Spiele vom WE in der MZ LK/LL/OL/KOL
PR Team, 28.04.2014
Grün-Weiß Annaburg zieht davon
LANDESKLASSE Im Kellerduell unterliegt Allemannia Jessen dem VfB Zahna 2:3.
VON DIETMAR BEBBER
WITTENBERG/MZ - Am 24. Spieltag gab es nur unwesentliche Veränderungen in der Tabelle der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf. Immerhin: Spitzenreiter Grün-Weiß Annaburg hat sich weiter von seinen Verfolgern abgesetzt. Und neuer Silberplatzinhaber ist der FC Grün-Weiß Piesteritz II, der den SV Friedersdorf verdrängte. Das Wochenende war aber vor allem für die Zuschauer ein sehenswertes. Es fielen jede Menge Tore.
Die meisten sahen die Schlachtenbummler davon in Gräfenhainichen. Mit zehn Toren stellt dies den momentanen Spitzenwert der Saison dar. Bei sonnigem Wetter schickte der VfB Gräfenhainichen den SV Blau-Rot Pratau mit einer 6:4-Niederlage nach Hause, benötigte für das Erzielen der Treffer aber nur zwei Aktive. Als Dreifachtorschützen gingen Jens Stockmann (1., 45., 75.) und Daniel Richter (16., 48., 87.) vom Platz. Bei Pratau brachte es neben Kevin Hartkopf (79.) und Stefan Hentschel (85.) noch Mathias Lehniger (28., 34.) auf einen Doppelpack.
Die Vorentscheidung ist gefallen, Allemannia Jessen wird wohl den Weg in die Kreisoberliga nicht mehr verhindern können. Durch den 2:3-Misserfolg beim VfB Zahna haben die Elsterstädter jetzt wirklich nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Der VfB hat sich hingegen Hoffnungen auf den Verbleib in der Liga bewahrt. Dabei ließ zuerst Hendry Sachse die Gäste noch kurz kurz hoffen (0:1, 20.). Doch postwendend erzielte Patrick Pommerening den Ausgleich (26.), gefolgt von den Torschützen Florian Danneberg (61.) und Mirco Kloß (73.). Die 18. Jessener Saisonniederlage verhinderte auch das Tor von Oliver Mehlis (83.) nicht mehr.
Durch den Treffer von Pitt Schultz (56.) feierte der FC Grün-Weiß Piesteritz II am Sonnabend einen knappen 1:0-Sieg über den TSV Mosigkau. Der SV Friedersdorf kassierte zeitgleich im elften Heimspiel mit 2:3 gegen die SG Trebitz die erste Niederlage der Saison vor eigenen Anhängern. Nach den Trebitzer Treffern von Norman Henschel (22.) und Andreas Meene (56.) erzielte Christian Grunert (33., 76.) jeweils den Ausgleich. Der Siegtreffer war Marian Henschel (90.) vorbehalten.
Recht dramatisch ging es beim 4:3-Erfolg des SV Rot-Weiß Kemberg über den SV Germania Roßlau zu. War zuerst Kemberg dank Rene Fischers (6.) und Moritz Hillebrands (8.) schnellem Doppelpack auf der Siegerstraße, drehte Roßlau durch Marc Schulze (21.), Michael Arndt (61.) und Viktor Antal (75.) den Spieß um. Doch sprichwörtlich in den letzten Minuten entrissen ihnen Lukas Hillebrand (90.) und Benedikt Richter (90. + 5.) noch die drei Punkte.
Die SG Union Sandersdorf II musste sich überraschend bei der SG Reppichau mit 2:3 geschlagen geben. Nach dem 0:2-Rückstand durch Reppichaus Torschützen Philipp Görmer (39.) und Christian Seiche (49.) ließ der Doppelpack von John-Philip Burandt (56., 61.) die Gäste noch auf eine Punkteteilung hoffen. Diese Hoffnung zerstörte Kevin Jersack mit einem Sonntagsschuss (88.).
Spitzenreiter SV Grün-Weiß Annaburg gewann 3:0 gegen die SG Blau-Weiß Klieken. Die Treffer im Annaburger Waldstadion erzielten Manuel Richter (53.) und Tobias Unger (59.) sowie Dosseh Bruce vom Elfmeterpunkt (76.). Der Ligaprimus hat sich durch den "Zweikampf" um Silber und Bronze noch weiter von seinen Verfolgern abgesetzt.
Am gestrigen Sonntag trennten sich Lok Dessau und der HSV Gröbern 1:0. Der Dessauer Torschütze hieß Mario Bohmeyer (30.).
