Spiele vom WE in der MZ
PR Team, 27.10.2014
FUSSBALL-LANDESKLASSE
Heidekicker überraschend auf Platz eins
VfB Gräfenhainichen gewinnt in Köthen 2:0.
WITTENBERG/MZ/BEB- Der VfB Gräfenhainichen sorgte mit einem nicht erwarteten 2:0-Erfolg in Köthen für die Überraschung in der Fußball-Landesklasse und übernahm damit die Tabellenführung. Gleich zweimal traf Daniel Richter innerhalb von zehn Minuten. Die Gästeführung resultierte aus einem direkt verwandelten Freistoß (16.) aus gut 30 Metern Entfernung, während ihm der zweite Treffer mustergültig von Jens Stockmann aufgelegt wurde.
Mit etwas Glück trat der SV Rot-Weiß Kemberg nach einem 2:2 mit einem Punkt im Gepäck den Heimweg von der SG Reppichau an. Konnte Christian Seiche (49.) die von Moritz Hillebrand erzielte Kemberger Führung ausgleichen, war es mit Oliver Sommer (51.) erneut ein Reppichauer, welcher wieder für eine Kemberger Führung sorgte. Mit Tobias Gallasch (63.) traf dann ein dritter Spieler der Heimelf zum 2:2.
Dagegen bleibt es bei nur einem Heimsieg für Blau-Weiß Klieken, denn im Anhalt-Duell unterlagen sie mit 0:2 dem TSV 1894 Mosigkau. Die Treffer erzielten Johannes Stiller und Patrick Schur schon im ersten Spielabschnitt.
Aus dem Duell der beiden Aufsteiger Chemie Rodleben und Roitzsch gingen die Chemiker mit einem knappen 2:1 als Sieger hervor. Klaus Lange sorgte nach 20. Minuten für die Halbzeitführung der Hausherren, welche Michael Meißner (50.) egalisierte. Doch Lange (86.) sorgte dann mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung.
Etwas überraschend war das torlose Remis zwischen Trebitz und Sandersdorf II.
Mit dem Abrutschen auf einen Abstiegsrang wirkte sich für den HSV Gröbern die 1:2-Niederlage gegen Piesteritz II aus. Schon in der ersten Halbzeit war alles entschieden. Jonny Karaschewski traf in der 4. und 11. Minute für die Gäste. Andreas Wolfensteller besorgte den Anschluss (20.).
Das wichtige Sonntagsspiel im Kampf um den Klassenerhalt gewinnt Pratau mit 2:0 in Abtsdorf. Die Treffer erzielten im Endspurt Mario Höse (77.) und Maximilian Preuß (90.). Der Pratauer Keneth Reiß sieht die Ampelkarte (80.).
Rabenschwarzer Tag für Annaburg
FUSSBALL-LANDESLIGA Brachstedt schlägt Grün-Weiß 7:0. Elster gewinnt klar 3:0.
WITTENBERG/MZ/UR- "Mit Landesliganiveau hatte das absolut nichts zu tun." Annaburgs Trainer Uwe Rohlik ist fassungslos. "Es war ein rabenschwarzer Tag für uns", rang der Coach gestern Nachmittag nach Worten. Seine Grün-Weißen hatten da gerade die höchste Niederlage ihrer jungen Landesligageschichte eingefahren. Das 0:7 in Brachstedt ist am Ende ein Warnschuss. Annaburg findet sich nach dem zehnten Spieltag auf einem Abstiegsplatz wieder. Vom Selbstbewusstsein des makellosen Saisonbeginns ist nichts geblieben.
"Es ging gar nichts. Es hat nichts gestimmt", so Rohlik. Bitter für die Annaburger: Brachstedt ist eine der Mannschaften, mit denen sich der Aufsteiger auf Augenhöhe sieht. Gestern wollte man nicht nur mitspielen. Gestern wollte Grün-Weiß drei Punkte einfahren. In der Realität war daran zu keinem Zeitpunkt des Spiels zu denken. Die Gastgeber überrannten die Annaburger und versenkten das Leder nach Belieben im Tor von Marvin Hotek. Der war für den verletzten Kevin Ziebell ins Rennen geschickt worden und erlebte im ersten Spiel für die erste Mannschaft und im ersten Landesligaspiel seiner Karriere eine Pleite der besonderen Art. "An Marvin allein hat es nicht gelegen. Seine Vorderleute haben ihn komplett im Stich gelassen", sagt Rohlik. Er wird reden und seine Elf aufbauen müssen. Denn die ging nicht unglücklich unter. Grün-Weiß war praktisch nicht präsent. Zum ganzen Dilemma passt auch, dass der sonst so treffsichere Dosseh "Valentino" Bruce kurz vor Schluss den Ball vom Elfmeterpunkt nur an den Pfosten schoss. Grün-Weiß war überfordert. Die Tore vielen im Minutentakt. Sandro Fiebig und Nabil Daouri netzten für Brachstedt doppelt ein. Getroffen haben außerdem David Reza, Ron Völkel und Thomas Jebock.
