Bitterfelder MZ berichtet über die LK - Unbeirrte Auftritte

PR Team, 11.03.2012

Bitterfelder MZ berichtet über die LK - Unbeirrte Auftritte

VON THOMAS HÜBNER UND MICHAEL SCHNEIDER,

BITTERFELD/MZ. Erfolgreicher kann ein Spieltag für die Teams aus dem Bitterfelder Raum nicht laufen. Während Gröbern bei der SG Reppichau mit 3:2 gewann, verteidigte der SV Friedersdorf mit einem 5:0-Heimsieg gegen den SV Mildensee souverän die Tabellenspitze.

Vorzeitiger Glückwunsch an SVF

Das Fazit am Ende vom Mildenseer Trainer Karsten Kuschel ähnelte sehr der Aussage des Wittenberger Spielertrainers Andreas Jaeckel der Vorwoche: "In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft gut gegen gehalten. Leider kassieren wir kurz vor der Halbzeit das unglückliche 1:0. Die erste Viertelstunde nach der Pause war unser KO. Ich wünsche Friedersdorf alles Gute in der Landesliga."

Friedersdorf setzte den Gegner aus Mildensee von Anfang an unter Druck. Der Ball rollte sofort Richtung Gästetor. Die erste Viertelstunde war der SVF das eindeutig bessere Team und hatte auch bedeutend mehr Ballbesitz. Nach der Anfangsoffensive des SVF befreite sich Mildensee etwas vom Druck und kam zu einzelnen guten Aktionen. Kurz vor der Halbzeit legte der SVF wieder an Tempo zu.

In der 41. Minute war es erneut der sehr gut haltende Mildenseer Torwart Christoph Kopitzki der seinem Team mit zwei tollen Paraden das 0:0 sicherte. Doch in der 45. Minute war er machtlos. Die Gästeabwehr konnte nicht richtig klären und der Ball kam zum freistehenden Martin Schulz. Er ließ sich nicht lange bitten und versenkte den Ball unhaltbar zum 1:0 - gleichzeitig der Halbzeitstand.

Nach der Pause waren die Zuschauer noch gar nicht richtig auf Ihren Plätzen, da hieß es schon 2:0. Christian Grunert leitete über Außen einen Spielzug ein, Marcell Siedler passte den Ball auf Maximilian Hübner und der erhöhte für die Gastgeber (47.). Spätestens nach Christian Grunerts verunglückter Flanke, die zum 3:0 im Tor landete, war die Vorentscheidung gefallen (50.).

Mildensee versteckte sich aber nicht und versuchte, trotz des Rückstands mitzuspielen. Bei einem Konter in der 55. Minute konnte der Friedersdorfer Schlussmann, Mario Karalus den Anschlusstreffer der Gäste verhindern.

Danach ging es wieder in die andere Richtung. Philipp Anton bediente Marcell Siedler und der umkurvte die Abwehr - 4:0 (56.). Ein glänzend haltender Christoph Kopitzki konnte zunächst weitere Tore für den Gastgeber verhindern.

Zum Ende der Partie nahm Friedersdorf etwas das Tempo aus dem Spiel. Kurz vor dem Ende wurde Maximilian Hübner in aussichtsreicher Position im Elfmeterraum zu Fall gebracht - Elfmeter. Christian Grunert legte sich die Kugel zurecht und verwandelte sicher zum 5:0 (87.). Das war auch gleichzeitig der Endstand. Friedersdorfs Trainer Senad Tahirovic war aber längst nicht mit allem zufrieden: "Wir waren nicht so gut wie gegen Einheit Wittenberg. Ich ärgere mich sehr über die sinnlosen Gelben Karten, trotzdem Danke für die Leistung."

Nur zwölf Gröberner Spieler

Vor dem Spiel in Reppichau sah es recht übersichtlich aus in der Kabine des HSV Gröbern. Lediglich zwölf Spieler standen zur Verfügung - fünf Stammkräfte fielen aus verschiedenen Gründen aus.

Dennoch konnte Gröbern in der sechsten Spielminute vorlegen: Nach einer Flanke von Riccardo Schulze behielt Marc Stockmann im Kopfballduell die Oberhand und erzielte das 0:1. Gröbern kontrollierte die Partie nach etwas 15 Minuten klar. Kurze Zeit später musste Jens Störer verletzt raus, mit Christian Jonas wurde der einzige Reservist eingewechselt. Und dennoch erzielte Marc Stockmann im zweiten Versuch das 2:0 (22.) - es sollte der Halbzeitstand sein.

Die zweite Hälfte war gerade 31 Sekunden alt, da verkürzte Nico Frauendorf auf 1:2. Reppichau wurde nun stärker. Hannes Körsten konnte mit seinem Treffer zum 3:1 jedoch wieder den alten Abstand herstellen (56.). Die Uhr schaffte gerade einmal drei Runden als Marcel Lorch auf 2:3 verkürzte. Nun kam der HSV nur noch selten vor das Reppichauer Tor, optisch waren die Gastgeber klar im Übergewicht beim Angriffsspiel, aber ideenlos im Abschluss.

Doch auch die zwei Minuten Nachspielzeit brachten keine Veränderung am Ergebnis. "Es war eine große kämpferische Leistung, aus fünf Chancen machen wir drei Tore", so Gröberns Trainer Frank Otto, "der Sieg war am Ende aber glücklich."


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online