Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL und Jugend

PR Team, 02.12.2013

Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL und Jugend

Spitzenreiter-Vorsprung schmilzt

LANDESLIGA Piesteritz II nur noch einen Punkt besser als Verfolger Friedersdorf.

VON DIETMAR BEBBER

WITTENBERG/MZ - Das Wetter führte in der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, zu zwei Absagen wegen unbespielbarer Plätze. Die Partien VfB Zahna - Blau-Weiß Klieken sowie Lok Dessau - Rot-Weiß Kemberg fielen aus, werden am 21. Dezember nachgeholt (13 Uhr).

Trotzdem entwickelte sich das Rennen um die Herbstmeisterschaft spannend. Denn Spitzenreiter FC Grün-Weiß Piesteritz II kam Samstag zu Hause gegen Germania Roßlau nicht über ein 2:2 hinaus. Trotz der 1:0-Halbzeitführung durch Pitt Schultz (28.), drohte nach den Gegentreffern von Dennis Meyer (52.) und Stefan Krug (53.) sogar eine Niederlage. Die verhinderte Patrick Pfeifer (72.).

Nach dem Abpfiff war klar, dass der FC nur noch einen Punkt Vorsprung auf Verfolger SV Friedersdorf hat (31 zu 30). Der kam am Freitagabend zum 5:4-Erfolg gegen Union Sandersdorf II. Dabei wähnte sich Sandersdorf nach dem frühen Torerfolg Denny Fischers (4.) schon auf der Siegerstraße. Doch die Antwort kam umgehend von Philipp Anton (14.) und Christian Grunert (17.). Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Marc-Steven Rocktäschel (32.) sorgte für eine erneute Pattsituation. Auf der anderen Seite war es Michel Saliger (43.), der den 3:2-Halbzeitstand herstellte. Schnell baute Friedersdorfs Torgarant Grunert nach der Pause mit zwei weiteren Treffern (52., 55.) den Vorsprung auf 5:2 aus, welcher auch trotz der Unioner Tore von Rocktäschel (90.) und Ronny Telle (Elfmeter, Nachspielzeit) reichte.

Der HSV Gröbern kassierte beim TSV Mosigkau mit dem 1:6 die zweite Saisonniederlage in dieser Höhe. Marcel Herold besorgte die 3:0-Halbzeitführung des Aufsteigers (2., 38., 40.). Patrick Heinelt (69.) und Andreas Meybehm (77., 87.) schraubten die Torausbeute weiter hoch, so dass Denis Seliger vom Elfmeterpunkt aus nur noch den Gröberner Ehrentreffer erzielte (63.). Der VfB Gräfenhainichen gewann zu Hause gegen die SG Reppichau mit 4:2. Dabei hätte es auch anders kommen können. Nach Daniel Richters Treffer in der ersten Minute waren die Gäste auf der Siegerstraße, da Florian Keil (16.) und Toni Heinisch (31.) zum 1:2 trafen. Am Ende sicherten Richter (61., 89.) und Georg Engelhardt (78., Elfer) den Sieg.

Am gestrigen Sonntag gelang es dem SV Allemannia Jessen, dem favorisierten SV Grün-Weiß Annaburg ein 1:1 abzuringen. Obwohl Jessens Benjamin Philipp (35.) und Oliver Mehlis (79.) mit Gelb/Rot verlor. Und Allemannia war nach dem Treffer von Daniel Stets (58.) dem Sieg näher als die Gäste, welche erst durch den Elfer von Manuel Richter ausglichen (78.). Zeitgleich trennten sich die SG Trebitz und Blau-Rot Pratau 3:1. Bitter für die Gäste: Tobias Keil musste mit Rot vom Feld (12.). Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für Trebitz (Norman Henschel, 8.). Die restlichen SG-Treffer erzielten Tobias Kirschke (24.) und Dominik Weigel (42.). Prataus Ehrentreffer gelang Lars Mucke in der Nachspielzeit (92.).

