Spiele vom WE in der MZ

PR Team, 29.09.2014

Spiele vom WE in der MZ

LANDESKLASSE

SG Reppichau übernimmt Tabellenspitze

Schreiter-Elf profitiert vom Pratauer Sieg.

VON THOMAS TOMINSKI

WITTENBERG/MZ- Damit hat wirklich keiner gerechnet. Die Landesklassen-Fußballer von Blau-Rot Pratau, bis Samstag noch Schlusslicht des Klassements, kippen Spitzenreiter Germania Köthen mit einem klaren 3:0-Sieg vom Thron. "Alles braucht seine Zeit", meint Prataus Trainer Bodo Schulz, der hofft, dass der Dreier gegen die Bachstädter die Initialzündung für weitere Erfolge ist. "Nach dem Umbruch musste die Mannschaft sich erst finden", so Schulz weiter, der auch ein Stück stolz ist, dass seine Jungs gegen den Tabellenführer alle Vorgaben umgesetzt haben. Die 55 Zuschauer sehen von Anbeginn ein munteres Spiel. Marcel Schmidt knallt bereits in der dritten Minute einen Elfmeter in die Maschen, Teamkollege Mario Höse (25.) legt nach. Kurz vor dem Wechsel schlagen die Hausherren auf dem Jahn-Sportlatz das dritte Mal zu. Steven Schmidt schießt die Blau-Roten endgültig vom Tabellenende weg.

Effektive -Truppe

Vom Ausrutscher der Köthener hat vor allem die SG Reppichau profitiert. Die Elf von Coach Sven Schreiter setzt sich am Samstag beim FC Grün-Weiß Piesteritz II überraschend deutlich 4:1 durch. Christian Seiche (5., 36.) stellt per Doppelschlag die Weichen auf Sieg, nach seinem dritten Treffer in der 54. Minute ist endgültig alles klar. Teamkollege Stefan Krug (66.) verbessert ebenfalls seine persönliche Statistik. Den Piesteritzer Ehrentreffer erzielt Michael Müller (71.). "Wir waren nicht besser, nur konsequenter in der Chancenverwertung", meint Gäste-Trainer Sven Schreiter, der die Übernahme der Tabellenführung als "glücklichen Umstand" bezeichnet, weil sich die Konkurrenz einige Patzer erlaubt hat. Vom Thema Landesliga-Aufstieg will Schreiter nichts hören. "Die richtig schweren Spiele kommen erst noch", sagt er und betont noch einmal, dass seine Jungs momentan den Vorteil besitzen, effektiv zu sein. Der Sieg von Pratau kommt für ihn nicht überraschend. Die Truppe von Bodo Schulz habe schon beim 2:2 im Reppichau gezeigt, dass sie sich im Aufwärtstrend befindet.

Schnelle Entscheidung

Im Duell der Verfolger hat Blau-Weiß Klieken ein Achtungszeichen gesetzt und beim VfB Gräfenhainichen 4:1 gewonnen. Das Match ist vor 53 Zuschauern im Sportforum bereits zur Halbzeit entschieden. Das Team von Trainer Peter Fischer liegt zu diesem Zeitpunkt durch die Tore von Thomas Berger (4.), Tim Schölzel (32.) und Karsten Niesar (45., Elfmeter) 3:0 in Führung. Nach dem Wechsel schöpft der VfB nach dem Treffer von Oliver Pannier (48.) noch einmal Hoffnung und drängt auf den Anschlusstreffer. Doch in der Schlussminute schlagen die Gäste durch Karsten Niesar erneut zu.

Die weiteren Ergebnisse: Sandersdorf II - Friedersdorf 2:2, Mosigkau - Abtsdorf 0:0, Roitzsch - Trebitz 1:1, Rodleben - Gröbern 0:0, Kemberg - Lok Dessau 2:2

 

KREISOBERLIGA

Möhlau verliert ein wenig den Anschluss

Jessen kommt erst in Minute 90 zum Erfolg.

VON WERNER MICHAELIS UND ANDREAS RICHTER

WITTENBERG/MZ- Mit vier beziehungsweise fünf Zählern haben die Spitzenteams in den Fußball-Kreisoberligen der Kreisfachverbände Wittenberg und Anhalt ihren Vorsprung vergrößert.

