Spiele vom WE in der MZ
PR Team, 22.05.2013
Seegrehna stürzt in Keller
FUSSBALL Furchner-Elf muss Konkurrenz passieren lassen. Volkspark-Reserve liegt auf Silberkurs. Annaburg geht Puste aus.
VON DIETMAR BEBBER
WITTENBERG/MZ - In der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, gab es am Pfingstwochenende einige Überraschungen. Bei Spitzenreiter SG Ramsin lief zunächst alles nach Plan. Der SV Blau-Rot Pratau wurde mit einer 1:2-Niederlage wieder nach Hause geschickt. Markus Mandrysch (40.) und Florian Pärsch (61.) schossen den Favoriten 2:0 in Führung, Mario Hörnig (68.) gelang der Anschlusstreffer. Zwei Tage später kassierte der Tabellenführer seine zweite Saisonniederlage. Der VfB Gräfenhainichen setzte sich im Sportforum aufgrund des Treffers von Daniel Richter (59.) 1:0 durch. Bis zu diesem alles entscheidenden Tor sahen die 87 Zuschauer jedoch eine Partie, in der die Gäste das Spiel machten. "Am Ende geht der Sieg für Gräfenhainichen in Ordnung, auch wenn mich die Niederlage schon ärgert", so Gästetrainer Lutz Dobbermann. Trotzdem strahlte er nach dem Spiel Zuversicht aus: "Wir wollten heute mindestens einen Punkt mitnehmen. Aber wir werden nächste Woche in Seegrehna gewinnen und dann sind wir durch." Gemeint ist in diesem Fall der Aufstieg.
Der Kampf um die Silbermedaille ist neu eröffnet. Der FC Grün-Weiß Piesteritz II gewann das direkte Duell gegen Grün-Weiß Annaburg im Waldstadion 4:2. Den ersten (29.) und letzten Gästetreffer (83.) erzielte Oliver Richter. Frank Lehmann (68.) und Christopher Jäckel (78.) waren die anderen Piesteritzer Torschützen. Für die Annaburger, die ab der 51. Minute ohne Marvin Richter (Gelb-Rot) auskommen mussten, trafen Emanuel Clemens (82.) und Marcel Richter (89.). Am Montag machten die Volkspark-Fußballer endgültig Nägel mit Köpfen und zogen an Annaburg in der Tabelle vorbei. Für den 5:3-Erfolg gegen Absteiger Vorwärts Dessau gibt es nur die kurze Umschreibung: Pflichtaufgabe erfüllt. Dem Torfestival drückten auf der Gästeseite Dennis Marschlich (8., 29., 47.), Henry Knape (57.) und Frank Lehmann (75.) den Stempel auf. Auf Dessauer Seite übernahm Peter Westendorf (12., 35., 82.) die Aufgabe des Alleinunterhalters. Annaburg scheint auf der Zielgeraden langsam ins Stolpern zu kommen. Das 2:2 beim SC Vorfläming Nedlitz spielt Ramsin voll in die Karten. Dabei schrammte die Rohlik-Elf nur knapp an einer Niederlage vorbei, denn nach den Treffern von Eduard Hahn (45.) und Daniel Steller (57.) lagen die Grün-Weißen 0:2 zurück. Erst Willi Uhlitzsch (72., Foulelfmeter) Emanuel Clemens (78.) retteten Annaburg vor einer Niederlage im Vorfläming.
In den Abstiegskampf ist ordentlich Leben gekommen. Für die SG 1919 Trebitz entspannt sich durch den 3:0-Erfolg gegen den SV Allemannia Jessen die Situation etwas. Enrico Franzel (33., 79.) sicherte zusammen mit Christoph Cyris (86.) den Trebitzer Sieg. Dem SV Seegrehna tut die 1:6-Niederlage beim SC Vorfläming Nedlitz im doppelten Sinne weh, denn mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Hans-Joachim Furchner den Absturz in den Tabellenkeller vermeiden können. Gestern ist es nun passiert. Der SV Allemannia Jessen gewann 4:0 bei Absteiger SV Einheit Wittenberg und verdrängte Seegrehna vom rettenden 13. Tabellenplatz. Den Dreier machten Stefan Lutzmann (43., 76.), Christoph Danneberg (27.) sowie Oliver Mehlis (87.) perfekt. Die torreichste Begegnung ging in Gröbern über die Bühne. Der heimstarke Heidesportverein schoss den Besitzer der roten Laterne, den SV Einheit, 8:3 vom Platz. Für Gröbern trafen Sebastian Hartmann (7., 60.), Marc Stockmann (14., 83.) sowie Hannes Körsten (33., 74.) im Doppelpack, Andreas Franke (48.) und René Steudel (84.) besorgten den Rest. Für die Gäste waren Andreas Sander (34., 90.) und Michael März (75.) erfolgreich.