 

Eintracht Elster bleibt weiter dran

LANDESLIGA Durch den 2:1-Erfolg in Dölau hält sich das Team im Spiel um den Aufstieg. Dieser ist der große Traum.

VON ULF ROSTALSKY

ELSTER/MZ - Gewonnen, am Ende aber doch zunächst nur Schritt gehalten: Das ist das Fazit, das die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten von Eintracht Elster (Platz vier) nach dem vorletzten Spieltag der Hinrunde ziehen können und müssen. Die Eintracht siegte am Sonnabendnachmittag durch einen von Michal Obrtlik zwei Minuten vor Schluss verwandelten Elfer beim Aufsteiger in Dölau mit 2:1.

Kontrahenten zeigen keine Blöße

Die direkten Kontrahenten um den Aufstieg ließen aber ebenso wenig anbrennen. Ihre Erfolge fielen sogar deutlich höher aus. Dessau 05, aktuell Zweiter des Klassements, fertigte die SG Herrengosserstedt mit 8:1 ab. Spitzenreiter Weißenfels ließ Brachstedt beim 5:0 keine Chance. Farnstädt (Dritter) besiegte Bennstedt mit 4:1. In Sachen Punkte kommt Weißenfels somit auf 31, Dessau auf 29 Zähler. Farnstädt und die Eintracht haben jeweils 27, das Torverhältnis macht den Unterschied (32:18 zu 29:18).

"Wir kennen die Ergebnisse der anderen", sagte Eintracht-Coach Jiri Andrusak. "Aber wir müssen uns momentan einfach auf unser Spiel konzentrieren." Der Fußballlehrer macht kein Geheimnis aus den Elsteraner Aufstiegsambitionen. Allerdings sieht er reichlich Gesprächsbedarf in der anstehenden Winterpause, um kommendes Jahr den Traum vom höherklassigen Fußball leben zu können. Der Kader sei einfach nicht breit genug aufgestellt, so seine Einschätzung. Ob und wie die Eintracht nachlegen wird, bleibt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

Fest steht, dass Elster in Dölau gleich fünf Stammspieler ersetzen musste. Darunter Torwart Robin Brandenburg, der unter der Woche schwächelte und den familiäre Gründe vom Einsatz am Wochenende abhielten. Steve Trollmann war indes mehr als bloßer Ersatz zwischen den Pfosten. "Er war unser Mann des Tages", sagte Trainer Andrusak. Nicht nur, dass der Keeper reihenweise gute Chancen der Gastgeber vereitelte. Trollmann bügelte auch eine allgemein anerkannte Fehlentscheidung des Unparteiischen Stefan Kupski wieder aus. Der Schiri hatte in der 60. Minute auf den Punkt gezeigt. Für ihn war der Einsatz von René Rosenberger an der Strafraumgrenze zu hart. "Wir sind hier nicht beim Tanzen. Das ist Fußball", monierte Jiri Andrusak die Entscheidung Kupskis. Glück, dass Trollmann den Elfer parierte. Es blieb zumindest vorerst beim 1:1.

Das Zwischenergebnis spiegelte zweifellos den Spielverlauf wider. Die Partie war ausgeglichen. Beide Seiten setzten im Vorwärtsspiel Akzente und wurden dafür belohnt. David Kühnast brachte die Gäste in der 28. Minute in Führung. Dabei stand ihm auch Dölaus Keeper Niels Pohl hilfreich zur Seite. Kühnasts Flanke fand im 16er keine Adressaten, segelte aber ins lange Eck. Beinahe deckungsgleich war die Situation zum Ausgleich. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff markierte Dölaus Kapitän Andreas Kretzschmar das 1:1. Der Freistoß kam diesmal von der linken Seite.