Drei Punkte für die Moral
LANDESLIGA Nach zwei Niederlagen hintereinander gewinnt Elster diesmal 2:0.
VON ULF ROSTALSKY
ELSTER/MZ - Eintracht Elster hat in die Erfolgsspur zurückgefunden. Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gewann das Team von Trainer Thomas Szczegula am Sonnabend auf heimischem Rasen im Brale-Sportpark mit 2:0 gegen Blau-Weiß Brachstedt. Der Erfolg tut der Mannschaft gut. "Es sind drei Punkte für die Moral", sagt Szczegula. Von einem wirklich bis ins Detail überzeugenden Auftritt seiner Kicker spricht der Übungsleiter indes nicht.
Elster hat nach Meinung des Trainers spielerisch längst nicht so überzeugt wie gegen Ramsin oder Stedten. Nur gab es gegen diese beide Mannschaften keine Punkte. Fußball hat seine eigenen Gesetze. "Manchmal spielst du nicht gut und gewinnst. Am Ende zählt der Erfolg." Szczegula freut sich mit seiner Mannschaft über den Dreier, der die Eintracht auf Tabellenplatz fünf klettern lässt und für eine Extra-Portion Selbstvertrauen fürs Auswärtsspiel am kommenden Sonnabend in Braunsbedra sorgen dürfte.
Elster gegen Brachstedt: Es war ein Spiel ohne die großen Momente. Die Gäste mussten ohne David Reza, ihren Torschützen vom Dienst antreten. Das vermeintliche Erfolgsrezept mit langen Bällen in die Spitze ging deshalb nicht auf. Torgefahr gab es kaum. Auch die Platzherren konnten wenig zwingende Chancen beisteuern. Ausnahme Mathias Smetak. Der versuchte sich wiederholt mit Schüssen aus der Distanz. Den ersten Schuss zog er knapp übers Brachstedter Gehäuse. Den zweiten parierte Blau-Weiß-Keeper Amel Kozic in souveräner Manier. "Aller guten Dinge sind drei", meint Eintracht-Coach Szczegula nach dem Abpfiff. Smetak zog erneut aus der Distanz ab und traf. Das 1:0 fiel praktisch mit dem Pausenpfiff.
Nach dem Seitenwechsel versuchte die Eintracht nachzulegen. Der Erfolg blieb allerdings aus. "Laszlo Lango hatte einfach nicht seinen besten Tag", wird der Trainer deutlich. Der Ungar verstand es diesmal nicht, Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. Szczegula will keine große Schelte betreiben. "Aber er hätte zeitig alles klar machen können." Mal legte Lango quer, obwohl er besser selbst den Abschluss hätte suchen sollen. Dann passte der Ungar, allerdings ohne Präzision. "Es gibt solche Tage", stellt sich der Coach vor seinen Stürmer. In der 66. Minute brachte er René Rosenberger für Lango.
Warum Szczegula die fehlende Torgefahr anspricht, liegt auf der Hand. "Kommt Brachstedt einmal durch, ist der Ausgleich da." Trainer und Fans mussten lange auf die Erlösung warten. Erst in der 79. Minute fiel das 2:0. Wie so oft in der Vergangenheit war Kapitän Fabian Schlüter zur Stelle. Er nutzte einen Fehler der Brachstedter Hintermannschaft konsequent aus. Keeper Amel Kozic und seine Vorderleute wollten sich den Ball locker zuspielen, passten allerdings genau in Schlüters Lauf. Der ließ sich nicht lange bitten und machte mit seinem zwölften Saisontor alles klar für die Gastgeber. Am Sonnabend muss die Eintracht in Braunsbedra beweisen, dass der Erfolg keine Eintagsfliege war. Gegen die Mannschaft aus dem Saalekreis konnte sich Eintracht Elster in der Hinrunde nur knapp mit 2:1 durchsetzen.
Eintracht Elster: Robin Brandenburg, Zsolt Weigerding, David Kühnast, Fabian Schlüter, Benjamin Witt, Kevin Schüler, Kay Stephan, Laszlo Lango (66. René Rosenberger), Mathias Smetak, Manuel Eckert (75. Pascal Rothe), Martin Thauer
Fußball-Landesliga Es passt alles zusammen
Von werner michaelis
Beim Erfolg des SV Dessau 05 gegen den Naumburger SV sorgen nicht nur die Tore der Gastgeber für Applaus von der Tribüne im Schillerpark. Den letzten Treffer leitete erneut der an diesem Tag spielfreudige Julian Bittner ein.
dessau/MZ.