SAISONFINALE
Kreismeister hat schweres Restprogramm
Am 8. Juni steht endgültig fest, wer der dritte Absteiger neben dem SV Einheit Wittenberg und der ASG Vorwärts Dessau ist. Der noch amtierende Kreismeister des Fachverbandes Wittenberg, SV Seegrehna 93, hat das schwierigste Restprogramm zu absolvieren. Die Truppe von Trainer Hans-Joachim Furchner erwartet noch die beiden Spitzenteams SG Ramsin und Grün-Weiß Annaburg und fährt zum heimstarken HSV Gröbern. Sollte der SV 93 wirklich den Gang in die Kreisoberliga antreten, wäre es der dritte Meister in Folge, den es nach Blau-Weiß Nudersdorf und Glückauf Möhlau erwischt.
Allemannia Jessen hat sich am Pfingstmontag aus dem Tabellenkeller verabschiedet. Die Schwarz-Weißen empfangen noch Vorwärts Dessau sowie Blau-Rot Pratau und müssen noch nach Klieken. TT
Vor Endspiel um Verbandsliga-Aufstieg
LANDESLIGA Klebitz-Elf besiegt Friedersdorf und greift jetzt den Spitzenreiter an.

VON ULF ROSTALSKY
ELSTER/KEMBERG/MZ - Noch wird nicht laut darüber gesprochen. "Ist offiziell auch gar kein Thema", versucht Sven Klebitz einen flachen Ball zu spielen. Allerdings ahnt der Coach des Fußball-Landesligisten Eintracht Elster, "dass es in den Köpfen arbeitet". Tatsächlich hat seine Mannschaft am Freitag mit dem 3:1-Heimsieg gegen den SV Friedersdorf nicht nur ihre Erfolgsserie ausgebaut. Nach elf Siegen in Folge ist das Thema Aufstieg präsent. Denn parallel zum Höhenflug der Eintracht zeigt der Langzeitspitzenreiter Bitterfeld-Wolfen ungeahnte Schwächen. Nach Niederlagen gegen Braunsbedra und jetzt in Merseburg (2:3) schrumpfte der einst komfortable Vorsprung von acht auf zwei Zähler zusammen.
Bei drei ausstehenden Spielen und dem direkten Duell am Sonnabend gegen Bitterfeld-Wolfen ist Trainer Klebitz zumindest folgende Aussage zu entlocken: "Wir haben es selbst in der Hand." Dass der Spitzenreiter Druck verspürt und seine Verantwortlichen bereits vom Sechs-Punkte-Spiel gegen Elster sprechen, nimmt der Eintracht-Coach gelassen zur Kenntnis. "Gibt auch nur drei Punkte. Sollen die nur Angst haben."
Klebitz ist Realist genug. Er hat am Freitagabend gegen Friedersdorf eine Eintracht gesehen, die "einfach schlecht gespielt" hat. "Wir waren schwach, weil der Gegner so gut war. Wer Friedersdorf gesehen hat, fragt zu recht, warum die im Tabellenkeller stecken." Krampf statt Spielwitz, Unsicherheit statt Dominanz. Das war das Eintracht-Spiel gegen den Abstiegskandidaten. Elster hatte das Glück auf seiner Seite. Schlussmann Jörg Schubotz verhinderte in der 10. Minute mit einer Meisterleistung den Rückstand. Stefan Scholz hingegen verwandelte eine Eingabe von Zsolt Weigerding zum 1:0 (37.). Dennoch kamen die Hausherren nicht in Schwung. Friedersdorf hatte optisch mehr Spielanteile, machte aber keine Tore. Anders Elster. Kevin Schüler (52.) erhöhte auf 2:0. Trotzdem kickte die Eintracht in der Folgezeit nicht abgeklärt. In der 66. Minute gelang dem Friedersdorfer Philipp Anton der Anschlusstreffer. Wieder hatte Elster den Gegner stark gemacht. Jens Puhlmanns Abwehrversuch missglückte, der Ball landete direkt vor den Füßen Antons. Den 3:1-Endstand stellte Stefan Scholz her (85.).
