiff klar verteilt. Auf der einen Seite die spielkulturell und technisch versierten Gäste, und auf der anderen Seite ein hochmotiviertes und auf Kampf eingestelltes Kliekener Team. So entwickelte sich von Anfang an eine schnelle Landesklassenpartie, die trotz hohem Einsatzes beider Mannschaften stets fair blieb. Die mit sechs Verbandliga-Kickern verstärkten Dessauer gaben von der ersten Minute an ordentlich Gas, trafen aber auf eine sehr gut organisierte Kliekener Mannschaft, die durch Pressing und viel Laufarbeit die spielerischen Vorteile des Gegners ausglich. Nach dem Sascha Rathmann in der 30. und 37. Minute knapp scheiterte, machte er es kurz vor der Pause (44.) besser und erzielte per Kopf die Führung. In Hälfte zwei wurde der Angriffsdruck der 05er noch größer, aber sie agierten vor dem Tor der Kliekener viel zu harmlos. Anders dagegen die Blau-Weißen, die mit ihren schnellen Vorstößen gefährlicher agierten. Als Tim Engel (70.) sicher zum 2:0 einschoss, waren fast alle Messen gesungen. In der 82. Minute hatten die Blau-Weißen dann allerdings noch einmal Glück, als Dessaus Christian Hildebrand einen Kopfball völlig unbedrängt neben das Tor köpfte.
SG 1919 Trebitz - Rot-Weiß Thalheim II 3:2
Wie vorausgesagt, spielte Trebitz von Anbeginn voll auf Abgriff. Doch schon in der 2. Minute wurde das Vorhaben durchkreuzt, frühzeitig in Führung zu gehen. Nach einem Freistoß umklammerte Fabrice Janowski seinen Gegenspieler so stark, dass dieser zu Fall kam. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sebastian Teubner sicher. In der Folgezeit schnürte Trebitz die Gäste regelrecht in deren Hälfte ein. Doch dauerte es bis zur 22. Minute, ehe Enrico Franzel einen Eckball per Kopf ins lange Eck verlängerte. Der Sturmlauf der Hausherren hielt zwar weiter an, doch auch die Gäste versuchten nun, mit langen Bällen und Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Die Trebitzer Abwehr hatte dabei einige brenzlige Situationen zu überstehen. Das 2:1 resultierte aus einem Eigentor, als Thomas Pflug sich bis zur Grundlinie durchspielte, und seine scharfe Eingabe von Michael Rawalt ins eigene Netz gelenkt wurde (50.). In der 55. Minute erhielt Jan Lindner (SG 1919) nach einem Gerangel die Rote Karte und muss nun beim Pokalfinale gegen Elster zuschauen. Nach einer langen Eingabe gelang dem Thalheimer Falko Hoffmann das 2:2 (58). Die Gastgeber erhöhten nun den Druck, denn ein Sieg sollte unbedingt her. Doch konnten wieder zahlreiche Möglichkeiten nicht genutzt werden. In der 79. Minute hatten die Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Einen Freistoß von Norman Henschel "fischte" der gute Gästekeeper, Daniel Helmeke, aus dem Eck. Kurz darauf (85.) war es wieder Norman Henschel, der eine scharfe Eingabe von Adrian Wildgrube zuerst gegen den Pfosten und dann doch noch zum Siegtreffer verwandelte.
Graf Zeppelin Abtsdorf - TuS Dessau-Kochstedt 0:5
Abtsdorf musste zehn Stammspieler ersetzen. Coach René Wiesegart, der die Mannschaft zusammen mit Edmund Krohn (Cheftrainer Frank Lehmann ist im Urlaub) betreute: "Fehler können passieren, aber der absolute Kampfeswille hat heute gefehlt. So etwas enttäuscht mich." Die Zeppeline waren nicht in der Lage, die vielen Ausfälle zu kompensieren und verloren ihr Heimspiel sang- und klanglos 0:5. Manager Barth zum Ergebnis: "Ich habe mit einer hohen Niederlage gerechnet. Da sieht man, wie viel den jungen Spielern noch fehlt." Es trafen Schenk (10.), Lange (15., 75.), Jersak (18.) sowie Nickels (43.).
TSV Mosigkau SV - Hellas Oranienbaum 4:2
Der TSV wollte in diesem Spiel endlich den ersten Heimsieg in der Rückrunde und ging bereits nach drei Minuten durch Marcel Schoene in Führung. Kurz danach besaß Patrick Heinelt die Chance zum 2:0, doch sein Schuss fast von der Mittellinie über den herausgelaufenen Hellas-Torwart Hruby hinweg strich knapp über den Querbalken (4.). Nach einer Viertelstunde hatte sich das Team von Andreas Wolf besser auf den TSV eingestellt und gestaltete das Match ausgeglichener. Als Marcel Schoene (32.) im Gäste-Strafraum zu Fall gebracht wurde, zeigte Schiedsrichterin Aline Schäfer auf den Punkt. Andi Lehmann verwandelte den Strafstoß sicher. Eine Unsicherheit in der Mosigkauer Hintermannschaft nutzte Jan Weigang zum Anschlusstreffer. Eine Minute nach der Pause bekommen die Hellenen einen Strafstoß zugesprochen, den Benny Woitha dem Mosigkauer Torhüter durch die Beine schießt. Nach einer Ecke gelingt Patrick Heinelt (53.) das 3:2 für den TSV. Oranienbaum übernahm jetzt zwar das Kommando, doch Nico Deich gelang in der Nachspielzeit der entscheidende Treffer zum 4:2.
Quelle:MZ