Unentschieden wäre akzeptabel

"Ein Unentschieden wäre auch akzeptabel gewesen", meinte Eintracht-Coach Jiri Andrusak unmittelbar nach dem Abpfiff. Dass seine Elf drei Punkte für sich verbuchen konnte, hatte wieder mit einer Schiedsrichterentscheidung zu tun. Diesmal sah Kupski ein zu hartes Einsteigen gegen Marcus Finke, der für das Dölau-Spiel sein Comeback in der ersten Mannschaft feierte. Die Chance auf die Führung ließ sich Michal Obrtlik nicht nehmen. Mit seinem achten Saisontor sorgte der Tscheche zwei Minuten vor Spielende für die Entscheidung.

Kommenden Sonnabend endet auch für die Landesligisten die Hinrunde. Elster läuft am 7. Dezember zu Hause auf. Ab 13 Uhr heißt es sich gegen die SG Rot-Weiß Thalheim zu bewähren. Die Gäste belegen momentan mit 19 Punkten den neunten Platz in der Tabelle. Da erscheint ein Sieg fast Pflicht.

Eintracht Elster: Steve Trollmann, Petr Ruzicka, David Kühnast (85. Mathias Smetak), Benjamin Witt, Kevin Schüler, René Rosenberger, Marcus Finke (90. Hannes Röger), Michal Obrtlik, Laszlo Lango (90. Pascal Rothe), Jens Puhlmann, Stefan Scholz

 

Starker Keeper hält Null fest

OBERLIGA FC Grün-Weiß Piesteritz ringt Gastgeber SSV Markranstädt 0:0 ab.

VON ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - Nach 90 Minuten stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Der FC Grün-Weiß Piesteritz hatte am Sonnabend bei der Fußball-Oberliga-Partie gegen Gastgeber und Tabellenfünften SSV Markranstädt für eine Überraschung gesorgt. Die Volksparktruppe heimste immerhin einen Punkt ein und lieferte sich zuvor einen sehenswerten und spannenden Wettkampf mit den Platzherren.

Olaf Aßmann, Co-Trainer des FC, wirkte entsprechend gut gelaunt und sehr zufrieden nach dem Abpfiff. "Diese Mannschaft lebt und hat sich noch lange nicht aufgegeben. Heute haben unsere Jungs gezeigt, dass sie das Thema Klassenerhalt nicht abgehakt haben." Aßmann hob sofort die Nummer 12 seiner Elf hervor. Die Rede ist von Torwart Daniel Zschiesche, der im zweiten Durchgang eine ganz starke Leistung ablieferte. "Unser Keeper hat die Null festgehalten", stellte der Co-Trainer fest. Gleich mehrfach zeichnete sich der Schlussmann aus. Denn in der 62., 65., 79. und 85. Minute war es Zschiesche, der sich das Leder schnappte, bevor es im Piesteritzer Gehäuse landen konnte.

In den ersten zehn Minuten der Begegnung waren es zunächst die Markranstädter, die Druck aufbauten und die Partie bestimmten. Doch davon ließen sich die Gäste nicht beeindrucken, auch nicht, dass bereits in der 12. Minute Tim Hebsacker verletzt vom Platz musste. Nach und nach fand die Ferl-Truppe in das Spiel, kämpfte um jeden Ball. Allerdings waren es die Gastgeber, die im ersten Durchgang einige deutliche Tormöglichkeiten besaßen (19., 36.).

Dies änderte sich nach der Pause. Da war es nämlich der FC, der Chancen auf dem Fuß hatte. Die größte bekam Florian Freihube in der 62. Minute. Er stand allein im Strafraum, der Schuss ging nur knapp am Kasten vorbei. 18 Minuten später blieb Mateusz Wisniewski der Erfolg verwehrt.

Kritik übte Aßmann an Schiedsrichter Konrad Götze. "Ich mache das selten, aber die Leistung des Unparteiischen war streckenweise indiskutabel." Aßmann ärgerte vor allem, dass Götze vier Minuten vor dem Ende ein Handspiel des Gegners im Strafraum nicht sah. "Da wurden wir um einen klaren Elfmeter betrogen."