Liga-Rivale Rot-Weiß Kemberg wollte beim SV Dessau 05 besser spielen als bei der 0:7-Heimpleite gegen Stedten. Die mit einem nur 13 Mann starken Kader angereisten Rot-Weißen gingen dennoch deutlich unter (0:4). Zu allem Unglück verloren sie 15 Minuten vor Schluss noch Moritz Hillebrand nach einer Gelb-Roten Karte wegen Foulspiel plus Schiri-Schelte. Bereits nach zehn Minuten musste Trainer Stefan Kohnert das 1:0 für Dessau zur Kenntnis nehmen. Aus 20 Metern zauberte Julian Bittner den Ball ins Tor. Dass es bis zur 65. Minute dauerte, ehe die Hausherren durch Otto Möbius per Kopf zum 2:0 erhöhten, rechnet der Coach seiner Elf hoch an. Allerdings gab es im gesamten Match wieder kaum Kemberger Chancen. Die Dessauer hingegen nutzen ihre Möglichkeiten konsequent. Benny Woitha (70.) und Lukas Schuhmacher (84.) machten die erneute Pleite für die Rot-Weißen perfekt.
Eintracht Elster: Jörg Schubotz, Michal Durila, Zsolt Weigerding, Fabian Schlüter, Kevin Schüler (56. Mathias Niesar), René Rosenberger (65. Michal Obrtlik), Marcus Finke (68. Kay Stephan), Jens Puhlmann, Stefan Scholz, Mathias Smetak, Martin Thauer
Rot-Weiß Kemberg: Christoph Heede, Marco Wend, Stefan Müller, Maximilian Zwetzschke, André Apitzsch, Moritz Hillebrand, Hannes Peeck, Michal Fiala (73. Bastian Schenk), Benedikt Richter, Marc Seeger, Lukas Hillebrand
SV Dessau 05
Späte Treffer gegen Absteiger
22.05.2013 10:11 Uhr

Dessau 05 (in Schwarz) - hier mit Woitha (rechts) und Möbius - besiegte Kemberg am Sonnabend mit 4:0. (BILD: Sebastian)
Von werner michaelis
Dank des Arbeitssieges gegen Rot-Weiß Kemberg hält die Serie des SV Dessau 05. Gegen das als Absteiger bereits feststehende Schlusslicht Rot-Weiß Kemberg gewannen die 05er am Sonnabend deutlich mit 4:0.
dessau/MZ.
Der Aufwärtstrend des SV Dessau 05 in der Landesliga Süd setzt sich weiter fort. Gegen das als Absteiger bereits feststehende Schlusslicht Rot-Weiß Kemberg gewannen die 05er am Sonnabend deutlich mit 4:0 und bleiben damit im sechsten Punktspiel in Folge ungeschlagen. In große Jubelarien brach danach allerdings niemand aus. Sachlichkeit prägte die Reaktionen.
„Ein glanzloser Sieg. Deckel drauf und volle Konzentration auf das nächste Match“, bilanzierte Torschütze Otto Möbius nach dem Abpfiff. Aus gutem Grund. Mit Ruhm bekleckert hat sich der Tabellenachte aus dem Schillerpark gegen das Schlusslicht nicht. Ein Arbeitssieg wurde es am Ende der 90 Minuten. „Damit kann ich leben. Obwohl abgeschlagener Tabellenletzter, musste auch dieser Gegner erst einmal in die Knie gezwungen werden. Das haben wir ganz gut hinbekommen“, resümierte 05-Trainer Joachim Schaffer. Damit hatte der Coach den Nagel auf den Kopf getroffen.
