Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL

PR Team, 10.12.2012

Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL

FUSSBALL

194 Zuschauer bekommen 15 Tore zu sehen

Hälfte aller Partien der Landesklasse fällt aus.

WITTENBERG/MZ/BEB - In der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, fielen am Wochenende glücklicherweise nicht alle Partien dem Wetter zum Opfer, wenngleich exakt die Hälfte der geplanten Begegnungen abgesagt wurde.

An der Tabellenspitze gab es jedoch keine Veränderungen. Da Spitzenreiter SG Ramsin und die unmittelbaren Verfolger FC-Grün-Weiß Piesteritz II (2.) und Grün-Weiß Annaburg (3.) am Sonnabendnachmittag ihre Schuhe im Schrank lassen mussten, bleibt es bei den alten Punktabständen. Die insgesamt 194 Zuschauer sahen bei den restlichen Spielen immerhin 15 Tore. Die Aktiven kassierten hingegen insgesamt "stolze" zwölf gelbe Karten.

Reppichau bezwingt erstmals VfB

Bei äußerst schwierigen Platzverhältnissen unterlag der VfB Gräfenhainichen mit 1:2 bei der SG Reppichau. Es war der erste Erfolg der Reppichauer in der Landesklasse gegen die Heidestädter, welche durch diese Niederlage auf den sechsten Platz in der Tabelle abgerutscht sind. Nach einem 2:0-Vorsprung der Platzherren durch Florian Keil (13.) und Kevin Jersak (29.) erzielte Daniel Richter mit dem Anschlusstreffer (39.) auch zugleich den Endstand der Partie.

Der sportliche Aufwind der SG Union Sandersdorf II hat mit der 0:3-Niederlage bei der SG Blau-Weiß Klieken scheinbar ein jähes Ende gefunden. Da reichte bei den Gastgebern ein Daniel Schmidt, der mit seinen drei Treffern (35., 50., 88.) die Verbandsliga-Reserve aus Sandersdorf faktisch im Alleingang besiegte.

Die SG Trebitz fegte den SV Einheit Wittenberg in ihrem letzten Heimspiel der Hinrunde überaus deutlich mit 6:0 vom Platz. Scheinbar war allein schon die Tatsache, das Enrico Franzel wieder mal in der Mannschaft stand, für die Trebitzer Motivation genug. Den Tor-reigen eröffnete mit Tommy Kurtz (34.9 jedoch ein anderer, bevor der Wittenberger Robert Günther (45.) die Heimelf durch sein Eigentor ungewollt jubeln lassen sollte. Dem recht einseitigen Spiel verliehen anschließend Franzel (55., 76.), Stefan Wilhelm (56.) und Norman Henschel (86.) wenigstens noch etwas Farbe.

Nedlitz profitiert von Absagen

Aufsteiger SC Vorfläming Nedlitz konnte trotz der 0:3-Niederlage beim SV Germania Roßlau seinen Tabellenplatz verteidigen, profitierte dabei aber in erster Linie von den Spielausfällen der unmittelbaren Kontrahenten im Klassement. Stefan Krug (39., 47.) und Dennis Meyer (81.) sorgten mit ihren Torerfolgen für den dreifachen Jubel unter den Roßlauer Anhängern.

Am kommenden Sonnabend um 13 Uhr soll dann in der Landesklasse die Rückrunde gestartet werden. Allerdings bleibt bei der derzeit unsicheren Wetterlage abzuwarten, inwiefern die angesetzten Begegnungen des 16. Spieltages tatsächlich stattfinden.

 

 
Stache von Spielern enttäuscht

EINTRACHT ELSTER Landesliga-Coach nach 1:3-Heimpleite gegen Braunsbedra bedient

VON ULF ROSTALSKY

ELSTER/MZ - "Es war einfach enttäuschend." Detlef Stache, Trainer des Fußball-Landesligisten Eintracht Elster, war am Sonnabend bedient. Seine Elf unterlag zu Hause Braunsbedra 1:3. Daher redet er auch Klartext. Denn fast alle seiner Kicker hätten "weit unter ihrem Niveau gespielt". Weswegen die Heimpleite für Stache auch die logische Konsequenz war. "Wir werden reden müssen", meint der Trainer. Und deutet damit sehr deutlich an, dass sich etwas ändern müsse in Elster. Die Eintracht hinkt derzeit deutlich hinter den eigenen Erwartungen her und rangiert nach der zweiten Niederlage in Folge mit 19 Punkten nur noch auf dem zwölften Tabellenplatz.

