Fußball Neuer Vorstand als Hoffnungsschimmer bei ASG Dessau

PR Team, 14.12.2012

Fußball Neuer Vorstand als Hoffnungsschimmer bei ASG Dessau

Fußball Neuer Vorstand als Hoffnungsschimmer
 
VON FRANK HARNACK, 13.12.12, 18:55h, aktualisiert 13.12.12, 20:07h

Christian Kunze (rechts) galt eins als talentiertester Mittelfeldspieler in Dessau. Doch auch sein Können reichte bislang nicht aus, um der ASG den ersten Punktspielsieg zu bescheren. (FOTO: SEBASTIAN)
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DESSAU/MZ. Eigentlich müsste die ASG Vorwärts Dessau ihre Vereinsfarben ändern. Gold statt Rot und Gelb: Das würde besser zum Image dieses Vereins passen, der langsam vor sich hinkriselt und derzeit vor allem durch großes Schweigen auffällt.

Ob ein Trainer von seinem Amt zurücktritt wie Torsten Voigt im Sommer oder eine Jahreshauptversammlung durchgeführt wurde, darüber informieren will seitens der ASG niemand. Reden ist Silber. Schweigen ist Gold.

Stattdessen Ausflüchte und ein Vertrösten auf kommende Woche. Dann soll der neue Vorstand des Vereins nach seiner konstituierenden Sitzung offiziell vorgestellt werden. Das hat zumindest Burker-Wieland Jüngling angekündigt. Der muss es wissen, schließlich war der frühere Präsident des Erzrivalen SV Dessau 05 am Mittwochabend Wahlversammlungsleiter.

Und er kann durchaus etwas Positives von dieser ASG Vorwärts berichten, die einst in Dessau schon als perspektivische neue Nummer eins gehandelt wurde, zuletzt aber mit dem Gerücht auffiel, bald aufgelöst zu werden. "Das entbehrt jeder Grundlage", versichert Jüngling "der Verein stellt sich gerade neu auf und ist nicht in den roten Zahlen."

Auf der Jahreshauptversammlung, die nach einigen gescheiterten Anläufen nun endlich stattgefunden hat, wurde laut Jüngling nämlich festgestellt, dass die ASG Vorwärts "keine Verbindlichkeiten hat, die auch nur ansatzweise die Existenz des Vereines bedrohen". Man kann das durchaus als Hoffnungsschimmer einordnen, das den Horizont des Tabellenletzten der Staffel fünf der Fußball-Landesklasse wenigstens etwas erhellt.

Ansonsten sieht es recht trüb aus bei den ASG-Kickern, denen nicht nur die Klasse für die Landesklasse zu fehlen scheint, sondern denen es auch an ausreichend Spieler mangelt. Ein Punktspiel mussten die Dessauer schon absagen, weil sie keine elf Mann zusammen bekamen. In früheren Vorwärtszeiten undenkbar. Doch seit dem Rücktritt von Präsident Bärbel Flug und dem Scheitern ihres Nachfolgers Bernd Spittka ging die ASG auf Sturzflug.

Der kommissarische Vereins-Chef Erhard Garstecki war nicht weniger als eineinhalb Jahre in dieser Funktion tätig, weil sich partout kein Nachfolger finden lassen wollte und Garstecki zugesagt hatte, bis zu einer Neuwahl die Geschäfte führen zu wollen. Zuletzt alleingelassen, zog sich Garstecki immer mehr zurück. Sportlich baute das Team zudem immer mehr ab.

Im Sommer verließen eine ganze Reihe von Spielern das Team. Zwei Neuzugänge (Frauendorf, Schwibbe) packten schon nach wenigen Wochen wieder ihre Koffer. Das Training übernahmen mit Eike Strokosch und dem über 40-jährigen Peter Westendorf zwei erfahrene Spieler.

Doch Jüngling malt das Zukunftsbild der ASG in durchaus freundlicheren Farben. Die kommende Woche soll genutzt werden, die neue Führung in die Thematik ASG Vorwärts einzuarbeiten, "damit dann qualifizierte Aussagen zur Neuausrichtung getroffen werden können", so Jüngling.

Wer der neue Mann auf der Vorwärts-Kommandobrücke werden wird, das wollte Jüngling nicht preis geben. "Ich bin es nicht", versicherte er. Nach MZ-Informationen soll es sich um den Rechtsanwalt Kai-Uwe Müller handeln, der am Mittwoch erst Mitglied der ASG geworden ist.


Quelle:MZ