Spitzenreiter der Landesklasse testete

Dietmar Bebber, 13.02.2012

Spitzenreiter der Landesklasse testete

Nach 75 Minuten ist Schluss

BITTERFELD/MZ/FH/CK. Noch immer bestimmen weniger die Teams, sondern viel mehr das Wetter, ob auf den Fußballplätzen des Landkreises gespielt werden kann. Das für Samstag angesetzte Kreispokal-Halbfinale zwischen dem SV Friedersdorf und dem HSV Gröbern fiel den Bedingungen erneut zum Opfer, doch die Friedersdorfer hatten sich schon im Vorfeld um einen möglichen Testspielgegner bemüht und im Verbandsligisten Rot-Weiß Kemberg einen gefunden.

Friedersdorf geht in Führung

Bei minus 15 Grad entwickelte sich auf dem geräumten Platz In Kemberg schnell ein ansehnliches Match. Der Verbandsligist hatte die erste Chance durch Matthias Liebmann (5.), Michal Fiala (12.) und Richard Reichert (14.). Nach einer halben Stunde scheiterte Lukas Hillebrand am prächtig reagierenden Friedersdorfer Torhüter Christian Zehe. Nach einem Ballverlust von Fiala starten die Gäste einen Konter. Christian Grunert (32.) hatte keine Probleme, zur Führung einzuschießen.

Nach der Pause waren die Rot-Weißen sofort präsent. Neuzugang Martin Cerny zog aus 20 Metern ab, der Flatterball schlug zum Ausgleich ein. In der 55. Minute führte eine Leichtfertigkeit abermals zu einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Nach einer Flanke traf Grunert zur erneuten Führung für den Landesklassen-Spitzenreiter. Hillebrand setzte danach Hartmann gut ein, die Flanke wurde nicht erreicht. Kurz darauf (62.) waren die Gäste zum vierten Mal im Kemberger Strafraum. Nach Foul von Tomasz Hural zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Den Strafstoß verwandelte Robin Zern sicher. Praktisch im Gegenzug wurde Hillebrand im Strafraum umklammert. Logische Folge: Strafstoß. Elias scheiterte am Torhüter, traf aber im Nachsetzen. In Absprache wurde das Match in der 75. Minute aufgrund der Kälte beendet. Sowohl Gästetrainer Senad Tahirovic wie auch Heimtrainer Falko Rupprecht sprachen trotz der widrigen Bedingungen von einem gelungenen Test.

Von dem sprach auch Joachim Schaffer. Sein CFC Germania trat zum Duell beim Landesligisten SV Hettstedt an und erreichte dort ein 1:1. Der Köthener Trainer freute sich, endlich auch einmal ein Spiel unter Wettkampfbedingungen absolviert zu haben: "Wir haben lange auf Schnee trainiert, die Bedingungen waren die selben", so Schaffer. Beide Tore fielen bereits in der ersten Halbzeit. Nachdem die Gastgeber in der 20. Minute in Führung gegangen waren, konnte der CFC Germania kurz vor der Halbzeitpause durch Thomas Mann ausgleichen (38.). Beiden Treffern gingen dabei individuelle Fehler in der Hintermannschaft voraus. "Wahrscheinlich würden die Tore so auf Rasen nicht fallen", erzählte der Köthener Trainer.

Großer Einsatz von Köthener Spieler

Aufgrund des nicht immer zu hundert Prozent einzuschätzenden Verhaltens des Balles auf Schnee landete das Spielgerät dann aber eben doch in den Toren. In Halbzeit zwei hatten beide Mannschaften weitere Chancen, zu weiteren Treffern sollten diese aber nicht genutzt werden. Welche Schlüsse sich aus solchen Spielen ziehen lassen, ist indes schwer zu bewerten. "In erster Linie geht es in der Vorbereitung darum, die Mannschaft zu formen", so Schaffer, "taktische Dinge kann man aber schlecht trainieren." Viel mehr sieht der Trainer des CFC Germania solche Spiele aber auch als Charakterfrage. Es sei eine Einstellungssache, wie die Spieler solche schwierigen Bedingungen annehmen. In Hettstedt taten das die Köthener gut, zeigten großen Einsatz und waren läuferisch viel unterwegs.

Mit dem VfL Eintracht Bitterfeld testete ein weiteres Team aus Anhalt-Bitterfeld. Der Spitzenreiter der Landesliga Süd gewann beim MSV Eisleben mit 6:3.


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online