Spiele vom WE in der MZ LK/LL/OL/KOL
PR Team, 27.05.2014
LANDESKLASSE
Roßlau folgt Jessen und VfB Zahna
Germania steht als dritter Absteiger fest.
VON DIETMAR BEBBER
WITTENBERG/MZ - Das Schicksal von Germania Roßlau war bereits am Freitagabend besiegelt. Aufgrund der 1:2-Auswärtsniederlage beim Stadtrivalen ESV Lok Dessau sind die Landesklassen-Fußballer aus der Elbestadt in die Kreisoberliga Anhalt abgestiegen. Lok lag zur Halbzeit durch die Tore von Jens Schmidt (15.) und Mario Bohmeyer (38., Foulelfmeter) klar 2:0 vorn. Der Anschlusstreffer von Dennis Meyer (57.) war im Endeffekt zu wenig, um im Abstiegskampf ein entscheidendes Zeichen zu setzen.
Annaburg kann Party planen
Im Annaburger Waldstadion kann der Aufstiegssekt schon langsam kaltgestellt werden. Denn Tabellenführer SV Grün-Weiß setzte sich gegen die SG Reppichau 2:1 durch. Marvin Richter (30.) und Florian Klöpping (86.) legten vor. Gäste-Akteur Markus Jahnke (88.) gelang der Endstand. Einziger ernsthafter Verfolger der Annaburger bleibt der FC Grün-Weiß Piesteritz II. Bereits in der achten Minute erzielte Maximilian Arlt das Tor des Tages gegen die SG Union Sandersdorf II. Bei noch zwei ausstehenden Spielen haben die Piesteritzer fünf Punkte Rückstand auf den Primus. Der SV Friedersdorf hat sich am Sonnabend mit einem 1:1 gegen Blau-Weiß Klieken selbst aus dem Titelrennen genommen. Einziger Trost: Rang drei ist der Truppe von Coach Sebastian Tkalec nicht mehr zu nehmen. Thomas Berger (14.) schoss die Gäste-Elf in Führung. Christian Grunert (42.) glich vor der Pause aus. Der VfB Gräfenhainichen revanchierte sich mit einem 4:0 gegen Rot-Weiß Kemberg für die Niederlage aus der Hinrunde. Der Erfolg hätte deutlich höher ausfallen können. Doch lediglich Oliver Pannier (3.), Stefan Abraham (16., 53.) und Aron Scheffler (39.) nutzten ihre Chancen.
Dominante Trebitzer
Die SG Trebitz bestätigt mit einem 4:0 über den HSV Gröbern ihre Stellung als beste Heimelf der Rückrunde - noch vor Annaburg. Andreas Meene (22., 28.) sorgte zusammen mit Dominik Weigel (82.) und Norman Henschel (84.) für die hohe Niederlage des HSV. Bemerkenswert: Nach der Hinrunde gehörte Trebitz noch zum ganz engen Kreis der Abstiegskandidaten. Jetzt ist das Team Vierter. Allemannia Jessen trennte sich 2:2 vom TSV Mosigkau. Toni Gerngroß (15.) und Marcel Schöne (66.) trafen für den TSV. Auf Jessener Seite waren Benjamin Lange (37.) und Oliver Mehlis (50.) erfolgreich. Dem SV Blau-Rot Pratau hat die 1:2-Niederlage bei Absteiger VfB Zahna keine großen Kopfschmerzen bereitet. Denn die Schützlinge von Trainer Bodo Schulz wussten bekanntlich schon am Freitagabend, dass sie nicht mehr absteigen können. Zahnas Robert Ayala Milanes (1.) und Ronny Krohn (21.) legten vor. Dem Pratauer Marcel Schmidt (86.) gelang noch der Anschlusstreffer. Er traf vom Strafstoßpunkt.
Elster fehlt ein bissiger Leitwolf
LANDESLIGA Szczegula-Elf zieht gegen Abstiegskandidaten Merseburg den Kürzeren.
