Vorschau Fussball WE

PR Team, 14.11.2014

Vorschau Fussball WE

"Wir sind nicht im Wilden Westen"

KREISPOKAL Allemannia Jessen empfängt Liga-Konkurrenten Glückauf Möhlau.

VON WERNER MICHAELIS UND THOMAS TOMINSKI

WITTENBERG/MZ- Im Fachverband Fußball Wittenberg steht am Sonnabend nur ein Kreispokal-Nachholspiel auf dem Programm. Das Halbfinale haben bereits Titelverteidiger Annaburg, Piesteritz II und Kemberg erreicht. Im Fachverband Anhalt wird das Viertelfinale komplett ausgetragen.

Fachverband Wittenberg

Die noch offene Partie hat es in sich. Mit Allemannia Jessen und Glückauf Möhlau treffen um 14 Uhr in der Elsterstadt zwei Mannschaften aufeinander, die das Meisterschaftsrennen in der Kreisoberliga ganz entscheidend mitbestimmen. Jessen ist Zweiter mit 31 Punkten, die Gäste rangieren direkt dahinter (30). Primus Seegrehna liegt in Reichweite (32). "Die 1:5-Heimpleite gegen Jessen im laufenden Spielbetrieb haben wir nicht vergessen", betont Glückauf-Coach Raik Klinowsky, der jedoch nichts davon wissen will, nun eine offene Rechnung begleichen zu müssen. "Wir sind doch nicht im Wilden Westen", fügt er scherzhaft an. Trotzdem: Möhlau will das Halbfinale erreichen. "Dann haben wir ein Heimspiel. Das ist für meine Jungs Anreiz genug", verrät Klinowsky, denn die bereits für die nächste Runde qualifizierten Teams spielen eine beziehungsweise zwei Etagen höher. Die von Gerald Neiße betreute Allemannia träumt ebenfalls vom Semifinale. Die Auslosung dazu findet in der Halbzeitpause dieser Partie statt. "Wir wollen die Gunst des Heimrechts nutzen", so Trainer Neiße, dem Thomas Sachse und Benjamin Lange (beide verletzt) gegen Möhlau nicht zur Verfügung stehen.

Fachverband Anhalt

Ab 13 Uhr wird im Kreisfachverband Anhalt das Viertelfinale absolviert. Für diesen Wettbewerb haben sich drei Vertreter aus der Landesklasse, drei Kreisoberligisten und zwei Teams aus der Kreisliga qualifiziert. Auf dem Dessauer Sportplatz Tannenheger empfängt der Tabellendritte der Kreisoberliga, die SG Abus Dessau, den Anhalt-Supercupgewinner aus der Landesklasse, Vorfläming Nedlitz. Auf den "Kienfichten" kommt es ebenfalls zu einem Duell Kreisoberliga kontra Landesklasse. Die Kicker des Dessauer SV 97 erwarten Rot-Weiß Zerbst.

Ganz klarer Favorit in der Partie zwischen der FSG Vorfläming und dem ESV Lok Dessau (Landesklasse) sind die Gäste. Momentan haben die "Eisenbahner" allerdings mit sich selbst genug zu tun. Der Fokus beim Tabellendreizehnten liegt auf dem Ligaalltag. "Natürlich erwartet jeder von uns, dass wir eine Runde weiterkommen", erklärt Lok-Mannschaftsleiter Oliver Rönicke. "Im Pokal können wir Selbstvertrauen tanken." Beim Match zwischen dem SV 1952 Gohrau und Grün-Weiß Dessau treffen zwei Kreisligisten des Fachverbandes aufeinander. Die Gastgeber sind Tabellensechster. Das Team aus der Bauhausstadt ist die aktuelle Nummer eins und auch der erklärte Aufstiegsfavorit.

 

LANDESLIGA

Eintracht will den nächsten Dreier holen

Szczegula-Schützlinge erwarten Braunsbedra.

