Spiele vom WE in der MZ
PR Team, 19.11.2012
Klare Angelegenheit
Dem SV Grün-Weiß Annaburg scheint langsam die Luft auszugehen. Denn der Tabellenzweite verlor beim FC Grün Weiß Piesteritz II deutlich 0:4. Die Entscheidung fiel erst in der zweiten Halbzeit durch die Treffer von Christian Zentgraf (46.), Michael Müller (58.) und Frank Lehmann (60.). Der Annaburger Marcus Kalich (82.) traf ins eigene Netz. Die SG Blau-Weiß Klieken hatte scheinbar die 0:8-Niederlage gegen Pratau noch nicht richtig verdaut. Bei der SG Reppichau ging die Fischer-Elf als 1:4-Verlierer vom Platz. Fast im Alleingang sicherte Nico Frauendorf (23., 44., 80.) seiner Mannschaft den Erfolg. Der Anschlusstreffer von Pierre Wassermann (55.) war nur Ergebniskosmetik. Christian Seiche machte in der Schlussminute alles klar. Wittenbergs Kreismeister SV Seegrehna 93 sammelt fleißig Zähler gegen den Abstieg. Die Schützlinge von Trainer Hans-Joachim Furchner setzten sich gegen Vorfläming Nedlitz 1:0 durch. Der Schütze des goldenen Treffers war Christoph Thauer (19.). Der SV Einheit Wittenberg und der HSV Gröbern trennten sich auf dem Platz der Jugend 1:1. Der eine Punkt hilft keinem der beiden Teams im Kampf gegen den Abstieg so richtig weiter. Die Tore erzielten Sebastian Hartmann (45.) für Gröbern und Marvin Kühn (90.) für die Heimelf. Germania Roßlau bekam von Gastgeber SG Union Sandersdorf II einen herben Dämpfer verpasst (1:6). Durch die Tore von Jörg Marose (40., 48.) und Michel Hennig (59., 65.) gerieten die Gäste deutlich ins Hintertreffen. Der Treffer von Lars Lang (70.) war nur ein bisschen Ergebniskorrektur. Alexander Meinhardt (72.) und Christian Kuka (86.) besorgten den Rest.
Trebitz bleibt im Keller
Die SG 1919 Trebitz verliert nach der knappen 0:1-Niederlage beim SV Allemannia 08 Jessen weiter an Boden auf einen Nichtabstiegsplatz und bleibt im Tabellenkeller hocken. Den Siegtreffer der Allemannia erzielte Oliver Mehlis (55.). Mit einem standesgemäßen Ergebnis von 6:1 gewann der VfB Gräfenhainichen gegen Vorwärts Dessau. Daniel Richter (11., 31., 37.) eröffnete den Torreigen mit einem lupenreinem Hattrick. Auch Sturmpartner Jens Stockmann (53., 90.) wusste neben Marc Dieterichs (51.) zu überzeugen. Den Ehrentreffer von Marcus Schulze zum zwischenzeitlichen 1:5 (81.) feierten die Dessauer wie einen Sieg.
Fussball Landesliga
Blick geht Richtung Landesklasse

Führung durch Fiala
Dennoch ist nicht alles eitel Sonnenschein bei 05. Das Spiel in Kemberg hat Nerven und Personal gekostet. Die Kabine glich nach dem Abpfiff einem Spital. Jaenecke spricht von "gravierenden Verletzungen". Namen will der Übungsleiter aber nicht nennen. "Dann wissen unsere nächsten Gegner gleich, worauf sie sich einstellen können."
Es war ein merkwürdiger Kick in der Heide. Das weiß auch Kembergs Trainer Stefan Kohnert. Wie sein Dessauer Kollege moniert er die Leistung des Schiedsrichtergespanns um den Leipziger Tristan Tauche. Der hatte ein wenig glückliches Händchen, übervorteilte nach Meinung beider Trainer zuerst die Gastgeber, ab Minute 60 die Gäste. Egal: Die Tatsachenentscheidungen zählen. Und die bedeuten, dass die Hausherren nach mehrfachem Handspiel im Strafraum zwar um die fälligen Elfmeter kamen, mit Michal Fiala aber den besten Mann in ihren Reihen verloren. Der Tscheche hatte Kemberg in Führung gebracht - übrigens auch nach einer alles andere als unumstrittenen Entscheidung des Referees. Der ahndete ein vermeintliches Rückspiel auf Dessaus Keeper Georg Melzer und gab Freistoß für Kemberg. Die Chance ließ sich Fiala nicht nehmen und traf zum 1:0 (38. Minute). Rot-Weiß hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus besser dastehen können. Aber sowohl Hannes Peeck als auch Moritz Hillebrand verdeutlichten das derzeitige Kemberger Dilemma. Rot-Weiß hat akute Ladehemmung und außerdem das Glück nicht mehr auf seiner Seite. Michal Fiala sah Gelb-Rot wegen Meckerei und Foulspiel, fehlte die letzten 20 Minuten und wird in Zorbau nicht dabei sein. Mit vier gelben Karten ist er zudem einer der Kandidaten für eine weitere Zwangspause. "Das hilft uns wenig", sagt Coach Kohnert und ahnt, dass "ein Tor wie das, nur uns passieren kann".