VON ULF ROSTALSKY
ELSTER/MZ - Der Traum von der Erfolgsserie ist ausgeträumt. Die Landesliga-Fußballer des SV Eintracht Elster haben am Sonnabend ihr Heimspiel gegen Abstiegskandidaten SV Merseburg 1:2 verloren. "Es gibt Tage, da kannst du noch einmal 90 Minuten spielen und reißt nichts", erklärte Trainer Thomas Szczegula unmittelbar nach dem Abpfiff. Unter der Woche hatte er darauf verwiesen, dass Merseburg mit Macht versuchen wird, in Elster zu punkten. Was seine Mannschaft bot, enttäuschte ihn allerdings. Es sind nicht einmal die reihenweise vergebenen Chancen, die den Coach wurmen. Er monierte vielmehr fehlendes Selbstbewusstsein. "Es hat einfach der letzte Wille gefehlt. Da war beim Stand von 1:2 kein Aufbäumen da. Das geht so nicht."
Die Eintracht hat sich selbst ins Abseits gespielt. Leichtfertig ging das Team mit Großchancen um. Kay Stephan zum Beispiel fand aus aussichtsreicher Position im Merseburger Schlussmann Stephan Kieslich seinen Meister und schoss den Ball danach noch einmal knapp übers Tor. "Gehen wir in Führung, nimmt das Spiel einen anderen Verlauf", ist Szczegula überzeugt. Der Eintracht-Coach musste gegen Merseburg auf seinen besten Torschützen verzichten. Kapitän Fabian Schlüter ist krank. Erst in der zweiten Hälfte stand Martin Thauer zur Verfügung. Zudem verletzte sich Torwart Robin Brandenburg bei einem Zusammenprall und musste in der 68. Minute gegen Jörg Schubotz ausgewechselt werden. "Realität, keine Ausreden", betonte der Trainer, der bedauert, dass keiner die Rolle des bissigen Leitwolfs übernahm. Es habe derjenige gefehlt, der die Elf nach vorn peitscht.
Merseburg nutzte seine wenigen Chancen konsequent. Die Eintracht-Abwehr ging nicht energisch genug zum Ball. Daniel Rausch schnappte sich das Leder und schob zum 1:0 ein (38.). In der 63. Minute wurden die Hausherren ausgekontert. Mit dem 2:0 manövrierte Marcell Siedler die Gäste auf die Siegerstraße. Dabei sah es nicht schlecht aus für Elster. Nachdem Laszlo Lango im Merseburger Strafraum von den Beinen geholt wurde, zögerte Schiedsrichter Jens Becker nicht und entschied auf Strafstoß. Pech für die Eintracht: Der etatmäßige Elferschütze David Kühnast war bereits ausgewechselt. Benjamin Witt drosch den Ball über das Tor. Der Jubel ließ lange auf sich warten. In der 79. Minute war es soweit. Nach Flanke von Witt lenkte Lango den Ball zum Anschlusstreffer ins Tor.
Wer danach auf einen Sturmlauf der Eintracht hoffte, wurde enttäuscht. Elster ergab sich seinem Schicksal und kassierte nach vier Erfolgen in Serie wieder eine Niederlage. Nächste Woche beim finalen Heimspiel gegen Dölau fehlt nach der fünften Gelben Karte Kevin Schüler. Ob Fabian Schlüter und der verletzte Robin Brandenburg auflaufen werden, ist ungewiss. "Wir müssen unseren Fans etwas bieten", meinte der Coach Eintracht Elster: Robin Brandenburg (68. Jörg Schubotz), Zsolt Weigerding, David Kühnast (60. Martin Thauer), Benjamin Witt, Kevin Schüler, René Rosenberger, Matthias Lehmann, Kay Stephan, Laszlo Lango, Mathias Smetak, Stefan Bannert
Rabenschwarzer Sonntag
FUSSBALL Piesteritz verliert gegen Sandersdorf und verabschiedet sich aus Oberliga.
VON THOMAS TOMINSKI
SANDERSDORF/MZ - Aus, Ende, vorbei. Die Oberliga-Fußballer des FC Grün-Weiß Piesteritz sind am Sonntag aus der Staffel Süd abgestiegen. Für das Team von Cheftrainer Uwe Ferl ist auch rechnerisch nichts mehr möglich. Bei zwei noch ausstehenden Spielen haben die Volkspark-Kicker acht Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. "Der 2:1-Sieg für Union Sandersdorf geht völlig in Ordnung", so der Piesteritzer Coach nach dem Spiel, der betont, dass seine Elf mit dem Ergebnis gut bedient ist. "Ich habe nur in den ersten zehn Minuten so richtig Feuer in meiner Mannschaft gespürt", fügt er an. Den 55-Jährigen ärgert es, dass sich die Volkspark-Kicker in dieser Saison viel zu wenig für ihre guten Leistungen belohnt haben. Der Abstieg ist die logische Konsequenz daraus.
