Block und Jacobi neue Trainer in Bitterfeld-Wolfen
PR Team, 15.01.2014
Fußball-Verbandsliga Eine Überraschung bleibt aus
Von christian kattner
René Block wird neuer Trainer des 1. FC Bitterfeld-Wolfen, Lutz Jacobi kommt ebenfalls. Er soll als Co-Trainer gleichberechtigt mit René Block die Mannschaft betreuen.
bitterfeld-wolfen/MZ.
Die Gerüchte kursierten schon lange - immer wieder fiel der Name René Block. Und so war es eigentlich keine Überraschung, als der 1. FC Bitterfeld-Wolfen am Montagabend nicht nur in die Vorbereitung auf die Verbandsliga-Rückrunde startete, sondern mit Block auch den Namen des neuen Trainers offiziell präsentierte. Auch wenn die Entscheidung für Block als Trainer schon seit einiger Zeit gefallen und auch die Mannschaft bereits informiert war, so wartete der Vorstand bis zum Montag mit der Bekanntgabe des Namens. „Es ist sicherlich keine Überraschung, dass René Block Trainer beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen wurde, aber wir haben uns bewusst nicht unter Druck setzen lassen“, sagte Hendrik Rohde.
Druck selbst auferlegt
Dabei hatten sich der Vereinsvorsitzende und die weiteren Vorstandsmitglieder diesen Druck doch selbst auferlegt. Kurz nachdem Marko Zenau seinen Abschied als Trainer des Vereins bekanntgegeben hatte, wurde vom Verein nach außen kommuniziert, dass man zum Abschluss der Hinrunde, also Anfang Dezember, einen neuen Trainer präsentieren wolle. Nimmt man nun die Aussagen von René Block, dann hätte das auch klappen können. „Wir hatten uns nach dem Rücktritt von Marko Zenau das erste Mal zusammengesetzt. Ich habe dann nicht lange überlegen müssen“, sagte der neue Trainer am Montagabend.
Warum erfolgte die Bekanntgabe dann also erst so spät? Da kommt die Personalie des Co-Trainers ins Spiel. Auch da kursierten mehrere mögliche Kandidaten. Schlussendlich entschied sich der Verein für Lutz Jacobi. Waren sich Block und der 1. FC Bitterfeld-Wolfen schnell einig, so dauerte die Frage des zweiten Mannes im Trainerteam etwas länger. Damit die nicht in Gefahr gerate, habe sich der Vorstand auch so lange Zeit gelassen. Auch Jacobi war am Montagabend anwesend. „Es freut mich unwahrscheinlich, dass mir ein Verbandsligist das Vertrauen schenkt, den Klassenerhalt zu schaffen“, gab er zu Protokoll.
Eine Hierarchie soll es nicht geben, gleichberechtigt sollen beide Trainer am Klassenerhalt arbeiten. Schon mit seinem langjährigen Weggefährten Lutz Weidner arbeitete Block in solch einer Konstellation erfolgreich. Ob es nun Zufall oder ein gutes Omen ist, dass auch Jacobi den Vornamen Lutz trägt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Auch wenn Jacobi noch in der vergangenen Saison den SV Friedersdorf in der Landesliga betreute, so ist das Umfeld im Wolfener Jahnstadion, genau wie der Großteil der Mannschaft, für ihn Neuland. Bei René Block sieht das schon anders aus. Die meisten Spieler des Kaders kennt er, mit einigen hat er sogar noch gemeinsam auf dem Platz gestanden. Das ist aber noch längst nicht alles. „Wenn sich einer auf dem Wolfener Gelände auskennt, dann ich“, sagt Block. Zwanzig Jahre war er dort für Grün-Weiß Wolfen tätig, erlebte als Torwart schöne Momente wie den Oberliga-Aufstieg. Bei der bittersten Stunde des Wolfener Fußballs betreute er die Grün-Weißen als Trainer, dann kamen die Insolvenz und das Ende im Jahnstadion.
Zurück zu den Wurzeln
Für René Block ist das Engagement beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen also auch so etwas wie eine Rückkehr zu den fußballerischen Wurzeln. Und die sollen in den kommenden Jahren auf dem ehemaligen Oberliga-Gelände wieder fest anwachsen - diesmal mit einem anderen Verein. Die Verträge beider Trainer wurden trotzdem erst einmal bis zum Saisonende abgeschlossen. Bei erfolgreicher Erfüllung der Mission Klassenerhalt soll nach jetzigem Standpunkt verlängert werden. Es wäre ein Zeichen von Kontinuität im Verein.
Quelle:MZ