Was Olaf Aßmann und die Mannschaft am Sonnabend allerdings noch nicht wissen konnten und jetzt die Freude wieder trüben dürfte: Piesteritz hat seit gestern erneut die rote Laterne im Volkspark zu hängen. Grund: Der Heidenauer SV bezwang am Sonntagnachmittag den Halleschen FC II mit 1:0 und zog dadurch im Klassement an Grün-Weiß vorbei. Der FC hat aktuell acht Punkte auf dem Konto, die Heidenauer kommen jedoch auf zehn.

FC Grün-Weiß Piesteritz: Daniel Zschiesche, Philipp Schlüter, Pawel Wojciechowski, Kevin Gerstmann, Mateusz Wisniewski (86. Rick Albrecht), Frank Lehmann, Michael Müller, Robert Römer, Oliver Hinkelmann, Tim Hebsacker (12. Andreas Thöner)

 

UNION SANDERSDORF

Aufsteiger erreicht sein Limit

Gastgeber verliert 0:4 gegen Dynamos Zweite.

SANDERSDORF/MZ/DG - Irgendwann musste es so kommen. In den vergangenen Wochen hatte Fußball-Oberligist Union Sandersdorf - Staffelgegner des FC Grün-Weiß Piesteritz - immer wieder Ausfälle von Leistungsträgern zu kompensieren, jetzt war das Limit erreicht. Am Samstag musste sich Sandersdorf der zweiten Mannschaft von Dynamo Dresden 0:4 beugen.

Die Ausfälle hatten sich im Vorfeld des letzten Heimspiels in diesem Jahr gehäuft: Tino Oechsner, Jens Werner, Christoph Zorn und Christian Kuka saßen nebeneinander auf der Tribüne, die Langzeitverletzten Tom Renner und Steffen Fritzsch nur wenige Meter daneben. "Wir haben heute in der Abwehr wohl schon mit der achten Formation gespielt", sagte Union-Trainer Mike Sadlo.

Zunächst entwickelte sich eine flotte Partie, allerdings ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Einziger Aufreger der Anfangsphase: Linienrichter Uwe Weitzmann rutschte auf dem nassen Geläuf aus und musste kurz behandelt werden. Zur Halbzeitpause blieb der Assistent in der Kabine, ein Ersatzmann musste aushelfen. Noch vor dem Seitenwechsel ging Dynamo Dresden II in Führung (26.). Tobias Müller netzte ein. Die taktisch hervorragend ausgebildeten Gäste trafen nur neun Minuten später zum zweiten Mal (Oliver Genausch). In Durchgang zwei zückte Schiedsrichter Nico Savoly Rot: Der Sandersdorfer Timo Breitkopf musste den Platz aufgrund einer vermeintlichen Tätlichkeit verlassen. Danach war die Partie entschieden. Die Gäste trafen durch Kevin Bönisch (59.) und Adam Fiedler (65.) noch zweimal.

 

Möhlau feiert Schützenfest

KREISOBERLIGA Tabellenzweiter Glückauf nutzt Chance und verringert Abstand.

VON WERNER MICHAELIS UND ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - Noch liegt kein Schnee. Trotzdem gab es am vergangenen Wochenende die ersten Spielausfälle in den Fußball-Kreisoberligen der Fachverbände Wittenberg und Anhalt. Bei den Wittenberger hatte dies keine Auswirkungen im Kampf um den Herbstmeistertitel, bei den Anhaltern sieht das schon anders aus.

Kreisfachverband Wittenberg

Mindestens ein Nachholspiel gibt es in der Winterpause. Denn ausgerechnet das Spitzenspiel des vorletzten Hinrundenspieltages fiel am Sonnabend aus. Tabellenerster Graf Zeppelin Abtsdorf konnte nicht beim SV Seegrehna auflaufen. Der dortige Platz war nicht bespielbar. Das sehr regnerische Wetter in der Vorwoche hatte der Rasenfläche zu sehr zugesetzt.

