Jetzt geht's los!

PR Team, 12.06.2014

Jetzt geht's los!

Anhänger aus dem Kreis Wittenberg sehen Deutschland nicht als Turnierfavoriten. Spiele der Löw-Schützlinge werden zu Hause oder beim Public Viewing angesehen.

VON THOMAS TOMINSKI

WITTENBERG/MZ - Mit dem Eröffnungsspiel Gastgeber Brasilien gegen Kroatien in São Paulo beginnt heute um 22 Uhr die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Den offiziellen WM-Song "We Are One" singen zusammen Jennifer Lopez, Rapper Pitbull und Claudia Leitte. Am Start sind 32 Teams, die in acht Vorrundengruppen um den Einzug in das Achtelfinale kämpfen. Als Titelverteidiger geht Spanien ins Rennen. Die Deutsche Nationalmannschaft, die bei der WM 2010 in Südafrika den dritten Platz belegt hat, trifft in der Staffel G auf Portugal, Ghana und die USA. Die Fans aus dem Landkreis Wittenberg freuen sich auf die WM. Der Truppe um Bundestrainer Joachim Löw trauen viele den Sprung ins Halbfinale oder sogar Endspiel zu. Brasilien wird als Favorit auf den Titel des Öfteren genannt. Die Spiele werden zu Hause, mit Freunden oder beim Public Viewing verfolgt. Das WM-Quartier der Elf um Kapitän Philipp Lahm befindet sich an der Küste des Bundesstaates Bahia etwa 30 Kilometer nördlich von Porto Seguro. Am 16. Juni steigt der dreifache Weltmeister (1954 Schweiz, 1974 BRD, 1990 Italien) in das Turnier ein. Erster Gegner ist um 18 Uhr in Salvador Portugal. Das Finale steigt am 13. Juli um 21 Uhr im legendären Maracana-Stadion.

Großer Wurf gelingt nicht

Cornelia Kuhnert (Vorsitzende VfB Gräfenhainichen): Seit 2006 verfolge ich die Fußball-Weltmeisterschaft mit sehr großem Interesse. Das deutsche Team zieht in das Finale ein, doch an den ganz großen Wurf glaube ich nicht. Schade, dass Angreifer Mario Gomez nicht dabei ist. Ich war im Vorfeld überrascht, dass ihn der Bundestrainer nicht zur WM nach Brasilien mitgenommen hat.

Telefonläuten heißt Einsatz

Marcus Benedix (Polizeichef Wittenberg): Ich bin nicht der ausgewiesene Fußball-Fan. Für mich geht die WM erst so richtig ab Viertelfinale los. Der deutschen Mannschaft traue ich den Einzug in das Endspiel zu. Für den Titel wird es nicht reichen. Wenn die Kollegen am Abend Fußball schauen wollen, spricht im Prinzip nichts dagegen. Doch wenn das Telefon zum Einsatz klingelt, ist es mit Fußball vorbei.

Deutschland gewinnt Titel

Gertraud Geipel (Frauenverantwortliche KFV Wittenberg): Als Fan von Philipp Lahm drücke ich der Deutschen Nationalmannschaft natürlich ganz fest die Daumen. In diesem Jahr wird die Löw-Elf Weltmeister. Das Team hat den Titel verdient. Das Spiel gegen Ghana am 21. Juni sehe ich bei einer Fußballerin aus unserem Kemberger Verein. Die feiert an diesem Tag Hauseinweihung und hat alle Frauen eingeladen. Das wird bestimmt eine richtig schöne Party.

Halbfinale möglich

Dirk Meißner (Oberliga-Schiedsrichter, Elster): Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Brasilien und Spanien das Rennen um den Titel unter sich ausmachen. Deutschland ist eine Turnier-Mannschaft. Die Truppe des Bundestrainers wird sich bis zum Halbfinale durchkämpfen. Public Viewing ist nicht mein Ding. Die Spiele der Deutschen sehe ich mir zusammen mit Freunden an. An diesen Tagen darf ich als Unparteiischer auch mal richtig parteiisch sein.

Sieg im Visier

Uwe Loos (Präsident Kreissportbund): Einen richtigen Außenseiter gibt es bei der WM nicht. Wenn Deutschland den Titel gewinnt, wäre das für mich eine Sensation. Wenn die Löw-Truppe mit einem Sieg gegen Portugal in das Turnier startet, ist vieles möglich. Weltmeister wird eine südamerikanische Elf. Brasilien oder Argentinien haben die besten Karten. Trotz meiner vielen Termine werde ich versuchen, bei der WM stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Zu alte Spanier

Stefanie Vehse (Schiedsrichterin KFV Wittenberg): Ich freue mich auf die WM. Wo ich mir die Spiele ansehe, ist noch nicht entschieden. Deutschland wird nicht Weltmeister. Da lege ich mich fest. Die Mannschaft besitzt jedoch genug Klasse, um das Halbfinale zu erreichen. Den Titel gewinnt ein Team aus Südamerika. Mein Tipp lautet Brasilien oder Uruguay. Titelverteidiger Spanien spielt zwar sehr routiniert, doch das Team ist überaltert.

Fan-Ecke ist eingerichtet

Volker Neuberg (Präsident FC Grün-Weiß Piesteritz): Der Ausfall von Marco Reus war für mich ein Schock. Die deutsche Mannschaft ist trotzdem gut besetzt. Sie wird den Ausfall verkraften. Unsere Jungs erreichen mindestens das Halbfinale. An den Weltmeistertitel glaube ich nicht. Die Spiele der Nationalmannschaft schaue ich mir entweder zur Hause mit Freunden in einer Fan-Ecke an, oder ich gehe in den Piesteritzer Volkspark zum Public Viewing.

Team fehlt ein Stürmer

Torsten Zugehör (Bürgermeister Wittenberg): Wenn die Deutsche Nationalmannschaft mit Freude und Gelassenheit in das Turnier geht, erreicht sie auf jeden Fall das Viertelfinale. Die Spiele unseres Teams schaue ich mir entweder zu Hause oder mit Freunden an. Bei der WM gibt es immer 80 Millionen Bundestrainer. An Jogi Löws Stelle hätte ich noch einen zweiten Stürmer mitgenommen. Die Mannschaft ist so flexibler und vom Gegner weniger berechenbar.


Quelle:MZ