Spiele vom WE in der MZ

PR Team, 16.10.2014

Spiele vom WE in der MZ

In allerletzter Sekunde

VON THOMAS TOMINSKI

NUDERSDORF/MZ- Schiedsrichter Benjamin Richter zeigt mit den Fingern vier Minuten Nachspielzeit an. Eine Sensation liegt in der Luft. Kreisoberligist Blau-Weiß Nudersdorf führt 1:0 und steht mit einem Bein im Kreispokal-Halbfinale. Favorit Rot-Weiß Kemberg (Landesklasse) wirft alles nach vorn. Moritz Hillebrand tritt den nächsten Eckball. Sekunden später zappelt das Leder im Netz. Die Gastgeber protestieren. Der Nudersdorfer Keeper Alexander Richter beschwert sich beim Unparteiischen, dass er im Fünf-Meter-Raum unfair attackiert worden ist. Die Nudersdorfer Anhänger schlagen mit ihren Äußerungen in die gleiche Kerbe. Doch Richter bleibt bei seiner Entscheidung und zeigt auf den Anstoßpunkt. Die Ereignisse überschlagen sich. Kemberg leitet den letzten Angriff in diesem Spiel ein. René Fischer knallt den Kopfball in die Ecke und setzt zum Jubelsprint über das ganze Feld an. Mit diesem Tor verhindert der Favorit die Blamage, die geschlagenen Nudersdorfer werden von den Fans wie Sieger gefeiert.

Enttäuschter Cheftrainer

Blau-Weiß-Coach Jens Stockmar hat nach dem Schlusspfiff sichtlich mit seinem Seelenzustand zu kämpfen. "Natürlich bin ich enttäuscht", sagt er mit versteinerter Miene. Trotz des Ausscheidens lobt es seine Mannschaft für deren engagierte Leistung und betont, dass Nudersdorf in der laufenden Kreisoberliga-Saison noch einige Achtungszeichen setzen wird. Trotz aller Frustration gratuliert er den Kembergern fair zum Weiterkommen und erklärt, dass die Gäste nach dem Ausgleich clever die Entscheidung gesucht haben. Der Kemberger Coach Stefan Kohnert bewertet den direkt verwandelten Eckstoß von Moritz Hillebrand als "sauberes Tor" und erklärt die Taktik. Nach einer Ecke stürmen vier Kemberger Spieler in Richtung ersten Pfosten und versuchen mit dieser Maßnahme, Verwirrung in der gegnerischen Abwehr zu stiften. Eine Behinderung des Nudersdorfer Torwarts hat er nicht gesehen. "Wenn es uns in 90 Minuten nicht gelingt, ein Tor zu schießen, müssen wir es eben in der Nachspielzeit biegen", so Kohnert, der mit der Chancenverwertung überhaupt nicht zufrieden ist. "Das war unser Hauptproblem."

Vor 115 Zuschauern übernehmen die Gäste sofort das Kommando und setzen mit einfachen Mitteln die Nudersdorfer Verteidigung sofort unter Druck. Langer Ball in die Spitze, Fischers zweiter Kopfballversuch klatscht an den Pfosten (8.). Kurz darauf prüft Kembergs Kapitän Michal Fiala (13.) Torwart Richter mit einem Distanzschuss. "Nicht lange zaubern. Ball nach vorn", ruft Stockmar seinen Jungs zu, die wie der Favorit wissen, dass auf dem rutschigen Rasen keine technischen Kabinettstückchen möglich sind. Die Gastgeber befreien sich in der Folgezeit aus der Umklammerung und gehen durch Stefan Lindner (41.) sogar überraschend in Führung.

Torwart hält Elfmeter

Nach dem Wechsel ist der Favorit überlegen. Die Hausherren warten auf den einen entscheidenden Konter und machen die Räume dicht. Bis zur 79. Minute läuft für den Außenseiter alles glatt. Dann holt der Nudersdorfer Torwart Gäste-Angreifer Benedikt Richter von den Beinen - Elfmeter! Fiala legt sich das Leder zurecht, schießt den Ball völlig unplatziert Richtung gegnerisches Gehäuse und Alexander Richter berühmt. Die Rot-Weißen geben nicht auf. Angriff auf Angriff rollt auf das Nudersdorfer Tor zu. Die Stockmar-Schützlinge sind in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Dann zeigt der Referee vier Minuten Nachspielzeit an.Blau-Weiß Nudersdorf: Alexander Richter, Patrick Schulze, Thomas Eckert, Michael Hartling, Peter Bständig, Andreas Hille, Philipp Schmädt, Christian Hansel (71. Stefan Bständig), Stefan Lindner, Mario Hörnig (86. Marcel Homuth), Lucas Sekora (90. Karsten Kolbe)Rot-Weiß Kemberg: Christoph Heede, Philipp Disselhoff, Felix Uhrig, André Apitzsch, Moritz Hillebrand, René Fischer, Michal Fiala, Benedikt Richter, Bastian Schenk, Marc Seeger, Lukas Hillebrand