Mission erfüllt. Das ist die Nachricht aus Elster, wo die Eintracht den Gästen aus Zorbau beim 3:0 keine Chance gelassen hat. Von einer Trendwende spricht Trainer Thomas Szczegula dennoch nicht. Für den Coach zählt erst einmal, ein Abrutschen auf die Abstiegsränge verhindert zu haben. 3:0 gegen Zorbau. "Was soll ich sagen? Wir haben zu Null gespielt. Wir haben drei Punkte geholt. Wir haben das Spiel dominiert." Die Bilanz stimmt. In der 14. Minute verwandelte Pitt Schultz einen Freistoß direkt zum 1:0. Allerdings hätte die Eintracht schon fünf Minuten vorher in Führung gehen können. Statt ins Tor traf Marcus Finke jedoch den Zorbauer Schlussmann Matthias Henze. "Wir haben wirklich lange gebraucht, bis wir aus der Überlegenheit im Spiel auch Zählbares machen konnten", ist der Eintracht-Trainer realistisch.
Tatsächlich machten seine Spieler erst nach mehr als 70 Minuten alles klar. Es waren die Dauertorschützen, die wieder einmal zuschlugen. In der 71. Minute verzettelte sich Laszlo Lango in der Vorwärtsbewegung. Als der Ball doch noch vor die Füße von Schultz rollte, fackelte der nicht lange. Das 2:0 war das 6. Saisontor von Schultz. Für das 3:0 sorgte Lango. Nach einer Ecke hatte er keine Mühe, den Ball ins Tor zu schieben (82.).
Annaburg: Hotek, Pirwitz, Dillan (55. Uhlitzsch), Clemens, Lutzmann, Richter, Bruce, Grundmann (68. Klöpping), März, Unger, SchmidtElster: Juhasz, Röder, Puhlmann, Schüler, Kühnast (84. Thauer), Zsolt Weigerding, Schultz (77. Gärtner), Witt, Rosenberger, Finke (88. Furchner), Lango
Debakel nach der Pause
FUSSBALL Piesteritz verliert in Merseburg 1:5 und gibt sich kampflos auf.
VON MICHAEL HÜBNER
MERSEBURG/MZ- Gerhard Müller ist enttäuscht. Das Wiedersehen mit seinem alten Verein und die Art und Weise der 1:5-Niederlage der Grün-Weißen Piesteritzer in Merseburg in der Fußball-Verbandsliga schmerzt. "So eine schlechte Leistung", schimpft das Trainer-Urgestein, das in den 70er Jahren ein echter Chemiker war - bei Buna Schkopau und auch im Piesteritzer Volkspark. "In der Abwehr stimmte gar nichts. Eine Zuordnung habe ich überhaupt nicht gesehen", schildert die Übungsleiter-Legende seinen Eindruck.
Auch beim zweiten Fünferpack der Saison - zuvor 0:5 in Barleben - werden die gleichen Fehler gemacht. Die prominenten Stürmer der Gegner können schalten und walten wie sie wollen. Beim Aufsteiger ist es Christopher Kalkutschke (derzeit elf Treffer), der in der ersten Halbzeit mit seinen beiden Treffern für die Vorentscheidung sorgt, und in Merseburg ist es Sebastian Schlorf, der dank der Piesteritzer und einem Dreierpack nach dem Wechsel sein Torekonto locker auf zehn schrauben kann.