Als Benjamin Girke in der 84. Minute für Benny Woitha eingewechselt wurde, erhoben sich 165 Zuschauer von ihren Sitzen auf der Tribüne im Stadion Schillerpark. Standing Ovation für ein Comeback nach fast neun Monaten: Nach einem Kreuzbandriss im August des vergangenen Jahres durfte Girke am Sonnabend beim Match seiner 05er gegen den Naumburger SV zum ersten Mal wieder ran.
Ganze sechs Minuten dauerte sein Einstand, aber er fühlte sich dabei sogar richtig wohl. Zwar hatte der Defensivallrounder, außer einem platzierten Kopfball, mit dem Ausgang der Partie nicht mehr allzu viel zu tun, aber das war ihm nach dem Schusspfiff auch völlig egal. „Das war heute absolut geil und für mich Gänsehaut pur. Wir haben gewonnen, das hatte Priorität, und bei mir lief es dazu auch noch fantastisch“, freute sich Girke. Soeben hatte Schiedsrichter Jens Becker aus Wittenberg die Partie des SV Dessau 05 gegen die Naumburger SV 05 abgepfiffen und auf der Anzeigetafel im Schillerpark stand ein deutliches 3:0 für die Heimelf.
Der Tabellenzweite aus der Bauhausstadt hatte nach dem kleinen Ausrutscher vor Ostern in Zorbau zum richtigen Zeitpunkt wieder in die Spur gefunden. Gegen den Namensvetter aus der Domstadt machten die Schillerparkkicker endlich wieder Nägel mit Köpfen und unterstrichen damit, dass der Kampf um den Staffelsieg für die Schwarz-Weißen noch lange nicht vorbei ist. Als nach dem Abpfiff die Niederlage von Spitzenreiter Weißenfels gegen Dölau bekannt wurde, überraschte dieses Resultat die 05-Kicker nicht sonderlich „Wir machen unser Ding und schauen nicht auf andere“, meinte Abwehrspieler Oliver Bauer und fügte hinzu: „Wir haben es uns selbst bewiesen, dass wir es können.“
"Sie haben alles umgesetzt"
Und dieser Beweis ist dazu recht souverän und auch deutlich ausgefallen. Zwar benötigten die Platzherren fast eine halbe Stunde, um das Abwehrbollwerk der Gäste zu bezwingen, aber allein die Tore, die anschließend erzielt wurden, waren schon das Eintrittsgeld wert. Beim 1:0 von Sascha Zacke in der 33. Minute kam die Vorarbeit von Oliver Bauer und Julian Bittner zum Tragen. Zacke machte mit einem satten Volleyschuss in den Tordreiangel seinen 17. Saisontreffer perfekt. Das 2:0 (39.) von Julian Bittner bereitete der allmählich wieder in Fahrt kommende Lukas Schuhmacher sehr gut vor.
Den letzten Treffer leitete erneut der an diesem Tag spielfreudige Julian Bittner ein. In seine maßgenaue Flanke von der linken Seite flog Max Eschner mit vollem Einsatz regelrecht hinein und verwandelte per Kopf zum 3:0 (53.). „Zweimal vorbereitet und einmal selbst getroffen. Mit einer Top-Einstellung und Trainingsleistung hat er sich selbst belohnt“, lobte 05-Trainer Marcus Jeckel den 18-Jährigen. Abschließend war dann auch das Dessauer Trainergespann Marcus Jeckel und Sören Westphal mit dem Auftritt der Truppe zufrieden. „Sie haben alles das umgesetzt, was wir in der Spieleinweisung gefordert haben und sind deswegen auch als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, waren sich beide Übungsleiter einig.
Dessau 05: Broziewski, Heisig, Kaluza, Bauer, Schmidt, Eschner (68. Mihu), Sitte, Woitha (84. Girke), Bittner, Schuhmacher (73. Meinhardt), Zacke
Wieder mit leeren Händen
OBERLIGA Piesteritzer FC unterliegt am Sonntag Reserve des Halleschen FC 0:3.
VON ANDREAS RICHTER
WITTENBERG/MZ - Im Ringen um nötige Punkte für den Klassenerhalt haben die Oberliga-Fußballer des Piesteritzer FC am Sonntagnachmittag drei Zähler liegen lassen. Gegen die Reserve des Halleschen FC reichte es noch nicht einmal für einen Treffer, die Platzherren setzten sich deutlich 3:0 durch. Somit verharren die Schützlinge von Cheftrainer Uwe Ferl unverändert mit 18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Gegner HFC II hat sich hingegen durch den Heimerfolg aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet.