Was Stache besonders ärgert, ist die Art und Weise der Niederlage am Sonnabend. "Man muss die Situation und die Platzverhältnisse annehmen. Der Gegner muss ja auch damit klarkommen", erklärt der Trainer und geht mit seinen Spielern hart ins Gericht. Kein konsequentes Zweikampfverhalten, kein Nachsetzen. "Wir sind oft nur hinterhergerannt." Spiegelbild dessen ist das 1:0 für die Gäste. Der Ballverlust geschieht im Mittelfeld, niemand setzt wirklich nach. Braunsbedra schafft die Überzahlsituation und Eintracht-Kapitän Michal Durila geht hart zur Sache. Keine Chance auf den Ball, der Gegenspieler fällt: Strafstoß und Glück für Durila, dass dessen "Notbremse" nicht mit Rot geahndet wird. Das 1:0 für die Gäste erzielt Benjamin Knaack in der 45. Minute.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöht Braunsbedra durch Oliver Seidel auf 2:0. "Schnell und einfach gespielt. So muss es gehen", zieht Stache den Hut vor dem Gegner. Der Anschlusstreffer durch Fabian Schlüter (61.) war am Ende zu wenig. Die Gäste agieren clever weiter und widerstehen der Elsteraner Druckphase Mitte der zweiten Halbzeit. Der Braunsbedraer Marco Preuß sorgt in der 71. Minute für den Endstand.

Eintracht Elster: Jörg Schubotz, Michal Durila, Zsolt Weigerding, Fabian Schlüter, Kevin Schüler, René Rosenberger, Michal Obrtlik, Martin Thauer (82. David Kühnast), Toni Dillan (60. Jens Puhlmann), Stefan Scholz (60. Daniel Winkler), Mathias Niesar

 

ROT-WEISS KEMBERG

Niederlage ein Spiegelbild des Ist-Zustandes

Kohnert-Team kassiert saftige 0:5-Klatsche.

KEMBERG/MZ/UR - Mit einer saftigen 0:5-Packung kehrten am Sonnabend die Landesliga-Fußballer von Rot-Weiß Kemberg vom Naumburger SV nach Haus zurück.

Die 13. Liga-Niederlage in Folge ist für Rot-Weiß-Trainer Stefan Kohnert ein Spiegelbild des aktuellen Kemberger Fußballs. Das Engagement der Spieler werde nicht einmal mit einem kleinen Erfolgserlebnis belohnt. "Der Druck ist einfach da. Da wird bei den wenigen Chancen völlig überhastet der Abschluss gesucht. Getroffen wird nicht", weiß der Coach, der Marco Wend in Naumburg zu einer ungewollten Premiere verhalf. Der 40-Jährige stand zum ersten Mal zwischen den Pfosten.

Dass er das allerdings als ausgemachter Feldspieler tun musste, offenbart die aktuellen Kemberger Nöte. Nachdem Stammtorwart Christoph Heede nach 20 Minuten verletzt vom Platz musste, hatte Kohnert keine andere Wahl. Ersatztorhüter waren nämlich nicht vorhanden. "Ich mache Marco aber keine Vorwürfe." Wend hatte praktisch im Minutentakt hinter sich greifen müssen. Die Naumburger Tore eins bis vier fielen in den Minuten 27 (Rico Dornau), 32 (Stefan Schulz), 33 und 38 (beide Albert Reinicke). "Bei den ersten beiden Treffern hätte auch ein anderer Torhüter schlecht ausgesehen", ist der Trainer angesichts eklatanter Abwehrfehler überzeugt. Dennoch bleiben die nackten Zahlen.

