Vorschau Fussball WE LK und LL

PR Team, 21.02.2014

Vorschau Fussball WE LK und LL

LANDESKLASSE

Nachsitzer drehen ihre letzte Runde

WITTENBERG/MZ/BEB - In der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, stehen am Sonnabend um 14 Uhr die letzten drei Nachholspiele auf dem Programm. Nach dem Schlusspfiff ist die Tabelle zu 100 Prozent aussagekräftig. In der Reihenfolge kann es nach dem Schlusspfiff leichte Veränderungen geben.

Im Fokus vieler Teams wird die Partie zwischen Gastgeber SG Reppichau (9.) und dem FC Grün-Weiß Piesteritz II (2.) stehen. Die Elf aus dem Volkspark übernimmt mit einem Sieg die Tabellenführung und verdrängt Friedersdorf von der Spitze. Sogar ein Unentschieden reicht der Truppe von Coach Stefan Neuberg. Denn Piesteritz II hat gegenüber dem derzeitigen Primus das bessere Torverhältnis (49:31 zu 37:23). Coach Stefan Neuberg steht Jonny Karaschewski (Rotsperre) nicht zur Verfügung. Reppichau startete mit einem 3:2-Sieg gegen Lok Dessau in das neue Jahr.

Der amtierende Wittenberger Kreismeister VfB Zahna (16.) muss bei der SG Union Sandersdorf II (6.) antreten. Sollte VfB-Coach Norbert Danneberg mit seiner Elf einen Punkt holen oder sogar als Sieger nach Hause kommen, wandert die rote Laterne nach Jessen. Die Gastgeber haben den Vorteil, dass sie auf Kunstrasen spielen. Dies ist für Zahna kein vertrauter Untergrund. Hinzu kommt, dass mit Jörg Marose der Torjäger vom Dienst seit Dezember wieder in der Sandersdorfer Reserve spielt.

In der dritten Begegnung des Tages zwischen der SG Blau-Weiß Klieken (7.) und dem TSV Mosigkau (10.) geht es für beide Mannschaften darum, sich mit einem Sieg im Mittelfeld festzusetzen. Zum Saisonauftakt standen sich beide Teams schon einmal gegenüber. Da verließ Klieken dank der zwei Tore von Benjamin Fischer den Platz als Sieger.

 

 

Der Einstand des "Neuen"

FUSSBALL Landesligist Eintracht Elster erwartet am Samstag Blau-Weiß Farnstädt.

VON ULF ROSTALSKY

ELSTER/MZ - Die Winterpause hatte es in sich beim Fußball-Landesligisten SV Eintracht Elster. Trainer Jiri Andrusak, Manager Sven Klebitz und Leistungsträger wie Michal Obrtlik, Stefan Scholz und Petr Ruzicka sind aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht mehr an Bord der Eintracht (die MZ berichtete). Dennoch will Thomas Szczegula nichts von einer schlechten Vorbereitung auf die am Samstag beginnende Rückrunde wissen. Der neue Chef auf der Trainerbank denkt praktisch. "Es war am Ende Glück, dass alle Entscheidungen sehr zeitig getroffen worden sind." Szczegulas Plus dürfte außerdem sein, dass er an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. "Ich kenne die Spieler, habe mit vielen sogar selbst noch auf dem Platz gestanden." Die Chemie stimmt offenbar, das Miteinander soll zum Kraftquell der neuen Eintracht werden.

Neue Herausforderungen

Das Landesligateam steht vor einer echten Herausforderung. Leistungsträger wie Michal Obrtlik, der in 15 Hinrundenspielen immerhin acht Tore erzielte, sind praktisch nicht zu ersetzen. Der Coach ist dennoch überzeugt, dass viel Einsatzwille die zweifellos entstandene Lücke schließen kann. Coach Szczegula wird experimentieren müssen, um einen in Elster keinesfalls neuen Anspruch verwirklichen zu können. "So lange wie möglich oben mitspielen" möchte der Trainer mit seiner Elf. In die Karten spielen dürfte ihm dabei unter anderem die Zusage des eigentlich schon in die zweite Reihe zurückgetretenen Marcus Finke. Der Stürmer ist bereit, bei Bedarf wieder im Landesligateam zu spielen und eröffnet dem Coach mit dieser Zusage neuen taktischen Spielraum. Szczegula wird rochieren können in der Vorwärtsbewegung. Die Eintracht setzt auf Sieg. "Klar will ich jedes Spiel gewinnen", wird der Trainer deutlich.

Ob jedoch eine Neuauflage der letztjährigen Rekordrunde - Elster stand kurz vor dem Aufstieg in die Verbandsliga - machbar sei, vermag er nicht zu sagen. Möglich sei allerdings alles. Zumal die Mannschaft zusammengefunden hat und beim Siegeszug im letzten Jahr das Glück eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt habe. Szczegula will Leistung sehen und selbstverständlich Erfolge. "Wenn es mal nicht so läuft, müssen die Spieler aber wenigstens erhobenen Hauptes vom Platz gehen können."

Einige Wackelkandidaten

Eine große Portion Moral ist gefragt, wenn am Sonnabend um 14 Uhr mit Blau-Weiß Farnstädt der unmittelbare Tabellennachbar der Eintracht im Brale-Sportpark der Elbegemeinde auflaufen wird. Mit 28 Zählern rangieren die Gäste aktuell einen Punkt vor den Hausherren; auf Platz drei der Liga. Zum wirklichen Problem für die Eintracht könnte allerdings weniger die Tabellensituation sondern die Liste der Ausfälle werden. Der Trainer muss definitiv auf den nach der fünften Gelben Karte gesperrten David Kühnast verzichten. Fraglich ist außerdem der Einsatz René Rosenbergers. Nicht auflaufen können wird schließlich Steve Trollmann. Der Keeper laboriert noch immer an seiner Oberschenkelverletzung. Eine Entscheidung über eine Rückkehr auf den Rasen steht erst nach einem weiteren Arztbesuch an.

Dennoch setzt Thomas Szczegula gegen die Blau-Weißen auf Sieg. Seine Mannschaft soll ganz klar zeigen, wer der Hausherr ist. Dass das Landesligateam trotz dünner Personaldecke immer noch reichlich Potenzial besitzt, bewies es beim Testspielerfolg gegen den Oberligisten aus Piesteritz (1:0). Der Coach will das Ergebnis nicht überbewerten. "Aber wir haben wirklich Leistung gezeigt."

STAFFEL SÜD

SV Dessau 05 ist derzeit Nummer eins

Aktueller Herbstmeister in der Staffel Süd ist der SV Dessau 05 mit 35 Punkten. Diesen inoffiziellen Titel hat sich das Team aus der Bauhausstadt erst am 15. Februar erkämpft. Die Truppe von Trainer Marcus Jeckel gewann das Nachholspiel beim SV Braunsbedra und verdrängte den 1. FC Weißenfels (34) von der Tabellenspitze. Matchwinner gegen den SV Braunsbedra war der frühere Angreifer des FC Grün-Weiß Piesteritz, Sascha Zacke, der insgesamt drei Treffer erzielte. Das Team von Thomas Szczegula rangiert mit 27 Zählern auf dem vierten Rang. Bester Torschütze ist Kapitän Fabian Schlüter, der in der Hinrunde siebenmal ins gegnerische Gehäuse traf. TT


Quelle:MZ