ÜBERBLICK

Außenseiter haben keine Chance

TitelverteidigerGrün-Weiß Annaburg hat am Sonnabend ebenfalls das Halbfinale erreicht. Das von Uwe Rohlik trainierte Landesliga-Team setzte sich bei Kreisoberliga-Vertreter SV Seegrehna deutlich 5:2 durch.Als zweifacheTorschützen ragten beim Gewinner Emanuel Clemens (22., 23.) und Dosseh Bruce (38., 75.) heraus. Das 1:0 hatte Teamkollege Philipp Grundmann (3.) erzielt. Für Seegrehna waren Sascha Vogel (10.) und Stefan Müller (64.) erfolgreich.KreisligistVictoria Wittenberg unterlag gestern Landesklassen-Vertreter Grün-Weiß Piesteritz II nach den Toren von Jonny Karaschewski (3., 61.), Jörg Steiner (32.), Dennis Marschlich (44., 85.), Maik Trollmann (65.) und Tobias Bork (76.) 1:7. Der Ehrentreffer gelang Robert Schütze (10.). Die Partie im Arthur-Lambert-Stadion besuchten 500 Fans.Match Nummervier zwischen Allemannia Jessen und Glückauf Möhlau wird am 15. November um 14 Uhr ausgetragen.TT

"Natürlich bin ich enttäuscht."

Jens Stockmar

Nudersdorfer Trainer

 

Favorit Elster II ist aus dem Rennen

WETTBEWERB Eintracht-Reserve zieht bei Einheit Wittenberg II 1:2 den Kürzeren.

WITTENBERG/MZ/TT- Im Kreispokal-Wettbewerb der Reserve-Mannschaften gab es am Sonnabend eine faustdicke Überraschung. Die von vielen Experten als Favorit gehandelten Kreisoberliga-Kicker des SV Eintracht Elster zogen bei Kreisligist Einheit Wittenberg II 1:2 den Kürzeren. Das Team aus der Lutherstadt ging vor 36 Zuschauern auf dem Platz der Jugend bereits in der sechsten Minute durch Marcel Ständer in Führung. Die Eintracht-Reserve ließ sich davon nicht beeindrucken. Uwe Katte (33.) gelang der Ausgleich. Nach dem Wechsel suchten beide Mannschaften die Entscheidung. Als sich die Fans beider Teams bereits mit der Verlängerung abgefunden hatten, schlugen die Wittenberger noch einmal zu. Carsten Oelze überwand den Elsteraner Keeper Martin Zimmer, schoss den Favoriten aus dem Wettbewerb und seine Elf in das Halbfinale.

Spannende Begegnung

Ebenfalls den Sprung in die Vorschlussrunde haben die Fußballer des SV Rot-Weiß Kemberg II geschafft, die gegen Gastgeber SG Zschornewitz/Muldenstein 3:1 die Oberhand behielten. Tore bekamen die 20 Anhänger des runden Leders erst im zweiten Abschnitt zu sehen. Drei Minuten nach dem Wechsel gelang dem Kemberger Markus Girke die Führung. Kaum war der Jubel bei den Rot-Weißen verhallt, rissen die Kicker aus Zschornewitz und Muldenstein die Arme in die Höhe. Alexander Bruder (51.) hielt seine Mannschaft auf Kurs. Das Spiel blieb spannend. Beide Mannschaften wollten die nächste Runde erreichen und intensivierten deshalb ihre Angriffsbemühungen. Michael Aurast (80.) verwandelte einen Elfmeter. Die Hausherren warfen jetzt alles nach vorn. Doch ohne Erfolg. Jens Bischoff machte in der Nachspielzeit für Kemberg II alles klar.