Auch eine deutliche Leistungssteigerung bei den Rot-Weißen in der zweiten Halbzeit half nicht mehr. Naumburgs Rico Dornau sorgte mit seinem zweiten Treffer in der 70. Minute für den 5:0-Endstand. Kemberg überwintert nun mit mageren vier Punkten weiterhin weit abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Rot-Weiß Kemberg: Christoph Heede (20. Marco Wend), Philipp Disselhoff, Maximilian Zwetzschke (46. Stefan Müller), André Apitzsch, Moritz Hillebrand (65. Andrzej Steiner), Michal Fiala, Benedikt Richter, Henry Reiß, Marc Seeger, Lukas Hillebrand, Hannes Peeck

 
 
Fußball-Oberliga Piesteritz-Spiel wegen Schneefall abgesagt
 
VON ANDREAS RICHTER, 09.12.12, 18:53h, aktualisiert 09.12.12, 19:21h
Piesteritzer Volkspark
Das war zu viel des Guten. Wegen massiver Schneefälle fiel am Sonntag die Fußball-Oberligapartie im Piesteritzer Volkspark aus. (FOTO: THOMAS KLITZSCH)
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WITTENBERG/MZ. Eine knappe halbe Stunde vor dem Anpfiff um 13 Uhr fiel Sonntag die Entscheidung. Die Fußball-Oberligapartie zwischen dem FC Grün-Weiß Piesteritz und dem FC Einheit Rudolstadt wurde aufgrund der massiven Schneefälle über die Mittagsstunden abgesagt. Zuvor hatten Schiedsrichter Marek Nixdorf aus Dresden und seine Assistenten eine letzte Platzbegehung im Volkspark vorgenommen und befanden, dass eine ordnungsgemäße Durchführung des Spiels über 90 Minuten nicht gewährleistet sei.

Das Unheil nahm gegen 10 Uhr seinen Anfang. Es begann in der Lutherstadt plötzlich zu schneien, mit solchen Mengen hatte jedoch niemand gerechnet. Doch gegen 11 Uhr war Ingo Mattheuer, Geschäftsführer bei Piesteritz, noch optimistisch, dass man auflaufen könne: "Wir waren gerade auf dem Platz, es könnte klappen."

Selbst als eine Stunde später - mittlerweile war auch der Gegner aus Rudolstadt eingetroffen - wollte man über eine Absage nicht nachdenken. Uwe Ferl, Cheftrainer des FC, und sein Rudolstädter Kollege Holger Jähnisch waren sich nach Rücksprache mit den Mannschaften einig, "dass wir die Partie in Angriff nehmen". Ferl erinnerte daran, "dass ich zu DDR-Zeiten schon durch 20 Zentimeter Schnee gestürmt bin. Da sollte uns das Schneetreiben heute nicht gleich aus der Bahn werfen".

Dies sah dann aber der Schiedsrichter anders. Ferl betonte jedoch sofort, "dass es an dieser Entscheidung nichts zu deuteln gibt". Dies sah auch Jähnisch so, der den "Ausflug" nach Wittenberg noch relativ gelassen sah. Für das Wetter könne niemand was, war gestern nicht nur seine Meinung.

FC-Präsident Volker Neuberg wirkte nicht so glücklich. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir so etwas bereits mal hatten. Absagen am Tag zuvor, ja das kennt man. Aber nicht, dass der Platz fertig ist und binnen zwei Stunden unbespielbar ist." Neuberg ließ ein wenig durchklingen, dass ihm das Votum der Teams, doch anzutreten, besser gefallen hätte.

Zumindest die Piesteritzer Kicker konnten den unfreiwillig freien Nachmittag nicht auskosten. Uwe Ferl und sein Co. Olaf Aßmann baten sofort zu einer einstündigen Trainingseinheit auf den Kunstrasenplatz. "So bleiben wir wenigstens ein bisschen im Rhythmus." Ferl hofft, dass die zwei aufgelaufenen Nachholspiele nicht den Vorbereitungsplan in der Winterpause bei Grün-Weiß durcheinanderbringen. "Wir sind bereits fest beim Planen von Testspielen. Jetzt müssen wir schauen, ob wir nicht umdisponieren müssen."

Gegner Rudolstadt machte sich Sonntag nach einem Abstecher ins Sportlerheim wieder auf den mehrstündigen Nachhauseweg. Einheit verzichtete auf spontane Trainingseinheiten im Volkspark.

 

"Wir wollen den Titel"

FUSSBALL Primus Zahna plant bereits den Aufstieg. Verfolger Pretzsch strauchelt.

VON WERNER MICHAELIS

UND ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - In den Fußball-Kreisoberligen der Fachverbände Wittenberg und Anhalt ist am vergangenen Wochenende so einiges durcheinandergeraten. Zwar kamen die großen Schneemassen erst am Sonntag, doch die Kapriolen des Winters verschonten den Ablauf am Wochenende trotzdem nicht. Wegen unbespielbarer Plätze fanden nicht alle Partien wie geplant statt. Dabei hielten sich die Ausfälle beim Wittenberger Verband in Grenzen. Den Fachverband Anhalt traf es schlimmer. Bis auf ein Spiel wurde dort alles abgesagt.