VON ULF ROSTALSKY

ELSTER/MZ- Rechnen unerwünscht. Wenn die Landesliga-Fußballer des SV Eintracht Elster am Sonnabend um 14 Uhr im Brale-Sportpark den SV Braunsbedra zum Nachholspiel empfangen, soll die Mannschaft den Gegner von Beginn an unter Druck setzen und nicht rechnen. "Klar wollen wir an die erfolgreichen Heimspiele anknüpfen", sagt Trainer Thomas Szczegula. Die Eintracht düpierte dabei die Konkurrenz gleich mehrfach. Annaburg und Zorbau wurden jeweils 3:0 abgefertigt. Vergangenen Sonnabend deklassierte Szczegulas Mannschaft den Tabellenzweiten Zeitz 6:0. Die Eintracht hat einen Lauf auf heimischem Rasen. "Wir dürfen aber nicht abheben", mahnt der Trainer, der die Parole nächster Sieg ausgegeben hat.

Deutliche Ansage

Rechnen kann nervös machen. Das weiß der Coach. Doch er kommt nicht umhin, vom Befreiungsschlag zu reden. Gewinnt die Eintracht, kann sie bis auf Platz sechs vorrücken. Für Szczegula wäre ein solches Szenario nach dem eher dürftigen Saisonstart mit gerade einmal 15 Punkten aus elf Spielen genau das richtige. "Wir wollen nicht mehr nach unten schauen." Selbstbewusst legt der Trainer nach. Der Blick geht nach oben. "Da gehören wir hin." Ob die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Coach kann aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Marcus Finke, Steve Trollmann und Fabian Schlüter (alle verletzt) sind alle fit. "Es sieht gut aus", meint der Trainer und hofft, dass die Tormaschine der Eintracht ordentlich Fahrt aufnimmt. Laszlo Lango (9) und Pitt Schultz (8) haben zusammen mehr Tore erzielt als die ganze Braunsbedraer Mannschaft. Doch nicht nur das spricht für die Eintracht. Die Gäste haben in der laufenden Saison auswärts erst drei Punkte geholt. Zudem kann Elster auf einen kleine Erfolgsstory verweisen. Die Mannschaft hat seit vier Spieltagen nicht mehr verloren und wird nicht vergessen haben, dass es die Elf aus Braunsbedra war, die am letzten Spieltag der Serie 2012/13 alle Aufstiegsträume der Eintracht platzen ließ.

Tritt auf Euphoriebremse

Vom Selbstläufer möchte Thomas Szczegula nichts wissen. Der Gegner sei erfahren. Dass Braunsbedra aktuell auf einem Abstiegsplatz liegt, habe nicht viel zu sagen. Der Abstand zwischen beiden Teams beträgt drei Punkte. "Deshalb wollen wir gewinnen. Dann rücken wir wie erwähnt nach vorn in der Tabelle." Während die Eintracht mit dem 6:0-Kantersieg gegen Zeitz im Rücken auflaufen kann, müssen die Gäste eine Pleite verdauen. Die Braunsbedraer gingen vor Wochenfrist beim Tabellendritten in Brachstedt 0:4 unter. Trotz aller guten Vorzeichen tritt Szczegula auf die Euphoriebremse. "Es läuft nicht immer so super wie gegen Zeitz. Das ist den Spielern bewusst."

 

FUSSBALL Verbandsligist FC Grün-Weiß Piesteritz trifft im Landespokal-Achtelfinale auf den Halleschen FC. Trainer Uwe Ferl denkt sich eine spezielle Taktik aus.

Keine Angst vor Goliath

VON THOMAS TOMINSKI

WITTENBERG/MZ- Die Erinnerungen an das Landespokalfinale 2011 sind nicht verblasst. HFC-Trainer Sven Köhler spricht von einem Pflichtsieg gegen einen starken Gegner, der Piesteritzer Chefcoach Uwe Ferl nennt den Abend im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion ein unvergessliches Erlebnis. Am Sonnabend ab 14 Uhr werden die Karten neu gemischt. Verbandsligist FC Grün-Weiß steht im Achtelfinal-Nachholspiel dem großen Favoriten aus der Saalestadt (3. Liga) im Volkspark gegenüber.