Thema Klassenerhalt erledigt?
Marcel Merkels Flanke kurz vor dem Abpfiff erreichte keinen der Dessauer. Der Ball landete unter Mithilfe der Kemberger dennoch im Netz. "Wieder nichts Zählbares. Mir tut es leid für die Jungs." Kohnert muss die zehnte Niederlage der Rot-Weißen zur Kenntnis nehmen. Vom Nichtabstieg redet er schon gar nicht mehr. Dafür aber bereits von einer Zukunft in der Landesklasse.
"Obwohl man den Gastgebern nicht unterstellen kann, dass sie sich nicht reingehängt haben", wie Dessau-Coach Jaenecke bestätigt. Doch die zweite Halbzeit war eine klare Angelegenheit für den SV 05. Marcel Merkel markierte nicht nur den Siegtreffer. Er brachte die Gäste-Elf mit dem Ausgleich in der 64. Minute auch endgültig zurück ins Spiel.
SV Rot-Weiß Kemberg: Christoph Heede, Philipp Disselhoff, Maximilian Zwetzschke, André Apitzsch, Moritz Hillebrand (46. Lucas Bischoff), Andrzej Steiner, Michal Fiala, Hannes Peeck, Marc Seeger, Lukas Hillebrand, Matthias Liebmann
Coach Stache zeigt wenig Verständnis
Eintracht trennt sich vom SV Friedersdorf 1:1.
ELSTER/MZ/UR - Detlef Stache ist "angefressen". Der Coach des SV Eintracht Elster kann nicht verstehen, was seine Schützlinge in Friedersdorf geboten haben. Der Trainer wusste, dass Fußball-Landesligist Friedersdorf "an einem guten Tag richtig gefährlich" sein kann. Einen solchen hatten die Hausherren aber nicht erwischt. Dennoch hat es für Elster nicht gereicht. Die Eintracht muss mit einem Unentschieden leben (1:1). Auf deutliche Worte Staches müssen sich jetzt die Spieler einstellen. Dem passt nicht, was seine in den letzten Wochen wirklich gut aufgelegten Kicker abgeliefert haben beim SV Friedersdorf, der praktisch mit dem Rücken zur Wand steht und sich im Abstiegskampf befindet. "Es war eine Partie mit Fehlern ohne Ende auf beiden Seiten", schätzt Stache ein, der sich die offensichtliche Nervosität nicht erklären kann.
Kontrollierter Beginn
Elster kontrollierte zwar in der ersten Halbzeit über weite Strecken das Match und hatte durch Michal Durila und Toni Dillan durchaus Chancen auf die Führung. Beide scheiterten aber im direkten Duell mit dem Friedersdorfer Keeper Christian Zehe. "Da fehlte die Entschlossenheit, der letzte Wille", schätzt der Coach ein und empfahl seinen Spielern in der Halbzeit, einfach zuzulegen.
Gegner eingeladen
Doch nach dem Pausentee sah alles anders aus. Friedersdorf legte laut Stache los wie die Feuerwehr. Elster hatte es schwer, zurückzufinden ins Spiel. Für Hoffnung sorgten dann Kay Stephan und Michal Orbtlik. Der Tscheche traf nach Zuspiel von Stephan zum 1:0 (58. Minute). "Jetzt müssen wir den Sack zumachen", weiß der Eintracht-Coach. Doch wider Erwarten lief nichts mehr. "Wir haben den Gegner stark gemacht und in den letzten 15, 20 Minuten keinen Zweikampf mehr gewonnen, wie Statisten dagestanden. Wahrscheinlich hat Friedersdorf dann gedacht: Wenn die nicht wollen, schießen wir das Tor." So passierte es. Martin Ungefroren nutzte seine Chance eiskalt. In der 86. Minute sorgte er für den Ausgleich.
Eintracht Elster: Steve Trollmann, Michal Durila, Zsolt Weigerding (64. Fabian Schlüter), David Kühnast, Kevin Schüler, René Rosenberger, Michal Obrtlik, Jens Puhlmann (46. Kay Stephan), Toni Dillan (74. Mathias Smetak), Stefan Scholz, Mathias Niesar
Dessau quält sich zum Sieg gegen Kemberg

Drei Punkte mehr haben die Muldestädter auf dem Konto und damit die Gewissheit, dran geblieben zu sein am Spitzenreiter aus Bitterfeld-Wolfen. "Außerdem haben wir den Abstand zu den wichtigsten Konkurrenten hinter uns vergrößert", erklärte Jaenecke. Dennoch herrschte nicht eitel Sonnenschein bei 05. Das Spiel in Kemberg hat Nerven und Personal gekostet. Die Kabine glich nach dem Abpfiff einem Spital. Jaenecke sprach von gravierenden Verletzungen. Namen wollte er nicht nennen.