Torwart leitet Treffer ein
Dabei ist der erste Treffer die Schlüsselszene des Spiels. Der Merseburger Torwart Christian Bölke leitet mit einem Befreiungsschlag den ersten Treffer der Gastgeber ein. Von Martin Schmelzer erhält Schlorf das Leder im Piesteritzer Strafraum, steht aber mit dem Rücken zum Gehäuse. Doch mit einer Drehung kann er seinen Gegenspieler abschütteln und sich die Ecke aussuchen (53.). Die Gäste sind geschockt. Von einer Gegenwehr ist praktisch nichts mehr zu sehen. Das Match wird kampflos abgegeben. Das zweite Gegentor besorgt mit einem satten Direktschuss in der 62. Minute Mario Schaaf (früher Sachsen Leipzig). Danach darf Schlorf wieder zweimal nach einem Konter und einer Musterkombination jubeln (63., 77.), ehe er - wie auch Kalkutschke - vorzeitig ausgewechselt wird (80.). "Und das waren die ersten Tore mit den neuen Schuhen", freut sich der Matchwinner nach drei Partien ohne einen Treffer. Für den Fünferpack sorgt schließlich Nico Kanitz vom Elfmeterpunkt (82.). Der Piesteritzer Schlussmann Alexander Glaser ist chancenlos, sorgt aber mit mehreren Paraden dafür, dass das Ergebnis noch halbwegs erträglich bleibt.
Nach einer solchen Niederlage sieht es zum Anfang der Partie trotz zweier Hiobsbotschaften nicht aus. Jeffrey Neumann meldet sich mit Fieber ab. Und die Begegnung wird auf neuen Kunstrasen ausgetragen. Die Anlage war früher von Stahl Merseburg - von diesem einstigen Traditionsverein sind nur noch die Alten Herren übriggeblieben - der Hartplatz. Das nicht auf echten Rasen gespielt wird, findet Uwe Ferl "schon ein bisschen merkwürdig". "Aber der Platz ist in Ordnung. Und wir trainieren seit einer Woche auch schon auf unserem Kunstrasenplatz", so der Piesteritzer Cheftrainer.
Sein Gegenüber Michel Petrick verspricht den 80 Zuschauern eine attraktive Begegnung. "Wir werden von Anfang an Gas geben und den Gästen unser Spiel aufdrängen", so der junge Übungsleiter. Sein Team schafft sofort ein spielerisches Übergewicht, bietet dabei aber unglaubliche Räume an. Es ist das Spiel für die Volkspark-Elf. Markus Jahnke erläuft einen Rückpass von von Martin Kubisch und steht plötzlich frei vor Bölke. Der Torwart kann zunächst mit dem Fuß abwehren, aber gegen den Nachschuss von Kevin Redlich ist der erfahrene Keeper chancenlos (12.). "Es wurde aber auch Zeit", jubelt der Torschütze über sein erstes Pflichtspieltor für die Piesteritzer.
Gastgeber mit einer Portion Glück
Das 1:0 ist für die Platzherren offensichtlich ein Schock. Die Grün-Weißen haben jetzt die Chance, die Führung auszubauen. Dabei hat Jahnke einfach nur Pech. Sein abgefälschter Ball - Bölke schaut dem Leder nur hinterher - landet auf der Latte (17.). Die Merseburger schaffen nur bei den Standards, die Kanitz ausführt, Torgefahr. Und bei einem Freistoß steht Schlorf völlig frei. Der von fehlender Gegenwehr überraschte Torjäger trifft den Ball aber nicht voll (23.). Und so gehen die Piesteritzer nach einer starken Vorstellung mit einer hoch verdienten 1:0-Führung in die Kabinen. Die Ernüchterung folgt nach dem Pausentee. Nach über zehn Jahren verlieren die Piesteritzer wieder mal gegen Merseburg. Es ist erst die dritte und höchste Niederlage überhaupt. Dafür haben die Volkspark-Kicker auch schon mal in der Domstadt mit 9:0 gewonnen.Grün-Weiß Piesteritz: Glaser, Schlüter, Töpfer, Wojciechowski, Jersak, Lehmann, Steiner (66. Müller), Jahnke, Thöner, Hinkelmann, Redlich
VORSCHAU
Neuer Spitzenreiter kommt in den Volkspark
Preussen Magdeburgist nach der desolaten Vorstellung der Piesteritzer der neue Tabellenführer in der Fußball-Verbandsliga. Die Landeshauptstädter nutzten gestern Nachmittag die Gunst der Stunde und schlugen im Heimspiel Dessau 05 nach Anlaufschwierigkeiten erwartungsgemäß mit 3:0. Der neue Spitzenreiter stellt sich schon am Reformationstag ab 14 Uhr im Volkspark vor. Piesteritz als Zweiter empfängt den neuen Primus. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Und es gibt noch mehr Motivation. Gewinnt der FC Grün-Weiß, dann wird die Tabellenspitze zurück erobert.