Fachverband Wittenberg

Es war das Spitzenspiel am Samstag. Der Tabellendritte traf zu Hause auf den Zweiten. Doch aus seinem Heimvorteil zog Glückauf Möhlau keinen Vorteil. 1:2 unterlagen die Platzherren dem SV Seegrehna und verloren damit zum ersten Mal in dieser Serie etwas den Anschluss an das Führungsduo. Dessen Vorsprung ist auf vier Zähler angewachsen (19 zu 15).

Entscheidend in diesem Spiel war wieder einmal die Verwertung von Chancen. Denn über weite Strecken verlief die Partie ausgeglichen. Zwar setzte sich Seegrehna nach 22 Minuten durch den Treffer von Sascha Vogel in Front, doch die Möhlauer reagierten und stellten vor der Pause durch Philipp Schreiber den Ausgleich her (30.). Aber schon bis dahin fiel auf, dass die Gastgeber einige gute Chancen nicht nutzen. Was nach dem Seitenwechsel weiterging. Seegrehna agierte im Endeffekt cleverer. Und nachdem Christoph Thauer in der 68. Minute unsanft im Strafraum von den Füßen geholt wurde, verwandelte Rico Herrmann den fälligen Elfmeter zum 2:1 für die Gäste.

Ligaprimus Allemannia Jessen behauptete Platz eins. Aber: Beim 2:1 gegen Zahna fiel die Entscheidung erst in der 90. Minute (Strafstoßtor, Jens Wäsch). Wäsch hatte zuvor bereits getroffen (77.). Für Zahna glich zwischenzeitlich Robert Ayala Milanes aus (88.).

Fachverband Anhalt

Tabellenführer Germania Roßlau hat mit dem 4:0-Sieg über die Reserve vom SV Dessau 05 seine absolute Favoritenstellung unterstrichen. Die Roßlauer haben fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Abus Dessau. Nach drei Siegen in Folge kassierte die SG Jeber-Bergfrieden/Serno am Samstag gegen Vorwärts Dessau eine 0:1-Heimpleite. Dagegen scheint sich die SG Oranienbaum-Wörlitz wieder zu stabilisieren. Die Truppe schickte TuS Kochstedt mit einer 0:5-Klatsche auf die Heimreise. Torschützen waren Marcel Weise (27., 59.), Mohamed Touré (11.), Christoph Neubauer (38.) und Faisol Adoti (84.). Auch Blau-Rot Coswig scheint seine Form gefunden zu haben. Die Coswiger besiegten den FSV Steutz/Leps - nach Toren von Sebastian Weigl (29., 47.), Ronny Seidlich (56.) und Christian Howe (71.) - mit 4:1. Die SG Waldersee/Vockerode bezwang den Dessauer SV mit 2:0. Es traf wieder einmal Ronny Swientek (24., 29.).

Weitere Ergebnisse: Wittenberg: Annaburg II - Linda 4:0, Bad Schmiedeberg - Abtsdorf II 3:0, Wartenburg - Elster II 1:0, Nudersdorf - Pretzsch 2:1, Reinsdorf - Zschornewitz/Muldenstein 6:2, Rackith/Dabrun - Einheit Wittenberg 4:0; Anhalt: Mosigkau II - FSG Vorfläming 1:4, Mildensee - Abus Dessau 4:1, Lok Dessau II - Walternienburg/Güterglück 0:3

 

Eintracht kommt unter die Räder

LANDESLIGA Elster verliert gegen Farnstädt 1:5. Annaburg erkämpft ein Remis.

VON ULF ROSTALSKY

ANNABURG/ELSTER/MZ- Die Rückkehr auf die Trainerbank hat sich Thomas Szczegula ganz anders vorgestellt. "Toller Einstieg nach dem Urlaub." Der Coach spart nicht mit Süffisanz. Er ist bedient und ein gutes Stück auch ratlos. Fußball-Landesligist Eintracht Elster wollte in Farnstädt mit breiter Brust aufspielen und kam am Ende 1:5 unter die Räder. Jetzt dümpelt Elster mit sieben Zählern auf dem elften Tabellenplatz herum. "Dabei ging alles wie geplant los", erklärt Szczegula. Laszlo Lango traf in der 18. Minute zum 1:0. Zwei Standards brachten die Wende. "Zwei Ecken, zwei Tore. Unfassbar", stellt Szczegula fest. Nach 37 Minuten hatte Farnstädts Christian Heditzsch das Spiel gedreht. Der Goalgetter legte fünf Minuten später sogar nach. Mit dem 3:1 wurde sein Hattrick lupenrein. Die Eintracht war deutlich angeschlagen. Dass sie nach dem Wiederanpfiff immer wieder versuchte, den Anschlusstreffer zu erzielen, rechnen ihr die Verantwortlichen aus Farnstädt hoch an. "Was bringt das? Wir haben hoch verloren", so Szczegula. Zu allem Unglück blieb es nicht beim 1:3. Elster kassierte durch Christian Haufe (70.) und Thomas Hönemann (80.) zwei weitere Gegentore. Wie schon nach den ersten Treffern der Farnstädter verfiel die Eintracht in eine Schockstarre, für die der Trainer nur eine Erklärung hat. "Wir haben keinen Leader im Team. Es fehlt ein Spieler, der die Ärmel hochkrempelt und seine Leute mitreißt." Ob seine Elf am Sonntag im Landespokal gegen den 1. FC Magdeburg bestehen kann, ist völlig offen. Szczegula macht kein Hehl daraus, dass er handeln wird. "Mal sehen, wer am Ende überhaupt spielen darf."

