Piesteritz entspricht mal wieder nicht eigenen Erwartungen

PR Team, 13.01.2014

Piesteritz entspricht mal wieder nicht eigenen Erwartungen

Es reicht nur für den letzten Platz

FORD-CUP Piesteritzer Oberliga-Fußballer enttäuschen beim Dessauer Hallenturnier.

DESSAU/MZ/AR/DG - Nach der Vorrunde war am Sonnabend Schluss. Die Fußball-Oberligisten des FC Grün-Weiß Piesteritz blieben beim 15. Ford-Cup in der Dessauer Anhalt-Arena weit hinter ihren Erwartungen zurück und mussten sich mit Oberligist Union Sandersdorf rasch aus dem Kreis der Siegeranwärter verabschieden. Beide Mannschaften hatten sich gegen die Oberligaformation VfL Halle, den tschechischen Erstligisten Dukla Prag, den Regionalligisten Carl Zeiss Jena und das Landesligateam von Dessau 05 zu bewähren. Zum Siegerfoto nahm der VfL Halle Aufstellung.

Die Kicker aus dem Volkspark, die am Wochenende von Co-Trainer Olaf Aßmann betreut wurden, wollten eigentlich mit einem guten Abschneiden neues Selbstvertrauen für den Oberliga-Abstiegskampf tanken und auf keinen Fall Letzter werden. Aber genau das passierte. Nur einmal ging der FC als Gewinner vom Parkett (2:1 gegen Dukla Prag). Danach folgten das 1:1 gegen Dessau 05 sowie Niederlagen gegen Jena (4:5), Sandersdorf (3:4) und Halle (2:3). "Wir sind toll ins Turnier gestartet, haben dann aber mächtig nachgelassen", stellte Aßmann fest. "Ich bin schon enttäuscht. Man kann gegen Jena, den VfL und Sandersdorf mit Sicherheit verlieren, aber nicht auf die Art und Weise, wie wir es getan haben. Das war teilweise eine Katastrophe." Ähnlich deutliche Worte fand sein Gegenüber aus Sandersdorf. "In der Halle sehe ich, wer ein Siegertyp ist, wer nach einem Gegentreffer den Kopf hängen lässt oder wer nachsetzt", meinte Union-Trainer Mike Sadlo, dessen Mannschaft mit einem Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen den tschechischen Erstligavertreter Dukla Prag in das Halbfinale hätte einziehen können.

Doch daraus wurde nichts. Sandersdorf musste sich geschlagen geben. Dukla Prag kam weiter und traf auf den späteren Turniersieger VfL Halle mit dessen am Samstag überragenden Keeper Georg Melzer. Ein Tor reichte dem VfL-Team am Ende zum Sieg. "Nach diesem Erfolg sah es nach der Vorrunde eigentlich gar nicht aus", gab Torhüter Melzer im Nachhinein zu, "aber vielleicht ist uns nach dem entscheidenden Sieg ein Stein vom Herzen gefallen, dann konnten wir befreit aufspielen." Im zweiten Halbfinale setzte sich Carl Zeiss Jena gegen den SV Dessau 05 mit 2:1 durch. Dessau verlor vor 1 248 Zuschauern in der Anhalt-Arena anschließend das Neunmeterschießen um Platz drei gegen Dukla Prag (1:2). Alles wartete dann gespannt auf das Endspiel.

Und dies war der Zeitpunkt für eine Heldentat. Die finale Partie, eigentlich war eine kämpferische erwartet worden, überraschte damit, dass Tore nicht so recht fallen wollten. Eigentlich unüblich für den Ford-Cup 2014, bei dem insgesamt 63 Treffer bejubelt wurden. So stand nach den regulären zehn Minuten ein torloses Unentschieden auf der Anzeigetafel. Das Neunmeterschießen musste her. Es war einer der Momente, auf den man als Torhüter wartet.

Georg Melzer parierte gleich den ersten Neunmeter des FC Carl Zeiss. Seine Teamkameraden behielten die Nerven. Der VfL Halle jubelte, gewann letztlich 3:2. Georg Melzer, der sich im Turnierverlauf bis zur entscheidende Parade kontinuierlich steigerte, meinte schmunzelnd nach dem Abpfiff: "Italien ist eine Turniermannschaft, vielleicht bin ich ein Turniertorwart." Und da er sich so ausgezeichnet auf dem Hallenparkett bewährte, konnte der Hallenser nicht nur mit seinem Team den Turniersieg bejubeln. Der gebürtige Dessauer nahm die Auszeichnung als bester Keeper entgegen.

Kleiner Trost für Piesteritz: Jeffrey Neumann wurde als erfolgreichster Torschütze geehrt.


Quelle:MZ