Elster streift zweimal die Schuhe über
Dietmar Bebber, 05.02.2012
Zuerst erwartete man am Sonnabendnachmittag die Landesklassenformation des VfB Gräfenhainichen. Bei minus neun Grad bekamen die doch erstaunlich vielen Zuschauer ein munteres Spiel geboten. Nach einer Viertelstunde, welche beide Teams benötigten, um sich auf die Platzverhältnisse einzustellen, erfüllten die Eintracht-Kicker die an sie gesetzten Erwartungen. Elster blieb bis zum Ende im Vorwärtsgang und kam immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Gräfenhainichen versuchte es mit langen Bällen auf David Hartling, die einzige Spitze im taktischen System der Gäste. Trotzdem gelang es dem Landesligisten nicht, aus seinen vielen Tormöglichkeiten Nutzen zu ziehen. "Es war schwierig für den jeweiligen Spieler, den Abschluss perfekt hinzubekommen. Ich mache unseren Jungs da keine Vorwürfe", meinte Co-Trainer Frank Hirsch zur Pause.
Im zweiten Abschnitt nahm die spielerische Dominanz der Heimelf weiter zu. Es ergaben sich Torchancen in Hülle und Fülle. Einige Male scheiterten die Gastgeber an der vielbeinigen VfB-Abwehr oder am guten Keeper, oftmals aber auch am nicht so spielfreundlichen Untergrund. Dann aber, nach 70 Minuten, war es Markus Finke, der die zu diesem Zeitpunkt längst überfällige Führung für Elster besorgte. Allein vor dem gegnerischen Torwart auftauchend, hatte er keine Mühe zu verwandeln. Sein Schuss landete im langen Eck. Die Eintracht spielte sich anschließend, teils mit sehenswerten Kombinationen, weitere Chancen heraus. Und wieder war es Finke, der zehn Minuten nach seinem ersten Tor den zweiten Treffer in den Maschen unterbrachte.
Chefcoach Detlef Stache wirkte nach dem Abpfiff nicht unzufrieden und bescheinigte seinen Schützlingen eine gute Leistung. "Priorität bestand darin, die Abläufe und das Wechselspiel zwischen den einzelnen Positionen weiter zu verbessern. In Halbzeit eins war ich damit nicht zu einhundert Prozent zufrieden. In der zweiten Hälfte gelang uns das besser."
Gestern Nachmittag konnte er erneut überprüfen, inwieweit seine Anforderungen umgesetzt werden. Diesmal kam das Nordsachenligateam des FSV Beilrode (Kreisoberliga) nach Elster. Am Ende behielt der Landesligist erneut die Oberhand, diesmal mit 2:1. Michal Durila trug sich wie am Tag zuvor Markus Finke allein in die Torschützenliste ein (41., 80.). Beilrode war in der 22. Minute in Führung gegangen (Tobias Galiste). Detlef Stache zollte seinem Team großen Respekt. "Toll, wie die Jungs den widrigen Umständen getrotzt und die Partien so durchgezogen haben."
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