Co-Trainer Olaf Aßmann haderte nach dem Spiel hörbar. Denn er befand, "dass wir heute das eigentlich beste Auswärtsspiel der laufenden Saison gezeigt haben, aber dafür nicht belohnt wurden". Nun sei das aber im Fußball einmal so, "dass nur Ergebnisse zählen, lobende Worte des Trainers oder eine kämpferische starke Leistungen schlagen sich nicht in Zählern für die Tabelle nieder". Dabei lobte Aßmann nach dem Abpfiff gern und ausführlich. Er sprach von einer rassigen Begegnung, in der man sich in der ersten Hälfte durchaus auf Augenhöhe gegenüberstand, mit vielleicht minimalen Vorteilen für den Platzherren.
Nach der Pause seien es dann neben anderen mehrfach Jeffrey Neumann, Tim Hebsacker und Florian Freihube gewesen, "die mit ihren Aktionen Halle in die Verlegenheit hätten bringen können, nur nicht zum verdienten Abschluss kamen". Auch wenn die Niederlage bitter sei, "wir können zumindest erhobenen Hauptes nach Hause fahren", bilanzierte der Co-Trainer.
Ansichtssache? Der HFC II ließ jedenfalls sofort nach dem Anpfiff erkennen, dass man unbedingt gewinnen wollte, ja musste, um nicht selbst noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Der HFC II hatte die ersten Chancen auf dem Fuß, vermochte es allerdings wie die Piesteritzer zunächst nicht, diese auch erfolgreich zum Abschluss zu bringen. So dauerte es immerhin bis zur 40. Minute, ehe Marcus Wilsdorf zur ersten Jubelrunde für die Saalestädter abdrehte. Das 1:0 war zugleich der Pausenstand und dürfte letztlich doch als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass Aßmanns Aussage "eines Spiels auf Augenhöhe" eine gewisse Berechtigung hatte.
Nach der Pause demonstrierten die Gäste aus dem Volkspark zumindest, dass man sich nicht kampflos dem Schicksal ergeben wollte. Als dann jedoch der Hallenser Max Hecht in der 79. Minute seine Möglichkeit zum 2:0 nutzte, war allen klar, dass der Tabellenvorletzte wohl kaum noch eine Chance haben dürfte, wenigstens ein Unentschieden zu erreichen. Den Heimsieg des HFC II festigte Andor Bolyki (88.). Treffend stellte Aßmann hinterher fest: "Das hat heute den Unterschied gemacht. Halle hat seine echten Chancen im Tor untergebracht. Wir nicht."
FC Grün-Weiß Piesteritz: Daniel Zschiesche, Philipp Schlüter, Forian Freihube, Pawel Wojciechowski, Kevin Gerstmann, Jeffrey Neumann, Kevin Redlich (79., Andreas Thöner), Oliver Hinkelmann, Tim Hebsacker, Tobias Haufe, Marko Trogrlic
Erster Fleck auf weißer Weste
FUSSBALL Kreisoberliga-Spitzenreiter Graf Zeppelin Abtsdorf zieht gegen Verfolger Möhlau 1:3 den Kürzeren.
VON WERNER MICHAELIS UND THOMAS TOMINSKI
WITTENBERG/MZ - In die Fußball-Kreisoberliga Wittenberg ist am 24. Spieltag so richtig Bewegung reingekommen. Spitzenreiter Abtsdorf hat in Möhlau die erste Saisonniederlage kassiert. Einheit Wittenberg findet sich nach der Niederlage in Linda im Tabellenkeller wieder. Im Fachverband Anhalt läuft alles seinen gewohnten Gang. Primus Rodleben marschiert trotz des 2:2 bei Abus Dessau der Meisterschaft entgegen.
