VfB kann Titel nicht verteidigen-Zehn Versuche bis zum Sieg
PR Team, 13.03.2012
Die G-Jugend-Fußballer des FC Grün-Weiß Piesteritz II haben am Sonntag den MZ-Bambinicup gewonnen. Im Finale schlug das Team von Trainer Kai Röther (hintere Reihe, links) Allemania Jessen 1:0. (FOTO: THOMAS TOMINSKI)
Gute Laune beim Verlierer
Bei Endspielgegner Allemannia Jessen herrschte trotz der 0:1-Endspielniederlage gute Laune. "Im nächsten Jahr holen wir den Cup", meinte Coach Frank Mießbach, "denn aller guten Dinge sind drei." Bei den siebenten Auflage zogen die Elsterstädter im Finale gegen Gräfenhainichen 0:1 den Kürzeren, am Sonntag schossen die Grün-Weißen den Siegtreffer. "Es hat wieder richtig Spaß gemacht", so Mießbach, der nach dem Schlusspfiff ankündigte, dass er unbedingt ein Glas Rotwein trinken muss. Warum? "Sonst habe ich morgen keine Stimme mehr."
Sportart verwechselt
Bei der achte Auflage ging in der Stadthalle die Post ab. Die mitgereisten Eltern bildeten lautstarke Fanblöcke, auf den Parkett zeigten die Kleinen, wie körperbetonter Fußball funktioniert. "Fabian, nicht dem Ball in die Hand nehmen", rief Bernd Gottschalk immer wieder in das Spiel hinein. Der Trainer des FSV Rot-Weiß Bad Schmiedeberg hatte jedoch Verständnis, als sich Fabian Wilke wieder den Ball schnappte. "In den letzten zwei Begegnungen war er unser Torwart", so Gottschalk, der den kleinen Handballer um Match um Rang sieben als Verteidiger aufstellte. "Die Platzierung spielt im Endeffekt keine Rolle. Wichtig ist, dass die Kinder Spaß am Sport haben." Für Trainerkollegen Timo Wölk, der mit dem SV Seegrehna Platz fünf belegte, war die Stimmung in der Halle der pure Wahnsinn. "Hier wird jedes Tor bejubelt. Für die Kinder ist das ein unvergessliches Erlebnis."
Neue Mannschaft aufgebaut
Titelverteidiger VfB Gräfenhainichen landete nach zwei Vorrunden-Niederlagen diesmal auf dem sechsten Platz. "Kein Problem", erklärte Coach Andreas Wolfensteller, der sich nach dem Cupgewinn 2011 eine neue Mannschaft aufbauen musste. "Die Sieger spielen jetzt F-Jugend", erzählte er und streckte den Pokal in die Höhe. Thomas Meier vom SV Eintracht Elster wusste nicht so richtig, ob er sich freuen soll. "Wir haben wieder das Halbfinale gegen Jessen verloren", so der Trainer, der mit seiner Truppe den dritten Rang belegte. "Anderseits", erzählt er weiter, "standen mir nur sechs Spieler zur Verfügung. Wenn ich alles gegeneinander aufrechne, ist unsere Platzierung okay."
Spannendes Finale
Vor dem Endspiel probte Jessens Übungsleiter Mießbach, der das Team zusammen mit Jenny Zumpe betreute, den Schlachtruf: "Jessen vor, schieß ein Tor." Geholfen hat es den Schwarz-Weißen nicht. Nach einem Abschlag von Torfrau Alina Nitsche schaltete Tim Schuchardt am schnellsten und knallte das Leder wie erwähnt aus der Distanz in die Maschen. Trotz dieses Gegentreffers erhielt Alina Nitsche bei der Siegerehrung einen großen Pokal als beste Torhüterin der Veranstaltung. "Die hat ihre Sache richtig gut gemacht", meinte Achim Golly, der als Cheforganisator für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat. Apropos Siegerehrung: Die Eltern standen dicht gedrängt hinter der Bande und forderten ihre Schützlinge auf, für das Familienalbum zu posieren. Diese ließen das Blitzlichtgewitter über sich ergehen. Sekunden später tobten sich die kleinen Stars nach Herzenslust auf dem Parkett aus.
Alle Ergebnisse im Überblick
55 Jungen und acht Mädchen stehen auf Parkett
Gruppe A: Bad Schmiedeberg - Piesteritz II 0:5, Jessen - Seegrehna 2:0, Bad Schmiedeberg - Jessen 0:4, Piesteritz II - Seegrehna 5:0, Seegrehna - Bad Schmiedeberg 4:2, Jessen - Piesteritz II 0:1
Gruppe B: Annaburg - Gräfenhainichen 2:1, Elster - Piesteritz 2:0, Annaburg - Elster 0:2, Gräfenhainichen - Piesteritz 1:0, Piesteritz - Annaburg 0:2, Elster - Gräfenhainichen 2:0
Zwischenrunde: Seegrehna - Piesteritz 1:0, Bad Schmiedeberg - Gräfenhainichen 0:4; Spiel um Platz 7: Piesteritz - Bad Schmiedeberg 1:0; Spiel um Platz 5: Gräfenhainichen - Seegrehna 0:2
Halbfinale: Piesteritz II - Annaburg 3:0, Elster - Jessen 0:2; Spiel um Platz 3: Annaburg - Elster 0:2; Finale: Jessen - Piesteritz II 0:1
Bester Spieler: Karl Zoberbier (Eintracht Elster); Bester Torschütze: Michel Wedmann (6); Bester Torhüter: Alina Nitsche (beide Allemannia Jessen)