Kreisfachverband Wittenberg

Mit nur einer Spielabsage und einem Spielabbruch (die MZ berichtete) war man in der Wittenberger Kreisoberliga ganz gut bedient. Zufälligerweise als gute Entscheidung erwies sich dabei, dass die Partie Germania Wartenburg gegen Spitzenreiter VfB Zahna am Freitag gedreht wurde (der Platz in Wartenburg war nicht nutzbar). So konnte das VfB-Team seinen errungenen Herbstmeistertitel am Sonnabend noch einmal mit einem 8:1-Erfolg deutlich untermauern.

Co-Trainer Tino Przygode lobte die Mannschaft. "Da war am Sonnabend klar zu erkennen, wer das Sagen auf dem Platz hatte. Und damit meine ich nicht nur das Ergebnis." Der Co. lobte, dass sich das Team nach einer etwas mühseligen ersten halbe Stunde, "da sind wir nicht richtig in die Pötte gekommen", zusammenriss und Gegner Wartenburg in die Schranken wies. "Germania hat sich wie fast erwartet sehr zurückgezogen und versucht, über Konter Chancen zu finden. Darauf haben wir uns gut eingestellt", so Przygode.

Die von ihm angesprochene erste halbe Stunde bescherte dann auch Wartenburg den ersten, aber auch einzigen Treffer (Christian Dier, 4.). Dieses Wecksignal nahm Zahna an. In der Folge fand der Ball gleich achtmal den Weg in die gegnerische Maschen. Mirco Kloß (24., 79.), Tobias Baron (30., 89.), Sebastian Metz (56., 67) und Andre Staab (74., 80.) trugen sich in die umfangreiche Torschützenliste des VfB ein.

Wie der Co-Trainer erklärte, habe sich nun das Saisonziel beim VfB auch offiziell geändert. "Zum Hinrundenstart hatten wir gesagt, dass wir möglichst unter die besten Fünf kommen wollen." Dies hat man aktuell mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft mühelos hinbekommen. Nun sagt man in Zahna deutlich, dass der Kreismeistertitel und damit verbunden der Aufstieg in die Landesklasse folgen sollen. "Wir stehen ganz vorn, und da wollen wir nicht mehr weg", so Tino Przygode. Man nehme die Rolle des Gejagten an.

Eine Überraschung gab es in der Tabelle auf den Verfolgerplätzen. Da Grün-Weiß Pretzsch 2:5 gegen Grün-Weiß Piesteritz III verlor, büßte die SG den zweiten Tabellenplatz ein und rutschte auf Rang vier ab. Davor sind jetzt Glückauf Möhlau (2.) und Graf Zeppelin Abtsdorf platziert.

Kreisfachverband Anhalt

Mit der Austragung des zweiten Rückrundenspieltages am vergangenen Sonnabend wollten die Kreisoberligateams in die verdiente Winterpause gehen. Am Freitagnachmittag wurden jedoch aufgrund der Wetterkapriolen und der damit verbundenen schlechten Platzverhältnisse gleich sieben Spiele abgesagt.

Nur die Partie auf dem "Zoberberg" zwischen TuS Kochstedt (6) und Abus Dessau (7.) fand statt. Diese entschied der Gastgeber 2:1 zu seinen Gunsten. Allerdings brachte dieses Ergebnis keine tabellarische Veränderung für beide Mannschaften. Kochstedt stellte schon nach drei Minuten die Weichen auf Sieg. Patrick Streit erstritt sich das Leder und beförderte es zum 1:0 in die Maschen. 27 Minuten später erhöhte Sebastian Jasny auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel gelang es Abus Dessau nur noch, den Anschlusstreffer zu erzielen. Dafür verantwortlich war Christoph Senst in der 60. Minute.

Alle Ergebnisse: Kreisoberliga Wittenberg: Elster II - Apollensdorf 0:1, Möhlau - Kemberg II 7:1, Zahna - Wartenburg 8:1, Pretzsch - Piesteritz III 2:5, Abtsdorf - Lebien 6:0, Zschornewitz - Bad Schmiedeberg 4:1; Kreisoberliga Anhalt: Kochstedt - Abus Dessau 2:1


Quelle:MZ