Streit zum Verfahren zum Kreispokal WB geht weiter

PR Team, 21.08.2012

Streit zum Verfahren zum Kreispokal WB geht weiter

Michael Hübner wünscht sich von den Verantwortlichen neue Ideen, um den Fußball-Kreispokal attraktiver zu gestalten.

Konzept gegen Langeweile

Der Titelverteidiger Elster hat Recht: Der Fußball-Kreispokal ist gähnende Langeweile pur. Die Eintracht verzichtet konsequenter Weise auf eine Teilnahme. Das ist die nächste klatschende Ohrfeige für den Kreisfachverband. Immerhin ist es ja schon gelungen, eine komplette Liga - nämlich die der Frauen - zu verlieren. Die Teams kicken im Nachbarkreis. Die Wettkämpfe dort sind attraktiver. Die Zeit ist wirklich reif, endlich aufzuwachen. Denn auch die Pokal-Schelte ist nicht neu. Doch wann wird gehandelt? Es gilt, Anreize zu schaffen. Dazu müssen Sponsoren gefunden werden, die dem Pokalsieger eine Prämie in welcher Form auch immer in Aussicht stellen. Aber vielleicht gelingt es ja auch, beim großen Fußball-Bund VIP-Karten für ein Länderspiel zu ergattern. Auch solche Tickets können Kicker motivieren. Doch dafür müssen Klinken geputzt werden. Das alles ist eine Frage des Engagements.

 

Wie attraktiv ist Kreispokal nun wirklich?

MZ-Kommentar verärgert Präsidenten.

WITTENBERG/MZ/HÜ - Bernd Geipel, Präsident des Fußball-Kreisfachverbandes (KFV), hat im Auftrag des Vorstandes auf dem MZ-Kommentar "Konzept gegen Langeweile" (17. August, Seite 8) mit größter Empörung reagiert. In dem von Geipel kritisierten Beitrag geht es um die Erhöhung der Attraktivität des Fußball-Kreispokals.

"Nur soviel: Es gibt nun einmal teilnehmende Mannschaften und eine entsprechende Auslosung (übrigens öffentlich und vor über 150 Fußballern durchgeführt), und das Ergebnis der Auslosung ist nun einmal Gesetz", scheibt Geipel. Das ist beim DFB- und beim Landespokal exakt genauso. Wer das langweilig finde, habe seine Meinung exklusiv, die "sich nicht mit der übergroßen Mehrheit unserer Vereine deckt".

Zuschauer bleiben aus

Freilich haben am vergangenen Wochenende die Fans auch über die Attraktivität der Spiele abgestimmt. Sie blieben in Scharen aus. Das vermeintliche Spitzenspiel der Auftaktrunde zwischen Gräfenhainichen und Annaburg verfolgten gerade mal 42 Zuschauer, die Partie zwischen Piesteritz III und Jessen 25, und das Duell der Reserven von Abtsdorf und Piesteritz sieben Anhänger. Titelverteidiger Elster verzichtete auf eine Teilnahme.

"Die Absage von Eintracht hat nichts mit Langeweile zu tun, sondern der Verein hat seine Prioritäten auf Meisterschaft und Landespokal gesetzt", so Geipel.

Befremdlich findet der Präsident die Forderung nach neuen Anreizen für den Pokal. "Der Kreispokal wird durch die Krombacher Brauerei in nicht unerheblichem Umfang (Bälle, Leibchen, Geld- und Sachprämien und ein von Krombacher komplett finanzierter Abschlussabend für rund 150 Fußballer) unterstützt", so Geipel.

Brauerei fragt selbst an

Übrigens sei das nicht der einzige Sponsor. "Rein sportlich wird auch der Supercup und auch der Midewa-Cup finanziell nicht unerheblich unterstützt. Ohne unsere Sponsoren wären viele Aktivitäten innerhalb des KFV sonst gar nicht möglich", schreibt der Chef.

Allerdings ist die Zusammenarbeit mit der Brauerei nicht der Verdienst des KFV. Nach Darstellung des Landesverbandes hat das Unternehmen nach der guten Zusammenarbeit im Land die einzelnen Kreisverbände kontaktiert und sich als Geldgeber angeboten. Der KFV hat nicht abgelehnt, sondern zugestimmt.

Geipel aber hat auch kein Verständnis "über die Polemik" zum Ende der Frauen-Freizeit-Liga. "Alle Frauenmannschaften (außer Annaburg aufgrund der großen Entfernungen) unseres KFV wollen sich der Herausforderung eines Punktspielbetriebes stellen, und das ist nun mal die nächst höhere Stufe zum Freizeitfußball", so Geipel, der aber nicht erklärt, warum es diese Wettbewerbsform im Kreis Wittenberg nicht gibt.

Geipels Fazit ist eindeutig: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen!" Die Kritik und alles andere verpasste er in die Kategorie "unsachliche Berichterstattung".


Quelle:MZ