Hans-Joachim Furchner, Trainer des SV, ärgerte sich sehr. "Keiner mag Spielausfälle. Wir hätten eine wirklich tolle Zuschauerkulisse gehabt. Aber was will man machen." In Seegrehna steht nun einmal nur ein Rasenplatz zur Verfügung. Eine Ausweichmöglichkeit gibt es nicht. Markus Horsch, Fußball-Abteilungsleiter bei den Abtsdorfern, wäre auch gern nach Seegrehna gefahren. "Mit solchen Tatsachen muss man einfach leben." Horsch hofft, dass an den beiden kommenden Wochenenden das Wetter mitspielt und keine Begegnungen mehr ausfallen.

Die Abtsdorfer sollen laut Plan am 14. Dezember zum Nachholspiel bei Seegrehna auflaufen (13 Uhr). Antreten werden sie als Herbstmeister. Verfolger SV Glückauf Möhlau hat am Samstag die Chance, das Rennen um den Aufstiegsplatz weiter durch enge Punktabstände attraktiv zu gestalten, mit dem 6:0-Sieg gegen die LSG Lebien genutzt. Oskar Burmeister netzte dreimal ein (8., 60., 73.), Christian Wirkner war zweimal erfolgreich (56., 79.). Torschütze Nummer drei war Christian Wirkner (90.). "Wir geben uns trotzdem keinen Illusionen hin", betont Möhlaus Trainer Raik Klinowsky, der Abtsdorf im Meisterschaftsrennen die Favoritenrolle zuschiebt. "Eine ganz starke Mannschaft", fügt er an. Ein Ziel hat der Verfolger dennoch. Die Glückauf-Truppe will die erste Hauptrunde des kommenden Landespokal-Wettbewerbs erreichen.

Kreisfachverband Anhalt

Durch den witterungsbedingten Ausfall der Partie des bisherigen Spitzenreiters Chemie Rodleben gegen die FSG Walternienburg/Güterglück kam es am Sonnabend zum einem Wechsel an der Tabellenspitze. Dort steht nun Vorwärts Dessau. Vorwärts bezwang im Stadtderby Dessau 05 II knapp 2:1.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Blau-Rot Coswig (Tabellenvierter) bei seinem Auftritt im Verfolgerduell beim SV Mildensee (6.). Die Coswiger verloren 0:2 und dies innerhalb von nur 60 Sekunden. Mario Fähse traf in der 21. und 22. Minute. "Jede Serie geht einmal zu Ende. Die Niederlage war auch verdient", räumte Trainer René Gommert kritisch ein. Ebenfalls mit einer unerwarteten 0:2-Niederlage ist die SG Oranienbaum-Wörlitz (7.) beim FSV Steutz/Leps (10.) vom Platz gegangen. "Einfach nur brutal. Wir bestimmen klar das Spiel und haben Chancen am Fließband. Der Gegner schießt nur zweimal auf unser Tor und der Ball ist drin", ärgerte sich SG-Coach Andreas Wolf. Nicht viel besser erging es der SG Jeber-Bergfrieden/Serno (8.) beim Gastspiel gegen Abus Dessau (14.). Die Schützlinge von Trainer Harald Dobritz verloren 2:3. Doch trotz der Niederlage übte der Übungsleiter keine großartige Kritik an seinem Team "Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gastgeber hatten das Quäntchen Glück auf ihrer Seite", resümierte Harald Dobritz. Zweimal gelang es den Gästen durch Sebastian Faulhaben (59.) und Christian Friedrich (66.), eine Führung der Abus-Kicker zu egalisieren. Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Stefan Schubert für das Endresultat. Die Partie der SG Waldersee/Vockerode beim BSV Deetz/Lindau wurde ebenfalls abgesagt.

SITUATION

Abtsdorfer profitieren vom besseren Torverhältnis

Spitzenreiter Graf Zeppelin Abtsdorf ist der Herbstmeistertitel nicht mehr zu nehmen. Nach 13 Spielen kommen die Kreisoberligaspieler auf 37 Punkte, bei einem Torverhältnis von 58:6. Dies würde sogar dann ausreichen, wenn der Tabellenerste in den beiden letzten Hinrundenpartien verlieren würde.

