Spiele vom WE in der MZ - OL, LL, LK, KL

PR Team, 24.03.2014

Spiele vom WE in der MZ - OL, LL, LK, KL

Schlusslichter ohne Punkte

LANDESKLASSE Jessen und Zahna verlieren. Annaburg behauptet den ersten Platz.

VON DIETMAR BEBBER

WITTENBERG/MZ - Während die Favoriten - bis auf den SV Friedersdorf - in der Fußball-Landesklasse ihre Hausaufgaben erwartungsgemäß siegreich gestalteten, gelang es den Kellerteams nicht, mit Siegen wichtige Punkte einzusammeln.

Ohne eigenem Treffer zum 1:1

Nur Germania Roßlau (14.) erkämpfte sich wenigstens einen Zähler. Gegen Blau-Rot Pratau (8.) sprang ein 1:1 heraus. Aber: Die Roßlauer erzielten nicht selbst einen Treffer, beide Tore gingen am Samstag auf das Konto der Pratauer. Schon in der neunten Minute verlängerte Steven Schmidt einen Roßlauer Freistoß unhaltbar ins eigene Tor. Mit einem Solo durch die Roßlauer Abwehrreihen rettete Philipp Mücke dann doch noch den durchaus verdienten Punkt (73.).

Der 3:1-Sieg des aktuellen Tabellenzweiten FC Grün-Weiß Piesteritz II gegen Ligaschlusslicht SV Allemannia Jessen fiel aus Sicht der Elsterstädter recht moderat aus. Hatten doch viele mit einem deutlicheren Ausgang zugunsten der Volksparkelf gerechnet. Dass dem nicht so war, spricht sogar für den Tabellenletzten, auch wenn Jessen den Toren von Michael Müller (13.), Philipp Scopp (50.) und Tim Körnig (60.) nur das eine von Benjamin Lange (65.) entgegenzusetzen hatten.

Auch beim VfB Gräfenhainichen (5.) konnte der VfB Zahna nicht die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln, sondern verlor mit 0:3 recht deutlich. Zu den drei Torerfolgen von Hannes Wagner (10.) und Daniel Richter (14. und 34.) konnte der VfB Zahna nur einen einzigen Lattenknaller anbieten. Eindeutig zu wenig für den Tabellenvorletzten, um dem Namensvetter den Sieg streitig zu machen.

Unter die Lok geraten

Die Überraschung des 20. Spieltages gab es bei der Partie Lok Dessau - SV Friedersdorf. Denn der Tabellendritte geriet regelrecht unter die Lok des Neunten, verlor 1:3 und wurde so das "nächste Opfer" der Muldestädter, die ja so gern "die Großen ärgern". Zunächst konnte noch Michel Saliger mit einem verwandelten Strafstoß die unmittelbar zuvor von Martin Orling (34.) erzielte Lok-Führung ausgleichen (36.). Doch gegen die Treffer von Daniel Baßin (57.) und Marcel Lorch (75.) fand Friedersdorf nicht mehr die richtige Antwort.

Es kam wie erwartet, Ligaprimus Grün-Weiß Annaburg hat den nächsten Erfolg unter Dach und Fach gebracht und marschiert weiter Richtung Aufstieg. Die Jungs von Trainer Uwe Rohlik setzten sich gegen die SG Trebitz (10.) 2:0 durch. Auch wenn es bis zum Schluss spannend zuging, am Ende reichten die Tore von Marvin (32.) und Manuel Richter (84.), um die Tabellenführung für die Heidestädter zu behaupten.

Es wird mal wieder Zeit

Endlich, sagte man sich am Sonnabend in Kemberg. Nach drei Niederlagen in Folge gewann der SV Rot-Weiß (6.) mit 3:1 gegen den HSV Gröbern (12.). Mit einem von Hannes Körstens erzielten Strafstoßtor (44.) gelang den Gästen zwar zunächst die Führung, bevor Kemberg mit einer starken zweiten Halbzeit das Spiel an sich riss. Die Belohnung in Form von Toren lieferten Moritz Hillebrand (60.), Benedikt Richter (80.) und Rene Fischer (86.).

