Pokallose sind gezogen

PR Team, 05.07.2013

Pokallose sind gezogen

Pokallose sind gezogen

FUSSBALL Möhlau darf Oberligist begrüßen. Piesteritz und Elster zeigen Respekt.

VON ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MAGDEBURG/MZ - Das Oberligateam des FC Grün-Weiß Piesteritz hat sich bei der ersten Fußball-Landespokalrunde auswärts mit dem frischgebackenen Aufsteiger zur Verbandsliga, dem 1. FC Bitterfeld-Wolfen, auseinanderzusetzen. Die Landesliga-Kicker von Eintracht Elster, die in der Staffel Süd aktiv sind, reisen zum Auftakt zum Ligakontrahenten der Nord-Staffel, dem SV Stahl Thale. Thale ist allerdings gerade erst aus der Landesklasse aufgestiegen. Und Landespokal-Neuling und Kreisoberligist Glückauf Möhlau darf sich auf ein aufregendes Erstrundenspiel zu Hause gegen die Oberligaformation des VfL Halle 96 freuen. Dies ergab die gestrige Auslosung während des Staffeltages der Verbands- und Landesliga in Magdeburg.
Während für Möhlau demnach die Trauben für das Erreichen der zweiten Runde fast unerreichbar hoch hängen, haben Piesteritz und Elster zwar auch keine einfachen, aber durchaus lösbare Aufgaben vor der Brust. Alle Spiele der ersten Hauptrunde werden am 7. September ausgetragen, die Anpfiffzeit steht noch nicht genau fest.

Möhlaus Coach ist Realist

Raik Klinowsky, Trainer der Möhlauer, zeigte sich gestern Nachmittag sehr gelassen. "Nein, aufgeregt bin ich überhaupt nicht." Natürlich sei es toll, aufgrund der Finalteilnahme im Kreispokal (Sieger Grün-Weiß Piesteritz II darf nicht beim Landespokal mitmachen, da bereits die Erste aus dem Volkspark dabei ist) im Konzert auf Landesebene mitzumischen. "Aber deswegen drehen wir nicht durch." Klinowsky war es daher auch vor der Auslosung relativ egal, auf wenn man trifft. "Natürlich gibt es einige Teams, gegen deren Besuch wir nichts hätten. Aber wir nehmen alles an, was kommt, wobei eine Formation aus der Region bis hin nach Dessau oder Halle nicht schlecht wäre." Und der Coach bleibt Realist. "Ich halte nichts von den Phrasen, der Pokal hat seine eigenen Gesetze oder so. Wir wollen uns in der ersten Runde bestmöglich verkaufen, ein Weiterkommen ist aber wohl kaum drin." Da täuschte den Coach die Vorahnung nicht, was die Zulosung der Hallenser wenig später bewies.

Beim FC Grün-Weiß Piesteritz ist die Marschrichtung von Anfang an klar. Nach dem überraschend frühen und durchaus blamablen Pokal-Aus in der vergangenen Saison soll nun mehr herausspringen. "So einen Abgang wollen wir nicht wieder erleben", spricht FC-Präsident Volker Neuberg klare Worte. Auch wenn die Oberliga Priorität genieße, der Pokal spiele schon allein aus Imagegründen eine große Rolle.

Als Neuberg aber hört, auf wenn die Jungs zum Beginn des Pokalwettkampfes treffen, lässt er ein "Oh" vernehmen. "Tja, die Paarung hat was. Rein von der Papierform her könnte man sagen, die Rollen sind klar verteilt." Aber der Präsident ist sich sicher, dass vor dem Erreichen der zweiten Runde ein hartes Stück Arbeit zu leisten ist. "Bitterfeld-Wolfen ist stark, die werden uns nicht einfach so als Sieger vom Platz gehen lassen." Neuberg meint jedoch, "dass wir das hinbekommen sollten". Er rechnet mit einem sehr attraktiven Spiel.

Unter genauer Beobachtung

Die Elsteraner Eintracht muss sich darauf einstellen, dass man zwar gegen den Landesliga-Neuling SV Stahl Thale gute Chancen auf das Weiterkommen hat, aber ganz genau beobachtet wird. Denn die Pokal-Messlatte hängt nach der Super-Saison 2012/13 verdammt hoch. Vereinsvorsitzender Matthias Jänicke weiß dies, meint jedoch: "Als Bürde betrachte ich das nicht, eher als eine Herausforderung." Gegner Thale bezeichnet er als "eine schon harte Nuss, die jedoch zu knacken ist".

RÜCKBLICK

Piesteritz scheidet früh aus - Elster kommt bis ins Halbfinale

In der Saison 2012/13 war die Eintracht aus Elster am erfolgreichsten beim Landespokalwettbewerb unterwegs. Für den Landesligisten kam erst im Halbfinale das Aus. In dem musste man sich zu Hause dem Regionalligisten 1. FC Magdeburg 1:4 beugen. Trotzdem war das Vordringen unter die besten Vier beim Pokal ein Riesenerfolg. Nie zuvor war das nämlich einer ersten Mannschaft aus Elster gelungen.

Für die Oberligisten des FC Grün-Weiß Piesteritz war hingegen bereits überraschend in der zweiten Hauptrunde Schluss. Gegen Ligarivale Union Sandersdorf unterlagen die Jungs von Cheftrainer Uwe Ferl 1:3 im September 2012. Die Kreisoberligisten von Glückauf Möhlau waren vergangene Serie nicht beim Landespokal dabei. AR


Quelle:MZ