LANDESKLASSE: Staffelleiter spricht über den Saisonverlauf
PR Team, 10.10.2013
LANDESKLASSE
Interesse an König Fußball wird kleiner
Staffelleiter spricht über den Saisonverlauf.
WITTENBERG/MZ - In der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, sind die ersten acht Saisonspiele bereits Geschichte. Am nördlichen und südlichen Zipfel der Tabelle stehen der SV Friedersdorf (18 Punkte) und Allemannia Jessen (1). Über den bisher kuriosen Verlauf mit vielen Wechseln an der Spitze unterhielt sich MZ-Mitarbeiter Thomas Tominski mit Staffelleiter Dietmar Bebber.
Welche Mannschaften haben Sie bisher am meisten überrascht?
Bebber: Union Sandersdorf II hat ganz stark angefangen und am vergangenen Wochenende gegen Kemberg eine 0:6-Klatsche kassiert. Da war ich sehr überrascht. Annaburg ist schwach gestartet und rauscht momentan durch die Tabelle. Ich denke, die Truppe von Uwe Rohlik findet langsam ihre Form wieder und straft mit Kantersiegen in Folge alle Kritiker ab. Schlusslicht Jessen ist für mich keine Überraschung. Der Verein hat in der Saison 2012/13 gerade so den Klassenerhalt geschafft und ist auf dem besten Weg, in die Kreisoberliga zu marschieren. Ein Punkt aus acht Spielen ist eine rabenschwarze Serie. Jessen besitzt vereinsintern genügend Spieler, um daraus eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.
Meisterschaftsfavorit Piesteritz II läuft derzeit dem eigenen Anspruch hinterher. Hängt die Flaute nur mit dem fehlenden Personal zwischen den Pfosten zusammen?
Bebber: Vor dem Saisonstart war ich guter Dinge, dass die Verantwortlichen im Volkspark der Oberliga-Elf mit einer starken zweiten Mannschaft eine ordentliche Spieler-Plattform bieten wollen. Das Ziel des Vereins ist mit der Meisterschaft klar definiert. Fußball ist eine Mannschaftssportart. Wenn die Stürmer zwölf Tore schießen, kann sie auch zehn kassieren und gewinnt trotzdem. Deshalb spielt das Thema Stamm- oder Reservetorwart in diesem Fall nicht die entscheidende Rolle.
Gab es in dieser Saison schon Zuschauerausschreitungen?
Bebber: Bisher ist alles ruhig. Ich denke, das hängt auch mit den sinkenden Zuschauerzahlen zusammen. Im Schnitt besuchen 70 Fans eine Partie, obwohl in der Staffel fünf sehr attraktiver Fußball gespielt wird.
Bei Fans und Spielern ist der Schiedsrichter oft der Bösewicht. Gab es tätliche Übergriffe?
Bebber: Nein. Es gab auch keine heftigen verbalen Attacken. Die Sportgerichte sind aufgefordert, in diesen Fällen hart durchzugreifen. Sollte dies nicht fruchten, müssen die Vereine Präventivmaßnahmen ergreifen. Die Zahl der Roten Karten hat zugenommen. Das ist ein bedauerlicher Fakt.
Quelle:MZ