Einig war sich Jaenecke mit seinem Kemberger Kollegen Stefan Kohnert in Sachen Schiedsrichterleistung. Beide kritisierten den Leipziger Unparteiischen Tristan Tauche. Dieser hatte ein wenig glückliches Händchen, übervorteilte nach Meinung beider Trainer zuerst die Gastgeber, ab Minute 60 die Gäste. Doch Tatsachenentscheidungen zählen. Und die bedeuteten, dass die Hausherren nach mehrfachem Handspiel im Strafraum zwar um die fälligen Elfmeter kamen, mit Michal Fiala aber in der zweiten Halbzeit den besten Mann in ihren Reihen verloren.
Der Tscheche hatte Kemberg erstmals seit langem in Führung gebracht - übrigens auch nach einer alles andere als unumstrittenen Entscheidung des Referees. Der ahndete ein vermeintliches Rückspiel auf Dessaus Keeper Georg Melzer und gab Freistoß für Kemberg. Die Chance ließ sich Fiala nicht nehmen und traf (38.).
In der 70. Minuten sah Fiala nach Meckern und Foulspiel dann aber die gelb-rote Karte und fehlte Kemberg die letzten 20 Minuten. "Das hat uns wenig geholfen", kritisierte Rot-Weiß-Coach Kohnert und ärgerte sich noch über "ein Tor, wie das nur uns passieren kann". Damit meinte er den Siegtreffer von Merkel. Dessen Flanke kurz vor dem Abpfiff erreichte zwar keinen der Dessauer. Der Ball landete unter Mithilfe der Kemberger aber dennoch im Netz.
Kohnert musste die zehnte Liganiederlage der Rot-Weißen zur Kenntnis nehmen. Vom Nichtabstieg redet er schon gar nicht mehr. Spielerisch scheint derzeit tatsächlich das Maximum in Kemberg erreicht. "Obwohl man den Gastgebern nicht unterstellen kann, dass sie sich nicht reingehängt haben", wie Dessau-Coach Jaenecke bestätigt. Doch die zweite Halbzeit war eine klare Angelegenheit für 05. Den Lohn für kraftvolles Spiel gab es doppelt. Marcel Merkel markierte nicht nur den Siegtreffer. Er hatte zuvor seine Dessauer mit dem Ausgleich in der 64. Minute auch zurück ins Spiel gebracht.
Dessau 05:
Melzer - Wallach, Horn (81. Baatz), Girke (81. Billing), Schulze, Merkel, Möbius (69. Rupprecht), Eschner, Woitha, Kaluza, Heißig
Fussball Oberliga
Abschied vom Abstiegskampf

Piesteritz übernahm auf dem Nebenplatz des Ernst-Abbe-Sportfeldes am Samstag sofort das Kommando. Nach einem mit viel Effet von Ladislav Stefke getretenen Freistoß rauschte die gesamte grün-weiße Angriffsreihe am Leder vorbei (3). Die Gäste setzten sofort nach. Ecke Kevin Gerstmann, Vladimir Penev zirkelte das Leder mit dem Kopf knapp am Jenaer Gehäuse vorbei (8.).
Sieben Minuten später drehten die Piesteritzer dann doch zur Jubelrunde ab. "Das war der schönste Angriff im gesamten Spiel", meinte Aßmann rückblickend. Penev setzte Teamkollegen Robert Römer gekonnt in Szene, der Carl-Zeiss-Keeper Steven Braunsdorf keine Chance ließ (15.). Der Passgeber besaß kurz darauf (20.) die große Möglichkeit, den Vorsprung auf 2:0 auszubauen, doch im Abschluss fehlten ihm, wie so oft in den vergangenen Wochen, das nötige Quäntchen Glück plus eine Portion Nervenstärke.
Nach dem Wechsel suchten die Grün-Weißen die Entscheidung. Römer schoss aus guter Position Keeper Braunsdorf den Ball in die Arme (54.), Penev vergab den nächsten "Riesen". "Das war eine 100-prozentige Möglichkeit", sagte Aßmann, der mit ansehen musste, wie das Leder an den Pfosten klatschte (66.). Minuten später standen die Jenaer mit einem Mann weniger auf dem Rasen. Nach einem Foul an Oliver Hinkelmann schickte Schiri Benjamin Seidl Martin Rennert vom Platz. In der Schlussphase (85.) mussten die Gäste eine brenzlige Situation überstehen. Doch der im Fünf-Meter-Raum ausgeführte Freistoß - Keeper Lindemann hielt den Ball zu lange fest - landete in der Mauer.
Grün-Weiß Piesteritz: Jan Lindemann, Philipp Schlüter, Ronny Mende, Florian Freihube, Pawel Wojchiechowski, Kevin Gerstmann, Vladimir Penev (71. Jeffrey Neumann), Ladislav Stefke (88. Tobias Klier), Tim Körnig (90. Tim Hebsacker), Robert Römer, Oliver Hinkelmann
Quelle:MZ