Trainerkollege Mike Sadlo feiert mit seinen Schützlingen den endgültigen Klassenerhalt. "Bis auf die Chancenverwertung hat das die Mannschaft richtig gut gemacht", meint er. Sandersdorf habe es vor allem im zweiten Abschnitt verpasst, den Deckel frühzeitig zuzumachen. "Wir sind auf den Platz gegangen, um unser Spiel durchzuziehen", ergänzt der Torschütze zum 2:0, Marcus Brodkorb. "Und das ist uns gut gelungen."
Beide Mannschaften beginnen vor knapp 400 Zuschauern sehr engagiert. Sandersdorf besitzt optische Vorteile. Die Gäste aus dem Volkspark verhalten sich taktisch clever und gehen bissig in die Zweikämpfe. Für die ersten Achtungszeichen sorgen die Unioner. Brodkorb entscheidend sich frei stehend vor dem Piesteritzer Torhüter Daniel Zschiesche für einen Lupfer, doch der Ball landet neben dem Gehäuse (10.). Fünf Minuten später setzt Brodkorb Teamkollegen Christoph Zorn gekonnt in Szene, dessen Schuss in Richtung angrenzende Gartenanlage segelt (15.). Die Grün-Weißen versuchen in der Folgezeit, über den Kampf ins Spiel zu finden. Mit langen Bällen in die Spitze setzen sie einige Nadelstiche. Nach einer Flanke kommt Florian Freihube (25.) den oft zitierten Schritt zu spät. Vor dem Sandersdorfer Führungstreffer leisten sich die Ferl-Schützlinge einen Fehler in der Vorwärtsbewegung. "Da müssen wir ein taktisches Foul begehen", so Ferl rückblickend. Dann geht es ruckzuck. Nicky Ebert marschiert auf der rechten Seite durch, Flanke in die Mitte, Zorn kann sich die Ecke aussuchen (33.).
Nach dem Wechsel sehen die Fans - aus Piesteritz sind etwa 50 mitgereist, die richtig Stimmung machen - einen offenen Schlagabtausch. Die erste Chance haben die Gastgeber. Vincent Mustapha (55.) fehlt im Abschluss das berühmte Quäntchen Glück. Piesteritz hält dagegen und ist bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Florian Freihube scheitert am Sandersdorfer Keeper Marius Kansy (61.). In der 77. Minute schlägt der Aufsteiger des zweite Mal zu. Michél Hennig leitet einen Konter ein. Dessen Pass landet bei Zorn, der wiederum Brodkorb in Szene setzt. Dieser nutzt die freie Schussbahn und erzielt das 2:0. Kurz darauf ist Piesteritz wieder im Spiel. Rico Gängel bekommt den Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Schiri Matthias Lämmchen zeigt auf den Punkt. Freihube lässt sich die Chance aus elf Metern nicht entgehen (83.). Bis zum Schlusspfiff stemmen sich die Grün-Weißen mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und den damit verbundenen Abstieg. Doch die Sandersdorfer Abwehr leistet sich keinen Patzer mehr. Um 15.48 Uhr ist Schluss. Schluss nach drei Jahren Oberliga-Zugehörigkeit.
Grün-Weiß Piesteritz: Daniel Zschiesche, Pawel Wojchiechowski, Frank Lehmann (68. Michael Müller), Philipp Schlüter, Robert Römer, Florian Freihube, Kevin Gerstmann (46. Tim Körnig), Tim Hebsacker (46. Jeffrey Neumann), Tobias Haufe, Oliver Hinkelmann, Kevin Redlich
Das Zittern geht weiter
KREISOBERLIGA Abstiegsstrudel dreht sich heftig. Abtsdorf kommt Aufstieg näher.
VON WERNER MICHAELIS UND ANDREAS RICHTER
WITTENBERG/MZ - In den Fußball-Kreisoberligen Wittenberg und Anhalt geht das Zittern weiter. Denn vor allem die Frage, wer tatsächlich absteigen wird, ist nach 28 Spieltagen immer noch nicht endgültig geklärt. Zumindest beim Fachverband Wittenberg.