Für die SG Blau-Weiß Klieken (10.) gab es eine deutliche 0:5-Niederlage bei der SG Union Sandersdorf II (4.). Neben Martin Winkler (44.) sorgte Unions Torjäger vom Dienst Jörg Marose mit drei Toren fast im Alleingang für die Deklassierung der Gäste. So brachte er sein Team schon in der 27. Minute auf die Siegerstraße, um den Vorsprung innerhalb von zwei Minuten (58., 59.) zu vergrößern. Den Schlusspunkt unter diese torreichen Begegnung setzte schließlich John-Philip Burandt (91.).

SONNTAGSSPIEL

Glatter Durchmarsch für Mosigkau

Die SG Reppichau, die als 13. des Klassements gefährlich nah an der Abstiegszone steht, musste sich am Sonntag deutlich Gast TSV Mosigkau geschlagen geben. Die Mosigkauer, die durch den Auswärtssieg ihren sechsten Tabellenplatz verteidigt haben, hatten mit Marcel Herold gleich einen Doppeltorschützen in ihren Reihen, der in den Minuten 54 und 89 traf. Die beiden anderen Tore steuerten Marcel Schöne (13.) und Christopher Felgenträger (74.) bei. AR

 

Erfolg zum Jubiläum

LANDESLIGA Im 400. Spiel gewinnt Eintracht Elster 2:0 gegen Blau-Weiß Zorbau.

VON ULF ROSTALSKY

ELSTER/MZ - Jubel in Elster. Die Eintracht-Fußballer haben sich am Samstag selbst das größte Geschenk gemacht und das 400. Landesligaspiel mit 2:0 gewonnen. Nach dem Abpfiff der Partie gegen Blau-Weiß Zorbau zeigte sich Trainer Thomas Szczegula zufrieden. "Drei Punkte. Was will man mehr?" Der Couch hat "zu keiner Zeit das Gefühl gehabt, dass Zorbau gefährlich werden konnte".

Das dürfte vor allen Dingen an einer couragierten Leistung aller Mannschaftsteile gelegen haben. Szczegula möchte keinen Spieler herausheben. Die Eintracht habe einfach Geschlossenheit demonstriert und dem Gegner praktisch keine Gelegenheit gegeben, sich spielerisch zu entfalten. Das alles hat richtig Kraft gekostet. "Wir haben nicht in Bestbesetzung gespielt, mussten auf Leute aus der zweiten Reihe und dem Nachwuchs zurückgreifen", erinnert der Trainer. Er hatte nicht nur den Ausfall von David Kühnast und Benjamin Witt (Sperren) sowie Marcus Finke (Verletzung) zu verkraften. Freitagabend musste mit Mathias Smetak ein weiterer Leistungsträger arbeitsbedingt absagen. Elster hat im Jubiläumsspiel dennoch nichts anbrennen lassen und den Gästen aus Zorbau kaum Chancen gewährt. Ausnahme fünfte Minute: Nach Eckball drückte Maik Witt per Kopf das Leder knapp am Gehäuse von Robin Brandenburg vorbei. Die Eintracht behielt die Ruhe und sorgte schnell für klare Verhältnisse. In der 23. Minute netzte Kapitän Fabian Schlüter mit seinem elften Saisontor zum 1:0 ein. Wieder einmal hatte sich Laszlo Lango auf der rechten Seite durchsetzen können. Die präzise Flanke des Ungarn erreichte Schlüter, dessen Kopfball für Gäste-Torwart Marc Sausner nicht zu parieren war. Entwickelt sich Schlüter zum Goalgetter Nummer eins in den Reihen der Eintracht? Thomas Szczegula will nichts ausschließen. "Ich habe nichts dagegen", erklärt der gut aufgelegte Coach, der sich schon in der letzten Woche beim Spitzenreiter in Weißenfels über einen Doppelpack des Kapitäns freuen konnte.

Am Sonnabend blieb es nicht lange beim 1:0. In der 33. Minute war es Manuel Eckert, der das 2:0 markierte. Die sichere Führung spielte der Eintracht in die Hände. Deshalb ist er auch nicht sonderlich sauer ob der zum Teil fahrlässig vergebenen Chancen in der zweiten Halbzeit. "Wir haben drei Punkte geholt. Das zählt erst einmal." Tatsächlich hat der Sieg die Eintracht einen Tabellenplatz klettern lassen. Elster liegt jetzt mit 35 Zählern auf dem vierten Rang.