Fachverband Wittenberg
"Ich bin davon überzeugt, dass wir aufsteigen", sagte der Abtsdorfer Trainer Karsten Kuschel nach dem Abpfiff, denn der Vorsprung auf Verfolger Möhlau betrage immerhin noch fünf Punkte. Der Chefcoach des Tabellenführers gab offen zu, dass der 3:1-Sieg für Gastgeber Glückauf Möhlau am Samstag völlig in Ordnung geht. Seine Elf habe in der ersten Halbzeit nicht bissig genug agiert, um die Klinowsky-Truppe in Bedrängnis zu bringen. Oskar Burmeister (35.) und Christian Wirkner (37.) schossen die verdiente 2:0-Halbzeitführung heraus. Im zweiten Abschnitt setzte der Spitzenreiter alles auf eine Karte. Martin Möbius (58.) gelang der Anschlusstreffer, Andreas Tietel vergab kurz daraus die große Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Der Tabellenzweite spielte effektiver. Wirkner (74.) machte vom Strafstoßpunkt alles klar. "Unser Coach Raik Klinwosky hat die Mannschaft taktisch super eingestellt", lobte Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Eiserfey den Übungsleiter und fügte an, dass es für Möhlau die letzte Chance war, ins Meisterschaftsrennen einzugreifen. "Natürlich", räumte er ein, "sind wir auf Schützenhilfe angewiesen."
Im Abstiegskampf brennt derzeit die Luft. Fünf Mannschaften sind darin verwickelt, vier steigen ab. Grün-Weiß Linda hat am Samstag den SV Einheit Wittenberg mit einem 2:1-Sieg in den Tabellenkeller geschossen. Christian Ehlert (76.) und David Zweering (77.) trafen für den Gewinner, Max Wolf (90.) für Einheit. "Wir sind nach der Niederlage total enttäuscht", betonte der Wittenberger Fußball-Abteilungsleiter Florian Gaul, der zuversichtlich ist, dass Einheit den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schafft. "Am Samstag erwarten wir Schlusslicht Lebien. Das Ziel kann nur drei Punkte heißen. " Allemannia Jessen II (12.) wird der 4:2-Erfolg beim SV Mühlanger (13.) am Ende der Serie wohl nicht mehr viel nutzen. Denn die "Erste" aus der Elsterstadt ist praktisch aus der Landesklasse abgestiegen. Bei Jessen II trugen sich Daniel Scheuer (18., 72.), Tim Steger (40.) und Pierre Harm (51., Strafstoß) in die Torschützenliste ein. Steve Biedermann (53.) sowie Manuel Paul (89.) gestalteten das Ergebnis für Mühlanger etwas freundlicher.
Fachverband Anhalt
Eigentlich wollte Tabellenführer Rodleben seinen Vorsprung von acht Punkten gegenüber Verfolger SG Waldersee/Vockerode halten. Doch daraus wurde nichts. Die Chemiker trennten sich von Gastgeber Abus Dessau 2:2. Da die SG Waldersee/Vockerode das Match gegen Germania Roßlau II durch Tore von Christian Rintelmann und Ronny Swientek 2:0 gewonnen hat, ist der Vorsprung von Chemie Rodleben auf die SG auf sechs Zähler geschmolzen. "Unser Auftritt gegen Roßlau II war unspektakulär. Wir haben gewonnen. Das war wichtig", resümierte SG-Trainer Uwe Wilke. Die SG Oranienbaum-Wörlitz trat mit einer 2:3-Niederlage im Gepäck die Rückreise vom SV Dessau 05 II an. Nach dem 0:3 wachten die Schützlinge von Coach Andreas Wolf auf. "Wir haben zu viele Fehler fabriziert", ärgerte sich Wolf. Mohamed Touré traf zweimal. Auch für Blau-Rot Coswig gab es in der Bauhausstadt nichts zu holen. Die Truppe von Coach René Gommert unterlag bei Vorwärts Dessau 1:2. Andreas Schleinitz sah die Rote Karte (90.). "Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Zum Feldverweis möchte ich mich nicht äußern, ansonsten schwillt mir der Kamm", grummelte Gommert. Stephan Winster traf zum zwischenzeitlichen 1:1.
Die SG Jeber-Bergfrieden/Serno verlor bei der SG Walternienburg/Güterglück 0:1. "Alles hatte sich auf ein 0:0 eingepegelt. Da kassieren wir 60 Sekunden vor dem Abpfiff das Tor", schimpfte Trainer Harald Dobritz. Nach der Niederlage gegen die SG Waldersee/Vockerode ist die Roßlauer Reserve nun das Schlusslicht. Weitere Ergebnisse - Fachverband Anhalt: Steutz/Leps - Mildensee 1:1, Deetz/Lindau - Dessau 97 3:3, Kochstedt - Mosigkau II 2:2; Fachverband Wittenberg: Elster II - Nudersdorf 2:2, Rackith/Dabrun - Seegrehna 1:2, Lebien - Wartenburg 2:3, Pretzsch - Zschornewitz/Muldenstein 2:0, Reinsdorf - Piesteritz III 1:1
Quelle:MZ