Kreisfachverband Wittenberg
Läuft alles nach Plan, hat Graf Zeppelin Abtsdorf am Samstag den vorletzten Schritt hin zum Aufstieg vollzogen. Der Tabellenerste setzte sich klar 5:1 gegen den Mühlanger SV (14.) durch. Dabei trafen zwei Jungs von Trainer Karsten Kuschel doppelt (Andreas Tietel, 60., 78.; Norman Kaiser, 63., 89.). Tor Nummer fünf steuerte Philipp Geisler (44.) bei. Für Mühlanger traf Christoph Oertel (48.). Kommenden Samstag reicht Abtsdorf zu Hause gegen Seegrehna (3., 15 Uhr) ein Unentschieden für den Aufstieg.
Verfolger und Tabellenzweiter Glückauf Möhlau setzte sich am Samstag mit Grün-Weiß Linda (14.) auseinander und ging als deutlicher 6:0-Gewinner vom Platz. Für Möhlau trafen Oliver Ladewig (3., 68.), Christian Wirkner (35., 59.), Oskar Burmeister (3.) und Stephan Dammann (18.). Während sich Glückauf so die Chance bewahrt hat, den Ersten vielleicht doch noch mal unmittelbar vor dem Saisonende anzugreifen, schwinden Lindas Hoffnungen auf den Klassenerhalt zunehmend. Momentan würden neben Linda noch Lebien (16.), Jessen II (11., Zwangsabstieg wegen Landesklassen-Aus der Ersten) und Mühlanger (15.) absteigen. Aber auch die Dritte aus dem Piesteritzer Volkspark steht am Rande des Abstiegs, am Samstag erkämpfte man immerhin einen 3:0-Erfolg gegen Germania Wartenburg. Für Piesteritz trafen Jonny Karaschewski (42.), Maik Höse (74.) und Enrico Hörnig (84.).
Kreisfachverband Anhalt
Die drei führenden Mannschaften gaben sich keine Blöße und gewannen ihre Partien. Meister und Aufsteiger Chemie Rodleben machte mit der zweiten Vertretung vom TSV Mosigkau (14.) kurzen Prozess und ging als 6:0-Sieger vom Platz. Allerdings hat diese Niederlage für die Mosigkauer keine Nachwirkungen, da die Abstiegsfrage seit Sonnabendnachmittag endgültig geklärt ist. Da Germania Roßlau aus der Landesklasse abgestiegen ist, muss die Zweite runter in die Kreisliga.
Der Tabellenzweite SG Waldersee/Vockerode siegte bei Vorwärts Dessau (5.) mit 3:0. "Das Ergebnis täuscht ein wenig. Wir hatten mit Oliver Kunze einen hervorragenden Keeper und haben unsere wenigen Chancen konsequent genutzt", resümierte Trainer Uwe Wilke. Torschützen waren Stefan Georgi (57.), Ronny Swientek (66.) und Thomas Paert (78).
Arg unter die Räder kam Blau-Rot Coswig (12.) bei Abus Dessau (6.). Mit einer 2:7-Packung traten die Schützlinge von Trainer René Gommert die Heimreise an. "Das war einfach nur finster", schimpfte ein enttäuschter Gommert. Sebastian Weigl traf doppelt (52., 90.). Der Höhenflug der SG Jeber-Bergfrieden/Serno (8.) ist mit der 2:4 Niederlage bei der FSG Steutz/Leps (9.) erst einmal beendet. "Wir haben uns noch ordentlich aus der Affäre gezogen", erklärte Trainer Harald Dobritz. Christian Lerm (51.) und Sebastian Löwe (69.) trafen für die SG. 3:3 trennten sich TuS Kochstedt (13.) und die SG Oranienbaum-Wörlitz (4.). Marcel Bodenberger (10.), Mohamed Touré (80.) und Alex Bolsdorf (83.) waren die SG-Torschützen. Zudem fabrizierte Dennis Meyer ein Eigentor (26.).
Weitere Ergebnisse: Fachverband Wittenberg: Elster II - Lebien 2:1, Reinsdorf - Jessen II 0:4, Pretzsch - Einheit Wittenberg 1:3, Rackith/Dabrun - Nudersdorf 1:3, Seegrehna - Zschornewitz/Muldenstein 2:2; Fachverband Anhalt: Walternienburg/Güterglück - Dessau 05 II 2:2, Deetz/Lindau - Roßlau II 1:1, Mildensee - Dessau SV 1:3
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Quelle:MZ