Rollen sind klar verteilt

Trotz klarer Rollenverteilung hat Köhler im Vorfeld dieser Begegnung nichts dem Zufall überlassen. Co-Trainer Dieter Strozniak war Gast beim Derby Dessau 05 gegen Piesteritz (1:2). "Wir haben Respekt vor Piesteritz. Die Mannschaft steht verdient an der Tabellenspitze", so Köhler, der sich mit dem Thema Pokal-Aus nicht beschäftigt. "Es ist unsere Pflicht, dieses Spiel zu gewinnen", betont der Trainer, der nach der Talfahrt des HFC in der 3. Liga kommende Woche bei der Chefetage des Vereins zum Rapport antanzen muss (die MZ berichtete). Der 48-Jährige will das Pokalspiel in Piesteritz auch nutzen, dass die Mannschaft nach den Rückschlägen im Spielbetrieb zumindest mental wieder in die Spur kommt. Trotz Verletzungspechs sei die Drittliga-Elf stark genug, die Hürde Achtelfinale zu überspringen. "Ich erwarte einen Gegner, der versucht, uns mit Leidenschaft zu beeindrucken", so der Coach, der hofft, dass die mitgereisten HFC-Fans - erwartet werden am Sonnabend zwischen 200 bis 400 - die Mannschaft bedingungslos unterstützen.

Null Cent auf Heimsieg

Trainerkollegen Uwe Ferl ist die Anspannung ebenfalls deutlich anzumerken. "Unsere Chance ist, dass wir keine Chance haben", steckt er den Claim ab und erzählt, dass er seine Jungs vor dem Spiel des Jahres nicht extra motivieren muss. Der HFC ist die Nummer eins in Sachsen-Anhalt und wirkt auf die Zuschauer wie ein Magnet. Ferl ist nicht vermessen genug, vom Einzug in das Viertelfinale (hier wartet Barleben) zu sprechen. Es bekennt offen, dass er im Wettbüro keinen Cent auf Sieg Piesteritz setzen würde. "Ich bin Realist", sagt er und verweist auf den Drei-Klassen-Unterschied zwischen beiden Teams. Andererseits ist der 56-Jährige ehrgeizig genug, um dem Favoriten aus der Saalestadt die Stirn zu bieten. Ferl tüftelt seit Tagen an einer Taktik, um dem HFC das Leben so schwer wie möglich zu machen. Verraten will er nichts. Piesteritz wird nicht mit Schwung ins offene Messer rennen. Zehner-Abwehrkette? "Das ist nicht meine Philosophie", meint der Coach, der sich eher etwas in Richtung kontrollierte Offensive vorstellen kann. Die Mannschaft habe nicht mehr die Qualität der Elf, die vor drei Jahren das Landespokalfinale erreicht hat. Der eigene Anspruch muss deshalb ein wenig heruntergefahren werden. "90 Minuten Pressing wird nicht funktionieren." Gegen den HFC sollen seine Schützlinge Spaß am Fußball haben, sich achtbar schlagen und den hoffentlich zahlreichen Fans einen unvergesslichen Nachmittag bescheren. Ferls Traum: "Wenn zur Pause noch die Null steht, bin ich total glücklich."

Hinweis zum Sicherheitskonzept

Nach dem Treffen mit Polizei, Security und Verantwortlichen des HFC hat der FC Grün-Weiß Piesteritz ein Sicherheitskonzept erarbeitet, um aufgrund des zu erwarteten Zuschauerandrangs einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dies sagt unter anderem aus, dass Taschen, Rucksäcke oder eigene Getränke nicht mit auf das Sportplatzgelände gebracht werden dürfen.

AKTUELLE TABELLENSITUATION

Abstiegskandidat kommt zum Spitzenreiter

Das Teamaus der Saalestadt befindet sich nach der sechsten Heimniederlage (SG Sonnenhof Großaspach, 0:2) als 14. des Klassements mitten im Abstiegskampf. Die Elf von Trainer Sven Köhler trennen nur drei Zähler vom Sturz in den Tabellenkeller. Diesen bilden die U 23 des FSV Mainz (16), Borussia Dortmund II (15) und Schlusslicht Jahn Regensburg (12).

