Spiele vom WE in der MZ
PR Team, 04.12.2012
Trebitzer Sorgen werden größer
LANDESKLASSE Kleffe-Truppe zieht bei Volkspark-Reserve 1:6 den Kürzeren.
VON DIETMAR BEBBER
WITTENBERG/MZ - Am 14. Spieltag standen in der Fußball-Landesklasse nur fünf Begegnungen auf dem Programm. Die Partien Vorfläming Nedlitz gegen Grün-Weiß Annaburg sowie Allemannia 08 Jessen kontra Blau-Weiß Klieken fielen den Platzverhältnissen zum Opfer. Ein neuer Termin für die Austragung der ausgefallenen Spiele steht noch nicht fest. Vorwärts Dessau verzichtete auf die Möglichkeit einer sportlichen Entscheidung und trat bei Union Sandersdorf II nicht an. Diese Begegnung wird ein Fall für das zuständige Sportgericht werden.
Torhungrige Ramsiner
Spitzenreiter SG Ramsin unterstrich seinen Anspruch auf den Herbstmeistertitel mit einem deutlichen 3:0-Erfolg gegen die SG 1948 Reppichau. Für den Aufsteiger trafen Patrick Holicki (36.), Ali El Gourmat (70.) sowie Markus Mandrysch (90.). Ramsins Trainer Lutz Dobbermann nach dem Schlusspfiff: "Ich wäre bereit für die Landesliga, habe als mögliche Aufsteiger aber noch Piesteritz II und Annaburg auf dem Schirm. Jetzt muss unser Vorstand Farbe bekennen." Der FC Grün-Weiß Piesteritz II schoss die SG 1919 Trebitz noch tiefer in den Tabellenkeller und gewann 6:1. Für den Torjubel im Volkspark sorgten Nils Naujoks (11., 55.), Christian Zentgraf (63.), Tim Huth (67.), Marvin Peters (80.) und Rick Albrecht (82.). Der Trebitzer Ehrentreffer blieb Andreas Meene (52.) vorbehalten. Der SV Seegrehna 93 sicherte sich mit dem 3:1-Erfolg über den HSV Gröbern wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und hält jetzt Sichtkontakt zum Mittelfeld. "Ein schönes Spiel war es nicht. Man merkte beiden Mannschaften durchaus die Angst vor der nächsten Niederlage an", beschrieb Seegrehnas amtierender Trainer Wolfgang Kunkel das Spiel. So schön der Kopfballtreffer (52.) von Gröberns Torjäger Marc Stockmann war, er allein reichte nicht. Für den amtierenden Kreismeister trafen Christoph Thauer (65.), Marco Weise (75.) und Ronny Kohn (81.). Der Platzverweis (Gelb-Rot) von SV-Mannschaftskapitän Marcus Furchner (82.) hatte keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Begegnung.
Schlechter Tausch
Nach der Drehung des Heimrechtes (die MZ berichtete) kassierte der SV Einheit Wittenberg beim SV Germania 08 Roßlau die zweithöchste Saisonniederlage (0:7). Daran hatten die Roßlauer Torschützen Danny Mergenthaler (16.), Lars Lang (20., 73.), Michael Schädlich (47., 51.) sowie Stefan Krug (61., 63.) den größten Anteil. Der SV Blau-Rot Pratau hat am Samstag bewiesen, dass er auch gegen den VfB Gräfenhainichen erfolgreich sein kann. Die Schützlinge von Trainer Bodo Schulz gewannen 2:1 durch die Tore von Jörg Steiner (24.) und Stefan Hinkelmann (40.). Der Anschlusstreffer durch Daniel Richter (42.) sollte dann auch schon das letzte VfB-Tor in dieser Partie sein.
Negativerlebnis im Doppelpack
LANDESLIGA Kicker aus Elster und Kemberg gehen als Verlierer vom Platz.
VON ULF ROSTALSKY
ELSTER/KEMBERG/MZ - Die Fußballer des SV Eintracht Elster müssen weiter auf den 500. Punkt in der Landesliga warten. "Wir waren dicht dran", meint Detlef Stache nach dem Gastspiel am Freitag in Thalheim. Die Eintracht hat sich gut verkauft und auch lobende Worte der Thalheimer Offiziellen gehört, doch am Ende bleibt es bei der Niederlage.
