Spielbericht vom Derby am So aus Sicht des Gegners
PR Team, 25.10.2012
Derbyzeit in Gräfenhainichen!
Die tolle Kulisse von 210 Zuschauern und das sehr angenehme Wetter sorgten für einen gelungenen Rahmen bei dieser Partie.
Der HSV war gewillt, seinen positiven Lauf in den Auswärtsspielen dieser Saison fortzusetzen. Man hatte bis auf den verletzten Denis Seliger und Riccardo Schulze alles soweit an Bord. Einige der heute aufgebotenen Akteure beim HSV waren aber angeschlagen. Man musste abwarten, wie es sich im Spiel auswirkt.
Beim VfB Torjäger Daniel Richter, zunächst nur auf der Bank!
VfB Trainer Sandor Cseke fehlten aber trotzdem einige Akteure.
Das Spiel begann gleich ohne das berühmte Abtasten. Sofort waren beide Teams auf Temperatur. Der Ball lief gut in den Reihen des HSV, man spielte ruhig und konzentriert. Gräfenhainichen ließ den HSV kommen, um dann bei Ballgewinn sofort selbst in den Angriff zu gelangen.
Es war ein Spiel auf Augenhöhe, kein Team konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen.
Torchancen gab es hüben wie drüben, aber nichts Zwingendes. Beide Torhüter wirkten sicher in ihren Aktionen, wobei HSV Keeper Frank Malerz ein wenig mehr zu tun hatte.
Gräfenhainichen fehlten ein wenig die zündenden Ideen im Angriffsspiel, was bei ihren Fans sehr zeitig zu merken war. Sie äußerten ihren Unmut darüber. Aber der HSV konnte auch nicht unbedingt nachweisen durch eindrucksvolle Aktionen, dass man dem Derbyspiel seinen Stempel aufdrücken wollte. Im Angriff gelang es kaum, den Ball zu halten, damit das Mittelfeld nachrücken kann. Das Mittelfeld musste dadurch enorme Wege machen. Über die Außenpositionen gelang dem HSV so gut wie gar nichts.
Nach 23 Minuten musste VfB Routinier Wiesegart bei einem Schuß von Renè Ziegler energisch zupacken. Auffällig beim HSV, die Schwächen heute bei den Standards. Es gab genügend Möglichkeiten mit Freistößen aus guten Positionen, aber es schossen immer irgendwie die falschen Leute.
Schiedsrichter Roye aus Dessau pfiff sehr ordentlich, wartete aber manchmal nicht lange genug die Aktionen ab. Wirkte damit etwas kleinlich. Einige Zuschauer sahen das anders, aber es gibt immer welche, die es besser wissen.
Riesiges Glück hatte der HSV in der 34. Minute, als Jens Stockmann einen Schuß völlig frei neben das Tor setzte. Eine Minute später erzielte der VfB ein Abseitstor, die Entscheidung war völlig richtig und sorgte nicht weiter für Aufsehen. In den letzten Minuten der 1. Hälfte wurde der VfB stärker. Einige Freistöße sorgten für Gefahr vor dem HSV Tor, brachten aber nichts ein. Schiedsrichter Roye zeigte eine Minute Nachspielzeit an.
Der HSV im Angriff, vertändelt den Ball aber fahrlässig. Dann ging es ganz schnell in die andere Richtung. Eine herrliche Flanke verwandelt Oliver Pannier per Kopf zum 1:0 für die Platzherren. Das erste Tor in diesem Derby wurde sehr schön rausgespielt.
Sekunden später der Halbzeitpfiff. Das späte Tor warf den Plan des HSV ziemlich über den Haufen, hier ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Der VfB kam besser in die zweite Hälfte. In der 50. Minute zog Dennis Vogt einen Freistoß scharf auf das HSV Tor. Keeper Frank Malerz parierte den Schuß, wo einige den Torschrei schon auf der Zunge hatten. Im zweiten Zupacken hatte er den Ball sicher. Zwei Minuten später, Eckball für Gräfenhainichen. Oliver Pannier vergab freistehend!
Kurz danach verletzte sich VfB Schlussmann Wiesegart ohne gegnerische Einwirkung, konnte aber zum Glück weitermachen.
In der 60. Minuten eine Torchance für die Gäste aus Gröbern, Sebastian Hartmann kam aber nicht richtig hinter den Ball. Hartmann merkte man seine Verletzung sehr stark an, er konnte im HSV Spiel kaum Impulse setzen. Im Sturmzentrum war Marc Stockmann heute auf verlorenem Posten, meist von zwei Mann abgeschirmt, fast ohne Wirkung. Die Gefahr beim HSV ging, wenn überhaupt, von den Mittelfeldspielern Renè Steudel und Hannes Körsten aus.
Ab der 65. Minute kam dann etwas Härte ins Spiel, ohne jedoch über die Stränge zu schlagen. Schiedsrichter Roye hatte alles im Griff, die Akteure zeigten auch Einsicht durch seine Worte.
77. Minute, die ersten Wechsel im Spiel. Beim HSV kommt Tobias Herfurth für den völlig ausgepumpten Sebastian Hartmann. Beim VfB kommt Torjäger Richter
für Jens Stockmann.
In der 80. Minute ein langer Paß in Richtung HSV Strafraum, Jens Störer schlägt über den Ball. Daniel Richter auf und davon; überlegt erzielt er das vielumjubelte 2:0 für den Gastgeber. Es gab nicht viele hochkarätige Torchancen im Spiel, aber zweimal nutzten die Gräfenhainicher ihre eiskalt aus.
Der HSV konsterniert. Es war einfach zu wenig was man tat, um Punkte beim Derby zu holen. Gräfenhainichen war nicht die total überlegenen Mannschaft, nur die weitaus clevere.
In der 87. Minute gelang dem HSV aber noch der Anschlusstreffer durch einen schönen Linksschuß von Kapitän Renè Steudel. In der Nachspielzeit passierte dann nichts weiter, was für Unruhe sorgte. Das 2:1 geht völlig in Ordnung, es war ein verdienter Sieg beim Derby.
Fazit HSV Trainer Hagen Giese:
Ich bin sehr enttäuscht, dass wir zuwenig investiert haben, um nachzuweisen, hier und heute etwas holen zu wollen. Es fehlte der nötige Biss. Ich danke aber den Spielern, die sich trotz Verletzung oder gesundheitlicher Probleme in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Wir müssen nach vorn schauen und die Punkte nun in anderen Partien holen.
HSV Gröbern unterlag mit:
Malerz , Ziegler , M. Schräpler , J.Schräpler , Störer , Eichel , Körsten , Franke (86.Jonas) , Steudel , Hartmann (77.Herfurth) , Stockmann.
Quelle:HP Gröbern