In Annaburg hat Trainer Uwe Rohlik solche Sorgen nicht. Er zollt seiner Mannschaft großen Respekt. Gegen den Tabellenführer Askania Bernburg II haben die Grün-Weißen einen Punkt geholt (3:3). Ein gutes Ergebnis nach zuletzt drei verlorenen Ligaspielen. "Aber ehrlich. Ich bin enttäuscht. Da wäre sogar mehr drin gewesen", meint der Coach. "Wir haben das Pech für eine ganze Saison aufgebraucht." Tatsächlich verschoss der sonst so treffsichere Dosseh Bruce in den ersten Minuten einen Elfmeter. Marvin Richter sorgte mit einem Eigentor (18.) für die Führung der Bernburger, bei denen Benjamin Krollmann seinem Ruf als Torschütze vom Dienst gerecht wurde. In der 25. Minute erhöhte er auf 2:0. "Stefan Lutzmann hat ein Extra-Lob verdient", sagt Uwe Rohlik nach dem Schlusspfiff. Annaburg hatte sich zurückgekämpft, war durch zwei Lutzmann-Treffer (72., 77.) zum Ausgleich gekommen und durch Dennis März (88.) in Führung gegangen. Praktisch mit dem Schlusspfiff sorgte der Bernburger Thomas Baumgarten für den Endstand.Annaburg:Kevin Ziebell, Axel Wägner (76. Martin Pirwitz), Marc Richter, Marvin Richter, Philipp Grundmann, Andreas Schmidt, Tobias Unger, Emanuel Clemens, Stefan Lutzmann, Dennis März, Dosseh BruceElster:Robin Brandenburg, David Kühnast, Matthias Smetak, Kevin Schüler, Felix Röder, Benjamin Witt, René Rosenberger, Pitt Schultz, Martin Thauer, Kay Stephan, Laszlo Lango

 

Klare Angelegenheit

FUSSBALL Verbandsligist FC Grün-Weiß Piesteritz schlägt Sangerhausen 3:0.

VON THOMAS TOMINSKI

WITTENBERG/MZ- Frank Lehmann kratzt sich am Kopf. "Die ganze Situation kam für mich schon ziemlich überraschend", sagt der Piesteritzer Rechtsverteidiger, den Cheftrainer Uwe Ferl im letzten Jahr von Stürmer zum Abwehrspieler umfunktioniert hat. In der 90. Minute vergibt Lehmann frei stehend vor Gäste-Torwart Maik Bemmann die große Chance zum 4:0 und ist nach dem Schlusspfiff selbst überrascht, wie schnell ein Angreifer seinen Torriecher verlieren kann. "Jetzt bin ich dafür da, um Tore zu verhindern", schiebt der 24-Jährige als Entschuldigung hinterher. Lehmann gibt zu, dass er den VfB Sangerhausen stärker erwartet hat. Der 3:0-Sieg von Verbandsliga-Spitzenreiter FC Grün-Weiß geht aus seiner Sicht völlig in Ordnung. "Der Gegner hat uns genügend Freiräume gelassen", sagt er und betont, dass in der Piesteritzer Mannschaft die Chemie stimmt.