Akaki Gogiaist derzeit der beste Torschütze der Hallenser. Mit fünf Treffern steht er zusammen mit anderen Fußballern auf Platz 17 des Klassements. Der 22-Jährige wurde in Georgien (Rustawi) geboren und hat unter anderem für den VfL Wolfsburg, FC Augsburg und den FC St. Pauli gekickt.VerbandsligistFC Grün-Weiß Piesteritz ist nach dem Abstieg aus der Oberliga gut eine Etage tiefer angekommen. Die Schützlinge von Chefcoach Uwe Ferl sind Spitzenreiter mit 27 Punkten. Am Wochenende wackelt diese Tabellenführung jedoch, da vier Nachholspiele auf dem Programm stehen. Edelweiß Arnstedt, VfB/IMO Merseburg und der FSV Barleben können die Volkspark-Elf im Klassement überholen.Jeffrey Neumannist der beste Angreifer des Teams. Mit zwölf Treffern ist er Dritter der Torjägerwertung. Diese führt Sebastian Schlorf an (Merseburg, 18).TT

 

Chronik eines Pokal-Klassikers Sandersdorf gegen FCM zum vierten Mal in sechs Jahren

Von Daniel George

Die Mannschaften von Union Sandersdorf und des 1. FC Magdeburg treffen am Freitagabend im Viertelfinale des Fußball-Landespokals Sachsen-Anhalt zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren aufeinander.

Uwe Störzner hatte es gerade erst erfahren. Es war vor fast auf den Tag genau einem Monat, als der Präsident von Union Sandersdorf nach der Auslosung der Landespokalviertelfinalspiele sagte: „Freude klingt anders.“ Der Fußball-Oberligist hatte soeben den 1. FC Magdeburg zugelost bekommen. Am Freitagabend treten beide Mannschaften zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren im Viertelfinale gegeneinander an (Beginn: 19 Uhr, Sport- und Freizeitzentrum). „Uns wäre ein Aufeinandertreffen im Halbfinale lieber gewesen, da hätten wir mit einem Kraftakt vielleicht sogar ins Finale einziehen können“, sagte Präsident Störzner. Doch wer weiß: Vielleicht gelingt die Überraschung am Freitag trotzdem. Eine Chronik der drei vergangenen Viertelfinalduelle - und was Union aus ihnen lernen kann.

Der 14. April 2010

Ein Datum, das für Union Sandersdorf den Beginn des Magdeburg-Fluchs markiert. Vor heimischem Publikum musste sich der damalige Verbandsligist mit 0:5 geschlagen geben. „Das waren für unsere Ansprüche und Defensivstärke einfach zu viele Gegentore“, haderte der damalige Union-Coach Olaf Schaller, heute beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen an der Seitenlinie, mit dem Abwehrverhalten seines Teams. „Wir waren viel zu brav und haben Magdeburg einfach spielen lassen“, meinte er.

Was danach geschah

Nach dem 5:0-Erfolg am 14. April 2010 war für den 1. FC Magdeburg im Halbfinale Schluss. Beim damaligen Oberligisten Germania Halberstadt mussten sich die Elbestädter mit 0:1 geschlagen geben. Im Endspiel vor heimischem Publikum kassierte Halberstadt dann allerdings eine 2:3-Niederlage, der Hallesche FC durfte den Landespokal in die Höhe stemmen.

Drei Tore fielen in Hälfte eins, zwei Treffer erzielte der Regionalligist im zweiten Spielabschnitt. Entscheidend waren laut Trainer Schaller die zwei frühen Tore binnen 120 Sekunden: Lars Fuchs, der auch am Freitag beim FCM wieder dabei sein wird, schob den Ball in der 16. Spielminute ins rechte untere Eck. Patrick Bartsch erzielte kurz darauf das 2:0.

Die Erkenntnis: Sollte Magdeburg ein frühes Tor gelingen, darf Sandersdorf nicht gleich in Panik verfallen.