Die Gäste waren mit einer beispielgebenden Defensivtaktik angetreten, die es jedem Gegner schwer macht, ins Spiel zu kommen und vor allem Tore zu erzielen. In der ersten Viertelstunde hatten die Gastgeber trotzdem alles fest im Griff, und nichts deutete auf einen zwischenzeitlichen Kraftakt hin. A-Junior Julian Bittner traf in der 10. Minute mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung. Hätten später Möbius (16.) und Marcel Merkel (18.) ihre Chancen ein wenig konsequenter genutzt, eine beruhigende Pausenführung wäre möglich gewesen. Doch stattdessen blieb es beim knappen 1:0, zudem stellten die Platzherren das Fußball spielen ein, der Schlendrian schwang von nun an das Zepter und längst vergessen geglaubte Nachlässigkeiten schlichen sich wieder ein.
Kemberg blieb wie erwartet defensiv. 05 rannte etwas zu stupide gegen dieses Abwehrbollwerk an. „Das ist einfach zu wenig. Gegen diesen Gegner kann man nicht glänzen, den muss man mürbe spielen und dann fallen auch die Tore“, so die klare Ansage vom Coach in der Pause. Es dauerte dann allerdings bis zur 66. Minute, ehe endlich der Knoten platzte und Schaffers Worte fruchteten. Nach Flanke von Benjamin Girke traf Möbius per Kopfball zum erlösenden 2:0. Als dann Benny Woitha auf 3:0 (70.) erhöhte, gaben sich die Gäste auf und überließen den Schillerparkkickern den Platz zum Fußball spielen. Daraus resultierend sahen dann auch die Zuschauer das schönste Tor des Tages. Nach einer Kombination zwischen Zilke und Lukas Schuhmacher netzte letzterer zum 4:0 (84.) ein. „Mit der zweiten Halbzeit war ich dann doch zufrieden“, erklärte Schaffer, der von der Leistung seine drei A-Junioren - Bittner, Schumacher und Zilke - wieder sehr angetan war.
Dessau 05: Melzer, Wallach (75. Baatz), Girke, S. Kaluza, Merkel (80. Billing), Zilke, Woitha, Eschner, Nickels, Möbius (66. Schuhmacher), Bittner
Piesteritz schlägt zurück
FUSSBALL Oberligist FC Grün-Weiß und FC Carl Zeiss Jena II trennen sich 3:3.

VON THOMAS TOMINSKI
WITTENBERG/MZ - Die Oberliga-Fußballer des FC Grün-Weiß Piesteritz haben am Sonntag mit dem 3:3 gegen den FC Carl Zeiss Jena II einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Das Team von Cheftrainer Uwe Ferl hat drei Spieltage vor dem Saisonende nun sieben Punkte Vorsprung auf den FC Erzgebirge Aue II und damit alle Trümpfe in der Hand. "Das war unsere beste erste Halbzeit in der gesamten Rückrunde", schwärmte Ferl nach dem Abpfiff und bedankte sich explizit bei Keeper Jan Lindemann für dessen tolle Vorstellung. "Nach dem Wechsel konnten wir das Niveau nicht mehr ganz halten", fügte der 54-Jährige an, der das Duell gegen Jena II als tolles Fußballspiel bezeichnete.
Trainerkollege Lothar Kurbjuweit benötigte ein paar Sekunden, um seinen Puls zu beruhigen. Er stufte das Endergebnis in die Kategorie "gerecht" ein und war mit der Leistung seiner Jungs im zweiten Abschnitt "ganz zufrieden". In den ersten 45 Minuten habe seine Elf "grottenschlechten Fußball" gespielt. "Das war Lustlosigkeit pur", meinte der Olympiasieger von 1976, der in der Pause seinen Jungs "ein paar ordentliche Worte" gesagt hatte.
"Mann des Tages" bei den Piesteritzern war neben Lindemann Stamm-Abräumer Oliver Hinkelmann, der mit freundlicher Unterstützung von Gäste-Torwart Steven Braunsdorf einen Treffer selbst erzielte (19.) und das 2:1 von Vladimir Penev (27.) gekonnt vorbereitete. "Heute war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden", erzählte der 29-Jährige, der sich auf der Zehner-Position pudelwohl gefühlt hat. "Mit unserem Pressing haben wir den Gegner verunsichert", meinte Hinkelmann, der fest davon ausgeht, dass Piesteritz auch in der Serie 2013/14 Oberliga spielt.