Nächste Woche muss Szczegulas Truppe in Naumburg auflaufen. Gegen den aktuellen Tabellenzwölften erwartet der Trainer "mehr als einen Punkt". Allerdings warnt er davor, den Gegner zu unterschätzen. Die Naumburger haben am Sonnabend in Merseburg gewonnen. Die Eintracht reist jedoch mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen an. In der Hinrunde fegte man die Naumburger mit 5:0 vom Platz.

Eintracht Elster: Robin Brandenburg, Zsolt Weigerding, Fabian Schlüter, Kevin Schüler, René Rosenberger, Kay Stephan, Laszlo Lango, Jens Puhlmann, Pascal Rothe (63. Matthias Lehmann), Manuel Eckert (86. Uwe Katte), Martin Thauer

 

Kampfgeist wird belohnt

OBERLIGA Freihubes Kopfballtor rettet Piesteritz beim 1:1 gegen Chemnitz II Punkt.

VON ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ - Florian Freihube war zur richtigen Zeit am richtigen Fleck. Mit seinem Kopfballtor zum 1:1 in der 79. Minute rettete er am Sonnabend den Oberligafußballern des FC Grün-Weiß Piesteritz gegen den Chemnitzer FC II das Remis und somit einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Beide Mannschaften brauchten zunächst ihre Zeit, um sich auf die Regenbedingungen in Chemnitz einzustellen. Nach rund 25 Minuten waren es die Chemnitzer, die mehr Zugriff auf das Spiel bekamen. Des öfteren tauchten sie mit gefährlichen Aktionen im Piesteritzer Strafraum auf. Keeper Daniel Zschiesche musste mehrfach sein ganzes Können unter Beweis stellen, um das 0:0 zu halten. Dann kam die 43. Minute. Ecke für die Gäste aus Piesteritz, die aber den Ball an die Platzherren verloren. Die starteten ihrerseits zu einem Kontor, und Florian Hansch nutzte seine Chance und machte das 1:0 für den Chemnitzer FC II klar.

Mit dem Rückstand ging es in die Kabinen, und danach zeigten die Schützlinge von Uwe Ferl, dass sie den Kampf um einen oder gar zwei Punkte noch lange nicht aufgegeben hatten. Die derzeit so wichtige Kampfstärke kam zum Vorschein. Ab der 60. Minute war es dann auch der Tabellenvorletzte, der beim Vierten zunehmend das Zepter übernahm. Die Schützlinge von Uwe Ferl bauen Druck auf, und plötzlich waren auch die Chancen auf ein Tor da. Zunächst waren diese noch nicht vom Erfolg gekrönt. So in der 65. Minute, als Kevin Gerstmann die Möglichkeit verpasste, auf das verwaiste Gehäuse der Chemnitzer abzuziehen. Drei Minuten später scheiterte Jeffrey Neumann mit seinem Schuss aus gut 16 Meter Entfernung. Die einzige Gefahr zu diesem Zeitpunkt war, dass die Gastgeber wieder einen Kontor für das 2:0 nutzen würden. Was ihnen nicht gelang.

Und dann kam besagte 79. Minute, als Freihube seine Teamkollegen mit dem entscheidenden Treffer für eine zunehmend couragierte Leistungssteigerung im zweiten Durchgang belohnte. Und die Gäste witterten plötzlich ihre Chance, womöglich noch als Sieger vom Platz zu gehen. Aber diese Erfolgserlebnis blieb den Piesteritzern dann doch verwehrt.

Egal, nach dem Abpfiff dieser Partie, bei der die Gäste übrigens das 77. Mal bei einem Oberligaspiel auf dem Platz standen, war die Freude groß. Olaf Aßmann, Co-Trainer, fand das Ergebnis "leistungsgerecht". In kleinen Schritten gehe es dem Klassenerhalt, an den alle fest glauben, entgegen. Nur, läuft den Piesteritzern letztlich nicht die Zeit davon, um das rettende Ufer zu erreichen? Nein, ist Aßmann überzeugt, noch gebe es genügend Spiele, um das hinzubekommen. Der Co hat jedoch ein anderes Problem im Sinn. "Jede Woche 120 Prozent abzuliefern, kostet enorme Kraft. Ich hoffe, dass die Jungs mit diesem Druck klar kommen." Aktuell sei das der Fall.