Das 0:1 ist kein Beinbruch für die Elf, die weiter auf Tabellenplatz neun rangiert. Gegen Thalheim hatte Elster schon in der letzten Saison beide Spiele verloren. Coach Stache spricht von einer "sehr stillen Heimfahrt im Bus". Seine Mannschaft hätte punkten können. Zumal die Eintracht nach dem 0:1 nicht aufgesteckt hat. Das Tor für die Hausherren erzielte Steffen Grosche in der 33. Minute. Kurzum: Die Gäste mussten wieder einem Rückstand hinterherlaufen. "Wie so oft gegen Thalheim", stellt Stache fest und will nicht zu hart ins Gericht gehen mit seinen Jungs. "Sie haben den Gegner gefordert und unter Druck gesetzt." Allerdings hat auch der Trainer gesehen, dass in der zweiten Halbzeit "Thalheim kaum mehr aus der eigenen Hälfte kam". Allerdings hätten seine Spieler im entscheidenden Moment verkrampft und überhastet reagiert. "Respekt, dass sie sich in die Marschroute gehalten haben", sagt Stache. Schade hingegen, dass zum Beispiel Stefan Scholz gleich doppelt aus aussichtsreicher Position scheiterte. "Die Thalheimer haben sich in jeden Ball geworfen. Die wollten den Sieg unbedingt." Die Hausherren spielten nicht schön. Der Sieg brachte sie in der Tabelle voran. Thalheim hat die große Chance, auf Platz drei zu überwintern.
Rot-Weiß Kemberg wird definitiv als Tabellenletzter in die Winterpause gehen. Nach der zwölften Pleite in Folge und der für Coach Stefan Kohnert "mit Abstand schwächsten Heimleistung der Saison" haben die Kemberger noch immer magere vier Punkte auf dem Konto. Die 0:3-Niederlage vom Sonnabend dürfte für Rot-Weiß doppelt bitter sein. Immerhin war mit dem SV Landsberg alles andere als eine Top-Mannschaft zu Gast. Die Truppe aus dem Saalekreis stand vor dem Kick in Kemberg auf Tabellenplatz 15. Landsberg musste gewinnen, um Luft im Abstiegskampf zu bekommen. Doch nicht die Gäste waren gehemmt. Vielmehr ist Kemberg vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit völlig von der Rolle. "Eklatante Fehler", hat nicht nur Coach Kohnert gesehen. Landsberg reichten die, um souverän zu punkten. Dem 0:1 durch Fadel Aljindo (53.) ging in der Vorwärtsbewegung ein klassischer Fehlpass von Moritz Hillebrand voraus. Nicht anders die Situation beim 0:2. Diesmal vertändelten Michal Fiala und Pascal Bischoff den Ball. Den Konter vollendete Raik Gallrein (73.). "Die Krönung" war für Stefan Kohnert die Entstehung des 0:3. Ohne Bedrängnis landet der Ball aus der Viererkette der Rot-Weißen in den Reihen der Landsberger. Dort ließ sich Gallrein nicht lange bitten und hämmerte das Leder ins Tor (75.). "Es war einfach billig, was heute hier geboten wurde", so Kohnert.
