SG Oranienbaum/Wörlitz mit Zielen

PR Team, 25.07.2012

SG Oranienbaum/Wörlitz mit Zielen

Aufstieg ist kein Tabu-Thema

KREISOBERLIGA ANHALT Trainer Wolf hat mit SG Oranienbaum-Wörlitz große Ziele.

VON WERNER MICHAELIS

ORANIENBAUM/MZ - Einen Spieltag vor Saisonschluss (Serie 2011/12) hatte Andreas Wolf, der zu diesem Zeitpunkt noch Trainer des Landesklassen-Teams SG Reppichau war, von der Vereinsführung mitgeteilt bekommen, dass er für die kommende Saison kein Thema mehr ist und der Verein mit einem neuen Übungsleiter plant. Für Wolf kam diese Mitteilung etwas überraschend. "Ich hatte mir nichts vorzuwerfen. Als aktiver Fußballer und als Trainer habe ich so etwas noch nicht erlebt und deswegen auch sofort meine Konsequenzen gezogen", erklärte Wolf, der unverzüglich seinen Hut nahm.

Schneller Entschluss

Beim letzten Saisonspiel der Reppichauer in Mildensee (1:1) saß er schon nicht mehr auf der Trainerbank. "Allerdings ist die Sache für mich abgehakt. Es gibt kein verbales Nachtreten." Auf sein Altenteil wollte sich "Wolfi", wie er von Freunden genannt wird, allerdings noch nicht setzen. Den 53-Jährigen zog es nach nur einem Jahr Abwesenheit wieder zu seinem alten Verein zurück. Hellas 09 Oranienbaum hatte sich, nun zur Doppelstadt Oranienbaum-Wörlitz ernannt, mit dem Verein Grün-Weiß Wörlitz 2011 zu einer SG vereint. Trainer dieser Spielgemeinschaft war in der letzten Saison Sven Schreiter, der mit der Truppe auf Anhieb den vierten Platz eroberte. Aus persönlichen Gründen stellte Schreiter nach nur einem Jahr seinen Posten zur Verfügung und ging zusammen mit Spieler Marco Haseloff zu TuS Kochstedt.

Mit Wolf übernahm wieder der "alte Coach" das Zepter. "Sven Schreiter musste aus zwei Teams eine schlagkräftige Elf formen. Das hat er gut hinbekommen. Ich habe hier eine intakte Mannschaft, ein professionelles Umfeld mit kompetenten Leuten vorgefunden. Dies erleichtert mir meine Aufgabe", erklärte der Übungsleiter. Mit Aufgabe meint er, in der Spitzengruppe der Kreisoberliga Anhalt künftig mitzuspielen. Der vierte Platz aus der Vorsaison sollte dabei Maßstab sein.

Klare Vorstellungen

Nach der 2:3-Niederlage im ersten Testspiel gegen den Landesklassenvertreter Blau-Rot Pratau ist dieser anvisierte vierte Rang auch keine Utopie. "Wenn man bedenkt, dass noch einige Spieler in unseren Reihen gefehlt haben, dann macht diese Leistung Appetit auf mehr." Trotz allem bleiben Wolfs Aufstiegsfavoriten für die kommende Saison der SV Mildensee, ESV Lok Dessau und Chemie Rodleben. "Ich plane, wenn man mir die Zeit dazu gewährt, irgendwann mit der SG auch zu den Aufstiegsfavoriten zu gehören und dann in der nahen Zukunft in die Landesklasse aufzusteigen."


Quelle:MZ