VfB II erwischt guten Start

Im Duell der Landesklassen-Reserven setzte sich der VfB Gräfenhainichen bei der SG Trebitz II 2:1 durch. Das Team von Trainer André Woltersdorf erwischte den besseren Start. Markus Giese gelang der Führungstreffer (17.). Nach dem Wechsel stemmten sich die Gastgeber vor 30 Fans zwar gegen die drohende Niederlage, doch Gräfenhainichen gelang durch Stefan Kneist das 2:0 (75.). Die Truppe von Übungsleiter Hans-Joachim Tietz warf nun alles in die Waagschale. Zwei Minuten vor Ultimo gelang Dominik Weigel noch der Anschlusstreffer. Mehr ließen die Gäste nicht zu.

Pretzsch II muss warten

Das vierte Viertelfinalspiel zwischen Grün-Weiß Pretzsch II und dem SV Graf Zeppelin II steigt erst am 15. November um 14 Uhr, da die Pretzscher am Sonnabend beim ESV Bergwitz ein Nachholspiel in der Kreisliga bestreiten mussten. Die Grün-Weißen zogen beim ESV klar 0:4 den Kürzeren und stehen jetzt mit fünf Punkten auf Rang acht. Bergwitz ist Vierter mit elf Zählern. Die vier Tore für den Gewinner erzielten Andy Jarausch (6., 54.), Niklas Richter (71.) und Patrick Ulrich (90.). Die Partie besuchten 15 Fans.

 

Favoriten lassen nichts anbrennen

Viertelfinale im KFV Anhalt ist komplett.

VON WERNER MICHAELIS

Dessau-Rosslau/MZ - Im Kreispokal-Achtelfinale des Fachverbandes Anhalt wurden am Sonnabend drei Partien nachgeholt. Damit steht der Auslosung des Viertelfinales - das am 31. Oktober angepfiffen werden soll - nichts mehr im Weg. Zu den schon qualifizierten Teams Lok Dessau (Landesklasse) FSV Vorfläming, Dessauer SV 97 (Kreisoberliga), den beiden Kreisligisten SV Gohrau und SV Grün-Weiß Dessau gesellen sich nun die Landesklassenteams Rot-Weiß Zerbst und Vorfläming Nedlitz dazu. Kreisoberligist Abus Dessau komplettiert die nächste Runde.

Mit Rot-Weiß Zerbst und SC Vorfläming Nedlitz setzten sich die Vertreter aus der Landesklasse zwei gegen ihre Kontrahenten aus der Staffel fünf - TSV Mosigkau und Chemie Rodleben - souverän durch. Im internen Kreisoberligaduell musste sich der SV Mildensee auf dem heimischen Platz den Kickern von Abus Dessau knapp geschlagen geben.

Rot-Weiß Zerbst - TSV Mosigkau 5:2

Vom Ergebnis her scheint es eine eindeutige Angelegenheit für den Tabellenzweiten aus der Staffelzwei gewesen zu sein. "Ein verdienter Sieg für Zerbst. Wir haben nicht enttäuscht und hatten auch unsere Chancen", erklärte Mosigkaus Mannschaftskapitän Max Dämmrich. Max Syring (41., 56.), Bastian Wiegelmann (20. 68.) und Marcel Gieseler (3.) erzielten die Tore beim Gastgeber. Marcel Schoene (8.) sowie Marin Kreideweiß (61.) trafen für Mosigkau. Der TSV musste ab Minute 77 auf Marvin Broda (Gelb-Rot) verzichten.

Erst als David Ritze (62.) einen Foulelfmeter für die Platzherren zum entscheidenden 2:0 verwandelt hatte, unterstrichen die Schützlinge von Trainer Frank Jaenecke, dass sie nicht zu Unrecht in der Landesklasse vertreten sind. "Eine gute Stunde war mein Team nicht präsent. Erst als es zu spät war, sind wir endlich aufgewacht", grummelte der Chemie-Coach. Hannes Mielchen hatte die Nedlitzer in der 21. Minute in Führung gebracht.

SV Mildensee - Abus Dessau 0:1

Ein Pokalmatch zweier Kreisoberligisten, dass auf dem Anger in Mildensee nicht von hohem Niveau aber von Spannung geprägt war. Bis eine Viertelstunde vor Ultimo war es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams erspielten sich dabei gute Möglichkeiten. Dann war es Gino Böckelmann, der den "goldenen" Treffer für den Tabellenzweiten erzielte und für das Weiterkommen der Truppe des Trainergespanns Günther Baier/Uwe Präger sorgte. "Die Partie hatte keinen Sieger verdient", meinte Coach Rainer Müller vom SV Mildensee.


Quelle:MZ