Piesteritzer Buspanne sorgt für viel Häme.

Daniel Richter, 03.02.2012

Piesteritzer Buspanne sorgt für viel Häme.

POKALPLEITE

Fans werfen Blick in die Unterlagen

Piesteritzer Buspanne sorgt für viel Häme.

WITTENBERG/MZ/AR - Die Fans vom FC Grün-Weiß Piesteritz zeigen im Gegensatz zum Sportgericht offensichtlich Verständnis für das Verhalten der Verantwortlichen des Oberligateams. Nach einer Buspanne waren die Piesteritzer nicht in Lage gewesen, nach Stendal zum Pokalspiel zu fahren. Das Nichtantreten führt zum Ausschluss aus dem Wettbewerb (die MZ berichtete). Jetzt bestreitet die Volkspark-Elf - in der Oberliga steht der Absteiger fest - nur noch Pflichtfreundschaftsspiele.

"Klar sind wir verärgert. Aber nach der Einsichtnahme in die Unterlagen haben wir Fans uns hinter den Verein gestellt", schreibt Christoph Zick auf der Pinnwand der MZ-Wittenberg-Facebookseite nach der Berichterstattung über das Pokal-Aus. Hier gingen 16 Kommentare ein. Und da erntet der FC viel Häme. "Schandert ist doch Hauptsponsor", verweist "Horst Harry" auf ein Autohaus, "da wären doch zwei, drei Kleinbusse drin gewesen." Für Stefan Schoder ist das "Kindergarten große Gruppe". Er schreibt: "Schade, dass der Verein vergessen hat, wie viele andere Sportler auf eigene Kosten zu Veranstaltungen reisen!"

Inzwischen streiten die Piesteritzer auch nicht mehr ab, dass eine Anreise an jenem 17. Dezember noch möglich gewesen ist. Aber eben nicht pünktlich. Und eine Rückfahrt abends im Dunkeln war offensichtlich unzumutbar. "Wenn da noch etwas passiert wäre", hatte Präsident Volker Neuberg die Ängste des Vereins zu erklären versucht. "Da begebe ich mich ja täglich in Lebensgefahr, wenn ich im Dunkeln fahre", konterte "Holloway Frankenstein". Durch diese Aussage werde das Ganze noch unglaubwürdiger. "Am Ende waren wahrscheinlich die besten Spieler nur im Urlaub." Der Mann kennt sich offensichtlich aus: Vier Spieler waren schon in den Ferien.


Quelle:MZ