Spitzenreiter in argen Nöten
KREISOBERLIGA Seegrehna rettet im Schlussspurt noch einen Zähler.
WITTENBERG/MZ- Die Spitzenreiter in den Fußball-Kreisoberligen Wittenberg und Anhalt waren am vergangenen Wochenende in argen Nöten. Seegrehna rettete in den Schlussminuten noch einen Punktgewinn. Dagegen verlor Abus Dessau den Spitzenplatz.
Fachverband Wittenberg
Verkehrte Fußball-Welt in Seegrehna. Der Tabellenführer feiert das 2:2 gegen den Aufsteiger Bad Schmiedeberg wie einen Erfolg, und der Neuling spricht von zwei verlorenen Punkten. Das freilich liegt an einem fast sensationellen Spielverlauf. Alexander Hühn (27.) und Pascal Quoos (63.) schießen den Außenseiter 2:0 in Front. Der Favorit schafft mit einem energischen Endspurt noch das 2:2 durch Stefan Gründer (85.) und Patrick Pietzner (87.). "Noch im vergangenen Jahr haben wir solche Spiele verloren", so Seegrehnas Abteilungsleiter Detlev Knape, der "die Moral der Truppe" lobt. "Wir haben die ersten 60 Minuten verschlafen", so der Chef. Bei den Gästen sprechen die Verantwortlichen von einem verschenkten Erfolg. "Aber wir haben gezeigt, dass wir immer für eine Überraschung gut sind", so Abteilungsleiter Ralf Neichel. Die Kurstädter sind seit vier Begegnungen ungeschlagen.
Vom Remis profitieren die Seegrehnaer Verfolger Jessen nach dem 4:1 bei der Einheit in Wittenberg und Möhlau. Die Glückauf-Elf gewinnt bei Elster II 3:1. Die Spitze ist jetzt sehr eng zusammengerückt: Seegrehna hat einen Punkt Vorsprung auf Jessen und zwei Zähler Vorsprung auf die Möhlauer. Mehr Spannung in der Kreisoberliga geht kaum noch.
Fachverband Anhalt
Nur eine Woche war die SG Abus Dessau Tabellenführer. Schon nach dem neunten Spieltag ist wieder alles vorbei. Der bis dato Erste verlor das Spitzenduell gegen den Dritten Blau-Rot Coswig und Roßlau (2:1 über Vorwärts Dessau) führt damit erneut die Tabelle an. Die Coswiger besiegten nach einem dramatischen Endspurt die Bauhausstädter und Trainer René Gommert meinte "Das war nichts für schwache Nerven". Abus lag ab der 14. Minute in Führung. Ein Eigentor zum 1:1 (44.) brachte dann die Wende. Als in der Nachspielzeit (91. und 90+8) Sebastian Weigl zweimal traf "war der Wahnsinn perfekt", so Gommert. Die SG Waldersee/Vockerode ist weiter auf dem Vormarsch und gewann nach Toren von Ronny Swientek (2) und Christian Rast bei der Reserve von Dessau 05 3:1.
"Wir haben in der Schlussphase dominiert und verdient gewonnen", so Trainer Uwe Wilke. Die SG Oranienbaum-Wörlitz quälte sich zu einem schmeichelhaften 1:0 über Schlusslicht Mosigkau II und ein Selbsttor der Gastgeber half dabei. "Heute hat nur das Ergebnis gestimmt", so Coach Andreas Wolf. Die SG Jeber-Bergfrieden/Serno verlor gegen den SV Mildensee 0:2. Coach Harald Dobritz: "Für unsere Notelf war nicht mehr drin."
Weiter spielen: Abtsdorf - Wartenburg 5:1, Zschornewitz - Zahna 2:0, Nudersdorf - Annaburg II 3:1, Pretzsch - Rackith 1:2, Linda - Reinsdorf 0:4; Dessauer SV - Vorfläming 3:0, Lok Dessau II - Steutz 0:2, Walternienburg - Kochstedt 4:3
Quelle:MZ
