Landespokal Vorschau WE

PR Team, 21.03.2013

Landespokal Vorschau WE

SPEZIAL

Landespokal

Vier Mannschaften aus dem Landkreis Wittenberg haben am Wochenende die große Chance, in die Endspiele im Fuß- und im Handball einzuziehen.

VON ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - Der Ball ist rund und muss ins Eckige. Eine alte Weisheit, die am kommenden Wochenende eine besondere Bedeutung erfährt. Die Sportszene im Landkreis Wittenberg wird um ein einmaliges Kapitel ergänzt. Vier Mannschaften treten an, um sich bei Landespokalwettbewerben den Weg in die Endspiele zu erkämpfen. Bei entsprechenden Erfolgen am Sonntag besteht sogar die Chance, demnächst ein Finale auf Landesebene zwischen zwei Vereinen aus der Lutherstadt Wittenberg zu erleben.

Da bleibt nur die Qual der Wahl. Es gilt sich am Sonnabend und Sonntag zwischen einmal Fußball und dreimal Handball zu entscheiden. Im Handball-Landespokal sind es die Frauen von Blau-Rot Coswig, die am Sonnabend um 16 Uhr ihren Auftritt haben. Enger ist der Terminplan am Sonntagnachmittag gestrickt. Los geht es um 13.30 in Elster. Die Eintracht-Fußballer schreiben mit der erstmaligen Teilnahme an einem Landespokal-Halbfinale bereits vor dem Anpfiff Geschichte. Das könnten einige Stunden später auch die beiden Wittenberger Handball-Vereine. Sollten die Männer des HBC (15 Uhr) und von Grün-Weiß (17 Uhr) den Sprung in die Endrunde schaffen, würde es zwei spannende Finalspiele in der Lutherstadt geben.

Die Vorfreude auf die vier Partien ist groß, sorgt aber auch für Gewissensbisse. So ärgert sich Uwe Loos, Präsident des Wittenberger Kreissportbundes, dass am Sonntag drei Begegnungen angepfiffen werden. "Ich wäre auch so gern zu den Fußballern nach Elster gefahren, hatte aber schon vor der Terminbekanntgabe den Wittenberger Handballern versprochen, zuzusehen." Seine Prognose: "Für Elster wird es schwer. Coswig kann ich eher schlecht einschätzen. Den beiden Clubs aus Wittenberg traue ich dafür den Finaleinzug zu."

Wittenbergs Bürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) kann sich zwar keine Spiele ansehen, ist sich aber als begeisterter Handballer sicher, dass die Grün-Weißen weiter kommen werden. "Für den HBC wird es hingegen sicherlich eine schwere Kiste. Die Partie geht auf jeden Fall knapp aus." Coswigs Damen wünscht der Wittenberger, er kennt Coach Mike Engel persönlich sehr gut, das Bestmögliche. Ebenso den Elsteranern. "Ich denke aber, dass es, wenn mein Amtskollege Peter Müller als eingefleischter Fußballer die Mannschaft unterstützt, mit der Überraschung klappen könnte."

Es gibt nur einen Unsicherheitsfaktor. Alle drücken die Daumen, dass die Fußballer am Sonntag auch auflaufen. Die schwierigen Platzverhältnisse in Elster bereiten den Verantwortlichen noch einige Kopfschmerzen.

EINTRACHT ELSTER

Auf ein Elfmeterschießen wird spekuliert

Eintracht-Coach Sven Klebitz spricht ganz ungeniert davon, "dass wir vorhaben, den Regionalligisten aus Magdeburg nicht nur zu ärgern". Der Trainer des Fußball-Landesligisten, der sich glasklar in der Rolle des nicht chancenlosen Außenseiters sieht, hat ein Konzept für die Pokalpartie am Sonntagnachmittag gegen den FC. "Wir wollen so lange wie möglich die Null halten und über diese Strategie das Elfmeterschießen erreichen." Und dann? Steve Trollmann ist laut Klebitz die Trumpfkarte, die Elster im Wettstreit vom Punkt zücken würde. Torwart Trollmann war es schließlich, der im Viertelfinale gegen Ligakontrahent Dessau 05 Nervenstärke zeigte und zwei Elfmeter hielt. "Warum sollte ihm das am Sonntag nicht wieder gelingen", meint Klebitz, der berichtet, dass man sich sehr gezielt auf dieses Spiel vorbereitet habe. Seinen Kader hat Klebitz schon mal komplett zusammen. Und Fußball-Abteilungsleiter Roland Fleck verspricht, "dass es beim Einzug in das Finale für die Mannschaft eine besondere Belohnung gibt". Welche, verrät Fleck allerdings vorher noch nicht. AR

1. FC MAGDEBURG

Gäste-Coach wünscht sich viele Zuschauer

Der Favorit aus der Elbestadt nimmt das Pokalspiel gegen Elster sehr ernst. Trainer Andreas Petersen betont, dass man die Eintracht-Fußballer trotz des Klassenunterschieds nicht unterschätzen wird. "Wer im Halbfinale steht, hat ordentlich Qualität", betont der Coach des Regionalligisten, der sich am Sonntag ein faires Match mit einer tollen Zuschauerkulisse wünscht. "Wir sind der Favorit und nehmen diese Rolle auch an", so Petersen weiter, der weiß, dass es für Elster ein Highlight ist, auf den 1. FCM zu treffen. "Die Eintracht wird uns das Leben richtig schwer machen", fügt er an. Das Ziel der Gäste heißt Einzug ins Finale. Petersen hofft zudem auf akzeptable Platzbedingungen. Die vielen Spielabsagen haben beim Regionalliga-Team Spuren hinterlassen. "Es ist schwierig, die Spannung in der Mannschaft hochzuhalten", meint Petersen, der mit seiner Elf "langsam in den Rhythmus kommen will". Über die Eintracht hat er Erkundigungen eingezogen und bezeichnet die Truppe von Sven Klebitz und Frank Hirsch als sehr gefährlich. TT


Quelle:MZ