Trotz Sonnenschein pur ging von Anbeginn die Post ab. Der FC Grün-Weiß spielte ein konsequentes Forechecking und ließ die Regionalliga-Reserve selten zur Entfaltung kommen. Außer in der 10. Minute: Nach Pass von Pascal Ibold fackelte Daniel Barth nicht lange und knallte den Ball in die Maschen. Piesteritz zeigte sich von diesem Negativ-Erlebnis keinesfalls geschockt. Die Elf schaltete noch ein Gang höher und übernahm das Kommando. Der Ausgleich war eigentlich ein halbes Eigentor. Beim Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, schoss Jenas Keeper Braunsdorf dem heraneilenden Hinkelmann völlig unbedrängt das Leder an die Wade. Vom dort trudelte das Streitobjekt ins Tor (19.). Acht Minuten später erkämpfte sich Hinkelmann den Ball, Pass auf den startenden Penev, der Braunsdorf keine Abwehrchance ließ. Wie sehr sich der Stürmer über den Treffer freute, war deutlich zu hören.
15 Sekunden nach dem Wechsel hielten die etwa 150 Zuschauer den Atem an. Barth scheiterte aus Nahdistanz an Lindemann, der einen super Reflex zeigte. Kurz darauf (50.) besaß Penev die große Möglichkeit zum 3:1. Doch der Angreifer schaffte es, den Ball aus zwei Metern Torentfernung nicht im Gehäuse unterzubringen. "Den musst Du machen", rief Ferl verärgert auf den Platz. Jena II drängte auf den Ausgleich und schlug sogar im Doppelpack zu. Barth (76.) erzielte seinen zweiten Treffer, der eingewechselte Dominik Bock (77.) das 3:2. Piesteritz setzte alles auf eine Karte. "Glaubt an Euch", motivierte Ferl seine Jungs. Nach Ecke von Kevin Gerstmann köpfte Tobias Klier, der erst zwei Minuten auf dem Platz stand, zum 3:3 ein.
Grün-Weiß Piesteritz: Jan Lindemann, Ronny Mende, Patrick Pfeifer (83. Tobias Klier), Florian Freihube, Pawel Wojchiechowski, Kevin Gerstmann, Nils Naujoks, Vladimir Penev (72. Michael Müller), Ladislav Stefke, Oliver Hinkelmann, Tim Hebsacker
Fünf Teams kann es noch erwischen
Mit Laubsdorf und Gotha stehen die ersten beiden Absteiger in der Fußball-Oberliga, Staffel Süd, fest. Aue II (23 Punkte) hat drei Spieltage vor Saisonende die schlechtesten Karten in puncto Klassenerhalt. Theoretisch erwischen kann es auch noch Chemnitz II (31), Piesteritz (30), Erfurt II (29) und Fortuna Chemnitz (29). Das Team aus dem Erzgebirge muss alle drei Partien gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, sonst fährt der Zug in Richtung Landesliga ab.
Am 26. Mai steht für die Schützlinge von Trainer Uwe Ferl sprichwörtlich ein Abstiegsgipfel auf dem Programm. Piesteritz muss ab 13.30 Uhr beim FC Rot-Weiß Erfurt II Farbe bekennen. Wenn die Gäste gewinnen, hat die Rechnerei ein Ende. TT
VfB Zahna plant Aufstiegsparty
FUSSBALL Danneberg-Elf kann nur theoretisch von Platz eins verdrängt werden.

VON WERNER MICHAELIS UND THOMAS TOMINSKI
WITTENBERG/MZ - In der Fußball-Kreisoberliga des Fachverbandes Anhalt stehen mit dem TSV Mosigkau und Lok Dessau die ersten beiden Aufsteiger fest. Der VfB Zahna ist im Fachverband Wittenberg nur noch theoretisch von Platz eins zu verdrängen. Denn der Vorsprung auf Verfolger Blau-Weiß Nudersdorf ist riesengroß.