Eintracht Elster: Matthias Müller, Michal Durila, Zsolt Weigerding, Fabian Schlüter, Daniel Winkler, Kevin Schüler, René Rosenberger, Martin Thauer (57. David Kühnast), Toni Dillan (57. Jens Puhlmann), Stefan Scholz, Mathias Niesar
Rot-Weiß Kemberg: Christoph Heede, Michael Miertzschke, Maximilian Zwetzschke, André Apitzsch (62. Pascal Bischoff), Moritz Hillebrand (77. Stefan Müller), Andrzej Steiner, Michal Fiala, Benedikt Richter (46. Marco Wend), Henry Reiß, Lukas Hillebrand, Matthias Liebmann

Fachverband Wittenberg
"Es war deutlich zu sehen, wer den Titel wollte", sagte Zahnas Trainer Norbert Danneberg nach dem Abpfiff, der am Samstag zusammen mit seiner Mannschaft den Gewinn der Herbstmeisterschaft feierte. Verfolger Grün-Weiß Pretzsch war lediglich in den ersten 15 Minuten ein ebenbürtiger Gegner. Die 0:6-Klatsche ist für die Elf von Peter Armes die erste Saisonniederlage überhaupt. "Gastgeber Zahna hat uns eine Lehrstunde in Sachen taktische Disziplin plus Chancenverwertung erteilt", sagte der Pretzscher Abteilungsleiter Steffen Luderer nach dem Schlusspfiff, der noch einmal betonte, dass der Aufstieg für die Grün-Weißen kein Thema sei. "Unser Ziel ist es, unter die besten fünf Teams zu kommen." Beim aktuellen Herbstmeister wird der Aufstieg jetzt noch heißer diskutiert. "Wir wollen die Chance beim Schopf packen", meint Coach Danneberg, der weiß, dass den VfB in der Rückrunde keine Mannschaft mehr unterschätzen wird. Die Treffer für den Sieger erzielten Tobias Baron (15., 29.), Lucas Danneberg (24.) und Patrick Pommerening (31., 84., 88.). "Wir haben unsere drei guten Chancen leichtfertig vergeben", fügte Gäste-Abteilungsleiter Luderer noch an.
Fachverband Anhalt
In der Kreisoberliga-Anhalt gab es am ersten Rückrundenspieltag auch gleich die ersten Überraschungen. Spitzenreiter und Herbstmeister ESV Lok Dessau - die Partie gegen Dessau 05 II wurde aufgrund der Platzverhältnisse abgesagt - konnte sich am Wochenende in aller Ruhe die Konkurrenz anschauen. Verfolger TSV Mosigkau musste sich auf eigenem Platz gegen Blau-Rot Coswig mit einem mageren 0:0 abfinden. Gäste-Trainer René Gommert sprach nach dem Abpfiff von einem verdienten Punktgewinn seiner Schützlinge. "Mosigkau hat zwar die technisch feinere Klinge geschlagen, aber mein Team hat alles gegeben und bis zur letzten Sekunde gekämpft", freute sich Gommert. Auch der Drittplatzierte SV Mildensee konnte keinen Boden gutmachen und holte im Derby auf dem heimischen "Anger" gegen die SG Waldersee / Vockerode beim 1:1 ebenfalls nur einen Zähler. "Ein verdienter Punkt für uns. Wir haben den ersten Abschnitt dominiert und mit ein bisschen mehr Cleverness die Sensation schaffen können", meinte SG-Trainer Uwe Wilke. Torschütze für Waldersee-Vockerode war Roman Kolzenburg (13.). Für eine kleine Sensation sorgte die SG Jeber-Bergfrieden mit dem 1:0-Sieg gegen den Favoriten SG Oranienbaum / Wörlitz. Christoph Friedrich sicherte mit seinem Treffer Jeber-Bergfrieden drei wichtige Punkte im Abstiegskampf (18.). "Die Gastgeber haben optimal gespielt. Wir sind ersatzgeschwächt angetreten. Aber das darf keine Entschuldigung für diese unterirdische Vorstellung meiner Mannschaft sein", schimpfte SG-Coach Andreas Wolf. Kollege Harald Dobritz meinte: "Es war wirklich kein schönes Spiel. Wir haben aus unserer einzigen Chance das Tor gemacht und deswegen nicht unverdient gewonnen."
Alle Ergebnisse - Kreisoberliga Anhalt: Roßlau II - Dessau 97 Absage, Walternienburg - Grün-Weiß Dessau 4:2, Lok Dessau - Dessau 05 II Absage, Jeber-Bergfrieden - Oranienbaum-Wörlitz 1:0, Steutz / Leps - Kochstedt 0:1, Mildensee - Waldersee / Vockerode 1:1, Mosigkau - Coswig 0:0, Abus Dessau - Rodleben 3:2; Kreisoberliga Wittenberg: Piesteritz III - Mühlanger 7:2, Jessen II - Wartenburg Absage, Kemberg II - Nudersdorf 1:4, Bad Schmiedeberg - Möhlau 2:5, Apollensdorf - Zschornewitz 0:1, Lebien - Elster II 0:5, Bergwitz - Abtsdorf 0:5, Zahna - Pretzsch 6:0
Quelle:MZ