Spezielles Erfolgsrezept

Teamkollege Oliver Hinkelmann, der in der 78. Minute einen Foulstrafstoß zum Endstand verwandelt, zieht am Samstag das gleiche Fazit. "Sangerhausen hat sich in den ersten 45 Minuten kaum gewehrt. Nach dem 2:0 war doch die Katze im Sack." Seinen Elfmeter-Trick will der 30-Jährige nicht ganz verraten. "Ja", meint er , "ich habe eine starke Ecke. Doch eigentlich mache ich es so. Ich suche erst den Augenkontakt mit dem Torwart und entscheide mich dann für eine Ecke." Gäste-Trainer Martin Kinast hat die Niederlage nach dem Abpfiff schnell verdaut. Der Coach betont, dass es sich auch bis Sangerhausen herumgesprochen hat, wie Tabellenführer Piesteritz und speziell Angreifer Jeffrey Neumann spielen, doch gegen dieses System sei momentan kein Kraut gewachsen. "Neumann ist schnell, erkennt sofort die Lücke und ist extrem torgefährlich", meint Kinast anerkennend und erklärt, dass seine Elf zumindest nach dem Wechsel dicht dran war, den Anschlusstreffer zu erzielen. "Gelingt uns das, machen wir auch das 2:2", so der Trainer aus Sangerhausen, der den verdienten Sieg des Tabellenführers nicht in Frage stellt.

Die etwa 200 Zuschauer sehen im Volkspark zunächst eine Partie die unter dem Motto Pressing und Gegenpressing steht. Mit dem 1:0 durch Jeffrey Neumann (20.), der im Laufduell VfB-Kapitän André Meyer abschüttelt, verschiebt sich das Kräfteverhältnis. Die Fußballer des Spitzenreiters sind Chef auf dem Platz, besitzen Vorteile in der Handlungsschnelligkeit und sind vor dem gegnerischen Gehäuse trick- und ideenreicher. Den mit viel Effet getretenen Freistoß von Hinkelmann kratzt VfB-Torwart Christoph Schwab noch aus dem Dreiangel (28.), gegen den Schuss von Markus Jahnke aus Nahdistanz ist er machtlos (38.).

Entscheidung vom Punkt

Im zweiten Abschnitt sind die Fußballer aus Sangerhausen etwas präsenter. Robert Knopp (48.) scheitert am Piesteritzer Keeper Alexander Glaser, Lars Timpe (73.) prüft Glaser mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Die Entscheidung fällt kurz darauf. Nach Foul von VfB-Kapitän Meyer an Andreas Thöner zeigt Schiedsrichter Tristan Tauche aus Leipzig auf den Elfmeterpunkt. Hinkelmann schickt Schwab in die falsche Ecke (78.). Der Keeper scheint über diese Entscheidung frustriert zu sein, greift den Referee verbal an und erhält die Rote Karte (79.).

Bis zum Schlusspfiff haben beide Teams noch eine Chance, ihr Torverhältnis aufzupolieren. Nach einem Solo von Ebert kann der eingewechselte Tom Steuer den Pass nicht verwerten (88.). Auf der Gegenseite vergibt wie erwähnt Lehmann eine Großchance (90.). Der Kopfballversuch des Piesteritzers Pawel Wojchiechowski (86.) nach einer Ecke von Grün-Weiß-Kapitän Tim Körnig passt allerhöchstens in die Rubrik Halbchance.FC Grün-Weiß Piesteritz:Alexander Glaser, Philipp Schlüter, Pawel Wojchiechowski, Kevin Redlich (81. Dennis Marschlich), Jeffrey Neumann (86. Patrick Pfeifer), Kevin Jersak (81. Sebastian Töpfer), Frank Lehmann, Tim Körnig, Markus Jahnke, Andreas Thöner, Oliver Hinkelmann

SAISON 2014/15

Kein vorgezogenes Punktspiel

Das für den11. Oktober geplante vorgezogene Punktspiel des FC Grün-Weiß Piesteritz gegen den Schönebecker SC findet nicht statt, da der SC am diesem Tag um 14 Uhr den TSV Völpke empfängt.Das Teamaus dem Volkspark kann diesen freien Tag jedoch nutzen, um sich das Landespokalspiel Union Heyrothsberge gegen den HFC anzusehen. Auf den Sieger der Begegnung treffen die Schützlinge von Cheftrainer Uwe Ferl am 15. November im Achtelfinale dieses Wettbewerbs. Das nächste Punktspiel in der Verbandsliga steht am 3. Oktober um 14 Uhr auf dem Programm. Die Reise geht zum FSV Barleben. Der FSV hat am Samstag den SV Dessau 05 2:0 geschlagen.TT

"Nach dem 2:0 war doch die Katze im Sack."

Oliver Hinkelmann

Torschütze Piesteritz


Quelle:MZ