MZ - Testspiele: Fußball Kemberger stoppen ihre Negativserie
PR Team, 04.02.2013
Eintracht Elster - Abtsdorf 1:0
Landesligist Elster war gegen Kreisoberligist Graf Zeppelin Abtsdorf zwar von Anbeginn die tonangebende Mannschaft, doch Toni Dillan, Fabian Schlüter, Michal Obrtlik und Stefan Scholz vergaben ihre Chancen schon mehr als kläglich. Nach dem Wechsel blieb alles beim Alten. Elster war optisch überlegen, erarbeitete sich viele Möglichkeiten, der finale Pass erreichte aber nie den Mitspieler. Die Krönung: David Kühnast vergab sogar eine Elfmeter (65.). Nach einer Ecke erzielte Scholz per Kopfball den einzigen Treffer in dieser Begegnung (75.). Bester Mann auf dem Platz war der Abtsdorfer Torwart Martin Reichert, der "das Spiel seines Lebens" machte.
Rot-Weiß Kemberg - Annaburg 4:2
Nach knapp fünf Monaten Durststrecke sind die Landesliga-Kicker des SV Rot-Weiß Kemberg wieder als Sieger vom Platz gegangen - auch wenn es nur ein Vorbereitungsspiel gegen Landesklassen-Vertreter Grün-Weiß Annaburg war. Bereits in der neunten Minute erzielte Moritz Hillebrand das 1:0. 90 Sekunden später war Hillebrand erneut zur Stelle und baute den Vorsprung per Seitfallzieher aus. Doch auch Kemberg behielt nicht immer die Übersicht. Nach einem Pfostenschuss hatte Marcel Richter keine Mühe, den Ball völlig frei über die Linie zu schieben (24.). Kurz vor dem Wechsel schlugen die Gastgeber noch einmal zu. Maximilian Zwetzschke verwertete einen Querpass. Im zweiten Abschnitt hatte der Landesligist aus Kemberg das Spiel größtenteils im Griff. Nach Foul an Henry Reiß versenkte Michal Fiala den fälligen Strafstoß (68.). In der 86. Minute sorgte Marcel Schnabel noch für Ergebniskosmetik.
Dessau 05 - Gräfenhainichen 1:0
Landesligist SV Dessau 05 erkämpfte sich am Samstag einen schmeichelhaften 1:0-Erfolg über den VfB Gräfenhainichen (Landesklasse). "Die heutigen 90 Minuten waren unterirdisch. Dieser blamable Auftritt ist durch nichts zu entschuldigen", so 05-Coach Frank Jaenecke nach der Partie. Eine ordentlich herausgespielte Chance (63.) genügte den Gastgebern, um das Testspiel zu gewinnen. Marcel Merkel hieß der Torschütze. Obwohl die Platzherren optisch überlegen waren, fiel ihnen gegen eine gut gestaffelte Landesklassen-Abwehr wenig ein. "Unser Team hat auf dem kleinen Platz die Räume extrem eng gemacht. Damit hatten die Dessauer ihre Probleme. Spielen wir den einen oder anderen Konter ordentlich aus, geht Gräfenhainichen als Sieger vom Platz", waren sich die VfB-Trainer Sandor Cseke und René Wiesegart einig. Allerdings, räumte Wiesegart ein, beim Siegtreffer des SV 05 habe die sonst gut agierende VfB-Defensive komplett geschlafen.

Es war das dritte Match binnen einer Woche, der Substanzverlust wohl zu groß. Im Gegensatz zum vergangenen Dienstag, als die 05er die Landesklasseelf aus Reppichau mit 10:0 überrollten, hatten sie diesmal wesentlich mehr Mühe. "Dieser blamable Auftritt ist durch nichts zu entschuldigen", schimpfte 05-Trainer Frank Jaenecke. Dieser musste zwar auf Benny Girke, Sascha Zacke, Oliver Bauer, Stephan Schulze, Markus Jahnke und Florian Rupprecht verzichten, doch das wollte Jaenecke nicht als Ausrede gelten lassen. Da er auch nicht auf die zuletzt so erfolgreichen A-Jugendspieler Lukas Schuhmacher, Felix Zilke und Friedrich Fromm zurückgreifen konnte, herrschte bei der Schillerparkelf sogar Personalnotstand. Die Folge: Keeper Georg Melzer wurde als Feldspieler eingewechselt. Sein Debüt gab unterdessen der erst am Mittwoch verpflichtete Marco Wille. Er musste gleich von Beginn an ran, und wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. Jaenecke hatte bis dahin Licht und Schatten bei dem Berliner gesehen. "Kein Vorwurf an ihn. Nach nur einer Trainingseinheit kann man keine Wunderdinge erwarten", so der Coach.
Eine ordentlich herausgespielte Torchance genügte den Gastgebern in der 63. Minute, um als Sieger den Platz zu verlassen. Wieder war es mit Marcel Merkel ein Mittelfeldspieler, der diesen Treffer erzielte. Obwohl Markus Jahnke berufsbedingt nicht kontinuierlich trainieren und spielen kann, wurde er an diesem Tag schmerzlich vermisst, hatte er doch gegen Reppichau in einem 45-Minuten Einsatz vier Mal getroffen. Obwohl die Platzherren optisch überlegen waren, fiel ihnen gegen eine gut gestaffelte Landesklassenabwehr sehr wenig ein.
"Das hat unser Team sehr gut hinbekommen. Es hat auf dem kleinen Platz die Räume extrem eng gemacht. Hätten wir den einen oder anderen Konterangriff ordentlich ausgespielt, hätten wir gewonnen", waren sich die VfB-Trainer Sandor Ceseke und René Wiesegart einig.
Einen positiven Aspekt gab es dann doch noch beim Landesligisten. Flügelflitzer Volker Nickels kam nach einer fast halbjährigen Verletzungspause zu seinem ersten Kurzeinsatz
Dessau 05:
Melzer (46. Broziewski) - Wallach, Billing, S. Kaluza, Heisig, Woitha, Wille (70. Nickels) Eschner, Merkel, Möbius (80. Melzer)
Quelle:MZ
