Pokalhit steigt im Sportforum
PR Team, 17.08.2012
Gern würden die Landesklassenfußballer des VfB Gräfenhainichen wie hier nach einem der letzten Saisonspiele auch nach der ersten Pokalrunde über das Weiterkommen jubeln. Dies möchte aber ebenso Grün-Weiß Ananburg. (FOTO: KUHN)
Prognose kaum möglich
Eine Prognose, wer Samstagnachmittag die Nase vorn haben wird, ist indes schwer zu stellen. Beide Mannschaften beendeten ihre Vorbereitungsphase zuletzt noch einmal mit einem Erfolgserlebnis. Dieses und auch die anderen Ergebnisse der absolvierten Testspiele dienen aber wohl eher der eigenen Standortbestimmung in Hinblick auf die kommende Meisterschaftsserie. In Annaburg hieß es die Neuzugänge - unter ihnen die Brüder Marc und Marvin Richter, die zuvor bei Grün-Weiß Piesteritz spielten - zu integrieren, während man in Gräfenhainichen mit dem Kader der Vorsaison den Anschluss an die Leistungen der Serie 2011 / 12 und aus der Sommerpause herstellen möchte.

Im Pokalgeschehen selbst trafen indes beide Teams schon öfters aufeinander. Auch hier greift die in Punktspielen anhaltende Serie, demnach es offensichtlich keiner Mannschaft gelingt, auf dem gegnerischen Platz erfolgreich zu sein. Zuletzt war das in Annaburg am 15. September 2007 (2:0 für die Heidestädter) und nur ein Jahr später im Gräfenhainichener Sportforum am 6. September 2008 (4:0 für den VfB)) jeweils in der zweiten Hauptrunde der Fall.
Einmal gemeinsam im Finale
Ein Finale haben die zwei Team ebenfalls bestritten, in diesem Fall aber auf neutralem Boden in Wartenburg. Im Juni 2003 endete es glücklich für Gräfenhainichen. In der Verlängerung setzten sich die VfB-Kicker 3:2 gegen ebenbürtige Annaburger durch.
In der vergangenen Pokalsaison scheiterte man jeweils am späteren Finalisten SG Trebitz. Während der VfB im Halbfinale mit 0:3 den Kürzeren zog, war für Grün-Weiß schon im Viertelfinale, wenn auch erst nach dem Elfmeterschießen, Schluss (3:5). Die VfB-Fußballer schnupperten zudem vergangenes Jahr Landespokalluft, auch wenn dort in Runde zwei das Aus kam.
Uwe Rohlik, Coach der Gäste, reibt sich jedenfalls bereits voller Vorfreude die Hände. "Wir kommen mit dem kompletten Kader, und Gräfenhainichen kann sich schon mal auf eine sehr offensive Spielweise einstellen", kündigt er an. Der Trainer - der logischerweise mit seinen Jungs den Sprung in die nächste Runde packen möchte - will aber mit dem Weiterkommen vor allem eines erreichen. "Es ist Zeit, diesen Auswärtsfluch zu brechen. Mit dem Unentschieden in der vergangenen Saison haben wir ja schon einen ersten Schritt getan." Am Samstag soll also der zweite folgen. Ob er wirklich zustande kommt, muss man abwarten. Ansonsten bietet der Kreispokal mal wieder die übliche, sehr überschaubare Spannung. Die Landesligamannschaft von Rot-Weiß Kemberg macht nach einem Jahr Pause zwar wieder mit. Wegen des Aufstieges in die Verbandsliga hatte man in der Saison 2011 / 12 auf eine Teilnahme verzichtet. Zu erleben sind die rot-weißen Kicker am Wochenende jedoch nicht. Sie haben ein Freilos, da man am Sonnabend ab 13.30 Uhr im Landespokal daheim gegen Sangerhausen spielt.
Titelverteidiger nicht dabei
Dafür ist diesmal Ligakontrahent und Titelverteidiger Eintracht Elster nicht mit dabei. Man konzentriere sich auf die Meisterschaft und den Landespokal, die Wettbewerbe auf Kreisebene seien nicht attraktiv genug, heißt es. Das Oberligateam des FC Grün-Weiß Piesteritz hatte ohnehin niemand erwartet. Seit Jahrzehnten ist das Team stets für den attraktiveren Bezirks- bzw. Landespokal qualifiziert. Somit - dies aber fast erwartungsgemäß - bietet der Samstag nur wenig Aufregendes, wenngleich nach langer Zeit nicht nur Formationen aus den Kreisligen zum Start auflaufen. Die Unattraktivität zum Beginn war in der Vergangenheit immer wieder kritisiert worden. Dass jetzt immerhin vier Landesklassenformationen dabei sind, dürfte zumindest die Zustimmung bei Vereinen der unteren Ligen finden. Ein Scheitern gerade dieser Mannschaften ist dabei von der Papierform her eigentlich unwahrscheinlich. Der FC Grün-Weiß Piesteritz II und Allemannia Jessen setzen alles daran, ihrer Favoritenrolle auch gerecht zu werden. Interessant ist es, wer bei den drei reinen Kreisoberligapaarungen die Oberhand behält. 17 Mannschaften können indes am Samstag pausieren. Sie ergatterten eines der "berühmten" Freilose.
Quelle:Mitteldeutsche Zeitung - online