FC Grün-Weiß Piesteritz: Daniel Zschiesche, Philipp Schlüter, Florian Freihube, Pawel Wojciechowski, Jeffrey Neumann, Frank Lehmann (66. Tim Hebsacker), Kevin Redlich (46. Kevin Gerstmann), Robert Römer, Oliver Hinkelmann, Tobias Haufe, Marko Trogrlic

AUSBLICK

Reserve-Spiele gehen nahtlos weiter

Am kommenden Sonntag trifft der FC Grün-Weiß Piesteritz auf eine Reservemannschaft. Immerhin, die Ferl-Schützlinge genießen Heimrecht und erwarten um 14 Uhr im Volkspark den FC Rot-Weiß Erfurt II. Co-Trainer Olaf Aßmann ist froh, sich jetzt mit den Thüringern auseinanderzusetzen. "Es dauert nicht mehr lange und die Reserve-Mannschaften können sich mit Spielern ihrer Ersten verstärken, da diese dann mit der Saison durch sind." AR

 

KREISLIGA WITTENBERG

Spitzenreiter bleiben dieses Mal sieglos

Annaburg II erreicht Remis. Eutzsch verliert.

WITTENBERG/MZ - Die zweite Mannschaft von Grün-Weiß Annaburg steht in der Fußball-Kreisliga Wittenberg, Staffel Nord, nach dem Sonnabend mit 38 Zählern weiter ungefährdet auf dem ersten Platz. Und das, obwohl man gegen Blau-Weiß Prettin nur zu einem 3:3 kam. Aber als kleiner Trost mag gelten, dass man ja auch gegen den Tabellendritten auflaufen musste, der nach dem Wochenende auf 29 Zähler kommt.

Kapitän trifft in letzter Minute

Bei den gastgebenden Prettinern trug sich Martin Kreiter gleich zweimal in die Torschützenliste ein (27., 83.), Sebastian Müller machte in der 80. Minute Tor Nummer drei klar. Die Annaburger konnten sich nach dem Abpfiff bei ihrem Kapitän Steffen Kassuba bedanken, der in der 90. Minute zum 3:3 einnetzte. Kassuba hatte zuvor bereits einmal getroffen (64.), zwischenzeitlich war noch Stephan Vogel für die Heidestädter erfolgreich (70.).

Annaburgs schärfster Verfolger, Tabellenzweiter Graf Zeppelin Abtsdorf II (31 Punkte), gelang der höchste Sieg des Wochenendes. Mit dem 6:1-Erfolg ließ man der Nudersdorfer Reserve keine Chance, für die Gäste konnte lediglich Alexander Varga verwandeln (35.). Die Torschützen bei Abtsdorf hießen Robert Schütze (17.), Michael Bieleke (20.), David Böhme (27.), Rando Mende (57.) sowie zweimal Marcel Winter (52., 60.).

Tabellenführer lässt Federn

In der Südstaffel kassierte Spitzenreiter Fortuna Eutzsch (32 Punkte) am Wochenende eine 1:2-Niederlage bei Rot-Weiß Bad Schmiedeberg (Vierter, 30). FSV-Kapitän Tim Tschirschwitz sorgte mit seinem Doppelpack (40., 83.) für den Jubel beim Platzherren. Alexander Siegls Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 54. Minute half Eutzsch nicht weiter.

Auch Tabellenzweiter SG Zschornewitz/Muldenstein II ging im Spitzenspiel des Wochenendes als Verlierer beim VfL Tornau vom Platz (2:3). Was ärgerlich war, ist doch Tornau als Dritter des Klassements der SG-Reserve gefährlich dicht auf den Fersen. Beide Team haben je 31 Punkte, das Torverhältnis ist momentan entscheidend (51:26 zu 38:23). Die Voraussetzung für den VfL-Erfolg schossen zunächst Denise Rutz (63.) und Maik Dietrich heraus (70.). Aber erst in der 90. Minute machte Richard Funke den Sieg auch perfekt. Die beiden Torschützen bei der SG waren Marco Köhler (44.) und Alexander Bruda (68.)


Quelle:MZ