Spielberichte LK 7
Daniel Richter, 11.05.2009
Dessau 05 II und TuS Kochstedt kämpfen verbissen um den Ligaverbleib - Mosigkau büßt die Tabellenführung ein
Kellerkinder können wieder neue Hoffnungen schöpfen

So sehr sich Mosigkau (in Blau) auch bemühte, TuS Kochstedt behielt zum zweiten Mal binnen einer Woche im Derby die Oberhand. Die Kochstedter können damit weiter auf den Verbleib in der Landesklasse hoffen. Der Rückstand auf die Nichtabstiegszone beträgt derzeit nur einen Zähler.
DESSAU/MZ/WMI/FHA. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Staffel sieben der Fußball-Landesklasse landete Dessau 05 II einen wichtigen Auswärtssieg in Annaburg. Die Talfahrt von Schlusslicht Lok Dessau setzte sich beim 0:4, der 17. Saisonniederlage, weiter fort. Im Sonntagsderby behauptete sich TuS Kochstedt gegen Mosigkau.
TuS Kochstedt - Mosigkau2:1
Zum zweiten Mal binnen einer Woche setzte sich Kochstedt gegen die Nachbarn aus Mosigkau durch. Vor einer Woche siegte TuS im Halbfinale des Kreispokals, nun holten die Kochstedter drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Dadurch halten die Kicker von Trainer Dirk Bauer den Kontakt zur Nichtabstiegszone, auf die sie aktuell nur einen Punkt Rückstand haben. Mosigkau, das eigentlich keine Punktegeschenke verteilen wollte, musste in der Tabelle den VfL Gräfenhainichen wieder vorbeiziehen lassen und ist nun Zweiter. Dabei fing das Spiel für Mosigkau fast wie nach Plan an. Schon in der ersten Minute verwandelte Andy Lehmann einen Foulstrafstoß zur 0:1-Führung wie die Gäste. Vor 240 zahlenden Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften anschließend ein auf gutem Niveau stehendes Duell. Kurz vor der Pause gelang Kochstedts Kevin Jersak der Ausgleich, ebenfalls per Foulelfmeter. Der gleiche Spieler entschied das Match dann im zweiten Durchgang mit einem straffen Schuss aus 18 Metern, der zum 2:1 im Mosigkauer Kasten einschlug. Kochstedt, aus einer leichten Konterstellung heraus agierend, besaß im zweiten Durchgang optische Vorteile, konnte aber seine Chancen (Jersak, Nickekls) nicht nutzen. Mosigkau blieb stets gefährlich, doch mehr als ein "Lattenknaller" in der 85. Minute sprang nicht mehr heraus.
Annaburg - Dessau 05 II 4:5
Nach diesem Sieg können die 05-Reservisten wieder neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen. In einer sehr torreichen Begegnung waren die Schillerparkkicker das dominante Team und hätten bei einer besseren Konzentration die Partie ruhiger und souveräner gestalten können. "Wir waren die eindeutig bessere Mannschaft, haben es uns aber selbst schwer gemacht. Die Arroganz und Überheblichkeit einiger Spieler wäre uns fast zum Verhängnis geworden", ärgerte sich Trainer Frank Lehmann über das Auftreten einiger 05-Akteure in dieser Partie. Routinier Christian Hildebrandt sorgte in der 11. Minute für die 0:1-Führung. Annaburg kam fünf Minuten später zum Ausgleich. Marcus Jahnke (43.) und Max Eschner (44.) besorgten noch vor der Pause das 1:3. Nach dem Wechsel gelang Annaburg sofort der Anschlusstreffer (47.). Doch Marcel Merkel stellte mit dem 2:4 den alten Abstand wieder her (55.). Die Gastgeber kamen auf 3:4 heran (78.), es wurde noch einmal spannend. Doch ein Eigentor zum 3:5 (81.) zerstörte alle Hoffnungen der Grün-Weißen, obwohl sie in der Nachspielzeit (92.) noch das 4:5 erzielten.
Oranienbaum - ESV Lok Dessau4:0
Die Oranienbaumer Kicker benötigten einen langen Anlauf, um ihrer Favoritenrolle gegen das Schlusslicht gerecht zu werden. Erst fünf Minuten vor der Pause brachte der frühere Dessauer René Schwarzer die Hellenen in Front. Zuvor hatte Lok-Torwart Patrick Neubauer keine Probleme, die zu unplatzierten Schüsse von Benny Woitha (17.) und Christoph Neubauer (25.) zu entschärfen. Die Vorentscheidung besorgte Marcel Weise, der einen an Gert Herrmann verwirkten Foulelfmeter sicher vollstreckte (50.). Woitha (64., 72.), Marcel Weber (66.) oder Neubauer (71.) konnten ihre folgenden Chancen nutzen. Als jedoch Mathias Reichelt Schwarzer bediente, konnte vor 73 Zuschauern definitiv nichts mehr anbrennen (79.). Der Endstand ging aufs Konto von Sven Schreiter, der einen Woitha-Eckball per Kopf ins Netz lenkte (82.).
Quelle:MZ
