Reform: Kemberg vor Chance im Abstiegskampf

PR Team, 07.03.2013

Reform: Kemberg vor Chance im Abstiegskampf

Kemberg vor Chance im Abstiegskampf

REFORM Eintracht Elster fehlen acht Punkte zur Relegation für die Verbandsliga.

VON ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - Die geplante Reform des Spielbetriebes durch den Fußball-Landesverband (die MZ berichtete) sieht im Kreis einen großen Gewinner: Rot-Weiß Kemberg. Der Landesligist - abgeschlagener Tabellenletzter - erhält plötzlich eine realistische Chance im Abstiegskampf. Auch für Elster wird es noch mal spannend.

Zum Vorhaben

Noch in dieser Saison möchte der Verband Änderungen in der Verbands- und Landesliga. Ziel ist es, dass ab der Serie 2013/14 in allen drei Gruppen jeweils 16 Mannschaften spielen. Dies macht eine neue Regelung zum Aufstieg in die Verbandsliga nötig. Drei Vereine statt zwei sollen es sein. Deshalb wird ein Relegationsspiel - für Elster interessant - zwischen die Zweiten der Nord- und Südstaffel der Landesliga geplant. Absteigen aus der Südstaffel würde nur noch der Letzte. Das ist im Moment Kemberg. Im Norden braucht niemand die Liga zu verlassen. Jetzt sollen die betroffenen 46 Vereine bis zum 20. März entscheiden, ob sie diesem Plan zustimmen oder nicht. Eine Änderung tritt aber nur dann in Kraft, wenn alle einverstanden sind. Ziel ist es, ab 2014/15 überall bis zum Kreis 16-er Staffeln einzuführen.

Landesverband

Matthias Albrecht, Vizepräsident des Verbands, ist gespannt auf die Reaktionen. "Wir gehen erstmals basisdemokratisch bei so einem Thema vor." Man habe bewusst diesen Weg gewählt. Albrecht rechnet damit, dass die Reaktionen positiv ausfallen. "Wir als Verband hoffen natürlich darauf, dass alle zustimmen. Ich gehe aber davon aus, dass dies auch passiert. Schließlich stärken wir jetzt im gewissen Maße die zwei höchsten Ligen des Landes und heben vor allem die beiden Landesligastaffeln auf eine Ebene." Bisher sind in der Liga Nord 14, in der Liga Süd 16 Mannschaften aktiv. Relegationsspiele - eine Kopie der Bundesligen - sollen eine Ausnahme bleiben. "Es sei denn, die Vereine wünschen sich das", so Albrecht.

Kreisfachverband

Beim Wittenberger Kreisfachverband (KFV) stößt der Plan auf volle Unterstützung. Siegfried Ockert, Geschäftsführer des Verbandes, meinte gestern Nachmittag zur MZ, "dass es eigentlich keinen Grund gibt, nicht Ja zu sagen". Der KFV hatte sich vorgestern Abend mit dem Thema beschäftigt. Schon zuvor wurde mit Elster und Kemberg, die ihre Meinung einreichen müssen, Kontakt aufgenommen. Ockert wollte ihnen nicht vorgreifen, "aber die Zeichen stehen wohl auf Grün". Andererseits sei natürlich die Gefahr groß, dass der Plan scheitert. "Es reicht schließlich ein einziges Nein. Aber über dieses Wagnis wurde ausführlich beim Landesverband diskutiert."

Eintracht Elster

Bei Eintracht Elster, momentan als Neunter acht Punkte vom möglichen Relegationsplatz für die Verbandsliga entfernt, steht der Verbandsplan zur nächsten Vorstandssitzung am Montag auf der Tagesordnung, wie Michael Zwade, zweiter Vorsitzender des SV, gestern mitteilte. "Die Abteilung Fußball hat alles vorbereitet, wir werden dann in Ruhe darüber abstimmen."

Rot-Weiß Kemberg

Von Rot-Weiß Kemberg gab es bereits grünes Licht. Verständlich. Es gibt plötzlich die Chance zum Klassenerhalt. Gewinnt die Elf am Sonntag beim Vorletzten in Friedersdorf beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer plötzlich nur noch zwei Punkte. Trainer Stefan Kohnert hält den Ball flach, will es den Gastgebern "schwer machen". "Wir halten aber den Plan des Verbandes für sinnvoll", sagte er.


Quelle:MZ