Denn Verfolger Glückauf Möhlau hat nach 14 Spieltagen 34 Punkte eingesammelt, weist ein Torverhältnis von 37:18 auf. Somit könnte Möhlau am letzten Spieltag der Hinrunde, ein Erfolg vorausgesetzt, maximal in Sachen Punkten mit den Abtsdorfer gleichziehen. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses bliebe es aber beim zweiten Platz im Klassement. AR

 

Erfolgreiche Nachwuchskicker

VERBANDSLIGA Landkreis-Teams verbuchen zwei Siege plus ein Unentschieden.

WITTENBERG/MZ/BEB/AR - Am vergangenen Wochenende waren die Verbandsliga-Fußballer aus dem Landkreis Wittenberg in den Nachwuchsklassen durchweg erfolgreich. Zumindest kassierte keine Mannschaft eine Niederlage.

A-Jugend

Die Spielgemeinschaft Trebitz/Kemberg/Pretzsch/Schmiedeberg kehrte am Sonntag mit einem 2:2 im Gepäck von der Partie gegen TuS Magdeburg-Neustadt zurück. Dabei sah es zunächst danach aus, als wenn die Platzherren ihren Heimvorteil nutzen und als Gewinner vom Platz gehen werden. Denn Raphael Mätzel schoss die TuS in der 20. Minute in Front. Jonas Kirche legte zum 2:0 nach (82.). Doch postwendend fiel der Anschlusstreffer durch SG-Kicker Maximilian Preuß per Strafstoß (83.). Und nur eine Minute später legte Benedikt Gadge zum Ausgleich nach. Mit acht Punkten belegt die SG derzeit Tabellenplatz neun. Ligakontrahent SG Einheit Wittenberg/Grün-Weiß Piesteritz (Platz sieben, zehn Zähler) spielte nicht. Die Freitagabend-Partie unter Flutlicht gegen Askania Bernburg fiel kurzfristig aus.

B-Jugend

Die SG Einheit Wittenberg/Grün-Weiß Piesteritz verbuchte am Sonntag einen 4:3-Heimsieg gegen den Schönebecker SC. Brian-Lucas Körnicke trug sich zweimal in die Torschützenliste ein (20., 75.). Die weiteren Treffer steuerten Till Lossin (23.) sowie Hendrik Barth (73.) bei. Für Schönebeck trafen Tobias Weidemann (12.) und Maximilian Döring (17., 44.). Die SG hat 14 Punkte auf dem Konto und ist Neunter. Ligakontrahent VfB Gräfenhainichen gelang mit dem 3:2 bei der JSG Union Dessau der erste Auswärtssieg der Saison. Grundlage war ein starker Auftritt der gesamten VfB-Mannschaft in einem recht ausgeglichenen Spiel mit Chancenplus für die Gäste.

Dreh- und Angelpunkt war diesmal Colin Seliger, den die Gastgeber einfach nicht in den Griff bekamen. Eine Standardsituation führte in der 11. Minute zur verdienten Führung des VfB. Ein von Markus Hentze auf den Weg gebrachter Freistoß nutzte Fabian Sängerlaub per Direktabnahme. Dessau wurde nun aggressiver in seinen Bemühungen, doch die VfB-Elf hielt dagegen. In der 45. Minute passte Colin Seliger auf Hentze, der den Ball flach und platziert im Tor unterbrachte. Paul Burmeister netzte dann das dritte Mal für Gräfenhainichen ein (57.). Das war es dann aber noch nicht. Denn die Muldestädter holten auf. Durch individuelle Abwehrfehler trafen Paul Klose (70.) und Dominic Dropp (75.). Im Klassement belegt der VfB den vorletzten Tabellenplatz (13., elf Punkte).

 


Quelle:MZ