Der 2. November 2011

Neue Saison, gleiches Spiel: Zweimal in Folge im Landespokal-Viertelfinale auf den gleichen Gegner zu treffen, ist schon kurios. Das zweite Duell war für Union in vielerlei Hinsicht das erfolgreichste. Die Gastgeber mussten sich zwar erneut geschlagen geben, erkämpften sich allerdings die „beste“ der drei Niederlagen - 0:3 hieß es am Ende aus Sandersdorfer Sicht. „Wir haben eine vernünftige Leistung geboten“, sagte Präsident Uwe Störzner damals, ehe er versicherte: „Wir werden auf jeden Fall noch einen schönen Abend haben.“

Denn auch auf den Rängen herrschte gute Stimmung: 1 305 Zuschauer wollten das Spiel sehen - der Bestwert nach 903 Zuschauern 2010 und vor 1 015 Zuschauern 2014. „Das war die würdige Kulisse für diese wunderschöne Anlage“, lobte der damalige FCM-Trainer Ronny Thielemann, der am Freitagabend als Co-Trainer der Magdeburger ins Sport- und Freizeitzentrum zurückkehrt. An der Sandersdorfer Seitenlinie stand am 2. November 2011 Rainer Lisiewicz. Der Mann, mit dem Union 2012/2013 den Oberliga-Aufstieg schaffte.

Die Gastgeber standen beim zweiten Viertelfinalduell tief und lauerten auf Konter. Das funktionierte zunächst. Rico Gängel, auch am Freitag wieder dabei, hatte in Minute 33 sogar die Führung auf dem Fuß - doch er vergab. Stattdessen erzielte Magdeburg zwei Minuten später das 1:0.

Die Erkenntnis: Konter könnten zum Erfolg führen. Vergebene Möglichkeiten werden vom Regionalligisten aber umgehend bestraft.

Der 9. April 2014

Das bislang letzte Duell beider Teams im Landespokalviertelfinale. Etwas mehr als acht Monate sind seitdem erst vergangen, die Eindrücke wirken noch frisch. Ersatztorhüter Lukas Wurster stand im Kasten und musste fünfmal hinter sich greifen. Mit 1:5 verlor der Oberligist gegen den Regionalliga-Aufstiegsanwärter. Nach dem Schlusspfiff konnte sich Sandersdorf vor Komplimenten kaum retten. Die Mannschaft von Trainer Mike Sadlo spielte mutig nach vorn, hätte mehr als dieses eine Elfmetertor von Timo Breitkopf verdient gehabt - immerhin war es der erste Treffer gegen Magdeburg. Zur Halbzeit führte der große Favorit lediglich mit 1:0.

„Besser als das Ergebnis“ titelte die MZ damals. „Wenn ich ein, zwei Bälle mehr halte, dann wird das Ding noch einmal spannend, dann ist das ein ganz anderes Spiel“, haderte Keeper Wurster, der auch am Freitag zwischen den Pfosten stehen soll, mit der verpassten Chance auf ein besseres Ergebnis. Von den lobenden Worten aus dem Umfeld konnte sich Sandersdorf allerdings nichts kaufen. Union war wieder einmal raus aus dem Wettbewerb. „Im Pokal geht es nur darum, weiterzukommen“, stellte Magdeburgs Coach Andreas Petersen nach dem Spiel fest - und er hatte Recht.

Die Erkenntnis: Gut spielen und doch verlieren - das tut ganz besonders weh. Union Sandersdorf sollte trotzdem wieder so mutig sein.

Der 14. November 2014

Während bei Union noch immer Mike Sadlo auf der Trainerbank sitzt, hat Magdeburg schon wieder gewechselt: Jens Härtel soll den Traditionsverein zum lang ersehnten Aufstieg führen. Nach überstandener Krise rangiert der FCM derzeit auf Regionalliga-Platz drei, hat die vergangenen drei Partien gewonnen, ohne ein Gegentor zu kassieren. Sandersdorf musste sich zuletzt im Derby dem VfL Halle 96 geschlagen geben, steckt im Oberliga-Tabellenkeller. Die DFB-Pokalfeste gegen Augsburg und Leverkusen haben in Magdeburg die Lust auf eine Wiederholung im nächsten Jahr geweckt. (mz)

Die Prognose: Gegen den gut aufgelegten FCM wird es für die kriselnden Unioner auch im vierten Viertelfinal-Anlauf ganz schwer.


Quelle:MZ