Fachverband Wittenberg
"Das müsste schon mit dem Teufel zugehen", meinte der Zahnaer Trainer Norbert Danneberg, der fest davon ausgeht, dass der VfB in der kommenden Saison in der Landesklasse kickt. Bei noch drei ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf Verfolger Blau-Weiß Nudersdorf neun Punkte (68 zu 59). Zudem besitzen die Zahnaer das eindeutig bessere Torverhältnis (105:19 zu 82:49). Über Pfingsten hat der Spitzenreiter seine Hausaufgaben ordentlich gemacht. "Das 4:1 gegen Graf Zeppelin Abtsdorf war ein tolles Fußballspiel", blickt der Coach zurück, der betont, dass Abtsdorf versucht hat, seinen Jungs Paroli zu bieten. Zwei Tage später besiegte der Primus Glückauf Möhlau 4:2. Danneberg gibt zu, dass er froh war, dass seine Jungs den Spieß nach zweimaligem Rückstand noch umgedreht haben. Am Sonnabend gegen Mühlanger wollen die VfB-Kicker Nägel mit Köpfen machen. "Dann feiern wir zusammen mit unseren Fans den endgültigen Aufstieg."
Fachverband Anhalt
Die beiden führenden Teams in der Kreisoberliga Anhalt, der TSV Mosigkau (jeweils 4:0 über Kochstedt und Roßlau II) und der ESV Lok Dessau (5:0 gegen Waldersee/Vockerode), sind am Pfingstmontag zusammen in die Landesklasse aufgestiegen. Zwischen diesem Duo geht es nur noch um den Gewinn der Meisterschale. Spannend bleibt die Situation dagegen am Tabellenende. Mit der Reserve von Germania Roßlau gibt es ein neues Schlusslicht. Für eine Überraschung hat die SG Jeber-Bergfrieden gesorgt. Die Schützlinge von Trainer Harald Dobritz sind mit zwei Siegen vom vorletzten Platz auf Rang elf geklettert. Fest steht: Der Klassenerhalt ist keine Utopie mehr. Zuerst wurde der Walternienburger SV 1:0 (Torschütze: Christoph Friedrich) in die Knie gezwungen und exakt 48 Stunden später gelang der enorm wichtige 2:1-Erfolg über den Desauer SV 97. Jan Wegener und Sebastian Faulhaber drehten beim Gewinner zur Jubelrunde ab. "Wahnsinn, wie die Mannschaft das hinbekommen hat", freute sich Dobritz über die sechs Punkte.
Nach der 0:1-Niederlage bei Blau-Rot Coswig, das Tor erzielte Danny Wanzek, wird es für die SG Oranienbaum/Wörlitz im Kampf um Platz vier wieder eng. Nur noch zwei Punkte Vorsprung hat die Truppe von Coach Andreas Wolf auf Verfolger TuS Kochstedt. "Wir haben mehr investiert", meinte Coswigs Trainer René Gommert.
Die 0:5-Klatsche vom Sonnabend beim ESV Lok Dessau hatte die SG Waldersee/Vockerode bis zum Montag verdaut und besiegte Grün-Weiß Dessau nach zwei Toren von Ronny Swientek 2:0. "Bei einer optimalen Chancenverwertung wäre der Sieg höher ausgefallen", erklärte SG-Trainer Uwe Wilke.
Alle Ergebnisse - Kreisoberliga Anhalt: Mosigkau - Kochstedt 4:0, Roßlau II - Rodleben 0:3, Steutz/Leps - Mildensee 1:1, Grün-Weiß Dessau - Abus Dessau 1:2, Dessau 97 - Dessau 05 II 4:0, Coswig - Oranienbaum-Wörlitz 1:0, Lok Dessau - Waldersee/Vockerode 5:0, Jeber-Bergfrieden - Walternienburg 1:0, Roßlau II - Mosigkau 0:4, Jeber-Bergfrieden - Dessau 97 2:1, Steutz/Leps - Dessau 05 II 1:7, Waldersee/Vockerode - Grün Weiß Dessau 2:0, Mildensee - Kochstedt 2:2, Walternienburg - Rodleben 0:2; Kreisoberliga Wittenberg: Elster II - Piesteritz III 2:0, Wartenburg - Möhlau 1:7, Bad Schmiedeberg - Nudersdorf 1:4, Apollensdorf - Lebien 2:3, Zschornewitz - Bergwitz Abbruch, Abtsdorf - Zahna 1:4, Mühlanger - Jessen II 3:1, Pretzsch - Kemberg II 8:0, Jessen II - Wartenburg 2:1, Zahna - Möhlau 4:2, Nudersdorf - Apollensdorf 2:1, Kemberg II - Bergwitz 0:1, Mühlanger - Abtsdorf 1:7, Pretzsch - Elster II 1:2
Quelle:MZ
