Landesklassenmannschaften haben eifrig am Personal gebastelt

PR Team, 31.07.2014

Landesklassenmannschaften haben eifrig am Personal gebastelt

Vereine setzen auf Erfahrung

FUSSBALL Landesklassenmannschaften haben eifrig am Personal gebastelt.

VON DIETMAR BEBBER

WITTENBERG/MZ- Bevor am Samstag ab 12.30 Uhr mit der Begegnung zwischen dem FC Grün-Weiß Piesteritz II und Union Sandersdorf II in der Landesklasse, Staffel fünf, wieder der Fußball rollt, bedurfte es für die Verantwortlichen in den Vereinen zahlreicher Vorbereitungen in der Sommerpause. Eine der wichtigsten Aufgaben war es dabei, einen entsprechenden Kader zusammenzustellen, den man dann ab dem Wochenende ins Rennen schickt, um die selbst gesteckten Saisonziele auch zu erreichen.

Über 500 sind gemeldet

Dafür meldeten die 16 in der Staffel spielenden Vereine insgesamt 509 Spieler, die ihre Aufnahme auf die jeweilige Spielberechtigungsliste fanden und erst dadurch befugt sind, für ihren jeweiligen Verein auf Torejagd zu gehen. Die Zahl der gemeldeten Kicker erscheint auf den ersten Blick hoch, aber bei in der vergangenen Saison 474 eingesetzten Kickern relativiert sich diese Zahl doch recht schnell wieder.

Dennoch klagen unmittelbar vor dem Start in die neue Serie einige Trainer auf Grund des recht frühen Serienstarts (Urlaubs- und Ferienzeit in Sachsen-Anhalt) vielerorts über Personalmangel. Aber auch diese Situation dürfte sich schnell bereinigt haben, und die Zuschauer werden neben den vielen neuen Gesichtern vor allem bei den Aufsteigern auch zahlreiche bekannte Namen entdecken.

So zum Beispiel beim SV Graf Zeppelin Abtsdorf, Kreismeister Kreisfachverband Wittenberg. Nicht nur das Trainer Karsten Kuschel ein in der Region bekannter Akteur ist. So konnte man sich neben fünf neuen Spielern auch die Dienste des ehemaligen Zahnaers Ronny Krohn sichern. Kuschel: "Wir haben versucht, die richtige Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern zu finden." Er hofft somit, neben anderem den Weggang von Marcus Gärtner zu Eintracht Elster zu kompensieren. Auch Aufsteiger Chemie Rodleben hat sich bei nur einem Spielerabgang mit vier Neuen verstärkt. Die größte Hoffnung ruht auf Benny Woitha (Dessau 05), der zuletzt für Oranienbaum im Mai 2011 in der Landesklasse aktiv war.

Muldestädter setzen auf Jugend

Mit gleich acht Nachwuchsspielern setzt Lok Dessau mehr auf die Jugend. Beim SV Friedersdorf stand die Kaderplanung unter dem Motto "Rückholung" von ehemaligen Aktiven.

Dalibor Janjic und Marc Prause (beide SG Ramsin) sowie Martin Schulz (Rot-Weiß Thalheim) trugen gleichsam schon die Friedersdorfer Farben.

Der VfB Gräfenhainichen stockte seine Mannschaft mit fünf Spielern auf, wobei der Zugang von Torwart Chris Liebers (HSV Gröbern) förmlich in letzter Minute über die Bühne ging. Mit seinem Weggang verursachte Liebers bei Thomas Schulz, dem neuen Trainer in Gröbern, Sorgenfalten in Sachen Besetzung der Torwartposition. Denn mit Frank Malerz (zurück nach Kemberg) wechselte nämlich noch ein versierter Keeper den Verein.

Blau-Weiß Klieken begrüßte mit Mathias Niesar (Eintracht Elster) ebenfalls einen Rückkehrer. Zuletzt standen die zwei Brüder, Karsten kehrte schon vor zwei Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurück, übrigens am 13. Juni 2007 für Klieken in der Landesklasse auf dem Platz.

Die größten "Umbauarbeiten" hatte Prataus Coach Bodo Schulz, der jetzt von Marcel Burdack unterstützt wird, zu bewältigen. Sechs Abgänge, davon allein vier Richtung FC Victoria Wittenberg, sollen durch sieben Spieler, darunter sechs nunmehr ehemalige Eutzscher, ersetzt werden.

Königstransfer in Reppichau?

Ob man hingegen die Verpflichtung von Hannes Beier durch die SG Reppichau als kleinen Königstransfer bezeichnen kann, wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Der ehemalige U 17-Spieler des Halleschen FC ist derzeit aber noch nicht spielberechtigt. Hinzu kommt mit Nico Frauendorf ein Spieler, der mit seiner Erfahrung erneut in Reppichau auflaufen wird. Seinen letzten Auftritt für die SG hatte er im Spiel gegen Gräfenhainichen am 11. Juni 2013.

Mit all diesen Wechseln zeigt sich, dass in dieser Saison in den Vereinen offensichtlich mehr Wert auf die Erfahrung gelegt wird. Oder es fehlt einfach am Nachwuchs. Denn die Neuverpflichtungen aus den eigenen Reihen halten sich in Grenzen. Dies ist jedoch ein bekanntes Problem, mit dem sich viele Vereine künftig noch intensiver auseinandersetzen müssen.

AUSBLICK

240 Begegnungen stehen auf dem Plan

Wenn am Sonnabendder Ligaalltag in der Landesklasse beginnt, haben die 16 Mannschaften 240 Begegnungen an 30 Spieltagen vor der Brust.

Der letzte Spieltagder Saison 2014/15 ist laut Staffelspieltag für den 13. Juni 2015 angesetzt (alle Spiele werden dann um 15 Uhr angepfiffen).

Die Hinrunde endetin diesem Jahr am 13./14. Dezember. Der Start in die Rückrunde erfolgt am 21. Februar 2015.AR

"Wir haben versucht, die richtige Mischung zu finden."

Karsten Kuschel

Trainer Graf Zeppelin Abtsdorf


Quelle:MZ